Bildbearbeitung mit dem Smartphone

Bild mit Snapseed auf dem Handy bearbeitet.

Die beliebteste Kamera dürfte weltweit wohl das Handy sein. Ja natürlich, Handybild sind meistens, naja sagen wir einmal suboptimal. Zumindest für Fotografen. Aber seien wir doch einmal ehrlich. Die richtige Kamera mit dem richtigen Objektiv haben wir nun einmal nicht immer dabei.

Wenn wir gezielt auf eine Fototour gehen, alles geplant und eingestellt haben, dann sind die Ergebnisse natürlich entsprechend gut. Aber wie oft ist es mir schon passiert, dass ich ohne richtige Kamera unterwegs war. Tja, in diesem Fall bleibt eben nur noch das Handy.

Jetzt sind Handybilder, oder vielmehr Handykameras in Fotokreise verpönt. Natürlich sind sie das, hat doch jeder Fotograf sein entsprechendes Equipment, mit dem sich auch gerne einmal protzen lässt. Und ja, auch ich habe einen 1.500 € Body, ein 1.000 € Objektiv und noch vieles mehr.

Bild mit Lightroom auf dem PC bearbeitet.

Aber in dem Moment wo man das supertolle Equipment eben nicht dabei hat, spielt das keine Rolle. Und aus diesem Grunde habe ich mir einmal ein paar Gedanken darüber gemacht, wie man denn die Bilder aus dem Handy noch weiter bearbeiten kann. Ich meine unsere Raw-Aufnahmen lassen wir doch auch nicht einfach so unbearbeitet liegen. Wieso sollten wir das also mit den Handybildern machen?

Mehr noch, ich habe mir Gedanken darüber gemacht, ob ich die aufgenommenen Bilder nicht gleich auf dem Smartphone bearbeiten kann. Schließlich ist das Ding ja ein recht leistungsfähiger kleiner Computer. So hat meines als Mittelklassegerät beispielsweise schon einen 8 Kern Prozessor, 3 GB Ram und eine gar nicht mal so schlechte Grafikkarte. Mit dieser Hardware muss doch etwas anzufangen sein!

Und ich meine damit jetzt nicht die typische Smartphonebearbeitung mit ein paar übergelegten Filtern ala Instagram. Nein, ich will richtige Bildbearbeitung, möglichst so wie ich sie auch am PC kenne. Mit diesen Anforderungen habe ich mich im Play Store ein wenig umgesehen und bin dabei sogar fündig geworden.

Um jetzt hier keine großen Texte zu schreiben, habe ich den Spass einfach mal als Video aufgenommen. Viel Spass!

Achtung, ursprünglich hatte ich mir zwei verschiedene Apps für die Bildbearbeitung ausgesucht. Da das Video damit aber zu läng geworden wäre, habe ich mich auf die Google Software „Snapseed“ beschränkt!

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=dbF9LBsGlvE

Ok, wie Ihr sehen könnt ist eine vernünftige Bildbearbeitung mit dem Smartphone sehr wohl möglich. Es gibt auch durchaus Szenarien in denen es sinnvoll sein kann seine Bilder mit dem Handy aufzunehmen und auch zu bearbeiten. Eine richtige Kamera wird dadurch zwar noch lange nicht ersetzt, aber die moderne Technik macht es möglich, dass wir nicht ganz mit leeren Händen da stehen und trotzdem noch unser Bild bekommen.

Ich hoffe, dass Euch der Artikel gefallen hat.

Bis dahin!

Euer Mario

 

Best of 2017: Kreativ

Puh, die Zeit geht ins Land und ich habe es in den letzten Wochen völlig versäumt etwas für den Blog zu tun. Dabei hatte ich es mir doch vorgenommen, die besten Bilder des Jahres 2017 noch einmal aufzuarbeiten.

Nun ja, die Bildauswahl habe ich schon vor Wochen getroffen und sogar bereits kategorisiert und dann…..geschah nichts! Zumindest bis heute, denn jetzt habe ich es endlich geschafft mich einmal hinzusetzen und diese Zeilen zu verfassen.

Und da ich nichts Neues zu zeigen habe, sondern lediglich vergangenes aufbereite, werden die Zeilen, die ich nun schreibe gar nicht so ausufernd werden. Aber genug davon, fangen wir an!

Die erste Kategorie lautet „Kreatives“. Wow, kreatives klingt ja schon einmal wahnsinnig kreativ! Aber ich muss gestehen, dass ich letztes Jahr gar nicht so viel Kreatives gemacht habe. 🙁

Gerade einmal ein derartiges Projekt habe ich umgesetzt. Dieses Fotoprojekt hatte ich dabei schon seit Jahren (!) im Hinterkopf. Und zwar hatte ich schon immer vor den Funkenflug von Stahlwolle festzuhalten.

Ich weiß gar nicht, wie ich es all die Jahre geschafft habe, dies nicht zu tun. Aber irgendwann im letzten Jahr (ich glaube es war Juli oder August), fasste ich mir dann ein Herz und bestellte die Utensilien, die ich brauchte.

