Silvester 2016

Timestack, bestehend aus 120 Bildern.

Das Jahr ist schon wieder vorbei und wie immer bietet sich am letzten Tag wieder die Möglichkeit ein paar wundervolle Bilder einzufangen. Im letzten Jahr habe ich ja vor allem Großaufnahmen vom Feuerwerk gemacht. Diese sehen zwar immer noch großartig aus, wiederholen wollte ich dies jedoch nicht. Die Großaufnahmen des letzten Jahres musste ich ja notgedrungen aufnehmen, denn weil Raika damals noch so klein war, konnte ich das Haus nicht verlassen. Und so musste ich als liebevolles Herrchen natürlich bei Ihr bleiben. Als Notlösung machte ich die Bilder damals einfach am Fenster. 🙂

Für dieses Jahr wollte ich gerne noch ein wenig mehr Umgebung zum Feuerwerk ablichten. Und so ging ich mehrere Wochen vor Silvester bereits ausführliche Gassi Runden, nur um den Perfekten Platz für meine Aufnahmen zu suchen. Zum Ende hin hatte ich mir dann mehrere Plätze ausgesucht zwischen denen ich mich entscheiden musste. Aus Komfortgründen entschied ich mich dann für den Platz mit der kürzesten Entfernung (was immer noch knapp 45 Minuten Fußmarsch bedeutete).

Und da Raika im letzten so super tapfer war, machte sie es erst möglich, dass ich das Haus verlassen konnte, denn das Feuerwerk und vor allem der Krach, machen Ihr tatsächlich nichts aus. Das war gut, denn ich wollte natürlich nicht nur kurz raus um einige Bilder zu machen. Dieses Jahr wollte ich auch noch ein wenig feiern. Und so packte ich meine Ausrüstung und ein paar wechsel- Klamotten ein und machte mich schon am frühen Abend auf zur Feier.

In der Zeit vor 12:00 Uhr musste ich mich besonders beherrschen, denn ich durfte nicht so viel trinken, da ich später noch heil an meinem Aufnahmeort ankommen wollte. Außerdem kann ein klarer Kopf beim Fotografieren natürlich auch nicht schaden. Und so trank ich nur ein Bier, gefolgt von einem Glas Met. Nur den echten russischen Wodka, der von einem Kumpel mitgebracht wurde, welcher gerade in Russland seine Doktorarbeit schreibt, konnte ich dann doch nicht widerstehen.

Eigentlich trinke ich ja gar keinen Schnaps, aber an dieser Stelle habe ich gerne einmal eine Ausnahme gemacht. Und so ging die Feier vonstatten und ich hätte es beinahe verpasst noch rechtzeitig aufzubrechen! Also schnell noch einmal umgezogen, denn draußen waren es immerhin minus 5 Grad! Ich habe es dann doch noch rechtzeitig zu meinen Aufnahmeort geschafft.

Als Kamera diente mir an diesem Tag übrigens meine D5100, welche ich ansonsten ja ausschließlich für meine Zeitraffer nutze. Aber weil das Wetter so rau war, wollte ich nicht unbedingt meine beste Kamera mitnehmen und der Verlust der D5100 wäre zu verschmerzen gewesen. Als Objektiv hatte ich das Sigma 18-200er aufgesetzt. Der Grund für das Objektiv war auch ganz einfach. Und zwar hatte ich einfach keine Lust im Dunkeln auch noch das Objektiv wechseln zu müssen! Außerdem war der Platz in meiner Fototasche begrenzt. Klar, liefert ein Reisezoom jetzt nicht die beste Bildqualität, aber sowohl Objektiv, als auch Kamera waren in meinen Augen hier der beste Kompromiss.

Ach so, ein weiterer sehr wichtiger Ausrüstungsgegenstand, den ich mitführte war eine kleine 0,5 Liter Thermoskanne, welche mit leckeren Tee gefüllt war! Wie sich herausstellte, war der warme Tee mitunter das wichtigste, was ich dabei hatte! Bei der Kälte war es einfach wohltuend sich von Zeit zu Zeit einmal einen Schluck warmen Tee aufwärmen zu können.

