Raue Nordsee Teil 4

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Die Woche und damit der Urlaub nähern sich schon wieder dem Ende. Am heutigen Donnerstag wollten wir noch einmal eine kleine Bootstour zur Seehundbank machen! Diese war mit einer Dauer von 2,5 Stunden eher kurz. Trauriger weise muss gesagt werden, dass ich hier die Seehunde immer noch länger beobachten konnte als bei unserem Ausflug zur Insel Düne.

Also los geht´s! Im Hafen war es noch sehr, sehr Sonnig und warm, auf See dann nur noch Sonnig. Vor allem der Wind war hier recht kalt. Für Mutter sogar etwas zu kalt, weswegen sie sich schnell ins Schiffsinnere verkroch. Die Fahrt zur Seehundbank nahm rund vierzig Minuten in Anspruch. Anschließend sahen wir sogar mehrere von den Seehundbänken. Das Schiff konnte sich erstaunlich dicht an diese heranmanövrieren!

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Hier konnte man vor allem die größeren Exemplare sehen. Auf Helgoland waren sie wesentlich kleiner. So ein ausgewachsener Seehund konnte bis zu 300 Kilogramm auf die Waage bringen und ist damit das größte Raubtier, welches man in Deutschland antreffen kann. Schwierig war es nur eine gute Position an Deck zu finden. Einen Platz direkt an der Reling konnte ich vergessen, diese waren in den ersten Minuten nach dem Einschiffen bereits besetzt. Tja, so lange die Rentner gebraucht haben über den Landungssteg zu gehen, desto flotter sind sie innerhalb des Schiffes unterwegs.

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Zum Glück sind die meisten Rentner recht klein gewachsen, weshalb es für mich jetzt nicht das riesige Problem war eine gute Sicht auf die Tiere zu bekommen. Das Hauptproblem war viel mehr die mangelnde Bewegungsfreiheit. Auf dem Deck (egal welchen) standen die Menschen so dicht, dass es mich an die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin erinnerte. Kuscheln war also angesagt. Wenn man aber nun durch so ein 300mm Objektiv schaut, bekommt man aber von seiner Umgebung nicht allzu viel mit. Ich musste halt nur wahnsinnig darauf aufpassen dass mir niemand gegen die Linse knallt. Die ganzen Menschen, die so um mich herum standen waren bei den Schiffsmanövern eigentlich auch ganz Praktisch.

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Denn wenn ich fotografiere, brauche ich ja beide Hände, kann mich also nirgends festhalten. Brauchte ich auch nicht, ich habe mich einfach gegen den nächstbesten Körper gelehnt der da war! Der Zweck heiligt schließlich die Mittel, dachte ich in dem Augenblick.

Knapp vierzig Minuten hatten wir Zeit die Tiere zu beobachten und einige Aufnahmen zu machen, danach ging es wieder zurück an die Küste. Auf der Rückfahrt begab ich mich dann ebenfalls unter Deck, denn nun wurde es auch mir draußen zu kalt. Im inneren saßen wir dann mit einer Touristengruppe aus Köln, wenn ich den Akzent richtig gedeutet hatte zusammen. Mit dabei war ein kleiner Junge, der auf der Rückfahrt alle ganz gut gespaßt hat.

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Am Hafen, wo es wieder „Ausschiffen“ hieß konnten wir auch beruhigt noch weitere dreißig Minuten auf unseren Plätzen sitzen bleiben, denn die 80% Rentner brauchten doch eine ganze Weile bis sie es schafften wieder sicheres Land unter den Füßen zu haben. Beim Anstellen waren sie aber stets die ersten!

Irgendwann hatten auch wir den Weg hinaus aus dem Schiff gefunden und standen am Büsumer Hafen. Es war kurz nach Mittag und wir machten nun erst einmal Mittag. Mal wieder gab es lecker Fisch, den übrigens noch keinen von uns beiden zum Halse heraushing. Dafür war einfach alles was es hier gab viel zu lecker.

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Nachdem wir uns gestärkt hatten, wollten auch wir einmal typische Touristentätigkeiten nachgehen. Neben Essen ist so etwas ja bekanntermaßen Einkaufen! Damit würden wir den heutigen und auch den morgigen Tag verbringen. In den ersten Tagen hatten wir ja schon einen Werksausverkauf für Schuhe gesehen, welche zufälligerweise am Donnerstag geöffnet hatte. Gelegen war es etwas weiter abseits, schon auf halben Weg zum Industriehafen. Dorthin zog es uns als erstes.