Nachdem alles angekommen war, brauchte ich nur noch einen Helfer, der die Stahlwolle schwingt (ich weiß, ich hätte das auch allein gekonnt;) und schon konnte es losgehen!

Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen. Damit ich ein bisschen Ironie ins fertige Bild bekomme, machte ich die Aufnahmen vor unserer hiesigen Feuerwehr. Als Kamera kam zum einen meine OMD samt Sigma 19 mm Art und zum anderen meine D5200 samt Sigma 17-50 mm EX.

Beide Kameras wurden in den Serienmodus gesetzt und entsprechend gelockt, damit sie im Dauerfeuer fotos schießen. Für die D5200 habe ich dabei einen kabelgebundenen Auslöser verwendet, während bei der OMD die App von Olympus zum Einsatz kam. Die Verschlusszeiten lagen, wenn ich mich recht erinnere zwischen 0,5 und 1 Sekunde.

Und ich denke die Bilder können sich damals wie heute sehen lassen! Ich glaube, dass ich auch dieses Jahr noch einmal eine Session mit Stahlwolle machen werde.

Ich hoffe, dass auch Euch die Bilder gefallen haben.

Bis dahin!

Euer Mario

Silvester 2017/2018

Puh, das neue Jahr ist nun schon 8 Tage alt und es gibt noch keinen Silvesterartikel?! Oh mein Gott!

Dabei sind die Bilder dazu schon seit ganzen 4 Tagen fertig. Ja ja, das neue Jahr beginnt für mich relativ Stressig. Aber jetzt habe ich mir ja die Zeit für diese paar Zeilen genommen.

Dieses Jahr verbrachte ich Jahreswechsel in ruhiger Atmosphäre. Freundin, Kind und Ich, mehr nicht. Wieso auch, das reicht ja schließlich! Und weil ich nur wenige Tage zuvor meinen 30sten hatte, war ich auch ganz froh über diese kleine Runde.

Vom Fotografieren hat mich das dennoch nicht abgehalten. Natürlich war die Fotosession dieses Jahr nicht ganz so ausgiebig wie in den Jahren davor, aber gereicht hat sie trotzdem. Sogar einen kleinen Zeitraffer habe ich aufgenommen.

Zumindest mehr oder weniger, denn die D5200, die für den Zeitraffer-Job zuständig war, war leider nicht korrekt eingestellt. So war beispielsweise der Weißabgleich nicht fix, was ja an sich kein Problem darstellen würde, wenn die Kamera im Raw-Format fotografiert hätte. Tja, das hat sie leider nicht…

Und als ob das nicht schon genug wäre, ist mir mittendrin dann auch noch der Speicherplatz ausgegangen. Tja, Pech gehabt! Aber vielleicht klappt es ja zum nächsten Jahreswechsel besser. Es wird ja gemunkelt, dass die Jahre schneller vergehen wenn man die 30 überschritten hat. Mal Abwarten.

Aber der Zeitraffer war ja nicht das wichtigste. Für normale Fotos hatte ich noch meine OMD und meine Eos 550d dabei. Die Canon bediente dann meine Freundin.

Alle Kameras haben mit Offenblende fotografiert, die Verschlusszeit schwankte von einer halben, bis einer Sekunde.

Und ich muss sagen, dass die Bilder durchaus gut geworden sind. Wir hatten es auch nicht sonderlich schwer eine gute Location zu finden, denn immerhin haben wir von der Wohnung aus eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt.

Nach 30 Minuten Fotosession war dann auch schon alles vorbei. Die Bilder waren im Kasten und so ganz nebenbei sind wir auch noch alle gut in das neue Jahr gerutscht! Ich hoffe, dass es Euch allen ebenso gegangen ist. Und natürlich, dass Ihr das Silvesterfeuerwerk an einer ebenso guten Location festhalten konntet. 😉

Bevor nun die ersten Fotoprojekte für dieses Jahr geplant werden (da habe ich schon so einiges im Kopf), geht es jedoch erst einmal an die Auswertung des letzten Jahres. Aber dazu später mehr.

Bis dahin

Euer Mario

PS: Wie immer ist hier noch einmal die Galerie mit allen Bildern!

Ein Zeitrafferl

So, nachdem der diesjährige Urlaub nun nach langer langer Zeit aufgearbeitet ist, wird es Zeit fortzufahren. Wobei, so wirklich neu ist das Thema jetzt hier nun auch wieder nicht, denn es dreht sich trotzdem um die Alpentour von diesem Jahr.

Denn natürlich war ich bei meinen Wanderungen wieder sehr fleißig und habe dutzende Zeitraffer Sequenzen aufgenommen. Auch meine Drohnenflüge habe ich genutzt um das ein- oder andere Video zu drehen, damit es in den Zeitraffer Film einfließen kann.

