Die Nikon D5100

 

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Lange ist es her, als ich zuletzt etwas über mein Equipment geschrieben habe. Nun konnte ich mich, nachdem ich es Euch neulich versprochen hatte  doch noch aufraffen und fange nun mit meinen Erfahrungsbericht über meine Zeitraffer Kamera,  der Nikon D5100 an.

Zuerst einmal muss ich feststellen, dass die D5100 eine Kamera der vorherigen Generation ist. Dies ist in erster Linie dadurch verwunderlich, weil die Kamera mit der D5200, D5300 und D5500 bereits drei Nachfolger hat.

Diese Nachfolger unterscheiden sich aber nur in relativ wenigen Punkten, vor allem was die Konnektivität anbelangt (Wlan, Bluetooth) und die ISO-Empfindlichkeit sind bei der 5300 und 5500 etwas besser. Das wichtigste, nämlich der Kamerasensor ist bei allen drei Nikons derselbe. Es ist nämlich der hervorragende Sensor der Nikon D7100.

Die D5100, um den sich dieser Artikel hier ja drehen soll, verwendet den (ebenfalls hervorragenden) Sensor der Semiprofi Kamera Nikon D7000.

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Im fotografischen Alltag nutze ich die D5100 selten bis gar nicht. Ich habe sie mir in erster Linie für die Zeitraffer Fotografie angeschafft und hier leistet sie wirklich hervorragende Dienste.

Die technischen Daten

Bevor es nun mit meinem Erfahrungsbericht weitergeht, ist es zunächst an der Zeit die technischen Daten der Kamera aufzulisten:

  • Sensor: 16,2 MP APS-C Sensor mit einer maximalen Auflösung von 4928 x 3264 Pixel
  • Farbtiefe: 8 – 14 Bit pro Farbkanal
  • Videoauflösung 1080p bei maximal 30 Bilder pro Sekunde
  • Sucher: 95 % Bildabdeckung
  • Monitor: 3 Zoll dreh- und Schwenkbar
  • Verschlusszeiten: 1/4000 bis 30 Sek + Bulb
  • ISO: 100 – 6400 (erweiterbar auf 25.600)
  • Seriengeschwindigkeit: 4 Bilder/sec.

Ich denke, dass ich die wichtigsten Eigenschaften der Kamera aufgelistet habe.

Der größte Pluspunkt

Die wohl herausragendste Eigenschaft der Kamera ist neben den Sensor wohl der Klappbildschirm. Dieser kann in wirklich alle Richtungen gedreht werden, was für den Fotografen wirklich sehr komfortabel seien kann.

Ich verwende den Klappbildschirm sowohl an der D5100, als auch an der D5200 sehr gerne. Manchmal lasse ich auch gerne größere Kameras liegen, weil meine Arbeit in bestimmten Situationen mit dem Klappdisplay einfach besser von der Hand geht.

Typische Beispiele sind natürlich die Zeitraffer, oder auch Motive, für die ich sehr nah am Boden sein muss. Dank des Klappdisplays muss ich mich in solchen Situationen endlich nicht mehr auf den Boden legen, komische Körperhaltungen einnehmen oder gar blind fotografieren.

Das Klappdisplay ist schon eine tolle Sache!

Das Klappdisplay ist schon eine tolle Sache!

Ein weitere Einsatzbereich für das Klappdisplay sind Videoaufnahmen. Vor allem wenn ich mich, beispielsweise für Tutorial Videos selber filmen will. Dann kann ich das Display einfach nach vorne drehen und schon kann ich bequem auf der Couch sitzen und los filmen. Da ich so gleich sehen kann, was die Kamera sieht, kann ich Bildausschnitt, schärfe etc. sofort anpassen ohne jedes Mal aufstehen und um die Kamera herumgehen zu müssen.

Ein weiterer indirekter Vorteil, der sich durch das Klappdisplay ergibt ist, dass die Gefahr von Kratzern durch das Einklappen des Displays verringert werden kann. Eine tolle Sache!

Der größte Kritikpunkt

Nachdem ich nun also den größten Pluspunkt, der für die Kamera spricht benannt habe, komme ich auch gleich zu meinem größten Kritikpunkt.

