Winterzauber

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Die letzten beiden Wochen war, zumindest bei der das Wetter einfach traumhaft. Dadurch, dass ich sowieso zweimal am Tag Gassi gehen muss, hat sich meine Wahrnehmung des Wetters stark sensibilisiert.

Und die beiden letzten Wochen waren, wie eben schon gesagt, einfach wundervoll. Sonnenschein und blauer Himmel, Tag für Tag! Aber mit durchschnittlichen Temperaturen von -8 Grad war es Tagsüber auch sehr kalt. Dafür wurde ich beim Gassi gehen durch Wald und Wiese endlich nicht mehr dreckig. Geschuldet war das der Kälte, denn diese hat dafür gesorgt, dass die Böden schön gefroren waren.

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An dieser Stelle muss ich noch sagen, dass ich diese beiden letzten Wochen sehr vermisse. Denn jetzt sind die Temperaturen wieder über den Gefrierpunkt geklettert und alles versinkt im Schlamm. Außerdem ist es seit ein paar Tagen eher bewölkt und regnerisch.

Und gerade weil das aktuelle Wetter eher auf’s Gemüt schlägt, erinnere ich mich lieber an die letzten beiden Wochen, als es noch schön (kalt) war. Und weil es eben so schön war, hatte ich endlich wieder Lust, die Kamera einzupacken und mich auf die Suche nach ein paar schönen Motiven zu begeben. Dabei hatte ich Abwechselnd meine OMD und meine D5200, mit samt dem Tamron Makro und den Nikkor 35er.

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Gerade die Motive im Makrobereich fand ich bei meinen Spaziergängen besonders interessant. Da die Natur sich dieses Jahr (zumindest hier bei mir) sehr spät auf den Herbst eingestellt hatte, waren an sehr vielen Pflanzen die Blätter noch Grün. Aber dann kam ja der Frost! Und er blieb auch für einige Wochen. Dieser Umstand hat dann dazu geführt, dass sich an und um den noch grünen Blättern Eiskristalle gebildet haben.

Fotografisch war das ein sehr interessantes Motiv. Die grüne, lebendige Natur hat sich mit der Eis starre des Winters vereint! Alles lebendige war in weiß getaucht, auch die Wälder. Es sah wirklich zauberhaft aus!

Und als i-Tüpfelchen kam noch hinzu, dass wirklich jeden Tag blauer Himmel und Sonnenschein angesagt war. Da haben mir die Spaziergänge auch ohne Kamera Spass gemacht!

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Die Makroaufnahmen entstanden dieses Mal übrigens nicht an der OMD. Dafür war die Nikon zuständig. Der Grund dafür war, dass ich einfach mal den Autofokus des Tamron 90mm f2.8 in der Praxis austesten wollte.

Die Ergebnisse waren für mich eher enttäuschend. Der Autofokus war sehr langsam und auch nicht immer treffsicher. Je näher ich der Naheinstellgrenze kam, desto schlimmer wurde es meiner Meinung nach. In solchen fällen musste ich zu 60 % manuell fokussieren. Und da der Schärfebereich bei Offenbarende noch unter einem Millimeter liegt, sind hier Serienaufnahmen ohne Ende angesagt. Der Ausschuss ist da entsprechend hoch.

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In der Realität habe ich bei der absoluten Naheinstellgrenze dann meist Blendenwerte zwischen f9 und f14 gewählt. Je nachdem, wie es das Licht zuließ. Der höchste ISO Wert, die ich dabei mitgehen musste war 1250, was für die D5200 ja nix ist. Und gelernt habe ich dabei auch wieder etwas. Da ich eben zu 60 % manuell fokussieren musste, werde ich in Zukunft wieder die OMD bei Makroaufnahmen heranziehen, da die Seriengeschwindigkeit der OMD einfach allen anderen überlegen ist.

Nichtsdestotrotz bleibt die Bildqualität des Objektives weiterhin über alle Zweifel erhaben. An der OMD nutzte ich dieses Mal mein 35er. Wegen des Crop-Faktors von 2.0 ist es an der OMD allerdings mehr ein 70 mm Objektiv.

