Autoshooting

Versuchsaufbau

Versuchsaufbau

Neulich saß ich einmal abends zu Hause herum und grübelte wie ich denn einmal meine entfesselten Blitze einmal richtig austesten könnte. Für die Beleuchtung von Industrieanlagen war ich zu faul, also musste es etwas sein, das möglichst in der Nähe ist. Und Motiv sollte natürlich auch das Potenzial haben, die Blitze auszureizen.

Schließlich sah ich dann einen Autowerbespott und schon war mir klar, was ich in Szene setzen kann. Am nächsten Tag machte ich mich ca. 3 Stunden vor der blauen Stunde mit meinem Auto auf den Weg zum nächsten Supermarktparkplatz und legte los! Am Abend zuvor zeichnete ich mir bereits eine sehr einfache Skizze, in der ich festhielt wie alles aufgebaut werden sollte.

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Die „Skizze“

Ich war gespannt, ob meine Überlegungen richtig waren. Das ist schließlich nicht immer so, wenn die Theorie auf die Praxis trifft. Aber ich war guter Dinge. Zuerst musste sowieso erst einmal das ganze Equipment aufgebaut und eingestellt werden.

Folgendes hatte ich dabei:

  • 4 Stative (3x für die Blitze, 1x für die Kamera)
  • 3 entfesselte Blitze mit Funk Auslösung (LZ:58)
  • Meine D90 samt Sigma 18-200 mm (Aufnahmen entstanden mit ca. 50 mm Brennweite)
  • und viele Batterien zum Wechseln für die Blitze

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Da die verwendeten Blitze alle manuell funktionieren, musste ich mich sowohl was die Blitzleistung, als auch den Winkel angeht herantasten. Mein Ziel war es ja, mein Auto so zu fotografieren, dass der Hintergrund ins Schwarze übergeht. Wenn es noch hell ist, ist das gar nicht so einfach, da ich die Blitzgeräte sehr genau aufstellen und konfigurieren musste.

Der erte Versuch, passte noch nicht so ganz.

Der erte Versuch, passte noch nicht so ganz.

Da ich mein Auto bei den Aufnahmen schräg hinstellte, musste ich eine sehr weit geschlossene Blende wählen, um wirklich alles scharf abbilden zu können. Also stellte ich die Leistung der Blitze auf Maximum und tastete mich an den idealen Blendenwert heran. Gefunden habe ich diesen dann bei f18, was schon enorm ist.

Schon besser, aber noch nicht perfekt.

Schon besser, aber noch nicht perfekt.

Sowohl den Liveview als auch die Abblendtaste konnte ich hier vergessen! Es gab einfach zu wenig Licht und ich war mit der Schärfe noch nicht in jeden Fall zufrieden. Außerdem möchte ich diese natürlich lieber beurteilen bevor das Bild aufgenommen ist. Also packte ich die ganze Kameraausrüstung schnell noch einmal ins Auto und ging los um mein Motorrad zu holen. Dieses sollte mir dann das benötigte Licht zur Beurteilung Schärfe im Liveview liefern.

Das fertige Bild

Das fertige Bild

Motorrad abgestellt, angeworfen und das Fernlicht war sogar kräftig genug um damit zu arbeiten. Aber so groß der Aufwand auch war, die eigentlichen Bilder aufzunehmen ging dann doch recht schnell, wenn erst einmal alles passt. Mittlerweile war die blaue Stunde schon fast vorbei, die Polizei war zwischendurch auch kurz mal da, weil von den Anwohnern „seltsame Lichtphänomene“ auf dem Parkplatz beobachtet wurden. Da musste ich mir das Lachen schon irgendwie verkneifen.

Und noch einmal das Motorrad

Und noch einmal das Motorrad

Und da dieser Abend so viel Spass gemacht hat, schnappte ich mir auch gleich noch einmal mein Motorrad und lichtete es auch noch ab! Und gelernt habe ich auch viel. Zum Beispiel das Licht eine Welle ist und sich dementsprechend verhält. Ich kann nun beim Aufstellen meiner Blitzgeräte im Vorfeld den Lichtfluss wesentlich treffsicherer einschätzen. Außerdem musste ich lernen, dass es anstrengend sein kann immer zwischen drei Blitzgeräten hin- und her zu rennen und ständig umzustellen. 🙂

 

Zu schade, dass ich nicht noch mehr Fahrzeuge habe, die ich mal ablichten könnte…

 

Euer Mario

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