Da ich den ganzen Tag unterwegs war (meist bei sengender Hitze), kam beim diesjährigen Zeitraffer Projekt nicht so viel Equipment zum Einsatz wie beim beispielsweise beim Summertime…Lapse vom letzten Jahr.

So hatte ich zwar meinen Slider mit dabei, die Ferienwohnung verließ dieser aber während des gesamten Urlaubs nicht. Er war einfach zu schwer und sperrig um damit auf Wanderschaft zu gehen.

Das Gleiche Schicksal ereilte so manche Kamera. Während ich meine Zeitraffersequenzen anfangs noch mit meinen Spiegelreflexkameras von Canon und Nikon anfertigte, blieben diese ebenfalls ziemlich schnell in der Ferienwohnung zurück. Ebenfalls zu schwer für lange Wanderungen. Aber meine Spiegellosen von Olympus haben diesen Job sehr gut übernommen. Kleiner, leichter und mit mindestens derselben Bildqualität.

Vor allem meine Füße und mein Rücken haben sich bedankt, als die drei Spiegelreflexkameras samt Objektive in der Ferienwohnung bleiben konnten.

Im Allgemeinen hat sich der Urlaub wirklich mehr als gelohnt. Schöne Erlebnisse, wundervolle Landschaften und auch der Zeitraffer Film ist sehr gut geworden.

Aber genug der Vorworte! Viel Spass mit dem Zeitrafferl 🙂

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=BP5xBea5bOk

Alpenurlaub Teil 7

Mittlerweile ist der Urlaub fast vorbei. Nur noch einen Tag werde ich in dieser wunderschönen Landschaft verbringen. Morgen um diese Zeit werden wir schon wieder im Auto sitzen und die Heimreise antreten. Aber bis dahin dauert es ja noch ein bisschen.

Heute jedoch wollen wir uns noch einmal ein bisschen die Gegend ansehen. Den Vormittag verbringe ich jedoch schon einmal mit dem Packen. Und da auch mein Kameraequipment in der Ferienwohnung bleibt, kann ich es auch gleich ganz einpacken. Und wenn ich schon jetzt alles einpacke, habe ich heute Abend weniger Stress.

Nach meinem morgendlichen Earl Grey und dem Studieren der aktuellen Tagesereignisse in der Zeitung, machte ich mich dann auch ans Werk. Danach machte ich mir Gedanken, was ich denn an meinem letzten Tag unternehmen soll.

Ich hatte ja noch den Gedanken im Hinterkopf, dass ich mit der Seilbahn auf einen Berg fahren könnte um noch ein letztes Mal die Aussicht zu genießen. So eine fahrt über mehrere Hundert meter in einer schwankenden Kabine wollte ich Raika aber nicht antun. Also musste für heute etwas anderes her.

Ich erinnerte mich an meinen ersten Ausflug in diesen Urlaub. Es ging ja zur Ammer, den reißenden Wildfluss. Den Fluss könnte ich heute ein wenig länger folgen. Vielleicht komme ich ja sogar bis zum Ammernbruch. Das klang nach einem guten Plan! Und weil heute das Fotoequipment zu Hause bleibt, kann ich die Wanderung auch ganz entspannt angehen lassen.

Und so zogen wir dann auch recht spät los. Es schon gegen Mittag. Und weil es schon so spät war, wollte ich auf dem Weg zur Ammer auch gleich bei dem Wirtshaus vorbeischauen, in welchem ich auch schon am ersten Tag war. Die echten Wiener Schnitzel dort waren sehr gut. Jetzt zum Mittag, oder für mich war es ja eher das Frühstück, wollte ich jedoch erst einmal was süßes haben. Also bestellte ich mir einen Kaiserschmarrn.

Frisch gestärkt ging es dann weiter Richtung Ammer. Wir setzten uns ans Ufer und ließen ein wenig die Seele baumeln. Wie schon in der gesamten Woche, war das Wetter auch heute wieder fantastisch! Strahlender Sonnenschein und eine Temperatur von ca. 30 Grad. Besser geht es eigentlich gar nicht.

 

 

Nachdem wir uns das Treiben am See eine Zeit lang angesehen haben, war es an der Zeit etwas Wandern zu gehen. Wir folgten dem Ufer flussabwärts. Der Wanderweg zum Ammerbruch war zwar nach wie vor gesperrt, aber das ignorierte ich an dieser Stelle einfach mal. Ich sollte schon sehen wie weit ich kommen würde.

Bis zum Ammerbruch waren es laut Smartphone auch noch fast 2 Kilometer Fußweg. Wir folgten also den Flusslauf und gingen dem Wanderweg am Wald entlang. Wir kamen auch ein ganzes voran, bevor der Wanderweg zu Ende war. Hier, also am Ende des Wanderweges stand eine Aussichtsplattform. Die Ammer ist an dieser Stelle sehr reißend. Aus der Mitte des Flusslaufes erheben sich große Felsformationen, um denen sich schnelle Strömungen bilden.