Die Einkaufsmeile.

Die Einkaufsmeile.

Gefunden hatte ich einige schöne Sneaker aus Echtleder für einen unschlagbaren Preis! Die Station hat sich schon mal gelohnt. Weiter ging es Richtung Innenstadt, genauer gesagt in die Einkaufspassage. Hier wechselten sich Modegeschäfte, Souvenirläden und Restaurants ab, sodass es eigentlich immer Abwechslung gab. Und die Straßen waren überlaufen ohne Ende! So viele Hotels und Ferienhäuser kann es doch gar nicht geben dachte ich!

Insgesamt zwei Tage, also den Donnerstag und Freitag waren wir hier unterwegs und haben auch so einige schöne Sachen gefunden.

  • Zu den Ledersneaker gesellten sich noch ein paar rote Stoffsneaker hinzu
  • neue sehr teure Jeans nach etlichen versuchen in Umkleidekabinen, die mir eher wie Saunas erschienen
  • Sehr schöne rote Fleece Jacke von Geographical Norway
  • ganz, ganz viel teilweise richtig Exquisiter Tee aus den vielen Teehäusern
  • Leckerer Honig aus dem Feinschmeckerladen
  • Eine extrem herunter gesetzte Geldbörse aus Leder von Green Burry, Made in GB
  • eine friesische Teetasse aus Porzellan, welche zu meinem Porzellanservice mit Japanischen Kirschblütenmuster jetzt nicht unbedingt passt, aber naja
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Keine Panik, auch dieses Bild stammt von mir. Aufgenommen im Studio.

Letztendlich muss ich aber dazu sagen, dass diese zwei Einkaufstage nicht minder anstrengend waren, als die Erlebnisausflüge zuvor! Je mehr man kauft, desto mehr muss man anschließend durch die Stadt schleppen!

Ansonsten ereignete sich an diesen beiden Tagen nicht allzu viel. Ah, ein neues wirklich sehr, sehr leckeres Restaurant haben wir gefunden. Am Hafenpick sind wir die Tage zuvor immer vorbeigegangen und hatten es nur für eine kleine Imbissbude gehalten. Aber am Freitag, als es mal wieder Essenszeit war, probierten wir es dann doch einmal aus.

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Mit dem Kutter hinten ging es vor einigen Tagen noch auf Fangfahrt!

Tja und was soll ich sagen, von den obligatorischen Krabbenbrötchen und anderen Leckereien zum Mitnehmen bis zum Nordseeteller mit etlichen Sorten Fisch war einfach alles fantastisch! Das Hafenpick ist also eine Art Restaurant/Imbiss Zwitter. Wir haben uns meistens ins Innere gesetzt und dort gegessen. Wer es hier weniger exotisch angehen lassen will, dem empfehle ich den Backfisch. Die Panade war wirklich nur hauchdünn und alles war einfach super lecker! Fisch gut, Salat gut, Pommes gut, Bedienung gut, Preise gut, einfach alles gut! Nach dem Essen habe ich mich richtig geärgert hier nicht schon früher gewesen zu sein. Es war einfach unglaublich lecker! Als Fazit kann ich jeden der einmal in Büsum sein sollte nur das Hafenpick empfehlen. In meinen Augen ein echter Geheimtipp! Wir waren jedenfalls in den paar verbliebenen Tagen jeden Tag hier zum Essen!

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Bis auf diese unglaubliche kulinarische Enddeckung und natürlich den Ausflug zur Seehundbank am Donnerstag, passierte an diesen beiden Tagen recht wenig. Einkaufen gehen, lecker Fisch essen und den Hafen und Strand entlang flanieren. Das waren unsere Betätigungsfelder für den Donnerstag und Freitag.

Tja, damit bleibt nur noch ein Teil übrig. Im fünften Teil verabschieden wir uns dann von der Nordsee und all seinen Einwohnern. Ich denke wir werden irgendwann wieder kommen!

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Der Industriehafen, inklusive Werft bei Ebbe.

Im nachfolgenden findet Ihr noch einmal alle Bilder, die ich aufgenommen habe. Aus Platzgründen habe ich sie heruntergerechnet, so dass sie nicht in voller Auflösung zu sehen sind.

Um ein Bild in groß anzuzeigen, müsst Ihr einfach nur darauf klicken.

Ich wünsche Euch viel Spass mit den Bildern :)

Euer Mario

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