Summertime…lapse

In diesen Sommer (der ja bekanntlich nicht so toll war) war ich wieder einmal wochenlang unterwegs um ein Zeitraffer-Projekt zu verwirklichen. In diesem Jahr war ich dabei ausschließlich in Thüringen unterwegs! Dabei habe ich mich den Landschaften angenommen, die in meiner direkten Umgebung zu finden sind.

Und natürlich kam dabei auch wieder neues Equipment und als dessen Folge auch ein paar neue Aufnahmetechniken hinzu! An dieser Stelle muss ich zu meiner Schande gestehen, dass noch kein einziges Teil hier in meiner Fototasche auftaucht (aber das folgt noch).

Besonders intensiv habe ich mich wohl mit qDSLR Dashboard, in Zusammenhang mit dem TP-Link Router beschäftigt. Zu diesem Thema habe ich ja hier bereits zwei Videos veröffentlicht.

Aber diese Neuerung findet ja ausschließlich hinter der Kamera statt, sodass der Zuschauer davon nicht viel mitbekommt. Ausnahme ist hier natürlich der Heilige Gral Modus des Programms.

Die größte Neuerung ist wohl der Slider, den ich mir angeschafft habe. Im vornherein habe ich wirklich sehr lange nach einem passenden Modell gesucht. Aber den Slider werde ich demnächst noch einmal in einem Video vorstellen.

Letzte Neuerung ist wohl die Canon DSLR, die ich mir ebenfalls in diesem Jahr angeschafft habe. Das habe ich ganz einfach getan, weil ich neben Nikon und Olympus auch einmal das Canon System austesten wollte.

Aber kommen wir nun zum Zeitraffer! Ich bin so glücklich, dass ich nun endlich etwas Bewegung in meine Zeitraffer bringen kann. Früher musste ich das immer in der Post Produktion erledigen, aber mit den neuen Slider kann ich nun endlich richtige Paralax Verschiebungen realisieren.

Bei den Motiven gibt es in erster Linie die Landschaften der Mittelgebirge zu sehen. Aber ich habe mir auch hier versucht ein paar coole neue Motive zu finden. So war ich beispielsweise beim Luther Wasserfall im Eichsfeld. Der Wasserfall war hier eigentlich nicht das Hauptmotiv, sondern die Schatten. Ich muss wohl dazu sagen, dass der Wasserfall in einen Wäldchen zu finden ist und wenn die Sonne durch die Baumkronen strahlt, fallen natürlich die typischen Schatten auf den Waldboden. Und eben diese bewegen sich im verlauf des Zeitraffers, was einfach wunderbar aussieht.

Ein weiteres besonderes Motiv war die Milchstraße. Da mir die Erstellung des Starlight Timelapse letztes Jahr so viel Spass gemacht hat, wollte ich mir das Thema noch einmal vornehmen. Zu diesem Zweck habe ich ein paar Freunde beim Nachangeln begleitet, um die Nacht durchraffern zu können.

Aber schaut Euch doch an dieser Stelle ganz einfach den Zeitraffer an! 😉

Fehler und Pannen

Aber wie bei meinen anderen Zeitraffern ist auch beim Sommertime…lapse nicht immer alles glatt verlaufen. Und im Video sind auch bewusst Szenen enthalten, die Fehlerhaft sind. Das mache ich immer so, ganz einfach weil ich auch ein bisschen von den Dingen erzählen will, die schief gelaufen sind.

Und das waren doch so einige!

Zum Beispiel habe ich einen Zeitraffer von den Sternenhimmel gemacht und die Kamera dabei einfach senkrecht in den Himmel gerichtet. Da ich leider keinen Vordergrund im Bild hatte, sieht die Szene im Video nun so aus, als würde einfach durch ein riesiges Bild gescrollt werden. Das hatte ich seinerzeit bewusst so gemacht, das Ergebnis habe ich mir aber besser vorgestellt.

An dieser Stelle muss ich sagen, dass die Sternensequenzen generell sehr schwierig umzusetzen waren. Durch die Dunkelheit funktioniert der Autofokus nicht, weshalb das Finden der optimalen Schärfe nicht leicht war.

Eine Szene wurde mir auch von den Anglern versaut. Diese sind nämlich immer mit Ihren Stirnlampen durch die Gegend gelaufen und haben die Umgebung der Kameras unnötigerweise beleuchtet. Aber auch diese Szene ist im Video enthalten.

Auch mit den Slider gab es so einige Pannen. Als ich beispielsweise einen Sonnenuntergang aufgenommen habe, konfigurierte ich den Slider falsch, sodass die Schiene zu am Ende angekommen war, bevor der Sonnenuntergang die blaue Stunde einleitete. Was habe ich also getan? Na klar, weitergefilmt und den Slider einfach wieder in die andere Richtung laufen lassen. Autsch!

Es gibt beim Aufnehmen von Zeitraffer Sequenzen natürlich auch Pannen, für die man nichts kann. So wollte ich beispielsweise die Getreide Ernte in einer Zeitraffer Sequenz festhalten. Ich suchte mir eine gute Position aus, die schön abseits war und einen guten Überblick bot. Als der Zeitraffer ein paar Minuten lief, fing auf einmal ein Bauer an mit seinen Traktor auf dem Feld vor mir hin und her zu fahren. Diese Aktion lässt die fertige Sequenz leider ziemlich hektisch wirken, was eigentlich nicht das war, was ich mir vorgestellt hatte.

Aber nun genug von Pleiten, Pech und Pannen!

Die Technik

Zum Abschluss dieses Artikels möchte ich Euch natürlich noch einen Überblick zur verwendeten Technik geben:

Kameras:

  • Nikon D3100
  • Nikon D5100
  • Nikon D5200
  • Canon Eos 550d
  • Olympus Pen Pl-3

Objektive:

  • Nikkor 35 mm f1.8
  • Nikkor 50 mm f1.8
  • Practicar 28 mm f2.8
  • Sigma 17-50 mm f2.8
  • Sigma 18-200 mm f3.5 – 6.3
  • Canon 18-120 mm f 3.5 – 5.6

Sonstiges:

  • Lowepro Fastback 350
  • Lowepro Nova AW
  • Vanguard Alta Pro
  • Bullmann Nanomax 260
  • Dell Vostro
  • Dell Venue Pro
  • 80 cm Slider mit Motion Control (Name verrate ich noch nicht)

diverses No-Name Equipment:

  • Mini Stative
  • Intervallauslöser

Wie Ihr sicher schon bemerkt habt, hat sich das Veröffentlichungsintervall meiner Artikel deutlich in die länge gezogen. Das liegt nicht etwa daran, dass ich nichts zum Schreiben, oder keine Lust hätte. Nein, momentan habe ich einfach sehr viele Projekte, um die ich mich kümmern muss. Und da die Freizeit gerade etwas mager ist, war der Blog natürlich das erste, woran gekürzt wurde. Ich werde versuchen demnächst wieder etwas mehr zu schreiben, weiß aber nicht, ob das auch so funktioniert, wie ich es mir vorstelle.

Aber spätestens Mitte Januar sollte ich wieder etwas Luft haben. Das wollte ich noch loswerden!

Bis dahin

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