Das Wasser rauscht hier mit einer ungeheuren Lautstärke vorbei. Von der Plattform aus hat man einen sehr schöne Aussicht auf die Szenerie. Schade, dass ich meine Kameras nicht dabei hatte. Gerade dieser Ort hat sich für eine Langzeitbelichtung angeboten. Aber egal, jammern hilft nicht und ich hatte ja zum Glück mein Smartphone noch dabei. Damit konnte ich aus der Not heraus ein paar Fotos und auch Videos aufnehmen.

An dieser Stelle muss ich noch erwähnen, dass mein Smartphone den Urlaub leider nicht ganz unbeschadet überstanden hat. Schon am Tag zuvor fiel mir auf, dass sich ein Riss Vertikal durch das gesamte Display zieht. Ich hoffte, dass das Gerät die Heimreise noch durchhält, denn schließlich war mein Smartphone ja auch gleichzeitig mein Navi. Und ohne Navi würde es schlecht aussehen.

Aber ich hatte mir natürlich am Vortag schon Ersatz besorgt. Abends in der Ferienwohnung nahm ich mein Macbook und studierte bei Amazon und die aktuellsten Geräte und schaute mir diverse Tests an. Es sollte kein No Name Gerät wie das letzte werden (obwohl ich sagen muss, dass mir Miui sehr gut gefallen hat) und es sollte vor allem ein aktuelles Android vorweisen. Letztendlich fiel meine Wahl auf das Moto G5 Plus. Es hat das aktuelle Android und ist auch von der Hardware her gut ausgestattet. Außerdem bietet es in meinen Augen ein recht faires Preis/Leistungsverhältnis. Also gekauft! Wenn ich dann wieder zu Hause angekommen bin, dürfte das neue Smartphone schon da sein.

Der Urlaub nähert sich zwar schon seinen Ende, aber zu Hause angekommen bin ich natürlich noch lange nicht. Den heutigen Tag kann ich noch genießen! Wobei, vom heutigen Tag war zu diesem Zeitpunkt ja nicht mehr allzu viel übrig.

Ich traute mich noch von der Plattform hinab zum Flussufer zu steigen. Dort konnte man die enorme Kraft des Wassers aus nächster Nähe betrachten. Selbst die riesengroßen Felsbrocken im Fluss waren absolut glatt geschliffen. Ein Prozess der tausende Jahre gedauert haben muss. Die Geräuschkulisse war hier ohrenbetäubend.

Da hier alles so nass und glitschig war, legte ich mich auf ein Mal ordentlich auf die Schnauze. Aber das gehört auch mit dazu. Raika hatte indes keinerlei Probleme in diesem Gebiet. So konnte Sie mich dann auch wieder auf die Plattform ziehen. Da der Wanderweg hier definitiv zu Ende war, machten wir uns langsam auf den Rückweg. Genau wie am ersten Tag mussten wir auch jetzt wieder die enorme Steigung der Straße meistern. Ohne schweren Fotorucksack ging das aber wesentlich besser.

Oben angekommen dauerte es auch nicht mehr lange bis das Wirtshaus zu sehen war. Zum Abschied gönnte ich mir noch einmal ein echtes Wiener Schnitzel. Während ich auf meine Bestellung wartete, konnte ich aus der Küche hören wie mein Schnitzel (natürlich aus Kalbfleisch) geklopft wurde. Das Schnitzel war auch dieses Mal sehr lecker.

Nun wurde es langsam an der Zeit den Rückweg fortzusetzen. Wir machten uns also los. Bis zur Ferienwohnung werden wir bei unserem gemächlichen Tempo noch locker 1,5 Stunden brauchen. Immer wieder machten wir kurze Pausen um noch ein letztes Mal die malerischen Landschaften genießen zu können.

 

Gegen 19:30 Uhr kamen wir dann wieder in der Ferienwohnung an. Hier nutze ich noch die Zeit und verstaute alle unwichtigen Dinge schon einmal im Auto. Anschließend schaltete ich noch ein wenig dem TV ein. Da ich morgen möglichst früh durch München durchgefahren sein will, werde ich wohl so gegen 4:00 Uhr losfahren müssen. Das bedeutet, dass es heute sehr früh ins Bett geht. Allerspätestens 21:00 Uhr ist Schluss.

Pünktlich 3:00 Uhr Nachts klingelte dann auch mein Wecker. Ich quälte mich aus dem Bett und zog mir erst einmal 2 Energy Drinks rein. Nebenbei las ich ein bisschen in der Zeitung. Nach diesen zwei Energy Drinks war ich dann auch schon einigermaßen fit. Jetzt war es an der Zeit sich langsam fertig zu machen und das Auto einzuräumen.

Das schwierigste an der Aktion war es wohl Raika zum Aufstehen zu bewegen. Die kleine war ein so frühes Aufstehen absolut nicht gewohnt. Aber wir schafften es dennoch pünktlich um 4:00 Uhr aufzubrechen. Gegen fünf waren wir dann auch schon in München. Wie ich es geplant hatte, war noch kein einziges Auto auf der Straße zu sehen. Ich kam so sehr gut durch die Stadt.