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Damit Landschaftsaufnahmen anzufertigen ist also etwas gewagt. Aber solche Details kümmern mich natürlich nicht, dann mache ich halt einfach ein paar Panoramen. 🙂 Und so sind in der Tat auch alle Panoramen entstanden, die hier zu sehen sind. Ich finde die hohe Brennweite hier sogar etwas von Vorteil, da durch den relativ engen Blickwinkel gerade Linien quasi garantiert sind.

Generell war das Arbeiten mit dieser Kombination sehr Oldschool. Das lag in erster Linie natürlich daran, dass ich keinen Autofokus zur Verfügung hatte. Aber vielleicht kann ich mich im nächsten Jahr dazu durchringen und etwas Glas für das Olympus System kaufen. Wir werden sehen.

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Ich im Nachhinein habe ich mit der Olympus/Nikkor Kombination einige interessante Dinge angestellt. Im Wald (der wie gesagt wirklich Märchenhaft aussah) hatte ich in erster Linie mit zwei Problemen zu kämpfen.

Da war zuerst das 35 mm Objektiv, welches an der Kamera wie ein 70 mm wirke. Hier hatte ich nämlich öfters mal mit Platzproblemen zu kämpfen. Als Lösung fertigte ich Einzelbilder an, welche ich dann zu Hause einfach zu einem Panorama zusammen setzte. Aber es gab ja noch ein weiteres Problem!

Und zwar gab es Szenen, in denen die vorherrschende Lichtsituation den Dynamik Umfang der Kamera um weiten übertraf. Und war dann auch noch der Platz knapp, hatte ich wirklich ein Problem.

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Jetzt musste ich also nicht nur die Einzelbilder für das Panorama aufnehmen, sondern auch noch für jedes Einzelbild eine Belichtungsreihe durchführen. Und dabei ja nicht wackeln, damit später alles noch zusammen gesetzt werden kann.

Also nahm für jedes Teilbild des Panoramas eine Belichtungsreihe auf. So etwas mache ich übrigens manuell. Programme oder Funktionen, welche die Kameras durchaus bieten, brauche ich dazu nicht. Da ich eigentlich immer im Manuellen Modus fotografieren, habe ich eigentlich alles, was ich brauche. Ganz grob gehe ich dabei folgendermaßen vor:

  • Ich fange mit dem ersten Bild an. Dieses wird laut Belichtungsmesser korrekt belichtet (also bei 0)
  • Dann ändere ich die Belichtungszeit, sodass das Bild eine volle Blende unterbelichtet ist (das hängt natürlich immer von der Situation ab)
  • Beim dritten Bild ändere ich wieder die Belichtungszeit, aber so, dass das Bild nun um eine volle Blende überbelichtet ist.

 

 

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Die Anzahl der Bilder, sowie die Abstufungen der Belichtung hängen natürlich immer von der Situation und vom Fotografen ab. Einen richtigen Weg gibt es hier meiner Meinung nach nicht.

Diese Arbeitsschritte muss ich nun für alle Teilbilder des Panoramas machen. Für ein Panorama, bestehend als 5 Bildern, musste ich also 15 Aufnahmen anfertigen. In der Nachbearbeitung habe ich dann natürlich erst das HDR Bild erstellt und damit dann das Panorama zusammen gesetzt.

So, ich hoffe dass es Euch wieder Spass gemacht hat! Wenn das Wetter diesen Monat noch mal passen sollte, geht es wieder los!

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Ich wünsche Euch bis dahin noch einen schönen dritten Advent!

Euer Mario

PS: In der Galerie unter diesem Artikel (um die Galerie zu sehen müsst Ihr den Artikel anklicken) findet Ihr natürlich wieder alle Bilder der Tour zusammengefasst. Dort sind wie immer auch jene Bilder zu sehen, die ich aus Platzgründen nicht im Artikel untergekriegt habe. Ein Blick in die Galerie lohnt sich also auf jeden Fall.

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