Tour zum Kyffhäuser

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Vor zwei Wochen war mal wieder so bombiges Wetter, dass ich gar nicht anders konnte als raus zu gehen. Die Frage, die sich mir am Vormittag stellte war nur wohin?!

Aber eigentlich brauchte ich gar nicht lange überlegen, denn der Kyffhäuser stand schon etwas länger auf meiner Liste. Also rein in die Klamotten, auf die Kiste und los geht es die Serpentinenstraßen zum Kyffhäuser hinauf! Im Gepäck hatte ich diesmal meine Olympus Pen, die ich sowieso einmal in der Praxis austesten wollte. Außerdem wäre eine der großen Nikons an diesem Tag wirklich zu anstrengend gewesen.

Und ganz in der Tradition der diesjährigen Nordseereise habe ich auch diese Tour per GPS aufgezeichnet, also viel Spass!

Es waren gefühlte 40 Grad und sage und schreibe so warm, dass auch der Fahrtwind nicht mehr kühlen konnte, auch nicht bei 100 Km/h bei offenen Visier. Durch die Ortschaften zu fahren und besonders an einer Ampel warten zu müssen war dann auch eine ganz schöne Qual. Aber die tollen Landschaften, die hier zu sehen sind entschädigen einen natürlich für all die Strapazen. 🙂

Als ich zuletzt auf dem Kyffhäuser war, war ich noch ein Kind, weshalb ich die Serpentinen nicht mehr wirklich im Gedächtnis hatte. Hier gibt es sogar ein Verkehrsschild, dass nur an Motorradfahrer gerichtet ist, inklusive schönes Bild versteht sich. 60 Km/h war hier die Höchstgrenze, was natürlich den einen oder anderen nicht davon abgehalten hat an seine Grenzen zu gehen.

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Ich persönlich bin ja nicht so der Typ für solche Sachen und kann einige, die sich auf der Straße wirklich daneben benehmen nicht verstehen. Den Berg hinauf konnte ich dann auch stellenweise nur 40 fahren, weil es viele PKW Fahrer etwas schwer mit den Serpentinen haben. Aber wenn dann tatsächlich einmal freie Bahn war, hat das Fahren auf der Bergstraße auch jede Menge Spass gemacht!

Am Kyffhäuser angekommen galt es dann erst einmal eine kleine Erfrischung zu sich zu nehmen, denn irgendwie musste man ja das Wasser, welches man auf dem Weg verloren hat wieder einholen. 2 große Colas und einer leckeren Portion Eis war ich dann endlich soweit die Umgebung zu erkunden und den Kyffhäuser zu erklimmen. Eine wichtige Information ist, dass es an dieser Stelle bereits 16:00 Uhr war.

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Gut eine halbe Stunde brauchte ich für den Marsch zum Denkmal, sodass ich fast genau 16:30 Uhr an Eingang ankam. Und das erste was ich sehen musste war, dass das Denkmal schon um 18:00 Uhr schließt! Ich brauchte noch einmal gute 10 Minuten um zu überlegen ob sich 1,5 auch wirklich lohnen würden…

Es lohnte sich nicht! Das war jetzt nicht die Erfahrung, die ich gemacht habe, sondern meine weise Voraussicht. 😉 Ich entschied mich lieber die kleinen Wanderwege, die überall um das Denkmal verlaufen etwas auszukundschaften. Diese waren wirklich mehr als Sehenswert, denn das Licht war auf manchen Wegen einfach nur Märchenhaft.

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Und dort wo es das nicht war, konnte man eine gigantische Aussicht auf die Landschaft, die sich unterhalb des Denkmals erstreckt genießen. Einfach nur WOW!

Ich erkundete die Wege noch einige Stunden und sah mir auch die Burgruinen (die man auch begehen konnte!) an. Das einzig quälende bei der ganzen Tour war die sengende Hitze, vor der auch der Wald nicht schützen kann. Im Gegenteil, auf den Wanderwegen war die Luft sehr stickig. Der optisch schönste und körperlich anstrengendste Ort war ein kleiner Druidenhain, den ich fand.

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Als ich dann das Denkmal nach einigen Stunden auf den Wanderwegen umrundet hatte und wieder an meinem Motorrad ankam, war es, bevor ich wieder losfuhr, noch einmal Zeit für eine Wohlverdiente Erfrischung! Nach einer weiteren großen Cola ging es dann wieder Heimwärts.

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Die Serpentinen herunterzufahren machte auch deutlich mehr Spass als hinauf, denn hier hatte ich dann keine störenden Autos mehr vor mir. Aber endgültig wieder nach Hause wollte ich an dieser Stelle auch noch nicht. Auf dem Weg zum Kyffhäuser fuhr ich an Kelbra vorbei. Kelbra an sich ist jetzt nicht so interessant, interessanter ist aber der Baggersee, der hier angelegt wurde und jedes Jahr viele Camper anzieht.

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Genau der richtige Ort um sich etwas auszuruhen und die Seele baumeln zu lassen. Raus aus den dampfenden Motorradstiefeln und rein ins kühle Wasser. So verbrachte ich am Steg bestimmt noch zwei Stunden und genoss das Wetter und die Landschaft.

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Nach 15 Minuten auf der Maschine fühlte ich mich aber wieder so, als hätte es gar keine Abkühlung gegeben. Fix und fertig zu Hause angekommen half dann nur noch eine schöne kalte Dusche! Der Tag und nicht nur der Tag, sondern auch ich war geschafft. Aber es hatte sich wieder einmal gelohnt. Ich hab viel gesehen, viel genossen und war auch mehr als angenehm über die Ergebnisse der Olympus überrascht (ich hoffe Ihr auch;).

Bis zum nächsten Mal

Euer Mario

PS: Wenn ich dann das nächste Mal wieder zum Kyffhäuser fahre, gehe ich dann tatsächlich auch mal rein!

PPS: Unten in der Galerie sind wie immer sämtliche Aufnahmen des Tages 🙂

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