Plan A, Plan B, Kein Plan…

Im letzten halben Jahr meiner Ausbildung ging es wirklich drunter und drüber. Anfangs steckte ich in einer Phase der Beruflichen Neuorientierung, ich wollte einfach etwas anderes machen.

Das war Plan A, „was anderes machen“. Also trennte ich mich, auf der Suche nach neuen Ufern von meinem Betrieb. Leider ging der Plan nicht ganz so auf wie erwartet. Zu groß war die Konkurrenz in Form der doppelten Abiturjahrgänge. Es war ganz egal wie viel Erfahrung ich in dem Gebiet auch hatte. Am Ende zählt der Abschluss, ganz egal vom Talent, Erfahrung, Begeisterung oder alles was sonst mehr Aussagekraft als ein Abschluss hat!
Das Problem liegt natürlich auch daran, dass hier kein Käufer, sondern ein Verkäufermarkt vorliegt. So können alle Unternehmen ihre doch recht Surrealen Vorstellungen vom idealen Bewerber durchsetzen (Abitur, Erfahrung + schon tausend Projekte gestemmt).

Plan A scheiterte also. Wie gut, dass ich vorausdenke und einen Plan B entwickelt hab. Plan B bestand darin, meine aktuelle Ausbildung mit neuen Betrieb (ein Zurück gab es nicht mehr) fortzusetzten und auch ohne Betrieb vorläufig das Oberstufenzentrum zu besuchen.
Das mit dem neuen Betrieb hat auch super geklappt. Zumindest kurzzeitig.
Durch diverse Pannen bei der Krankenkasse, IHK, der Abmeldung durch meinen alten Betrieb und nicht zuletzt einen schmerzhaften Motorradunfall, schied ich vorläufig aus.
Und viel Stoff in der schule habe ich ebenfalls verpasst. Viel lernen und viele Klausuren nachschreiben stand also an. 🙁

Plan B ist also ebenfalls gescheitert. Und was macht man wenn Plan B scheitert? Man greift zu Plan C.
Gut, dass ich noch so ein gutes Verhältnis zu meinem Ex Ex Arbeitgeber habe und dieser sich für mich eingesetzt hat.
So konnten wir in letzter Minute mit der IHK aushandeln, dass ich meine Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen kann und auch noch verspätet mit meiner Abschlussarbeit beginnen kann.
Mit Kryptografie werde ich mich in meiner Arbeit beschäftigen. Und es gibt viel zu tun, da ich verspätet  anfange bleibt nicht nur sehr wenig Zeit.
Und ich neige dummerweise auch immer dazu viel zu schreiben…

Nur eine oder zwei Wochen nach der Arbeit stehen dann auch schon die Prüfungen an. Es wird also ein heißer November. Und das alles ohne Betrieb, Schule oder irgendeinen Verdienst.

Ich bin froh, wenn alles überstanden ist und ich nicht mehr von einem Notfallplan zum nächsten springen muss. Wie es danach weitergeht wird man dann sehen.

Ich kann ja schon einmal Pläne schmieden 🙂

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