re:publica 13 Tag 2

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Der zweite Tag Republica beginnt, wie der erste schon früh. Nachdem ich gestern Abend noch hasting den Artikel zum ersten Tag gepostet hab, war leider keine Zeit um das Programm für Tag zwei zusammen zu stellen. Nun das musste ich heute Morgen machen. Spät ins Bett und früh wieder raus lautete also so das Motto.
Aber wenigstens hab ich heute keine Warteschlangen zu befürchten. Also auf gehts!
Im ersten Vortrag Wissen, Macht, Moral – dasdigitale Marionettentheater wurde es philosophisch. Die Grundthese war, ob es nicht eine art digitales A-Team geben sollte, das von der Nato anerkannt ist und weltweit für die Menschenrechte kämpfen kann. Natürlich nur im Netz versteht sich. Im Anschluss ergab sich eine interessante Disskusion ueber die Werte- und Moralansichten verschiedener Erdteile. Denn wer soll darüber richten was in anderen Kulturen Moralisch richtig ist.  Im schlimmsten Fall zwingen wir, ganz nach amerikanischen Vobild anderen unsere Ansichten auf. Aber als die Diskussion lebendig wurde war auch schon leider die Zeit vorbei.
Weiter gehts zum nächsten Vortrag.
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In „unser Blog soll schöner werden“ stellte Markus Beckedahl, einer der Gründer von netzpolitik.org Möglichkeiten vor, wie Blogs und Podcasts finanziert werden können und dabei möglichst ihre Neutralität behalten. Außerdem konnte man noch etwas über die Geschichte und den werdegang von netzpolitik,org in Erfahrung bringen.
Nach dem Vortrag ist jetzt erstmal Pause angesagt. Die Sonne strahlt echt Hammermäßig, draußen spielt die Musik, also erstmal raus, einen Snack einnehmen und chillen.
Nach einer halben Stunde in der ich Faul in der Sonne lag, machte ich dann langsam auf den Weg zum nächsten Vortrag.  Die Stage 7 war bis zum bersten gefüllt. Ich hoffte, dass dies nicht so bleiben würde. Aber zu gab es neben der Stage eine schicke Terasse von der man das gesamte Gelände überblicken konnte. So habe ich noch eine Weile das treiben unten beobachtet.
Drei Applauswellen später war der Vortrag vorbei und Stage 7 leerte sich. Nun konnte auch ich mir Zugang verschaffen.
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„Browser Fingerprinting“ war der Name. Sicherlich für die Werbewirtschaft und die User generell ein interessantes Thema. Nun, was Cookies und Super Cookies sind weiß nun jeder. Falls dem nicht so sein sollte, dann hier meine kurze Schilderung.
Die Dinger enthalten Textinformationen (sprich je eine eindeutige ID) und werden mehr oder weniger zugänglich auf dem Rechner gespeichert. Das ganze hat nur den Sinn, das Websites die User, die sie besuchten wiedererkennen können , um personalisierte Werbung schalten zu können. So sind Cookies ja im Prinzip nichts neues, ich meine, es gab sie auch schon als ich das erste Mal mit dem Internet in Kontakt kam. Gut, die meisten Leute werden auch wissen, sofern es sie interessiert, wie die Cookies entfernt werden können.Die meisten Browser bieten diese Option ja an. Nun aber genug zu den Cookies, im Vortrag ging es ja um den potentiellen Nachfolger eben dieser. Browser Fingerprinting nennt sich das ganze und ist im Grundprinzip nur eine Erweiterung der Informationen, anhand derer ein Computer identifiziert werden kann. Speicherten Cookies nur ihre ID ab, wird beim Browser Fingerprinting eine ganze Reihe variablen gespeichert.