Der starke Wind wirkt sich auch auf das Feuerwerk aus.

Kurz vor 0:00 Uhr bin ich dann endlich an meinem Aufnahmeort angekommen und konnte mit dem Aufbau beginnen. Fernab von der Stadt war es hier wirklich Stockdunkel! Zum Glück hatte ich meine Stirnlampe dabei, mit deren Hilfe ich Licht und beide Hände frei hatte. So konnte ich recht zügig arbeiten. Also Stativ montiert, Kamera aufgesetzt, eingestellt, Probebilder gemacht und begutachtet. Das Finden der richtigen Kameraeinstellungen war übrigens gar nicht so leicht, weil ich ja einerseits etwas von der Umgebung sehen wollte, während andererseits im Vorfeld nicht abschätzen konnte wie Hell nun das Feuerwerk wird, wenn es richtig losgeht. Also machte ich lieber mehr Probeaufnahmen, als zu wenig und versuchte dabei den besten Kompromiss zu finden. Aber im Grunde läuft so etwas natürlich mehr oder weniger auf ein Ratespiel hinaus.

Um dies zu verdeutlichen, möchte ich Euch zwei Bilder zeigen, welche die Extreme gut widerspiegeln.

Und hier nun das komplette Gegenteil.

Im ersten extrem passiert noch gar nichts. Die Stadt ist zu sehen, aber alles andere säuft im dunkel ab.

Aus den beiden Extremen, entstand dann dieser Kompromiss. Die Stadt ist gut belichtet und die Umgebung lässt sich wenigstens noch erahnen. Das Feuerwerk ist nicht überbelichtet.

Anschließend hieß es warten. Ich starrte also gebannt auf die Stadt und war um Punkt 0:00 Uhr dann doch ein bisschen enttäuscht. Es passierte einfach nichts! Ich wartete also Minute um Minute und war schon fast dabei meine Zelte wieder abzubrechen, als es dann endlich losging!

Es dauert halt ein wenig, die Leute müssen erst anstoßen und sich zum neuen Jahr gratulieren, bevor sie sich auf die Straße begeben und dann das Feuerwerk zünden.

Die Kamera stellte ich übrigens in den Serienmodus. Die Belichtungszeit variierte ich von Zeit zu Zeit. Die Werte beliefen sich zwischen einer und zwei Sekunden. Während der ersten Zeit ließ ich dauerhaft den Finger auf dem Auslöser. Als ich meinte, dass ich genug Bilder im Kasten hatte, nahm ich zum Abschluss noch einmal die Kamera vom Stativ und fertigte abschließend noch einige Aufnahmen aus der Hand an.

Der Großteil des Feuerwerks dauerte bei mir im Ort übrigens gut 30 Minuten. Nach eben jenen 30 Minuten, als das Feuerwerk langsam abflaute, brach auch ich langsam meine Zelte ab. Zu dieser Zeit, also während der 30 Minuten nahm ich übrigens knapp 500 Bilder auf. Das sollte meiner Meinung nach genug Rohmaterial sein.

In der Postproduktion überlegte ich mir dann auch noch etwas ganz besonderes!

Da die Kamera ja im Serienmodus war und außerdem noch die meiste Zeit auf dem Stativ verbracht hat, eignen sich die aufgenommenen Bilder in der Postproduktion vor allem für zwei Dinge: Timestack und Timelapse!

Den Timestack habt Ihr im Laufe dieses Artikels ja bereits gesehen. Dieser besteht übrigens aus insgesamt 120 Bilder. Fehlt natürlich noch der Zeitraffer. Da ich nur eine Kamera dabei hatte besteht der Zeitraffer natürlich nur aus einer einzigen, 12 Sekunden langen Sequenz. Diese möchte ich Euch nun zeigen. Viel Spass damit!

Das war also die diesjährige Fotosession. Ich hoffe, dass sie Euch gefallen hat und natürlich, dass auch Ihr die Chance genutzt und ein paar tolle Aufnahmen angefertigt habt.

Ich machte mich dann übrigens wieder zurück zur Feier, welche ich dann erst gegen 04:00 Uhr verließ.

Bis dahin

Euer Mario

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