Photography Playground

Photographys_Playground_0006

ndlich mal wieder raus, was erleben. Das Wetter wird ja langsam besser und momentan habe ich auch genug Zeit für solche Dinge. Außerdem konnte ich ein wenig Ablenkung gebrauchen. Also ging es letztens zum Photography Playground in die alte Opernwerkstatt, in Mitte.

Die Re:publica machte mich auf diese Veranstaltung aufmerksam. Denn auf jener wurden Freikarten ausgeteilt, obwohl man diese überhaupt nicht brauchte denn der Eintritt war sowieso frei. Also nichts wie hin, die Flyer sahen ja vielversprechend aus. Und sie war es auch. Auf insgesamt drei sehr rustikalen Etagen gab es viel zu Entdecken und zu Fotografieren. Gut, dass einige Tage zuvor meine neue DSLR eingetrudelt ist 😉

Photographys_Playground_0007

Wer keine Kamera zur Hand hatte, konnte sich vom Sponsor welche ausleihen. Und die geliehenen waren besonders beliebt, gab es doch am Eingang eine endlose Schlange. Eine Schlange am Eingang? Das ist doch normal oder? Tja, dachte ich im ersten Moment auch. Als ich dann nach einer geschlagenen dreiviertel Stunde gerafft habe, dass die Schlage nur für das leihen einer Kamera ist und man auch einfach so hätte durchgehen können war ich… naja, begeistert sagen wir mal. Egal, Schlange stehen liegt uns Deutschen sowieso im Blut denke ich mal. Vor allem, wenn man aus dem Osten kommt. Aber Spaß beiseite.

Photographys_Playground_0015

Hat man sich erstmal einen Weg hineingebahnt, geht die Entdeckungsreise auch schon los. Mal schauen, was ich von den drei Etagen noch runterbrechen kann…
In der ersten Etage ging es um Formen und Farben. Es wurden Lamettavorhänge aufgehangen, die von Ventilaktoren in Bewegung versetzt wurden. Für mich war das jetzt nicht so das interessanteste Motiv, aber nebenan bot sich dann etwas besseres an. Vorhänge verschiedenen Musters und dazu passende Kleidung und Perücken wurden ausgegeben. Im Richtigen winkel konnte man sich stealth-mäßig vor der Kamera unsichtbar machen. Außerdem gab es noch eine größere Fläche, die mit einer Art feinen grünen Sand ausgelegt war. Im richtigen Winkel erzeugte diese Landschaft einen sehr befremdlichen Eindruck. Mit einem passenden Filter und Requisiten hätten man hier wohl auch die Mondlandung inszenieren können. Highlight der ersten Etage war auch das zweistöckige Netzgebilde, welches zum Klettern, Chillen und natürlich auch zum Fotografieren einlud. Soviel zur ersten Etage.

Photographys_Playground_0010

In der zweiten Etage konnte man nicht nur die Objekte im Erdgeschoss von oben Fotografieren, nein, hier ging es vor allem um optische Effekte. Überall hatten die Macher Laserschranken versteckt, die nicht über den Sucher, sondern nur über die Live View Funktion der Kamera zu sehen waren. Mal waren es Pfeile, die in der Luft zu stehen schienen, oder es waren schnelle Laserstreifen, die durch die Luft rasten. Außerdem gab es mehrere Dunkelbereiche, in denen mit Hilfe von Lasern und Raus beeindruckende Bilder dargeboten wurden. Diese dunklen Bereiche waren auch für Liebespaare ein beliebter Ort. Tja, da ich zur Zeit keine Freundin zur Hand habe, hielt ich mich nicht sonderlich lange an diesen Orten auf 🙁

Photographys_Playground_0001

Etwas skurriler wurde es, beim Thema Bewegungen. Es gab eine Art entlegenes Theater, in das man nur kriechend Zugang erhielt. Der Raum war im Art-Deco Stil gehalten, im Mittelpunkt war eine Bühne auf der Zwei Kleider, aufgehängt an einem Kleiderhaken in der Luft hingen. Vor der Bühne ein Grammophon mit der Aufforderung den Hebel ein paar male zu drehen. Gesagt, getan. Das Grammophon begann zu Spielen, das Licht auf der Bühne ging an und die beiden Kleider begannen zu Tanzen. Bioshock lässt grüßen!

Photographys_Playground_0004

Ebenfalls auf der zweiten Etage befand sich meiner Meinung nach der Höhepunkt der Veranstaltung. Auch mit Musik lassen sich tolle Bilder machen! Ein Getränkeverschluss wurde mit Wasser befüllt und anschließend mit tiefen Tonsequenzen beschallt, die das Wasser in Bewegung brachten. Darüber hing eine Hochgeschwindigkeitskamera, die das Bild auf eine Leinwand geworfen hat. Weil das ganze so extrem Faszinierend aussah, habe ich hier wohl auch die meiste Zeit verbracht. Ich wollte einfach unbedingt ein gutes Bild erwischen. Und so habe ich dann auch Minutenlang mit Verschlusszeit, Blende und ISO Empfindlichkeit herumgespielt. Das war auch das erste Mal, dass ich im Manuellen Modus fotografiert habe. Sonst habe ich immer nur die Belichtungs-, oder Blendenautomatik benutzt. Aber keine Angst, die Ergebnisse sind gut geworden.

Photographys_Playground_0002

In der letzten Etage ging es um die Räumliche Wahrnehmung. So gab es einen Raum voller QR-Codes, die leuteten und Pulsierten, ein Antik eingerichtetes Zimmer, das entweder einen 2D Eindruck vermittelte, oder aber ein Gefälle von ca. 30 % zu haben schien. Und alles lud zum erkunden ein. Aber auch Abseits konnte man einiges Entdecken. Und so wich ich etwas von den Wegen ab. Über der gesamten Halle ging ein Laufsteg, von dem aus man eine schöne Übersicht hatte und wohl noch so einige Motive entdecken konnte. Und das beste daran war, dass er komplett leer ist. Also stieg ich die Leiter empor, chillte etwas auf dem Geländer und ließ die Szenerie auf mich einwirken.

Photographys_Playground_0011

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt hat. Es gab einige Tolle Motive zu entdecken, es gab viel zu fachsimpeln und ganz nebenbei wurde ich auch im Umgang mit meiner Kamera besser. Vor allem die Rustikale Location ist den Besuch schon Wert! Da die Ausstellung ja bis Anfang Juni verlängert wurde, überlege ich vielleicht noch einmal hinzugehen. Und wenn ich dort nur einen faulen Tag verbringe und in der Netzkonstruktion chille…

 

Related posts:

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.