Das betrifft das Autofokussystem. Denn leider hat die D5100 das gleiche Autofokussystem wie die D3100, also einer Einsteigerkamera. Dieses besitzt lediglich elf Messpunkte, wovon nun ein einziger als Kreuzsensor ausgelegt ist.

Dummerweise sind die Messpunkte auch relativ zentral angeordnet, was mir persönlich gar nicht gefällt. Aber damit bin ich mit meiner Kritik noch nicht am Ende, denn ein Blick durch den Sucher offenbart noch eine weitere Schwachstelle. Die Darstellung der Messfelder mit der kleinen roten Funzel, die das ausgewählte Messfeld markiert ist für so eine Kamera einfach nur dürftig! Das hatte Nikon beim Nachfolger (also der D5200) glücklicherweise besser hinbekommen.

Zu meiner Kritik muss ich natürlich noch erläutern, dass ich hier von anderen Nikon Kameras verwöhnt bin. Wenn Ihr das Autofokussystem der D5100 zum ersten Mal nutzt und nichts Besseres kennt, so werdet Ihr auch nichts vermissen und mit dem System super zurechtkommen.

 

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Die Kamera macht auch bei schwierigen Lichtverhältnissen eine gute Figur!

Denn das wichtigste an einer Kamera sind ja die Bilder, die sie macht. Und hier gehört die Nikon D5100 dank des immer noch hervorragenden Sensors der D7000 noch lange nicht zum alten Eisen.

Ich würde sogar sagen, dass der Sensor auch den heutigen Einsteigerkameras wie der D3300 immer noch überlegen ist.

Die Bedienung (Tasten, Knöpfe und Anschlüsse)

Kommen wir nun zur Bedienung der Kamera, denn dies ist ja bekanntlich der Punkt, in dem sich die Einsteiger, Mittelklasse und Profikameras unterscheiden.

Den Profikameras, wie der D7x00 Reihe sind weiterhin die vielen Hardware Tasten, sowie das Schulterdisplay vorbehalten. Aber keine Bange, auch die Bedienung der D5100 geht sehr gut von der Hand. Mit ein wenig Übung kann auch diese Kamera blind bedient werden, denn die wichtigsten Tasten existieren auch weiterhin.

Neben den Tasten bleiben auch noch einige Funktionen, wie zum Beispiel das Abblenden den Profikameras vorbehalten.

Die Anzahl der Bedienelemente ist in etwa die gleiche wie bei den Einstiegskameras von Nikon. Das ist natürlich zum Teil dem Klappdisplay geschuldet, denn durch diese Konstruktion fällt die Buttonreihe auf der linken Seite komplett weg. Nikon musste also die Tasten hier vollkommen anders anordnen. Aber keine Sorge, Nikon hat die Tasten sehr ergonomisch auf der Kamera verteilt.

Auf der Oberseite der Kamera findet Ihr neben den Auslöser noch das Einstellrad zum Auswählen des Kameramodus, die Record-Taste zum Starten einer Videoaufnahme, die Taste zum Verändern der Kamerablende, die Info-Taste, sowie zu guter Letzt den Hebel zum Wechseln in den Live-View Modus.

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Ebenfalls auf der Oberseite befindet sich natürlich der Blitzschuh zum Anschluss von Blitzgeräten und anderen Equipment.

Auf der linken Seite befinden sich die Taste zum Ausfahren des Blitzes, sowie die Funktions-Taste. Die Blitztaste hat dabei mehrere Funktionen. Ist der Blitz ausgefahren kann man damit auch den Blitzmodus, sowie die Blitzbelichtungskorrektur einstellen. Die FN-Taste kann von Euch selbst konfiguriert werden. Ich habe hier beispielsweise die ISO Empfindlichkeit der Kamera darauf gelegt.

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Die Anschlüsse für Zusatzequipment befinden sich ebenfalls auf der linken Seite der Kamera. Die Kamera bietet einen Mikrofon, HDMI, USB (Nikon) und einen Nikon Anschluss für GPS, Wlan oder Fernauslöser.

Auf der Rückseite finden sich die restlichen Bedienelemente, die die Kamera bietet. Oben links befindet sich die Menütaste, die in das Kameramenü führt, während auf der rechten oberen Seite die „i“ Taste zu finden ist, mit der Ihr auf das schnell Menü der Kamera zugreifen könnt. Daneben ist die AE-L/AF-L Taste, die frei konfiguriert werden kann. in meinem Fall habe ich den Autofokus auf diese Taste gelegt.