Da Raika im Kofferraum weiterschlief konnte ich gut durchfahren. Wir machten nur eine einzige Pause, damit wir uns die Beine etwas vertreten konnten. 9:30 Uhr waren wir dann auch schon zu Hause angekommen. Der Urlaub war damit endgültig vorbei.

Die Ammergauer Alpen waren auf jeden Fall spitze. Ich könnte mir durchaus vorstellen auch meinen nächsten Urlaub dort zu verbringen. Es gibt noch so viele Dinge zu erkunden. Ich warte schon gespannt auf die nächste Urlaubszeit.

Bis dahin

Euer Mario

PS: Wie immer findet Ihr hier noch einmal die Galerie mit allen Bildern (auch jene, welche nicht im Artikel sind):

Alpenurlaub Teil 6

Nach dem gestrigen, sehr ruhigen Tag stand das Zeil, bzw. die Wanderung für heute ja schon fest. Gestern (ansatzweise) erkundet hatte, wollten wir entlang wandern. Auch am heutigen Tag entschied ich mich ausschließlich für leichtes Gepäck. Die Spiegelreflexkameras blieben ausnahmslos zu Hause. Nur die kleinen Systemkameras von Olympus wanderten in meinen Fotorucksack.

Aber genug der Vorrede, ab ins Auto und los geht’s! Nach der Ankunft auf dem Parkplatz und dem Erklimmen der ersten Steigung auf dem Wanderweg, legten wir erst einmal eine kurze Pause ein. Den Pausenplatz kannte ich ja schon, denn schließlich habe ich genau hier am gestrigen Tag meine letzte Zeitrafferseqzenz aufgenommen. Bis hierhin war also alles bereits bekannt. Das Unbekannte lag ab jetzt auf unseren Weg.

Und auf eben jenen Weg hatten wir nun zwei verschiedene Möglichkeiten. Der erste Wegweiser wies auf einen steilen Pfad in Richtung Notkarspitze. Diese war mit „3,5 Stunden“ ausgeschildert, was bei mir mit meinen Zeitraffer Pausen ja mindestens 6 Stunden entspricht. Der Pfad hatte außerdem die gleiche Qualität wie jene schwierigen Stellen am Hörnle. Als ich mich an dieser Stelle spontan an die Strapazen beim Aufstieg des Hörnles erinnerte, machte ich lieber wieder kehrt und folgte dem anderen Pfad.

Dieser verlief eher horizontal, war aber mit einer Warnung vor Steinschlag ausgeschildert. Naja, nichts ist eben perfekt. Links unseres Weges war eine tiefe Schlucht (bestimmt 100 Meter), in welcher sich ein Wildfluss erstreckte. Gleich daneben fing schon wieder der nächste Berg an. Rechts vom Weg war unser aktueller Berg. Wir befanden und also auf einen Gebirgspfad, wie er sich bestimmt auch im Lehrbuch befinden müsste.

Auch die anfängliche Warnung vor dem Steinschlag traf zu, wie ich immer wieder sehen konnte. Einen Steinschlag erlebte ich zwar nicht, dafür konnte ich überall die Hinterlassenschaften beobachten. So lagen am rechten Wegrand sowohl große Felsbrocken, als auch viele ca. Faustgroße Steine. Auch die Abbruchkanten an den Klippen über uns konnte man gut erkennen. Zur Sicherheit entschloss ich mich dazu, lieber auf der Linken Seite des Pfades zu laufen.
Und während sich der Pfad so seinen Weg an den Klippen entlang schlängelte, folgten wir diesen. Beim ersten guten Fotospot machten wir dann eine Pause für einen kleinen Zeitraffer. Wir waren nun schon ziemlich lange allein unterwegs. Während der Zeitraffer lief, bekamen wir dann jedoch die ersten Wanderer zu Gesicht.

Wenige Meter nach unseren Zeitraffer-Spot, kam dummerweise ein sehr viel besserer. Von hier aus konnte ich dasselbe Motiv sehr viel schöner einfangen. Da ich nach knapp 100 Meter aber nicht schon wieder eine Pause machen wollte, hob ich mir diesen Spot dann für den späteren Rückweg auf.

Zur allgemeinen Abwechslung liefen wir nun eine ganze Weile bergab. Der Pfad schlängelte sich hier so schön, dass ich einfach ein paar Fotos machen musste. Wir blieben also Zunehmens immer mal wieder für kleine Fotopausen stehen. Auf diesem Wanderweg gab es auch allgemein ziemlich viel zu sehen. Wenn es einmal nicht der Bergpfad war, der sich majestätisch durch das Gebirge zieht, dann war es ein reißender Wasserfall, der sich krachend seinen Weg ins Tal suchte. Oder es war ein entfernter Berg, dessen Gipfel von Wolken verdeckt war. Es gab immer etwas zu bestaunen und natürlich auch zu fotografieren.

