Solar Eclipse 2015 Timelapse

Solar_Eclipse_0006

Am Freitag war es also so weit. Die Sonnenfinsternis stand auf dem Plan. Und auch ich habe mir für diesen Vormittag extra Zeit genommen, um das Spektakel zu bewundern. Wie vermutlich tausende anderer Menschen auch. Ich wollte es nicht nur bewundern, ich hatte mir auch gleichzeitig vorgenommen einen Zeitraffer zu fotografieren.

Es war dann auch wahnsinniges Glück, dass meine Schutzbrille am Donnerstagnachmittag im Briefkasten lag, nachdem ich sie mir am Dienstag bei Amazon bestellt hatte. In den Läden gab es ja nichts, was ich für so ein Ereignis und vor allem in der Hauptstadt als eine echte Schande empfand.

Solar_Eclipse_0004

Wie dem auch sei, so viel Glück hatte ich dann auch wieder nicht, denn das bestellte 20×20 cm große Stück der Filterfolie hat es dann doch nicht mehr bis zu mir geschafft. Das wollte ich eigentlich für die Kamera benutzen, weil ich mit hoher Brennweite sehr dicht ran wollte.

Und gerade bei langen Brennweiten ist das für die Kamera nicht ungefährlich, denn die Hitzestrahlung kann so enorm werden, dass beispielsweise der Verschluss schmelzen kann. Aber die Folie war nicht gekommen, also saß ich erst einmal da und musste überlegen, was mir mehr wert ist. Die Kamera oder etliche Jahre auf die nächste Sonnenfinsternis zu warten.

Solar_Eclipse_0007

Und da man, wenn man Zeitraffer fotografiert sowieso kein Mitleid mit der Kamera haben darf, war die Entscheidung klar. Lieber opfere ich eine Kamera, als das Event zu verpassen! Also schraubte ich einen sehr starken Graufilter auf und los gings. 🙂

Geplant waren an diesem Tag zwei Zeitraffer. Die zu opfernde Kamera, durch ND.3 Filter schwach geschützt sollte die Kamera direkt mit 400 mm (KB) aufnehmen. Dazu stellte ich noch eine zweite Kamera auf, welche die Abdunkelung des Umgebungspanoramas als Zeitraffer aufnehmen sollte.

Letzteres hat so überhaupt nicht funktioniert, weil es während der gesamten Sonnenfinsternis kauf dunkel geworden ist, obwohl der Mond doch 80 % der Sonne verdeckt hatte. Über diese verlorene Sequenz war ich schon mal sehr enttäuscht.

Solar_Eclipse_0001

Auch die zweite Sequenz machte große Probleme. Bei 400 mm Brennweite ist das Sichtfeld der Kamera ja sehr eng und ich hatte leider keine Möglichkeit die Kamera automatisch entgegen der Erdrotation nachzuführen (und selbst wenn würde das nicht gehen, weil man die Nachführung exakt auf den Polarstern ausrichten müsste, welchen man aber bei Tage nicht sieht.).

Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch und so habe ich mit sehr kurzen Aufnahmeintervallen von 2 Sekunden gearbeitet und die Kamera von Hand nachgeführt. Weil ich mir nicht sicher war, ob ich das Material im Video dann so zusammen bekomme, wie ich mir das Vorgestellt habe, machte ich zusätzlich noch eine Sequenz mit 50 mm Brennweite (KB). Und trotz ND 3 filtern, welcher ja schon sehr viel Licht schluckt, musste die Halbautomatik Belichtungszeiten von 1/4000 fahren.

Solar_Eclipse_0002

Zeitraffertypisch musste ich natürlich mit Offenblende aufnehmen (Gott sei Dank gibt es lichtschwache Objektive). Ja, das Ergebnis ist nun fertig und sieht meiner Meinung auch ganz gut aus. Für den Zeitraffer Film hab ich übrigens über 4.000(!!) Einzel Bilder aufgenommen. Also kein Mitleid mit der Kamera 🙂

Ich hoffe, dass Euch der Zeitraffer gefällt.

 

Euer Mario

 

Related posts:

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.