Berlin Timelapse

Puh, jetzt sind schon wieder drei Wochen seit den letzten Artikel vergangen. Aber dass ich nicht geschrieben habe, hatte auch einen guten Grund. Vor den eben genannten drei Wochen war ich noch topfit. Bei wunderbaren Wetter machte ich noch eine Tour mit dem Motorrad zur Wartburg (die Bilder und der Bericht dazu werden auch noch kommen).

Aber dann ging es los. Erst hatte (und habe) ich Probleme mit dem linken Fuß, sodass ich gerade einige Probleme mit dem laufen (und auch mit dem sitzen vorm Schreibtisch) habe, dann erwischte mich die hier in Thüringen grassierende Magen/Darm Grippe. Und um den Hattrick voll zu machen, habe ich jetzt auch noch Zahnschmerzen, was mich besonders verwundert, schließlich gebe ich auf meine Zähne immer besonders Acht.

Aber genug zu meiner Krankengeschichte. Dank der modernen Technik, wie Tablet und Notebook konnte ich dennoch ein wenig fleißig sein! Ich habe den Berlin Zeitraffer fertig, möchte ihn präsentieren und natürlich auch ein wenig darüber informieren. Informieren möchte ich in aller erster Linie natürlich über die Probleme, die ich in der Produktion hatte.

Aber bevor ich darauf eingehe zeige ich Euch natürlich erst einmal den Berlin Timelapse! Viel Spass.

Das war er also! Mit über vier Minuten Länge und ca. 8.000 Bilder ist er bis jetzt der aufwendigste Zeitraffer, den ich gemacht habe. Und dabei hätte das Material sogar für die doppelte Länge gereicht!

Jetzt kommen wir zu den Dingen, die schief gelaufen sind. In der Fotografie lernt man ja nie aus, weswegen ich es auch nicht als schlimm empfinde, auch Werke zu präsentieren, die nicht perfekt sind. Aus diesem Grund habe ich einige Szenen extra nicht rausgeschnitten.

Was Euch sicherlich mehr als aufgefallen sein wird ist, dass alle Szenen in denen sich die Kamera bewegt bei mir schwächeln. Das liegt tatsächlich daran, dass ich die Hyperlapse Szenen total unterschätzt hatte. Zwischen den Intervallen, also wenn ich die Kamera bewegen und neu ausrichten muss, hätte ich viel präziser arbeiten müssten. Das lag in erster Linie daran, dass ich den Intervall immer zu kurz gewählt hatte. Und eben weil ich diesen Fehler gemacht habe, hatte ich nicht mehr genug Zeit die Kamera vernünftig neu auszurichten.

Jetzt fragt Ihr Euch natürlich, ob ich das während der Aufnahme nicht schon gemerkt habe, oder? Und ja, zu meiner Schande war mir das schon während der Aufnahme klar, aber ich dachte mir, dass ich das in der Postproduktion schon richten werde. Das war dann aber leider nicht so leicht, wie ich es mir vorstellte. An der Szene mit der Statue am Gendarmenmarkt kann man es am besten sehen. Ach ja, eines was ich hätte tun können, wäre die wirklich groben Schnitzer in Lightroom auszufiltern und zu löschen. Also, wenn Ihr einmal dasselbe Problem habt, dann kann ich Euch den Tipp geben, die größten Sachen vorher per Hand auszusieben. Ich werde es das nächste Mal tun. Und natürlich werde ich beim nächsten Hyperlapse wesentlich präziser arbeiten.

Lightroom 1

Eine weitere Panne, die Passiert ist, war eher technischer Natur. Die Hyperlapse Szene, in der ich am Brandenburger Tor von rechts nach links vorbeilief hat, wie Ihr vielleicht bemerkt habt, eine sehr schlechte Bildqualität. Das liegt daran, dass sich hier mein Sigma 18-200er verabschiedet hat. Die Blendensteuerung hat wahrscheinlich nicht mehr richtig funktioniert, denn die Bilder wurden immer dunkler. Das habe ich beim Aufnehmen natürlich nicht bemerkt, denn ich musste ja nach jedem Bild die Kamera versetzen und neu ausrichten.

In der Nachbearbeitung musste ich, wie Ihr an den Screenshot gleich sehen werdet wirklich an die Grenzen gehen, um die Sequenz noch irgendwie zu retten. Geholfen hatte es leider nur bedingt, denn die Bilder waren teilweise fünf volle Blendenstufen zu dunkel! Da waren teilweise nicht mehr viele Bildinformationen herauszuholen, was man an den sehr verwaschenen und Kontrastarmen Bildern gut erkennen kann.

Lightroom 2

Dass ich mich letztendlich dann doch dazu entschieden habe, diese Sequenz in den fertigen Zeitraffer aufzunehmen hatte folgende Gründe. Erstens ist das Brandenburger Tor natürlich mit DAS Berliner Wahrzeichen und muss einfach mit hinein. Zweitens habe ich gerade bei dieser Sequenz besonders gründlich gearbeitet, was man im Video auch erkennen kann! Deswegen hatte ich mich an dieser Stelle besonders geärgert, dass mir hier das Objektiv einen Strich durch die Rechnung macht!

So, das war also meine Selbstkritik zum Berlin Timelapse. Ich konnte sowohl bei der Erstellung, als auch in der Postproduktion viel lernen und werde versuchen es beim nächsten Zeitrafferprojekt umzusetzen. Das wird wohl nächsten Monat sein. Dann verbringe ich ein paar Tage auf Helgoland und auch an der Küste. Wenn es das Budget erlaubt, werde ich dann auch meine ersten Experimente mit einen Slider anstreben. Bis dahin bin ich dann hoffentlich auch wieder fit!

Und allen unter Euch, die sich mal an einem Hyperlapse versuchen wollen kann ich nur eines Raten: Arbeitet präzise und verschiebt es nicht auf die Postproduktion. Ich musste diese Erfahrung schmerzhaft machen.

Bis demnächst!

Euer Mario

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