  • User Agent
  • Plugins
  • Schriftarten
  • Hintergrund und systemeinstellungen.
Da das ganze über Flash und Java funktioniert ist es auch ein leichtes an all diese Informationen zu kommen. Und desto mehr variablen gespeichert werden können, desto wahrscheinlicher wird man wiedererkannt. Und das schlimmste: Je individueller man sein System konfiguriert, desto leichter wird man wiedererkannt. Das betrifft jetzt in erster Linie Linux und Windows User.Aber genug. 30 Minuten waren auch hier viel zu wenig für so einen Vortrag.
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Weiter gehts, diesmal schaue ich mich mal ein bisschen in Sachen Wissenschaft um. „Faszination Grundlagenforschung“ ist das Thema und ich habe mir sagen lassen, dass einige Mitarbeiter von Cern am Vortrag beteiligt sind, ich bin gespannt.
Ja, es waren tatsächlich Cern Mitarbeiter, die allesamt am LHC beschäftigt sind.
Sie haben beschieben, wie die beiden LHC Experimente, Atlas und CMS funktionieren, welche Aufgaben sie haben und natürlich die Ergebnisse die dabei rausgekommen sind. Das Ziel ist ja schon erreicht wurden, das wird wahrscheinlich jeder wissen. Das Higgs bosom wurde am 12. Juli 2012 entdeckt, bzw. die Entdeckung wurde an diesem Tag offiziell bekannt gegeben. Was gab es noch für interessante Fakten beim laufenden Betrieb des LHC?

  • Alle 25 ms findet eine Teilchenkollision statt.
  • due beiden Detektoren, Atlas und CMS bestehen aus jeweils 20 Millionen Siliziumschichten, die Teilchen registrieren können.
  • Es werden pro Jahr ca. 15.000 Terabyte an Forschungsdaten erzeugt.
  • Die Betriebskosten belaufen sich auf überschaubare 165 Mio. Euro im Jahr.

 

Im folgenden Vortrag ging es über neue, Kreative arten sich für einen Job zu bewerben. „Personal Branding Kampagne: Wie der neue Job dich findet“ war der Titel. Der Saal war übrigens brechend voll (was sagt das denn wohl über die Arbeitsverhältnisse hier in Deutschland aus?), sprich viele Leute wollen wohl demnächst eine „neue Berufliche Herausforderung“. Ein paar Tipps konnte ich trotzdem aufschnappen wenn bei bei mir dann so weit ist 🙂 Im Prinzip geht es darum seine Sozialen Kontakte auf Twittter, Facebook, oder gar die Leser des eigenen Blogs dazu zu bringen für die eigene Jobsuche tätig zu werden. Denn immerhin werden die meisten Stellen immernoch auf Empfehlungvergeben, da kann es also nicht schaden, die eigene Soziale Reichweite auszunutzen. Außerdem gilt diese Art des Bewerbens, so fern man es denn noch so nennen kann als kreativ und mutig. Mal sehen, wie lange das noch so bleibt, denn jeder weiß ja, dass man mit Exotischen Bewerbung am weitesten kommt.

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So, der Tag nähert sich schon wieder dem Ende, es sind noch zwei Vorträge, die auf meiner Liste stehen.
Das Thema Lovepicking überspringe ich jetzt einmal, viel dazu gab es nicht zu sagen, ich denke, das Bild sagt alles. Ich habe es mir eigentlich nur angeschaut, weil ich zu faul war aufzustehen. Die nachfolgende Kontroverse über das Picking und die Liebesschlösser allgemein (einige Hersteller von Vorhängeschlössern bieten Mittlerweile sogar Liebesschlösser an!) war dennoch ganz belustigend. Lustig ging es dann auch weiter, „Anwendungsorientierte Analyse volkstümlicher Lebensmittel in der politischen Berichterstattung, oder: Politiker, die in Bratwürste beißen“ war der Name. Der Versprach beim ersten Lesen schon einmal viel. Und das liegt nicht daran dass ich Thüringer bin und von Themen wie Grillen oder Bratwürste generell angezogen werde 😉 Der Vortragt war eine lustige Bilderschau von Politikern, die in Bratwürste beißen. Dabei wurden sich nach diversen Kriterien, wie Haltungnote, Ernsthaftigkeit und Gier bewertet. Ich hatte schon Schluss wirklich Tränen in den Augen.
So, das war er also, der zweite Tag auf der Re:publica 2013. Morgen gehts weiter zum finale…

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