Starlight Timelapse

Sternschnuppennacht_002

Bevor es nun mit dem nächsten Nordseeartikel weitergeht, muss ich erst noch etwas anderes einwerfen. Eigentlich könnte ich noch ganz vieles einwerfen, denn ich komme mittlerweile mit dem Schreiben gar nicht hinterher. Trotzdem habe ich mich bewusst dagegen entschieden, meinen Rhythmus der Veröffentlichungen zu erhöhen, ganz einfach weil ich mich nicht unter Druck setzen will.

Aber jetzt mal los! Die gesamte Woche über konnte man ja nachts etliche Sternschnuppen genießen. Und natürlich habe auch ich mir eine Nacht damit um die Ohren geschlagen, denn dieses Schauspiel wollte ich natürlich nicht verpassen. Das war am Mittwoch, als das Phänomen seinen Höhepunkt erreichte.

Gegen halb 10 machte ich mich auf den Weg in meinen Garten, im Gepäck drei Kameras und eine Flasche Bier. Ich wollte die Gelegenheit und auch gleich einen Zeitraffer aufnehmen. Der Gedanke einen Zeitraffer in der Nacht aufzunehmen spuckte mir schon länger im Kopf herum.

Sternschnuppennacht_001

Ich wollte in meinen Zeitraffer gerne die Erdrotation sichtbar machen. Und seitdem ich auf dem Land wohne, ist es auch dunkel genug, denn in Berlin wäre das wohl ein vergebliches Unterfangen gewesen (Dort sieht man noch nicht einmal die Sterne). Aber jetzt habe ich ja einen großen Garten, der etwas abseits der Stadt liegt und sich ideal für so etwas eignet! 🙂

Also baute ich in den letzten Minuten, in denen noch Helligkeit herrschte (Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie dunkel es auf dem Land werden kann!) mein Equipment auf.

Zum Einsatz kamen die D3100 mit dem 50mm f1.9; die D5100 mit dem 35mm f1.8 und die D5200 mit dem 17-50mm f2.8. Alle Kameras hatten bei der Aufnahme unterschiedliche Einstellungen und schauten in unterschiedliche Richtungen.

Nun steht man Nachts so ganz ohne Beleuchtung natürlich vor einer mehr als kniffligen Aufnahmesituation, vor allem die D3100 hatte große Probleme, womit ich im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet habe, sonst hätte ich sicherlich die D7000 mitgenommen.

Die Kameras fertigen Ihre Bilder mit Belichtungszeiten zwischen 5 und 30 Sekunden und mit ISO Werten zwischen 640 (D5200) und 2000 (D5100) an. Alles in allem muss ich sagen, dass ich von dem Dynamikumfang der Nikons wieder einmal mehr als begeistert war.

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Damit die Szenerie besser wirken kann, musste ich dafür sorgen, dass ein Vordergrund vorhanden ist, denn so kann man das Wandern der Sterne, für das in Wirklichkeit die Erdrotation verantwortlich ist, besser zur Geltung kommt.

Über den Zeitraffer weiß ich jetzt an dieser Stelle gar nicht, was ich weiter schreiben sollte. Nach den ersten Probeaufnahmen, um sicherzustellen, dass mit der Belichtung alles so ist, wie ich mir das vorstellte, musste ich mir nur noch Gedanken um den Intervall machen.

Da sich die Belichtung in der Nacht ja nicht mehr ändert, konnte ich die Kameras unbeaufsichtigt laufen lassen. Den Rest der Nacht verbrachte ich damit es mir auf dem Rasen bequem zu machen, mein Bier zu trinken und in die Sterne zu sehen. Oh, einen Igel, der sich in meinen Garten verirrt hat, bekam ich auch noch zu Gesicht.

Das war mal wieder ein herrlich spontaner Zeitraffer und eine wirklich schöne Sommernacht, die ich hier verbracht habe. Ich habe bestimmt 12 Sternschnuppen gesehen und konnte zudem meine Seele etwas baumeln lassen, während ich in dieser lauen Sommernacht auf dem Boden lag und die Sterne beobachtet.

Wieder einmal waren es also die kleinen Sachen, die das Leben besonders machen.

Bis zum nächsten Mal!

Euer Mario

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