re:publica 13 Tag 1

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Diese Woche ist es so weit, die Republica geht in die Siebte Runde. Ich bin dieses Jahr zum zweiten Mal dabei. Nachdem ich letztes Jahr für das filmen der Videos verantwortlich war, kann ich mich in diesem Jahr frei durch die Location bewegen.
Nach einem langen und arbeitsreichen Wochenende musste ich mir heute morgen in aller früh erst einmal den Tagesplan zusammengestellt, was gar nicht so leicht war bei den vielen Vorträgen und Workshops.
Um 10:00 Uhr hieß es dann: Auf zur Republica 2013! Das Wetter war gut, ich ging also in leichter Ausrüstung. Kamera und Tablet reichen aus, um Eindrücke zu sammeln und niederzuschreiben. Unterwegs gab es noch eine kleine Dusche, tja wetter.com hat eben nicht immer recht. Naja egal nicht meckern, weiter gehts.
Beim Eintreffen vor Ort dann der erste Schock! Eine Gigantische Schlange zieht sich durch das ganze Gelände. Ungläubig fragte ich, ob das denn nun die Schlage für die Tageskasse, oder gar die generelle Schlange zum Eintritt ist. Es war die generelle Schlange 🙁
Gut, das hab ich von letzten Jahr noch anders in Erinnerung. Große Lust Rumzustehen hatte ich zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht. Also schlenderte ich erstmal durch die Location und sammelte die ersten Eindrücke. Gut, dann also Re:publica von Außen. Für ein paar Fotos reichte es auf jeden Fall (schon alleine die Schlange ist ein paar Bilder wert)!
Und so ist über eine Stunde vergangen und ich saß draußen, ohne Eintritt bekommen zu haben und schrieb diese Zeilen nieder, was immer noch besser war, als die ganze Zeit in dieser blöden Schlange zu stehen. Aber wie lichtete sie sich langsam. Noch ein bisschen und ich konnte mich in Bewegung setzen.
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So, zum Schluss habe ich es dennoch reingeschafft und konnte mir die letzte Hälfte des ersten Vortrages anschauen. Ich bin ja sehr an Themen wie Netzneutralität und Politik interessiert, weshalb das gerade so zu mir gepasst hat.
„Open Data – Was hat das mit mir zu tun?“
Tja, gerade dieses Thema ist in den letzten beiden Jahren groß geworden und bedarf einiges an Diskussion. Im Prinzip wurde der Zeitverlauf seit ca. 2005 aufgezeigt, wie es mit open data voranging. Großbritannien war ja z. B. ein Vorreiter mit der Offenlegung der Krankenhausdaten. Interessant ist natürlich, wie diese Daten dem einzelnen zugute kommen können. Seien es nun die Restaurant rezensionen bei Quipe oder die aktuellen Kriminalitätsstatistiken aus meiner Umgebung. Aber auch bei solchen Plattformen sollte man immer hinterfragen: Wer stellt diese Daten zur Verfügung und was wird damit bezweckt? Schade, dass ich hier nur die letzten paar Minuten mitbekommen habe. Diese verdammte Schlage!
Egal, weiter gehts. Der nächste Vortrag war zum Glueck gleich im Nachbarsaal. „Auf zum Metakulturellen Diskurs“ war der Titel. Die beiden Vorträge hatten sich leider etwas überschnitten, weshalb mir auch hier wieder der Anfang fehlt. Hier ging es eigentlich nur um den Menschen und dessen Verhalten generell und im Internetzeitalter. Und das Verhalten ist weitesgehend gleich geblieben. Mit viel Witz wurden Fallbeispiele genannt, die einem im Täglichen Leben so begegnen. Seien es Foren trolle, die nicht gewillt sind ein konstruktives Gespräch zu führen, oder die engstirnig Gestrigen, die jede Neuerung erstmal ablehnen (ach, ich liebe das Golem Forum;), ober aber die Trendsetter, die gezwungen sind alle Neuerungen mitzumachen bevor die breite Masse kommt. Wer gerne ein Beispiel möchte, sollte sich die Presseberichte über Windows 8 durchlesen. In den Foren (Golem) wird man wohl jeden dieser Stereotypen wiederfinden und das fast aussschließlich!
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Als nächstes hatte ich dann ein bisschen Leerlauf. Im nächsten Vortrag ging es über die Digitalisierung von Buchen. Beleuchtet wurden die Copyrights, was darf wann frei verfügbar gemacht werden, sowie die Methoden der Digitalisierung. Joa, fand ich jetzt nicht so prickelnd, aber was soll man da schon erwarten. Bücher einscannen ist halt nicht so Actiongeladen.
Der Tag war schon weit fortgeschritten, aber eine Session hatte ich noch auf meinem Plan.
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In „Praktische Anleitung für den fürsorglichen Überwachungsstaat“ wurde es wieder Unterhaltsamer. Und zugleich auch Gruselig. Die Redner spielten die Rolle des Staates und machten sich darüber Gedanken, wie man denn mithilfe von Medien (Propaganda trifft es wohl eher, auch in Deutschland) und Großkonzernen für die Freiheit des einzelnen kritische Gesetze schaffen kann. Also um die Freiheit des einzelnen zu beschneiden, sprich um zu Kontrollieren. Das ganze war natürlich ziemlich Augenzwinkernd. Aber jetzt das gruselige. Wer sich in den letzten zwei Jahren etwas mit Politik und den Klassischen Massenmedien auseinandergesetzt hat, merkt das es genau so funktioniert. Die Medien machen Panik und kurz darauf schießen neue Gesetzesentwürfe aus dem Boden. Teilweise passiert das genau so plump, wie es hier vorgetragen wurde. Aber sollte dieser Vortrag nicht Satire sein?
So, das war er also, der erste Tag der Republica 13. Zum Schluss setzte ich mich noch bei einem kühlen Bier in die Sonne um die Atmosphäre ein wenig einzufangen und über das gehörte zu reflektieren.
Morgen geht es weiter.

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