Das einzige, was mir bei der Wanderung ein schlechtes Gefühl gab, war die Tatsache, dass ich auf dem Rückweg wieder einmal ziemlich weite Passagen bergauf laufen werde. Aber naja, da kann man wohl nichts machen. Irgendwann waren wir dann auch derart bergab gelaufen, dass wir das Tal erreichten. Hier brach sich der Wildfluss, den wir vorhin 100 meter weiter oben bewundern konnten, seine Bahn.

Von nun an ging es wieder bergauf. Wir folgten auf unseren weiteren Weg dem Fluss. Auch der breite Bergpfad, auf dem wir bis jetzt unterwegs waren verschwand. Er verwandelte ich in einen Schmalen, verwinkelten Steinpfad. Auch den Fluss mussten wir an einer Stelle überqueren. Zum Glück hatte ich wie immer meine Wanderschuhe an, sodass meine Füße trocken blieben. Nach einigen weiteren Metern verbreiterte sich das Flussbett enorm. Überall lagen Geröll und umgestürzte Baumstämme, wodurch sich im Flusslauf immer mal wieder kleinere Wasserfälle bildeten. Da auch die Steine am äußersten Rand des Flussbettes (also da wo wir entlang liefen) rund waren, schlussfolgerte ich, dass der Fluss in der regnerischen Zeit im Frühjahr und Herbst wesentlich breiten und wilder seien muss.

Wir nutzen hier noch einmal die Gelegenheit für eine kleine Zeitraffer Pause. Die Olympus Pen kümmerte sich um den Zeitraffer während ich mit der OMD die Örtlichkeit genauer erkundete. Raika bleib beim Kamerarucksack und passte sorgfältig auf alles auf. Als ich dann mit meiner kleinen Fotosession fertig war, konnte ich mich ein wenig hinsetzen und den Ort genießen. Durch den Fluss und die kleinen Wasserfälle war es hier angenehm kühl. Ich ließ es mir auch nicht nehmen und kostete das Quellwasser einmal. Keine Angst, gestorben bin ich dabei nicht. 🙂

Den Rest der Zeit, die der Zeitraffer für seine Fertigstellung noch brauchen würde, chillte ich ein wenig und genoss die Landschaft. Ich konnte sogar ein kleines Nickerchen machen, denn ich hatte ja einen Wachhund dabei. Schon auf über 100 Meter Entfernung warnte mich Raika wenn ein Wanderer unseren Weg kreuzte. Schön, wenn man einen Aufpasser dabei hat.

Als der Zeitraffer dann endlich fertig war, blieben wir noch eine kleine Weile vor Ort. Ich überlebte, ob wir den Pfad noch weitergehen sollten. Der Himmel trübte sich ein und ich konnte vereinzelt auch schon das Donnern eines nahenden Gewitters hören. Es war nun 17:30 Uhr und meine Wetterapp hatte schon für vor einer halben Stunde Gewitter angesagt. Also ging ich an dieser Stelle lieber auf Nummer sicher. Wir packten unsere Sachen und machten uns langsam auf den Rückweg.

Unterwegs nahmen wir noch den Zeitrafferspot mit, den wir auf den hinweg entdeckten. Von dem Gewitter war an dieser Stelle aber nichts mehr zu sehen oder zu hören. Ja noch nicht einmal nass geworden sind wir! Als wir dann um 19:30 wieder am Auto waren ärgerte ich mich richtig. Es war wieder strahlender Sonnenschein und ich hätte noch locker zwei Stunden weitergehen können. Verdammt!

Aber egal, ich werde in Zukunft bestimmt noch einen weiteren Urlaub hier verbringen. Und dann werde ich diesen Wanderweg auf jeden Fall noch etwas ausgiebiger erkunden! Um 20:00 Uhr waren wir dann auch schon wieder in der Ferienwohnung und der Tag war im Prinzip auch schon gelaufen. Nach einer Dusche und einen kleinen Imbiss (wir waren heute gar nicht im Wirtshaus!), ließ ich noch ein bisschen den Fernseher laufen und sicherte nebenbei schon mal alle Bilder auf meinem Macbook. Inklusive der Zeitraffer Sequenzen waren inzwischen schon stolze 120 Gb an Bilddaten angefallen. Nicht schlecht!

Tja, das war auch schon der vorletzte Tag! Leider nähert sich mein Urlaub unausweichlich seinen Ende zu. Für den letzten Tag ist dann keine allzu weite Wanderung mehr geplant. Auch mein Kameraequipment werde ich am letzten Tag in der Ferienwohnung lassen.

Bis dahin

Euer Mario

PS: In der Nachfolgenden Galerie habe ich noch einmal alle Bilder des Artikels zusammengefügt (auch die, die im Artikel nicht zu sehen sind)!

Winter?

Letzten Sonntag war es endlich so weit, der erste Schnee lag da! Ich muss sagen, dass ich davon vollkommen überrascht war. Schnee? Und dann auch noch hier? Zu dieser Jahreszeit?!

