Unterwegs beim Hainich Cup

Vor ein paar Wochen kam ich durch Zufall in den Genuss einmal das Bogenschießen ausprobieren zu dürfen. Wir haben hier bei uns in der Stadt einen passenden Verein und ich habe mir dort einmal alles etwas genauer ansehen können.

Als Erstes musste ich natürlich feststellen, dass der Umgang mit den Bogen eine sehr hohe Kunst ist, die durch jahrelanges üben gelernt werden muss. Aber zum Glück konnte ich auch schon einige erste Treffer erzielen. Das hat nicht nur Spass gemacht, sondern erhöhte auch erheblich meine Motivation. Geschossen habe ich dabei nicht auf eine Zielscheibe, sondern auf Ziele in Tierform. Das waren zum Beispiel Schaumstoff Figuren von Hirschen, Bären, Wölfen etc.

Durch die unterschiedlichen Formen und Größen der Tiere war meine kleine Übungsrunde sehr spannend und abwechslungsreich. Ich persönlich hatte beim Ausprobieren und kennenlernen der Techniken eine ganze Menge Spass.

Wie der Zufall es so will, fand am letzten Wochenende auch ein großes Turnier bei uns statt. Und ich war natürlich dabei! Nicht etwa mit einem Bogen, sondern mit der Kamera. Wie schon bei meiner kleinen Übungsrunde waren die Ziele auch hier diverse Tierfiguren.

3D Schießen nennt sich das ganze dann. Wie ich hören konnte, ist dies eine Sportart, die zur Zeit einen ziemlichen Boom erlebt. Und warum das Bogenschießen gerade so boomt, konnte ich im Verlauf des Turniers auch selbst erfahren.

Die ganze Geschichte ist nämlich äußerst interessant aufgebaut. Die Vereine (welche die Turniere ausrichten) geben sich viel Mühe um den Teilnehmern eine interessante Erfahrung zu ermöglichen.

Geschossen wird nämlich nicht auf dem Vereinsgelände, sondern in der freien Natur. Die Teilnehmer werden dabei in Gruppen aufgeteilt und müssen einen mehrere Kilometer langen Parkur ablaufen, auf dessen Route sich dann die verschiedenen Ziele befinden.

Im Grunde ist das ganze wie eine Jagt aufgebaut. Die Schützen bewegen sich durch Wälder, Täler und Wiesen und treffen bei den verschiedenen Stationen auf die Ziele. Mal ist es ein Hirsch, der im Dickicht des Waldes steht, oder es ist ein zwei Meter großer Bär, welcher sich auf einer Wiese aufrichtet. Manchmal sind es auch ganz kleine Ziele, wie etwa ein Fischotter, der an einem Fluss steht.

Die Ziele sind also manchmal groß und manchmal klein. Damit das ganze dann nicht zu schwer wird, hängt die Schussdistanz natürlich von der Größe der Ziele und den verwendeten Bogen ab. Aber auch die jeweilige körperliche Konstitution der Teilnehmer wirkt sich auf die Treffer aus. Wenn ich 10 Minuten zum nächsten Ziel in schwierigem Gelände ständig bergauf gehen musste, dann rast natürlich der Puls. Und ein rasender Puls macht das Zielen nicht gerade einfacher. Mir ging das mit meiner 600 mm Brennweite (umgerechnet auf Kleinbild) natürlich genau so. Trotz des Bildstabilisators hatte ich doch manchmal ein paar Probleme damit mein Motiv wirklich ruhig einzufangen.

Durch diese Abwechslung bleibt es für die Teilnehmer natürlich immer spannend, denn man weiß ja nie auf welches Ziel man als nächstes Trifft. Wenn die Teilnehmer hier einfach auf normale Zielscheiben geschossen hätten, wäre ich vermutlich gar nicht erst mit gekommen. Aber so war es natürlich ein klasse Ausflug.

Ich persönlich finde das 3D Bogenschießen äußerst spannend und liebäugele ein bisschen damit. Vielleicht kaufe ich mir ja demnächst meine eigene Ausrüstung.

Ach ja, die Ausrüstung! Bei meiner Tour hatte ich zwei Kameras dabei. Die Nikon D5200 mit dem Sigma 17-50 EX war für den Nahbereich zuständig, während die OMD mitsamt Zuiko 70-300 mm für die Ferne zuständig waren.

Die Tour war für mich eine reine Dokumentation. Das bedeutet, dass ich mich immer schön im Hintergrund halten musste, um die Teilnehmer nicht zu stören. Denn für diese ging es natürlich um etwas.

Schön war, dass mir das Licht es auch ermöglichte Pfeile im Flug abzulichten. Dafür habe ich wirklich viele Anläufe gebraucht, aber es hat sich gelohnt.

Ich freue mich schon auf das Turnier im nächsten Jahr. Dann werde ich wohl mit dem Bogen dabei sein und nicht mit der Kamera.

Bis dahin

Euer Mario

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