Erste Tour 2015

Da ich ja seit diesem Monat mein Motorrad wieder vor der Tür stehen hab und das Wetter am Wochenende traumhaft war, musste ich am Sonntag einfach mal eine schöne Tour drehen. Eigentlich wollte ich in einer Gruppe mitfahren, um mir keinen Stress zu machen, aber der RC hat leider am Abend vorher abgesagt. Also musste ich mich Sonntagabend noch einmal mühsam vor Google Maps setzten um einmal zu schauen, was es schönes in der Umgebung gibt. Gefunden habe ich dann das hier:

08_03_Schwedt_0027

Also viele kleine Seen und Teiche mit reichlich grün in der Umgebung. Das sieht doch, zumindest am PC doch schon einmal richtig gut aus oder? Also den Samstagabend damit verbracht die Route fertigzumachen und aufs Navi zu laden, damit es dann am Sonntagvormittag losgehen konnte. Um 10:00 Uhr vormittags war es schon schön sonnig und die Temperaturen lagen so bei 11 Grad, noch nicht zu kalt und auf gar keinen Fall zu warm.

08_03_Schwedt_0005

Beim Fahren auf der Landstraße war das dann auch ein seltsam angenehmes Gefühl muss ich sagen. Die Motorradklamotten sind ja, bis auf die Handschuhe so ziemlich Winddicht, also konnte ich den kalten Fahrtwind nicht merken. Was ich aber mit der Zeit merkte, war die Anwesenheit der Kälte. Es ist schwer zu beschreiben, es fühlte sich wie eine beständige frostige Decke an, die gegen meine Körpertemperatur ankämpfte. Aber wirklich unangenehm war es nie.

08_03_Schwedt_0001

So gegen Mittag kam ich dann am Kloster Chorin an, das war ungefähr grob bei der Hälfte meines Weges. Und weil es gerade gegen Mittag war, war es auch Zeit Mittag zu machen (für mich war es die erste Mahlzeit, also quasi Frühstück). Essen im Restaurant war lecker und auch gar nicht mal so teuer, wenn ich bedenke, dass der Ort eher für Touris ausgelegt ist. Auf die obligatorischen Facebook Bilder habe ich dann aber doch verzichtet.

08_03_Schwedt_0010

Der Akku war schließlich knapp, weil mein Smartphone damit beschäftigt war den GPS Track aufzuzeichnen und mein Motorrad Navi an der Powerstation hing, weil ich das Ladekabel fürs Motorrad verbummelt habe und irgendwie auch wieder nach Hause finden muss. 🙂

So war es dann nach dem Essen erst einmal an der Zeit das Kloster und die nähere Umgebung zu erkunden. Und es gab durchaus viel zu sehen, denn die Klosterbauten und auch die angrenzenden Ruinen in dem weiträumigen Gelände sind auf jeden Fall einen Blick wert. Es gibt auch einen Wanderweg um den kompletten Amtssee herum, an dem das Kloster liegt.

08_03_Schwedt_0006

Die Temperaturen sind zu diesem Zeitpunkt bereits auf angenehme 15 Grad gestiegen, was ja eigentlich schon T-Shirt Wetter bedeutet. Aber denkste, also Motorradfahrer läuft man mit den ganzen Schutzklamotten fast wie mit einer Ritterrüstung rum. Und natürlich ist alles in Schwarz gehalten. Dazu noch der Schwere Rucksack mit Kameraausrüstung, Getränken und sonstiger Technik. Damit wird das Wandern, vor allem in der prallen Sonne ganz schön anstrengend!

08_03_Schwedt_0012

Nach der Wanderung und der kleinen Foto Tour war ich dann auch sowas von durch, dass ich mich freute (mehr als sonst), wieder auf Bike zu steigen und den eisigen Mantel während der Fahrt zu spüren. Ich verschmolz so sehr mit Maschine und Straße, dass alles um mich herum ausgeschaltet wurde. Keine Gedanken gingen mir durch den Kopf, nur noch das hier und jetzt. Das liebe ich so am Motorradfahren! 😉

08_03_Schwedt_0016

Das ging aber nur so lange gut, bis ich einen kräftigen Ruck an meinem linken Oberschenkel spürte, der mich schlagartig von meiner Trance befreite. Ich schaute auf den Tacho, 170, das ist ein wenig zu schnell dachte ich mir. Ich hielt an um zu überprüfen, was das da eben gerade an meinem Oberschenkel war. Es war ein kleines Stück Verkleidung, das sich während der Fahrt gelockert hatte und dann weggeflogen ist. Na super!

08_03_Schwedt_0019

Die Karre am Straßenrand stehengelassen und erst einmal in voller Ausrüstung die Straßengräben nach den fehlenden Teil abgesucht. Nach guten 30 Minuten der Suche hatte ich es auch endlich gefunden. Meine Tour wollte ich mir dadurch aber nicht kaputtmachen, also das Teil in den Rucksack und weiter Richtung Nationalpark. Die weitere fahrt bis zum Ziel war dann auch denkbar uninteressant, weil ich nicht mehr mit der Maschine und der Straße verschmelzen konnte.

08_03_Schwedt_0023

Am Nationalpark angekommen, machte ich dann noch einen kleinen Spaziergang am Ufer der Oder, bis es schließlich 18:00 Uhr und damit langsam Zeit zum Aufbruch war. Denn wenn die Sonne weg war, wurde es wirklich kalt. Gegen 20:00 Uhr war ich dann wieder zu Hause, total geschafft aber glücklich. Die erste Tour des Jahres! 300 Km, trotz kleiner Panne eine super Tour. Ich freue mich schon auf die Nächste!

PS: Im Anhang habe ich noch einmal alle Bilder des Tages eingefügt. Diese sind aus Platzgründen wie immer heruntergerechnet. Um eines der Bilder im Vollbildmodus zu sehen, müsst Ihr es nur anklicken.

 

Euer Mario

Related posts:

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.