Seit ich dem Kindesalter entwachsen bin, habe ich keinen richtigen Winter erlebt. Also geschieht der Klimawandel entweder tatsächlich, oder meine kindliche Erinnerung spielt mir hier einen Streich. Wie auch immer, ich fand es total schön aus dem Fenster zu sehen und die verschneite Landschaft genießen zu können. Vor allem weil von der Wohnung meiner Freundin ein viel schöneres Panorama genießen kann, als bei mir zu Hause.

Und diese schöne verschneite Landschaft machte wirklich Lust zum herausgehen. Da passte es ja super, dass ich mir für den Sonntag eh schon viel vorgenommen hatte. Ich wollte mal wieder in das Eichsfeld fahren und meine Mutter besuchen, die ich eigentlich viel zu selten zu Gesicht bekomme.

Und da es im Eichsfeld mit die schönsten Landschaften des Mittelgebirges gibt, lohnt es sich immer eine kleine Wanderung zu unternehmen. Vor allem wenn es Schneit! Aber erst einmal musste ich mich auf dem Weg nach Hause machen, denn bei einer Wanderung darf die kleine Raika natürlich nicht fehlen.

Und hier ging das Theater auch schon los. Naja, ich kann es ja verstehen wenn der Winterdienst am Sonntag nicht so früh los will, aber um 11:00 Uhr Vormittags sollten die Straßen eigentlich schon frei sein. Aber frei war überhaupt nichts! Egal ob in der Stadt, oder auf dem Land, während der gesamten Strecke von knapp 100 Kilometer war überhaupt nichts geräumt.

Aber zum Glück bin ich dann irgendwann doch noch wohlbehalten angekommen. Nach dem etwas verspäteten Mittagessen und einer kleinen Verschnaufpause machten wir uns dann auf den Weg. Wir folgten dem „grünen Band“, also der Strecke der ehemaligen deutschen Grenze. Naja, weißes Band hätte es eigentlich an diesem Tag heißen müssen, denn es schneite die ganze Zeit.

Wir folgten dem Grenzweg bis zu einer Anhöhe nahe des „Tunnels der Deutschen Einheit“. Das geringe Treiben auf der Autobahn konnte man von hier oben sehr gut beobachten. Im vergangenen Sommer war ich schon einmal hier und habe einen kleinen Zeitraffer angefertigt. Nachdem wir die Aussicht ein wenig genießen konnten, machten wir uns mit ein paar Umwegen wieder auf dem Rückweg.

„Richtige“ Fotos konnte ich auf dieser Tour nicht machen, da ich nur mein Handy als Kamera dabei hatte. Aber ich wollte ja sowieso testen, was sich auf der Handy Linse alles so rausholen lässt.

Bei meiner Fahrt nach Hause waren die Straßen dann wie durch ein Wunder geräumt und super befahrbar! 😉

Ich hoffe, dass dieser letzte Sonntag nicht das einzige ist, was wir dieses Jahr vom Winter erleben. Ich persönlich würde es klasse finden, wenn noch ein wenig Schnee fallen würde (und vor allem wenn er liegenbliebe). Hoffen kann man ja jedenfalls!

Bis dahin

Euer Mario

5 Jahre!

Ich kann kaum glauben, dass es schon so lange her ist. Genau heute vor 5 Jahren ging mein Blog online. 2012 war das und ich habe auch heute noch das Gefühl es wäre erst gestern gewesen. Zu dieser Zeit lebte ich noch in Berlin und absolvierte meine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann. Es war auch die Zeit, als ich das erste Mal in die Fotografie hinein schnüffelte.

Ich war auf der Suche nach einem neuen Hobby und wollte mein Leben besser festhalten. Die Fotografie bot sich da an. Also versuchte ich mein Glück dort. Der Blog, der zu dieser Zeit startete, war allerdings damals noch nicht auf die Fotografie ausgerichtet. Das kam erst wesentlich später.

Aber auch den Blog startete ich ursprünglich in der Absicht mein Leben etwas besser dokumentieren zu können. Schließlich erlebt ja jeder von uns tagtäglich  Momente, die es würdig sind festgehalten zu werden.

Und so legte ich los! Ich sicherte mir meine Domain, bestellte mir mein Hosting Paket und startete in die Welt des Bloggens. Die erste Zeit schrieb ich über meine Erlebnisse in der Großstadt, ich Philosophierte über die Welt oder ich schrieb etwas über meine aktuelle Gefühlslage. Niemals war ich darauf aus Leser zu finden oder gar Bekanntheit zu erreichen. Der Blog sollte einzig und allein für mich sein.

Ich fand die Idee damals sehr reizvoll später als alter Mann einmal vor dem Computer zu sitzen und mir die Geschichten vergangener Tage noch einmal in Erinnerung zu rufen.

