Abschied nehmen

Ich werde dich nie vergessen.

Ich habe ja in letzter Zeit nicht viel von mir hören lassen. Das hat leider auch einen guten Grund. Am 21.11 erreichte mich die Nachricht, dass mein Vater, viel zu früh gestorben ist. Am selben Tag bin ich noch nach Thüringen gefahren. Richtig realisiert hatte ich es erst, als ich dort angekommen war.

Da ich in Berlin noch etwas erledigen musste, war ich nur 5 Tage in Thüringen. Nun aber ist alles erledigt, sodass ich meine Zelte hier in Berlin nun etwas länger abbrechen kann. Seit Mittwochabend bin ich wieder in Thüringen.

Als ich die paar Tage in Berlin war, ging es eigentlich. Berlin habe ich nie so mit meinem Vater in Verbindung gebracht, weil er niemals hier war. Alles kam mir so surreal vor. Hier in Thüringen ist es schlimmer. Ich sitze in diesem großen Haus und tausende Erinnerungen prasseln auf mich ein. Manchmal denke ich mein Vater könnte jeden Moment hier in der Tür stehen und mich begrüßen. Doch das wird nie mehr passieren.

Und so verbringe ich die Tage damit in Familienalben zu blättern oder alte Briefe zu lesen, ganz einfach um die Erinnerung zu konservieren. Auf diese Weise kann ich das ganze Leben meines Vaters noch einmal Revue passieren lassen. Oftmals mit Tränen in den Augen, aber auch mit den ein oder anderen Lächeln erlebe ich das Leben meines Vaters.

Oder ich Erinnere mich einfach nur so. An sein Aussehen, seine Stimme und wichtige Momente, die wir zusammen erlebten. Es ist eine schwierige Zeit. Er fehlt mir!

Morgen früh steht mir dann der letzte schwere Gang bevor. Dann findet die Bestattung statt. Nun ist es also Zeit Abschied zu nehmen.

Neben der Trauerarbeit gibt es auch viele Dinge, die nun geregelt werden müssen. Um alles was übrig ist, muss ich mich nun kümmern. Es ist keine schöne Sache, wenn man das Leben eines Menschen so systematisch durchleuchten und alles regeln muss. So lerne ich im Nachhinein viele Aspekte von meinem Vater kennen, die ich vorher noch nicht kannte.

Bis ich alles geregelt habe, dauert es nur noch ein paar Wochen. Bis ich alles überwunden habe kann es noch etwas länger dauern. Zu guter Letzt muss ich nun auch mein Leben noch einmal neu planen. Ich weiß momentan nicht, ob ich noch länger in Berlin bleiben kann. Die Familie hat nun erst mal Vorrang.

Deswegen lege ich hier nun eine kleine Pause ein und mache mit der Zeitraffer Serie erst im nächsten Jahr weiter.

Also bis nächstes Jahr

Mario

 

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