Trip nach Berlin

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Letzte Woche hat es mich mal wieder nach Berlin verschlagen. Und zwar weilte ich ganze 1,5 Tage in der Hauptstadt. Grund für diese Reise war das 10 – jährige Jubiläum der Schaltzeit, der Firma, in der ich meinen Beruf erlernte.

Und als ich dann die zwei Einladungen bekam (ich war irgendwie mehrfach im Verteiler), konnte ich natürlich nicht nein sagen. Also ging es dann letzten Donnerstag nach Berlin.

Meinen ersten Halt machte ich vor meiner alten Wohnung in Marzahn. Hier ist die Verkehrsanbindung sehr gut und vor allem konnte ich mein Auto hier bequem parken. Hier traf ich einige Bewohner, mit denen ich mich früher ganz gerne unterhielt wieder und quatschte ein bisschen. Dann ging es mit ein paar alten Freunden in die nächste Kneipe.

Leider hatte ich nicht viel Zeit, aber für ein paar Bier und einige nette Gespräche hat es zum Glück gereicht. Danach ging es weiter zum Main Event in der Schaltzeit.

Diese hatte sich bei der Zelebrierung des Events nicht lumpen lassen und die Dachterrasse wirklich sehr toll hergerichtet. Überall hingen meist lustige Bilder, die in den letzten 10 Jahren entstanden sind. Manches war nicht in meiner Zeit, aber an einige konnte ich mich wieder erinnern.

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Foto von Schaltzeit

Und es waren auch wirklich unglaublich viele Menschen da. Ich persönlich habe nur einige wenige vermisst. Von 17:00 bis ca. 12:00 Uhr, als sich die Reihen dann ein wenig lichteten, habe ich wirklich viele Menschen wieder gesehen und schöne Gespräche geführt.

Das Beste kam dann aber so ab 03:00 Uhr, als wirklich nur noch das Kernteam da war (egal ob nun aktuell, oder ehemals). Nachdem zuerst eine wirklich schreckliche musikalische Tour durch die aktuelle Popgeschichte absolviert werden musste, kam der Hip Hop aus den 90er Jahren auf.

Speziell der frühe deutsche Hip Hop gefällt mir ja, da er in dieser Zeit wirklich bezaubernde Texte zu bieten hatte, die vielmals sogar noch absolut gewaltfrei waren. Das kann man vom heutigen deutschen Hip Hop nicht mehr sagen, der meiner Meinung nach nur noch asozial ist.

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Dann kamen aber so die Unterhaltungen über die 90er Jahre auf und genau diese gaben mir in der Situation ein absolut gutes Gefühl!

Zum Beispiel:

„Ach ja, 1996! Da habe ich gerade mein Abi gemacht und bin die meine erste WG gezogen. Das waren noch Zeiten!“

Und ich dachte da so:

„Ach ja, 1996! Da wurde ich gerade eingeschult und habe das ABC gelernt. Das waren noch Zeiten!“

Plötzlich fühlte ich mich wieder so was von jung, es war einfach herrlich!

Gegen 06:00 Uhr war dann Feierabend und es ging für wenige Stunden ins Bett. Am nächsten Tag sollte es schon wieder zurückgehen. Nach ganzen drei Stunden Schlaf, der mit zwei starken Tassen Tee beiseite gewischt wurde, fuhr ich noch einmal mit ins Büro, weil der nach Marzahn vor dort aus einfach besser war (einmal M8 bis zur Haustür).

In Marzahn quatschte ich dann noch eine gute Stunde, sodass ich und 13:00 Uhr, mit etwas Verspätung wieder die Heimreise antreten durfte.

Und da begannen auch schon die Probleme, über die ich mich hier jetzt unbedingt noch auslassen muss. Dazu gibt es eine kleine Vorgeschichte.

Letzter Woche verabschiedete sich mein Smartphone. Es lebte gerade einmal zwei Monate, dann war der USB-Anschluss kaputt, sodass ich es nicht mehr aufladen konnte. Da ich unverständlicherweise kein Austauschgerät bekam (der blöde Händler wollte es unbedingt einschicken, was 2 Wochen Wartezeit bedeutet. 2 Wochen ohne Smartphone? What the fuck!), musste ich zu meinem alten Windows Phone zurückgreifen, welches ich zum Glück noch liegen hatte.

Foto von Schaltzeit

Foto von Schaltzeit

Aber bevor ich jetzt weiter rede, komme ich noch einmal zurück zum Händler! Aus Zorn habe ich mir, nachdem ich mein kaputtes Smartphone zurückgelassen wurde, ein Xiaomi gekauft. Wenn das alte Smartphone zurückkommt, kann ich das Ding also eh nur noch verkloppen. Der Hersteller ist damit auf meiner schwarzen Todesliste!

Aber egal, nutze ich eben mein nicht eingerichtetes Windows Phone dachte ich mir. Immerhin hat es sogar Windows 10! Aber da kam schon der erste Knackpunkt! Here Maps, die Navigationsapp von Nokia, wird von Windows Phone 10 nicht mehr unterstützt. Das ist sehr schade, denn die App war wirklich gigantisch! Sie läuft zwar noch, aber sehr instabil.

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Foto von Alexander Kleinwächter

Also musste ich die Karten App von Microsoft verwenden. Hier wird immerhin das gleiche Kartenmaterial, wie bei Here Maps verwendet. Aber ich muss wirklich sagen, dass Funktionalität und vor allem das User Interface zurzeit wirklich unter aller Kanone sind.

Die Kartendarstellung im Navigationsmodus nutzt ganze 50 % des Bildschirms und die Schrift ist so klein, dass man als Fahrer wirklich absolut nichts erkennen kann.

Foto von Schaltzeit

Foto von Schaltzeit

Eine wahre Tortur war es aber, die Route überhaupt einzugeben und berechnen zu lassen. Das dauert echt Minuten!!! Ich gebe meinen Zielort ein und muss erst einmal drei Minuten warten, bis die App ihn gefunden hat. Dann braucht die App noch einmal bis zu 8 Minuten, um mir die Route zu berechnen.

Zum Glück hatte ich noch Zigaretten dabei! Das wäre alles noch zu verschmerzen, wenn man die Prozedur nur einmal durchlaufen müsste. Aber nein, mitten in Berlin verschwand die Route ganze 3 Mal einfach vom Bildschirm und die Navigation hörte auf. Ich also jedes Mal irgendwo schnell angehalten und das ganze Spielchen von vorne begonnen… Ich wäre bald ausgeflippt. Wie kann Microsoft so etwas nur auf die Menschen loslassen?!

Foto von Alexander Kleinwächter

Foto von Alexander Kleinwächter

Wegen dieser kleinen Verzögerungen konnte ich effektiv erst 14:00 Uhr losfahren. Ich verzichtete dann übrigens auch auf die Karten App von Microsoft und verwendete stattdessen wieder die von Nokia.

Die stürzt dank Windows 10 zwar regelmäßig ab, ist aber zum Glück innerhalb von einer Minute wieder Navigationsbereit. Ach so und als Fahrer erkenne ich nun wieder alle relevanten Informationen.

So, den letzten Teil musste ich mir jetzt einfach von der Seele schreiben.

Bis dahin

Euer Mario

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