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Unten rechts befinden sich Steuerkreuz sowie die restlichen Tasten. Zu guter Letzt befindet sich auf der rechten Seite der Kamera noch der SD-Kartenslot.

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Die Kameramenüs

Kommen wir nun zu den Kameramenüs. Dies ist der wesentliche Punkt, in den sich die Mittelklasse Kameras Nikons von den Einsteigerkameras absetzen. Und zwar bietet die Kamera hier sehr viele Features, die auch bei den größeren Kameras von Nikon vorhanden sind. Auch der Aufbau der Menüs ähnelt den größeren Nikon Kameras.

So bietet die D5100 beispielsweise eine Belichtungsreihen Funktion und auch eine Spiegelvorauslösung ist vorhanden. Eine tolle Sache ist es auch, dass die ISO Empfindlichkeit viel feiner eingestellt werden kann, als bei den kleinen Einsteigerkameras.

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Als kleines Beispiel kann ich sagen, dass es bei der D3100 beispielsweise zwischen ISO 100 und ISO 200 nur zwei einstellbare Werte gibt (nämlich ISO 100 und ISO 200). Bei der D5100 kann man hier schon vier Werte einstellen (ISO 100, 125, 160 und 200), was die Arbeit sehr erleichtern kann.

Da die Kamera, wie bereits erwähnt weniger Tasten als die „großen“ hat, spendierte Ihr Nikon ein benutzerdefiniertes Menü als Ausgleich. Hier könnt Ihr oft benutzte Funktionen hinterlegen, um später schnell wieder darauf zugreifen zu können.

Ich habe hier beispielsweise folgendes hinterlegt:

  • Intervallaufnahme
  • Spiegelvorauslösung
  • Auto-ISO
  • Monitorhelligkeit

An der Aufzählung  findet Ihr auch wieder eine weitere Funktion, von denen sich die D5100 von den Einsteigerkameras absetzt, nämlich die Intervallfunktion, die natürlich vor allem für Zeitraffer Fotografen interessant ist.

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An dieser Stelle habe ich mich nun dagegen entschieden das komplette Kameramenü aufzulisten und zu erläutern. Das würde den Rahmen dieses Artikels einfach sprengen. Ich denke viel mehr, dass ich die wichtigsten bzw. Erwähnens wertesten Funktionen der Kamera genannt zu haben.

Fazit

Nun möchte ich langsam zum Fazit meines Artikels. Was habt Ihr nun also davon, wenn Ihr Euch eine D5100 anschafft? Nun ja, Ihr bekommt auf jeden Fall eine preiswerte Kamera, die gebraucht bereits ab 250,- €  zu haben ist.

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Der Sensor ist zwar nicht der aktuellste, aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Ich würde ihn durchaus noch als zeitgemäß betrachten. Wichtig ist natürlich noch die ISO-Leistung. Die maximale reguläre ISO Leistung beträgt 6400 und ist durchaus verwendbar, da das Rauschen wunderbar analog rüberkommt. Im Falle der Auto-ISO habe ich bei mir einen maximalen Wert von ISO 3200 gewählt.

Und natürlich bietet die Kamera ein hervorragendes Klappdisplay und einige nützliche Funktionen, mit denen sich die Kamera von den Einsteigergeräten absetzt (Spiegelvorauslösung, Belichtungsreihen, Intervallaufnahme usw.)

Negativ finde ich das Autofokussystem, sowie dessen Darstellung. Wenn man allerdings nichts Besseres gewöhnt ist, wird man auch nichts vermissen. Insgesamt kann ich nur sagen, dass die positiven Aspekte die Nachteile bei weitem aufheben.

Eine Alternative wäre die Nikon D5200. Diese hat einen aktuelleren Sensor, sowie das Autofokussystem der D7000 geerbt. Außerdem kostet diese Kamera auf dem Gebrauchtmarkt gerade einmal 50,- € mehr. Wenn Ihr diese 50,- € zusätzlich noch ausgeben wollt, dann rate ich uneingeschränkt zur D5200.

Ich hoffe, dass ich Euch mit meiner kleinen Präsentation der D5100 bei einer etwaigen Kaufentscheidung helfen konnte.

Bis dahin

Euer Mario

 

 

 

 

 

 

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