Kranke Gedanken

Über zu wenig Schlaf konnte ich mich in der letzten Woche nicht beschweren. Meine Konzentrationsphasen (also die Zeit die ich vor einem Monitor verbringen konnte) lagen im Schnitt so bei, naja vielleicht 30 Minuten. Danach dröhnte mein Kopf dermaßen, dass ich mich ganz schnell wieder hinlegen musste.

An Arbeit war auf diese Weise nicht zu denken. Auch keine Filme, Nachrichten, Bücher… einfach nichts! Also lag ich die meiste Zeit rum und tat was kranke halt so tun. Schlafen, Tee, Pharma, Kräuterbonbons, Taschentücher und ganz ganz viele Taschentücher.

Aber da schlafen nur begrenzt funktioniert, verbrachte ich große Teile des Tages wach im Bett. Und da das schon verdammt langweilig ist (außer man hat Fieber, dann fühlt sich alles so komisch an und der Raum dreht sich…), schweifen die Gedanken nach und nach einfach ab.

Und wie bei mir nicht anders zu erwarten, kam natürlich der größte Blödsinn dabei heraus.

So habe ich beispielsweise darüber nachgedacht wie die Bibel aussehen würde wenn Jesus in München des späten 16 Jahrhunderts geboren wäre. Tja, was soll ich sagen. Wir würden heute wohl sonntags ins Hofbräuhaus statt in die Kirche gehen und die 10 Gebote wären auch etwas lustiger. Die Offizielle Sprache wäre auch nicht Latein, sondern Bayrisch, falls es da einen Unterschied gibt.

Diese Kategorie der Überlegungen nenne ich jetzt einmal die „Was wäre wenn“ Gedankenspiele. Natürlich gab es in der Woche noch mehr davon, aber ich denke Jesus reicht hier aus. 🙂

Die zweite Kategorie und die kann wirklich nervig sein, sind die Endlosschleifen. Und davon hatte ich auch einige. Endlosschleifen können kleine Fitzelchen von Medieninhalten sein, die ich irgendwo irgendwann einmal konsumiert hatte, oder sie sind reale Erinnerungen von was weiß ich. Ok die Definition klingt schon mal nervig und sie hält auch definitiv was sie verspricht.

Am Anfang der Woche war mein Hals zum Beispiel dermaßen zugeschwollen, dass ich überhaupt nicht mehr sprechen konnte. Und schlafen ging eh nicht, weil es Aua gemacht hat. Irgendwie musste ich in dieser Nacht die ganze Zeit die Super Mario Melodie mit den Fingern auf der Bettkante trommeln. Keine Ahnung warum, Endlosschleife eben.

Am nächsten Tag, oder besser gesagt in der nächsten Nacht hatte ich dann die nächste Endlosschleife. Kennt Ihr die Simpsons folge mit dem Kellner?
„Möchten Sie noch Süpéeeee?“
„Das heißt Suppe! Los, Sag es! Suppe!!“

Und ich musste echt jedes Mal lachen (und es waren bestimmt ein paar Hundert Durchgänge).

Nun ist also klar mit was ich mich die letzte Woche so beschäftig habe. Morgen will ich wieder durchstarten. Und falls ich nicht durchstarten kann, kriege ich eben durch. Es gibt so unmenschlich viel zu tun, dass ich tagelang arbeiten könnte und hinterher trotzdem das Gefühl habe nichts geschafft zu haben. Aber ich muss wieder ran! Zusammenreißen!

Dieser Artikel entstand in insgesamt drei Konzentrationsphasen, wovon ich eine mit Youtube vergeudet habe 🙂

 

Und noch eine Beobachtung nebenbei:  So ne Grippe ist übrigens auch ein toller Tipp für alle die ein wenig Gewicht verlieren wollen, das hab ich jedenfalls heute festgestellt (und nicht zu knapp).

 

Mario

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