Makrozeit im Juni

Nachdem ich im letzten Beitrag zwei Galerien versprochen möchte ich nun liefern und Euch die erste davon hier zeigen. Es ist natürlich ein wenig unpassend hier schon die neuen Makros vom Juni zu präsentieren, wenn ich Euch noch nicht einmal die alten gezeigt habe, aber nun ja, so ist es nun einmal.

Alle Aufnahmen wurden mit meinem nagelneuen Tamron 90 mm f2.8 Makro aufgenommen. Als Kamera kamen die D7000 (Wassertropfen), sowie die OMD (Insekten) zum Einsatz. Mit beiden Kameras gab es in der Praxis jedoch einige Schwierigkeiten, auf die ich jetzt noch eingehen will.

Wassertropfen

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Die Wassertropfen habe ich fotografiert, als ich die D7000 dabei hatte. Da ich hier immer sehr weit heruntergehen musste, ärgerte ich mich ein wenig über das fehlende Klappdisplay der D7000. Also musste ich mich entweder komisch verrenken und halb blind fotografieren. Beim halb Blind fotografieren half mich immerhin noch der Autofokus der bei der D7000 im Gegensatz zur OMD vorhanden ist.

Und so ein Motiv fotografisch optimal einzufangen empfiehlt sich außerdem die Verwendung einer Makro Schiene. Im Idealfall ist dies eine vier Wege schiene, welche auf einen Kugelkopf montiert werden kann.

Zum Glück besitze ich so etwas, aber das dumme hierbei war, dass ich die Bilder immer bei meinen Gassi Runden aufgenommen habe und das zusätzliche Gewicht, bzw. der Zeitaufwand beim Auf- und Abbau für eine Gassi Runde einfach zu umständlich war.

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Also verzichtete ich auf die Makroschiene und fertigte die Aufnahmen aus der Hand an. Je nach Lichtsituation schloss ich die Blende auf f8, um noch ein wenig Raum bei der Schärfentiefe zu haben. Das war mich wichtig, weil ich natürlich Verwackelungen durch zittern und ähnlichen nicht ausschließen kann, wenn ich die Aufnahmen aus der Hand mache. Und wenn ich die Blende schließe habe ich da noch einen halben Zentimeter mehr Luft.

Manchmal ließ das Licht ein Schließen der Blende auch nicht zu. War das der Fall, aktivierte ich den schnellen Serienmodus und hielt einfach drauf. Die ein- oder andere Aufnahme konnte ich mir dadurch auch noch einmal sichern.

Aber nun genug geredet, nun kommt die Wassertropfen Galerie!

Insekten

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Für die Jagd nach Insekten, nutzte ich im Juni meine Olympus OMD. Da sich Insekten, im Gegensatz zu Wassertropfen bewegen und ab einer gewissen Distanz auch fliehen, war mir eine hohe Seriengeschwindigkeit wichtig. Und keine meiner Kameras ist so schnell wie die OMD. Im Serienmodus ist es an dieser Kamera nicht möglich weniger als drei Bilder zu schießen, ganz egal wie kurz man den Auslöser auch an tippt. Die Kamera hört sich dann an wie ein kleines Maschinengewehr.

Aber auch an der OMD gab es ein paar Probleme, welche in erster Linie der Ausrüstung geschuldet waren. Zum ersten habe ich mit dem Tamron Objektiv keinen Autofokus, weil das Objektiv ja für die Nikon APS-C Kameras gedacht ist. Zum anderen ist das geplante Motiv, also die Insekten natürlich nicht so leicht umzusetzen.

Ich musste wirklich lange suchen, bis ich die Tierchen so auf einer Blüte sitzen sah, wie ich mir das im vornherein vorgestellt hatte. Als ich mein Motiv dann gefunden hatte, ging es als nächstes Darum mich an die Fluchtdistanz heranzutasten. Je nachdem, wo das Motiv war, schaute ich durch den Kamerasucher, oder verwendete das Live-View in Verbindung mit dem Klappdisplay der OMD.

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Ich fing mit einer größeren Distanz an und machte die ersten Bilder. Anschließend tastete ich mich immer weiter an die Tiere ran. Ich schaute dabei permanent durch den Sucher meiner Kamera, passte manuell die Schärfe an und machte die Bilder.

Ich merkte dabei sehr schnell, welche Insekten welche Fluchtdistanzen haben. Bei Bienen und Hummeln oder ähnlichen Insekten erreichte ich sogar fast die Naheinstellgrenze des Objektives. Diese beträgt nur 29 Zentimeter, ich war also wirklich sehr nah dran. Das wichtigste ich hierbei, dass man sich so ruhig und behutsam wie nur irgendwie möglich bewegt, denn sonst fühlen sich die Tiere gestört und hauen einfach ab.

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Bei der Pirsch nach den Insekten habe ich auch noch einen zweiten wichtigen Punkt herausgefunden. Wenn man sich den Tieren nähert, ist es wichtig, dass Euer Schattenwurf nicht auf die Tiere fällt. Passiert das, hauen sie normalerweise sofort ab. Außerdem wäre es fotografisch natürlich auch schade um das verschwendete Licht, wenn Ihr die Insekten mit Eurem Schatten bedeckt.

Während der Aufnahmen hatte ich es mir eigentlich total gewünscht, einmal ein Schmetterling von nahen aufnehmen zu können, aber hier sind die Fluchtdistanzen dermaßen groß, dass ich einfach nicht sehr nah herankommen konnte. Dabei war es übrigens relativ egal, wie vorsichtig ich mich bewegte. Aber ich werde nicht aufgeben und vielleicht erwische ich in Zukunft noch das ein- oder andere Schmetterling.

Aber kommen wir auch hier endlich zur Galerie:

Ich hoffe, dass Euch meine kleinen Ausführungen gefallen haben. Vielleicht hat der eine oder andere ja auch schon Erfahrungen mit der Makrofotografie und kann vielleicht sogar noch den ein- oder anderen Tipp geben. Über Kommentare wurde ich mich sehr freuen.

 

Bis dahin

 

Euer Mario

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