Nikkor 35mm f1.8

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Nun möchte ich einige Worte zum Legendären Nikkor 35 mm verlieren, welches ich mir nun schon vor längerer angeschafft habe. Wo auch immer man darüber liest, es wird von allen Seiten gelobt! Über die Jahre habe ich damit mittlerweile ausführliche Erfahrungen gesammelt. Diese und die damit entstandenen Bilder sind natürlich hier zu finden.

Kommen wir als Erstes zur Haptik und der Bedienung des Objektives! Das Objektiv besteht, wie die meisten Objektive der DX-Serie zum größten Teil aus Plastik. Das ist kein Nachteil, spart es doch Gewicht und widerstandsfähig ist es trotzdem.

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Der Bajonettanschluss ist aus Metall gefertigt, was auf Langlebigkeit schließen lässt, die sich auch mittlerweile bestätigt hat. Außerdem befindet sich hier noch eine Gummidichtung, die ein Eindringen von Wasser und Staub verhindern soll. Finde ich sehr gut.

Im Lieferumfang sind übrigens eine Gegenlichtlende, sowie ein Samtbeutel für das Objektiv enthalten. Zuletzt kann ich nur noch sagen, dass die Optik, sehr leicht und klein ist. An der DSLR sieht sie fast schon mickrig aus.

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Bei den Bedienelementen gibt es ebenfalls nicht viel zu sagen. Denn am Objektiv direkt gibt es nur einen Schalter. Dieser regelt den Automatisch/Manuellen Hybridfokus, was auch schon die erste Besonderheit ist. Und damit kommen wir zur Praxis! 🙂

Das Objektiv erlaubt es nämlich bei automatischer Fokussierung, manuelles Nachstellen. Das Heißt ich halte den Auslöser beim ersten Druckpunkt der im meinem Fall eher die AEL-Taste fest, der Autofokus visiert an und ich kann jetzt manuell nachregeln. Drücke ich den Auslöser jetzt ganz durch, wird das Bild mit meiner Manuellen Fokussierung geschossen. Beim Autofokus dreht sich das Fokus-Rad übrigens nicht mit. Man braucht sich also keine Gedanken zu machen, wo man hin fasst.

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Das finde ich absolut Klasse, da es immer wieder Situationen gibt, in denen der Autofokus nicht trifft. Und bis man den Schalter am Objektiv betätigt hat, ist das Motiv eventuell schon weg. Mit dem Hybridmodus werden einen auf diese Weise weniger Motive entgehen. Erster klarer Pluspunkt.

Die 35 mm Brennweite sind ja sowieso eine „immer draufhaben“ Brennweite, da sie doch den 50 mm im Vollformat und somit dem menschlichen Blickfeld ähneln. Deswegen wirken Bilder mit dieser Brennweite auch so angenehm.

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Auch an Anwendungsmöglichkeiten mangelt es dem Objektiv nicht. Als Weitwinkel ist es für Stadt und Landschaftsaufnahmen gut zu gebrauchen, nicht etwa wegen dem Weitwinkel (hier sind 35 mm gerade noch ok), nein, viel mehr wegen der Abbildungsleistung! Es generiert sogar mit Offenblende super scharfe Bilder.

Für Aufnahmen in Städten, vor allem abends und nachts eignet es sich durch seine Lichtstärke sowieso bestens.

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Für Porträts eignet es sich bedingt, da man zwar sehr schön freistellen kann, aber je nach Bildkomposition die Entfernung zum Porträtierten verringert werden müsste. Das mag natürlich nicht unbedingt jeder, aber auch in solch einen Fall gibt es Lösungen im Nachhinein. 😉

Da die Optik denen des Menschen ähnelt, ist das Objektiv auch toll zur Street Fotografie geeignet (Falls einen die eigene Schüchternheit keinen Strich durch die Rechnung macht).

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Ein weiteres mögliches Einsatzgebiet wäre die Makrofotografie, da das Objektiv eine geringe Naheinstellgrenze hat. Vom Abbildungsmaßstab ist es natürlich kein echtes Makro, aber eine passable Zwischenlösung stellt es allemal dar. Das Bokeh, welches die Optik liefert empfinde ich auch als sehr angenehm.

Was mich bei den ersten Tests immer wieder weggehauen hat, war die unglaublich geringe Schärfentiefe. Es hat einfach wahnsinnig viel Spass gemacht, damit zu spielen.

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Zum Abschluss kann ich mich all den anderen Lobeshymnen über das Nikkor nur anschließen. Für knapp 180 € gibt es eine fantastische Festbrennweite für Nikon Crop Kameras. Es ist leicht, aber trotzdem robust, da es gegen Staub und Wasser abgedichtet ist. Außerdem ist es enorm Lichtstark und der Hybride Automatisch/Manuelle Fokus überzeugt auf ganzer Linie. Zudem ist es durch die Brennweite eine gute Allzweckwaffe zum immer drauf haben.

Ach ja, die Abbildungsleistung ist natürlich Spitzenklasse. Also, wenn Ihr eine Nikon Crop Kamera habt und eine all Zweck Festbrennweite sucht, dann schaut Euch auf jeden Fall das Nikkor 35 mm an.

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Sollte Euch das zu Weitwinkelig sein, dann ist das Nikkor 50 mm f1.8 sicherlich eine gute Alternative, die sogar knapp 10 Euro günstiger ist.

Bis dahin

Euer Mario

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