Feiern in der Gruppe will geplant sein!

Akt I „Die Vorfreude“ 

Gestern war es in meiner Firma wieder so weit. Die Weihnachtsfeier stand an. Da bei uns nur coole Jungs und Mädels arbeiten war ich auch durchaus Positiv gestimmt. Dieses Mal hatte ich nichts mit der Vorbereitung zu tun, also wartete ich gespannt auf die Dinge, die da kommen…

Ganz besinnlich im Office begann die Feier auch. Bei einer Tasse Glühwein haben wir über das abgeschlossene Jahr reflektiert. Und die Aufgaben, die da noch kommen. Ich brauch ja nicht zu sagen, dass ich beim anschließenden Wichteln das geilste Geschenk von allen gekauft hatte ;=)

Akt II „Die Stagnation“

So viel zum ersten Part. Die Frisur hielt, die Stimmung war noch gut. Als nächstes ging es zum Essen, in ein Unglaublich schlechtes Restaurant, dass dennoch einen guten Ruf hatte. Das Essen sah dann auch fast so aus, wie bei mir Zuhause (falls ich kochen würde…). Aber egal, das Ambiente war gediegen und man konnte sich bei dem ein oder anderen Bier angenehm Unterhalten. Sogar ein Steinmetz auf Wanderschaft sorgte für kurzweilige Unterhaltung. Ab 22:00 hieß es dann Aufbruch.

 Akt III „Hier macht es noch Spaß“

Als nächstes ging es dann zum Bowlen. War mein erstes mal und hat sogar Spaß gemacht. Hier war das Team aber durch die Aufteilung in Bahnen mehr oder weniger Räumlich getrennt. Also wurde  gebowlt, getrunken und geredet. Zu diesen Zeitpunkt befand sich der Abend an seinen Höhepunkt. Alles war schick geplant und es war klar wo es hingeht und wie es da hingeht. Um 01:00 wollten uns dann noch die Angestellten der Bahn einsperren also entschlossen wir uns lieber zu gehen. Hier haben sich auch die ersten von uns verabschiedet. Ich sollte bald folgen.

Akt IV „Der Sturz in die Leere“

Jetzt war es nicht mehr so klar wo wir hingehen sollen. Hörte ich Anfangs noch, dass wir den Abend am Prenzlauer Berg verbringen werden und nicht in der Simon-Dach-Straße (da ist man ja auch soooo selten…), so gingen wir doch unaufhaltsam in diese Richtung. Also laufen, laufen und laufen. Nach 30 Minuten in der  in der Kälte hab ich mir mein eigenes Zeitfenster zum Ausstieg gesetzt. Tatsächlich war es mir jetzt sogar egal wo es hingehen sollte. Ich gehe ja sonst ausschließlich zu Locations mit live Musik, aber eine einfache Bar hätte es jetzt auch getan. Hauptsache warm!

Aber jetzt standen alle vor der ersten potentiellen Bar und ich sah endlich Licht am Ende Tunnels. Aber irgendwie wollte keiner so wirklich reingehen. Es entschieden sich alle noch weiterzugehen. Das waren jetzt 50 Minuten durch die eisige Kälte und ich hatte aus Solidarität mein Zeitfenster schon um das doppelte Überschritten. Wenn sich schneller was gefunden hätte, oder klar gewesen wäre, wo es hätte hin gehen sollen, dann wäre ich auch noch ein paar Stunden dabei geblieben. So musste ich nun die Reißleine ziehen.

Akt V „Eine neue Hoffnung“ 

Also machte ich mich auf dem Weg nach Hause. Und jetzt wurde der Abend sogar noch interessant. Denn ab Marzahn wurde die Stimmung (Typisch!) etwas rauer. Als wir dann in die Allee der Kosmonauten einbogen, ging es dann nach langen Verbalen hin und her los. Entertainment wird das hier wohl genannt. Tag Team Action war angesagt. Die Konkurrierenden Teams durchaus ausgeglichen, legten sie los. Und so lernte ich noch Maria kennen, die aus der Sitzreihe neben den sich Prügelnden Proleten geflüchtet und sich noch schnell bei Mir eingehakt hatte. Wir haben unsere Wetten abgeschlossen und die  Show Kommentiert. Ich glaube, wir waren die einzigen, die daran ihren Spaß hatten…

Vier Stationen weiter war ich auch schon Zuhause angekommen. Maria stieg noch mit mir aus. Sie wollte nicht unbedingt allein mit diesen Leuten weiterfahren. Versteht sich, dass ich noch bei Ihr gewartet hab bis der nächste Tram kam. So hatten wir noch 20 Minuten Zeit uns gegenseitig die Enttäuschungen des Abends zu erzählen. Und das wir uns wohl gegenseitig, wenn auch nur kurz noch den Abend gerettet haben.

Im Nachhinein war Sie wohl wirklich meine Rettung. So konnte ich doch noch mit einen Lächeln nach Hause gehen, denn wären meine Erwartungen und Hoffnungen nicht zerschmettert worden, wäre es wohl nicht zu dieser Begegnung gekommen.

Zum Ausklingen des Abends bin ich dann noch mal ins Dukes auf ein Bier gegangen.

Getrunken habe ich auf die Enttäuschungen…

 

 

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