Lost Place Bahnhof

Anfangs des Monats, als das Wetter noch besser war, habe ich es doch tatsächlich noch zu einer kleinen Lost Place Tour geschafft. Ziel meiner Tour war ein verfallener Bahnhof hier in der Umgebung.

Wobei, als ich vor Ort ankam, war der Bahnhof dann doch nur ein Teil meiner Tour. Schon Kilometer vor meinem Bestimmungsort, sah ich Güterwaggons stehen. Und da sich die Waggonkarawane wirklich über einige Kilometer bis zum Bahnhof zog, entschloss ich mich, nicht direkt zur Location zu fahren, sondern den Waggons zu folgen.

Schließlich, so dachte ich mir, würden die Waggons auch für einige Motive gut sein. Aber bevor es ans Wandern ging, ließ ich noch meine Phantom 3 aufsteigen, mit deren Hilfe ich mir einen Überblick verschaffen konnte.

Schon aus der Luft bot die Szenerie ein gutes Motiv und ich konnte auch schon die Entfernung erahnen, die ich würde zurücklegen müssen. Auch ein Fotokollege schaute mit seinem Motorrad kurz vorbei und sorge für kurzweilige Erheiterung.

Nach der kurzen Flugrunde verschwand die Drohne dann wieder im Auto. Das Auto selbst ließ ich am Straßenrand stehen und machte mich auf den Weg. Ganz im Tramper-Stil ging es immer die Gleise entlang.

Während der Wanderung sah ich mir die Waggons einmal genauer an. Mich interessierten vor allem die Details wie Warnschilder, oder Apparaturen. Es war schon interessant zu sehen, was an einem solchen Waggon alles dran ist.

Am Bahnhof angekommen stauten sich die ungenutzten Waggons dann auf mehreren Gleisen. Bis zum Horizont zog sich die Karawane hin. Hier war die Linienführung für mich besonders interessant.

Auch wenn das Laufen neben den Gleisen doch sehr mühevoll ging. Am ziel angekommen hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt. Die Szenerie auf dem Bahnhof war schon klasse. Und ich war auch nicht der einzige, dem es so ging. Mehrere Menschen kamen mir auf meiner Tour entgegen.

Mal war ich Ihnen gleichgültig, mal waren Sie freundlich oder sie suchten manchmal auch paranoid das Weite. Die surreale Umgebung übt auf die Menschen wohl einen gewissen Einfluss aus…

Zum Schluss erkundete ich dann noch das allmählich zerfallene Bahnhofsgebäude. Auch hier haben die Menschen Ihre Spuren hinterlassen. Seien es Räume, die noch immer Randvoll mit Koffern und Taschen sind und darauf warten abgeholt zu werden, oder irgendwelche Drogenutensilien, die Junkies hinterlassen haben.

Wenn man aufpasst und sich vorsichtig bewegt, entdeckt man so einige Motive! Nach einer gewissen Zeit war es dann aber doch wieder so weit und ich musste mich auf den mühevollen Rückweg begeben.

So schlau wie ich bin habe ich auf den Hinweg bewusst Motive ausgelassen, damit ich auf dem Rückweg noch einiges zu tun habe. So konnte ich noch einige Fotos schießen, statt einfach nur stupide die Schienen entlangzuwandern. Als Equipment kamen bei dieser Tour übrigens die Olympus OMD mit dem Sigma 19 mm Art zum Einsatz. An den Kodex habe ich mich natürlich auch gehalten.

Übrigens gibt es auch an solch einem surrealen Ort noch leben, wie das folgende Bild beweist!

Das war also meine zweite Lost Places Tour. Ich muss sagen, dass mich das Thema immer mehr reizt. Die Motive, die es zu entdecken gilt und vor allem der Nervenkitzel, den man verspürt, wenn man an solchen Orten unterwegs ist. Fantastisch!

Für mich wird es wohl nicht die letzte Tour dieser Art gewesen sein. Achso etwas Wichtiges habe ich noch vergessen. Bei der Wanderung auf den Gleisen habe ich mir auch gleich den ersten Sonnenbrand des Jahres geholt. Jay 😉

Bis dahin

Euer Mario

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