Drive Timelapse

Zeitraffertour_05_14_009

So, gerade bin ich frisch wieder zurück von meinen Urlaub an der Nordsee und es wird wohl noch etwas dauern bis ich alle Eindrücke verarbeitet und niedergeschrieben habe. Wirklich es war eine super tolle Woche. Aber auch nebenher passiert so unglaublich, dass ich eigentlich täglich neue Artikel schreiben müsste, aber Ihr wisst ja wie das ist… 😉

Dieses Jahr hatte ich mir ja vorgenommen mich in der Zeitrafferfotografie zu versuchen und nun da die D90 mein Hauptbody ist hab ich genug Luft und kann die D3100 etwas verschleißen. Übrigens habe ich auf meinen Aufenthalt an der Nordsee genutzt und einige Zeitraffer im Zusammen mit Ebbe und Flut fotografiert.

Zeitraffertour_05_14_006

Auf dieses Subgenre bin ich übrigens durch Gunther Wegner, der deutschen Koryphäe in Sachen Zeitraffer aufmerksam geworden. Außerdem nahmen die die tollen Sequenzen die man in Go on sehen kann ebenfalls Einfluss. Natürlich eignen sich für Zeitraffer in erster Linie sehr langsame Bewegungsabläufe, wie eben Ebbe und Flut, welche man mit dem Auge nur bedingt wahrnehmen kann, aber ich wollte da mal etwas experimentieren.

Zeitraffertour_05_14_010

Als dann Ende Mai in Berlin wunderschönes Wetter herrschte, beschloss ich kurzerhand die Kamera auf meine Eliminator zu schnallen und ein wenig zu Experimentieren. Mit den Grundlagen habe ich mich natürlich schon vorher etwas beschäftigt. Etwa wie viele Einzelbilder man für die Länge des Videos fotografieren sollte. Aber etwas dazu erzähle ich natürlich trotzdem dazu! 🙂

Aber warum sollte man denn eigentlich Einzelbilder fotografieren wollen wenn am Ende ein Video herauskommt?! 

Der Grund ist recht simpel. Fotografiere ich, dann profitiere ich vor allem davon, dass die Bilder im Raw Format vorliegen, ich in der Bearbeitung also keine Einschränkungen habe. Außerdem ist die wesentlich höhere Auflösung auch nicht schlecht.

Zeitraffertour_05_14_003

Was sind die Grundlagen, die ich für die Zeitrafferfotografie beachten muss?

Generell ist es bei der Zeitrafferfotografie so, wie bei allen Subgenres. Das Erlernen ist relativ leicht, das Meistern hingegen braucht sehr viel Übung und Erfahrung. Generell sollte man mit Offenblende Fotografieren um ein Späteres Bildflackern zu vermeiden. Denn die Kamera kann eine eingestellte Blendenstufe niemals halten. Das heißt, dass es bei jedem Aufgenommenem Foto immer einen minimalen Unterschied bei der Blendeneinstellung gibt. Ich hatte einmal den Fehler gemacht und einen Zeitraffer mit meinen 1.8er aufgenommen. Es war dummerweise an diesem Tag sehr hell, sodass auch mit einer Belichtungszeit von 1/4000 Sekunden die Bilder noch überbelichtet waren. Ich erhöhte also die Blende, aber das Endergebnis konnte ich später sofort wieder löschen.

Es wird auch oft gesagt, dass man im Vorfeld einen festen Weißabgleich einstellen soll, aber falls Ihr dies einmal vergessen solltet macht das auch nichts. Kann in Lightroom mittels Synchronisation später für alle Bilder eingestellt werden. 🙂

Zeitraffertour_05_14_007

Aber nun kommen wir zu meinem konkreten Projekt!

Nachdem die Grundsätzlichen Einstellungen an der Kamera getätigt wurden ging es nun darum die Idealen Verschlusszeiten zu ermitteln. Also drehte ich einige Runden, fuhr langsam, fuhr schnell und beschleunigte stark. Am Ende wollte ich auch unter den Extrembedingungen scharfe Bilder haben (beispielsweise von 0 auf 100 in knapp 5 Sekunden). Gelandet bin ich dann bei Verschlusszeiten von mindestens 1/640, was die unterste vertretbare Grenze darstellte. Da ich während der Fahrt die Kamera nur schwerlich bedienen kann, konnte ich auch keine Automatiken einsetzten. Also nahm ich den Manuellen Modus, schaltete aber die ISO Automatik ein, um ein wenig Puffer zu haben, falls sich die Lichtbedingungen verschlechtern. Als Brennweite habe ich umgerechnet auf Vollformat 50mm, also eine Brennweite die in etwa dem Menschlichen Sichtfeld entspricht genutzt.

Zeitraffertour_05_14_005

Bei den ersten Minuten auf der Landstraße kam noch ein Problem anderer Art. Ich merkte, dass das Objektiv der Spiegelreflex zu viel Angriffsfläche für Insekten bot. Ich habe zwar extra das Kit objektiv angesetzt, da es hier egal ist wenn es beschädigt wird, durch die Insekteneinschläge konnte man aber auf den Bildern nicht wirklich viel sehen, wie ich bei einer Pause feststellen musste.

Aber zum Glück hatte ich noch meine Kompaktkamera dabei, die Bilder im Raw Format aufnehmen und auf der ich selbst geschriebene Skripte laufen lassen kann. Also ein schneller Wechsel, schnell die Einstellungen getätigt, Skript gestartet (1 Bild/Sek.) und weiter ging es! Nach einer kurzen Probefahrt ganz ohne Insekteneinschläge konnte ich mich dann endlich voll aufs fahren konzentrieren.

Zeitraffertour_05_14_002

Dann ging der Spass los! Völlig ohne Plan ging es los, immer Richtung Norden. Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Zeitraffer wesentlich besser geworden wäre, wenn ich mir vorher eine vernünftige Route ausgewählt hätte. ;( Aber was solls, es war ja eine spontane Entscheidung und bestimmt nicht meine letzte Motorrad Tour in diesem Jahr. 🙂

Über die weitere Bearbeitung der Bilder und der Erstellung des Videos erzähle ich jetzt aber nicht, viel mehr mache das später einmal ausführlicher. Zum Schluss möchte ich Euch nur noch das fertige Ergebnis zeigen!

Viel Spass

Euer Mario

Bitte beachtet folgendes:

Durch die wahnsinnig hohe Bitrate macht youtube aus dem Video gerne Pixelbrei wenn Ihr es nicht in full HD schaut. Klickt also schnell auf das Zahnrädchen unten rechts im Video und dann auf 1080p.

 

 

Related posts:

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.