Kann man mit dem Handy gute Bilder machen?!

Handys, bzw. Smartphones sind ja nicht erst seit gestern unsere Begleiter. Auch die Tatsache, dass diese Geräte eine Kamera eingebaut haben ist nicht wirklich neu.

Das erste Handy, mit dem ich zum Beispiel bewusst Fotografierte war ein Sony Ericsson K810i. Damals nannte man es „Cyber-Shot“. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wann ich dieses Handy besaß. Aber die Erinnerungen an die Kamera sind mir noch gut im Gedächtnis geblieben.

Die Linse der Kamera war damals zum Schutz extra verdeckt. Schiebt man den Schutzdeckel beiseite, öffnete sich automatisch die Kamera app. An der Seite hatte das Handy sogar dedizierte Tasten zum Auslösen. Eine super Sache damals!  Der Sensor hatte eine (heutzutage eher lächerliche) Auflösung von 3,4 Megapixel (glaube ich).

Auch die ersten Apps zur Bildbearbeitung gab es damals schon. Heute ist es ja leider gang und gäbe, seine mit dem Handy aufgenommenen Bilder mit irgendwelchen Apps in der Postproduktion zu verunstalten, indem tausende Filter darüber gelegt werden.

Was hat sich also in all den Jahren bei der Handy Fotografie getan? Klar, natürlich wurden die Auflösungen immer höher, die Apps wurden immer intelligenter und die Möglichkeiten zur nachträglichen Verunstaltung wurden immer vielfältiger. Aber wurden die Bilder durch diese Entwicklung wirklich besser?

Ich persönlich habe mir darüber in den vergangenen Tagen ein paar Gedanken gemacht. Wenn ich Bilder mit dem Handy aufnehme, dann mache ich das in erster Linie bei meinen Gassi-Touren. Und meistens muss das Handy auch nur dann herhalten, wenn ich meine richtige Kamera nicht dabei habe (bzw. das falsche Objektiv mitführe). Immer wenn diese Situation eintritt, schlägt die Stunde für mein Smartphone!

An dieser Stelle muss ich gleich dazu sagen, dass ich nicht das beste und neueste Smartphone besitze. Noch nicht einmal ein Markengerät nenne ich mein eigen. Ich verwende ein Xiaomi, welches irgendwo in der Mittelklasse angesiedelt ist. Die Auflösung beträgt 8 Megapixel und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Linse meines alten K810i bestimmt tausendmal hochwertiger vergütet war. Diese Einschätzung dürfte wohl auf die meisten Plastiklinsen von Smartphones zutreffen.

Und natürlich ist auch die Kamera meines Smartphones eine reine Schönwetter Kamera. Das bedeutet, dass sie (wie fast alle anderen auch) bei schlechten Lichtverhältnissen absolut nicht zu gebrauchen ist.

Aber Technik ist ja nur die eine Seite, die die Qualität eines Fotos bestimmt. Die andere Seite ist immer der Fotograf selber. Wenn man sich richtig darauf einlässt und alle Vor- und Nachteile des Smartphones akzeptiert, kann man damit durchaus gute Bilder erstellen. Natürlich kommt man sich lächerlich dabei vor mit dem Handy irgendetwas im manuellen Modus einzustellen, aber wie gesagt, man muss sich darauf einlassen.

Und wenn ich wieder einmal meine richtige Kamera nicht dabei habe, dann zücke ich eben das Handy! Dabei versuche ich natürlich nicht einfach nur einen Schnappschuss aufzunehmen, sondern gehe so an mein Motiv heran, wie ich das auch mit einer richtigen Kamera getan hätte! Auf diese Weise kann man aus der Not eine Tugend machen, wie ich immer zu sagen pflege.

Ich habe mir einmal meine aufgenommenen Bilder näher betrachtet und eine kleine Auswahl meiner besten Smartphone Bilder ausgesucht.

Bei meiner kleinen Auswahl ist mir übrigens ein weiterer Punkt aufgefallen, der absolut Charakteristisch für Smartphone Bilder ist. Und zwar bleiben Smartphone Bilde stets auf dem Smartphone! Obwohl es einige Bilder durchaus verdient hätten auf meinem Computer archiviert, oder sogar zu meinem Lightroom Katalog hinzugefügt zu werden, habe ich nie derartiges getan. Das zeigt, welchen Stellenwert Handy Bilder bis jetzt bei mir hatten.

Welche Meinung habt Ihr denn so von Smartphone Kameras? Macht Ihr damit nur Schnappschüsse, oder setzt Ihr sie bewusst ein? Und natürlich kann man damit überhaupt gute Bilder machen?!

 

Bis dahin

Euer Mario

PS:

Alle Bilder, die in diesem Artikel zu sehen sind, wurden explizit NICHT nachbearbeitet! Weder mit irgendeiner App, noch auf dem Rechner mit Lightroom. Der hohe Dynamikumfang vieler Bilder kommt von der HDR Funktion, die ich sehr gerne benutze.

 

Related posts:

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.