Ich mache Limonade!

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Heute möchte ich einmal über etwas völlig anderes schreiben als sonst. Nun lebe ich ja inzwischen seit gut einem Jahr wieder auf dem Land. Und in dieser Zeit machte ich mir immer wieder Gedanken um die Annehmlichkeiten, die es hier im Gegensatz zur Stadt gibt.

Diese sind bei mir in erster Linie kulinarischer Natur, seien es nun frischer Eier oder auch frisch geschlachtetes Fleisch oder Fisch. Das ich das hier alles kaufen kann ist ja schön und gut, aber ich hatte mir vorgenommen in dieser Hinsicht etwas aktiver zu werden.

Und zum Glück ist das für mich auch gut möglich, denn die Anforderungen sind schon alle erfüllt. Wir haben eine kleine Obstplantage mit:

  • Äpfeln (in 5 verschiedenen Sorten)
  • Birnen
  • Pflaumen
  • Pfirsichen
  • Mirabellen

und dazu auch noch einen Garten, der mit seinen 500 Quadratmetern ebenfalls noch einiges erlaubt. Und so habe ich dann bereits im letzten Jahr angefangen und habe zuerst einmal die Plantage wieder flott gemacht. Die Ernte war so gut, dass ca. 300 Liter Apfelsaft machen konnte und noch genug Obst für den Winter eingelagert war. Danach waren immer noch genug Früchte an den Bäumen, dass ich viele Klappboxen damit verschenken konnte. Und dann sind immer noch genug Äpfel heruntergefallen, die die Pferde fressen konnten.

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Auch an der Gartenfront war ich aktiv. Hier habe ich Früchte und Kräuter ausgebracht, bzw. die gepflegt, die schon da waren. Und das war eine ganze Menge:

  • Pfefferminze
  • Kamille
  • Fenchel
  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Dill
  • Rhabarber
  • Johannisbeeren
  • Stachelbeeren
  • Brombeeren
  • Himbeeren

Alles wächst gut und macht Spass. Und das erste Projekt dieses Jahres ist auch bereits beendet. Das war der Rhabarber. Rhabarber an sich schmeckt eigentlich ja eher mäßig. Und aus meiner Erfahrung wusste ich, dass man damit in erster Linie Kuchen macht. Aber wir hatten dieses Jahr so viel Rhabarber, so viele Kuchen konnte man nicht backen.

Also wollte ich einmal etwas anderes damit machen. Meine Wahl fiel auf Limonade, was wie ich dachte wirklich interessant schmecken könnte. Also machte ich mich ans Werk. Ich orderte bei Amazon zwei Dutzend leere Milchflaschen und erntete ca. 4 Kg Rhabarber (das war so ungefähr die Hälfte).

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Zuhause angekommen wird dieser geschält und in Scheiben geschnitten. Beim nächsten Schritt geht es um Rhabarberanteil im gesamt Getränk. Dies ist etwas Subjektiv und hängt vom Geschmack des einzelnen ab. Ich habe immer 3–4 große Stücke in Scheiben geschnitten.

Die Stücke habe ich dann in einen großen Kochtopf mit etwas Wasser (Bei mir waren es 5 oder 6 Liter) gegeben. Nun muss der Rhabarber auf kleiner bis mittlerer Flamme zerkochen. Hier gilt die Regel, dass je länger man den Rhabarber zerkochen lässt, desto mehr Geschmack gewinnt das Endprodukt.

In meinem Fall ließ ich den Rhabarber gute 40 Minuten auf mittlerer Flamme stehen. Danach gab ich eine ordentliche Menge Zucker hinzu und füllte den Topf bis oben hin mit Wasser (natürlich aus dem Wasserfilter). Den Topf ließ ich auf hoher Flamme stehen und wartete bis er zum Kochen kommt (das ist wichtig wegen der Haltbarkeit).

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An dieser Stelle war die Limo auch schon fast fertig. Bevor ich Sie jedoch in die Flaschen abfüllen konnte, musste sie erst einmal gefiltert werden. Denn zu viele Schwebestoffe in der Flasche sind nicht gerade sexy.

Hier probierte ich gleich mehrere Varianten. Vom Küchensieb über Kaffeefilter, bis zur Pressfilterkanne war alles dabei. Teilweise probierte ich sogar mehrstufige Filtervarianten, obwohl sich im Nachhinein herausstellte, dass dies gar nicht nötig war.

Ein einfaches Küchensieb hat bereits fast alle Schwebstoffe entfernt. Nun musste das Ganze nur noch abgefüllt werden und fertig ist die Rhabarber Limonade!

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Diese hat übrigens sehr lecker geschmeckt und ich freue mich schon auf das nächste kulinarische Projekt!

Euer Mario

 

PS: Mit Ausnahme des Eingangsbildes sind alle Aufnahmen mit dem Handy entstanden. Sorry wegen der schlechten Qualität.

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