Spätestens mit dem Kauf meiner ersten Spiegelreflexkamera rückte die Fotografie dann in den Fokus des Blogs. Es waren einfach zwei Dinge, die wie für einander geschaffen sind. Ich mache eine Tour oder ein Fotoprojekt, schreibe anschließend darüber und präsentiere die Ergebnisse. Perfekt also! Im Laufe der Jahre kamen dann auch noch die Motorradtouren hinzu, die sich ebenso gut mit dem Bloggen und dem Fotografieren kombinieren lassen.

Und so vergingen die ersten Jahre. Der Blog wuchs und wuchs. Ja sogar andere Menschen haben von Zeit zu Zeit hier gelesen. Ich bekam Kommentare und sogar Mails von Menschen, die an meinen Bildern gefallen fanden oder auch meinen Rat wollten. Ich antwortete immer gerne und freute mich über jeden Menschen der hier gelesen hat, oder gar mit mir in Kontakt getreten ist.

Im Laufe der Jahre hat sich auf diese Art und Weise eine durchaus beeindruckende Zahl an Artikeln angesammelt. Zumindest bis dieses Jahr, denn Anfang September ist es dann passiert. Mein Blog ist komplett abgestürzt. Trotz aller Maßnahmen konnte ich Ihn nicht wiederherstellen.

Dass all diese Dinge verloren gingen, fand ich sehr schaden. Aber zum Glück habe ich bei jeden Artikel, den ich schrieb ein Backup angefertigt. Also alles halb so wild.

Da ich meinen Blog gerne weiterverfolgen wollte, entschied ich mich daher für einen Neustart. Ich suchte mir im Voraus die besten und bedeutendsten Artikel des alten Blogs heraus und legte mir diese zurecht, damit ich sie hier später einmal erneut veröffentlichen kann. Anschließend installierte ich das CMS erneut und verpasste dem Blog gleich ein neues Design. Meinem Stil bin ich mir dabei treu geblieben, das Aussehen ist nun jedoch wesentlich sachlicher geworden.

Und auch wenn auf dem Blog aktuell nicht viel los ist, freue mich bei jedem Artikel den ich schreibe.

Also, auf die nächsten 5 Jahre!

Euer Mario

Ein Buch über Zeitraffer

 

Es ist schon sehr lange her. Zu einer Zeit, als es den ursprünglichen Blog noch gab (das ist wiederum nicht so lange her). Um konkret zu werden, war es irgendwann im Frühjahr oder Sommer des Jahres 2014. Den Blog gab es zu dieser Zeit schon seit zwei Jahren und auch mit der Fotografie beschäftigte ich mich bereits seit Jahren. Die Zeitraffer Fotografie war jedoch erst neu hinzugekommen.

Bei meinem Stöbern im Internet (das war so 2013) bin ich auf Gunther Wegner gestoßen. Seines Zeichens ist er der so ziemlich bekannteste Zeitraffer Fotograf im Deutschland. Das liegt unter anderen daran, dass er eine mittlerweile sehr bekannte Software für die Postproduktion von Zeitraffer Sequenzen erstellt hat. Ich las (und lese noch heute) in seinem Blog und bin so zur Zeitraffer Fotografie gekommen.

Aber zurück ins Jahr 2014! Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon sehr gut in die Zeitraffer Thematik eingearbeitet. Ich hatte weder Spezialequipment (wie Slider), noch das Fachwissen um den gesamten Themenkomplex mit allen seinen Feinheiten zu überblicken, jedoch hatte ich schon ein solides Fundament in meiner Arbeit aufgebaut. So habe ich viele Fehler begannen, aus denen ich lernen konnte und auch über andere Blogs, wie zum Beispiel dem von Gunther lernte ich viel Neues.

Ich fühlte mich zu jenem Zeitpunkt also bereit mein gesammeltes Wissen einmal vorzutragen. Und mein Blog schien mir dazu das perfekte Werkzeug zu sein. Also schrieb ich mein ganzes Wissen, welches ich bis dato hatte in drei sehr großen Artikeln nieder. Equipment und Kameraeinstellungen, Aufnahmeplanung und Praxis und zu guter letzt die Postproduktion. Zu jedem Artikel habe ich dabei noch ein ausführliches Video produziert.

Und in der Tat fand die Artikelreihe auch großen Anklang. So sehr sogar, dass ich mich dazu entschied daraus etwas Größeres zu machen. Ich wollte ein Buch dazu schreiben!

TimeLapse! Einführung in die Zeitraffer Fotografie sollte es heißen. 🙂

Die Artikelreihe bildete den Grundstein. Nun fing ich an weiterzuarbeiten und tiefer in dieses Thema einzusteigen. Ich kaufte neues Equipment, wie Slider oder Kameras anderer Hersteller, nur dazu um etwas darüber zu schreiben. Und natürlich ging ich auch mit der Zeit und befasste mich mit Dingen wie qDSLR Dashboard.

Und kurze zwei Jahre nach diesem Moment ist das Buch auch schon fertig. Knapp 60.000 Wörter sind in dem 188 Seiten umfassenden Buch verpackt. Es war eine Menge Arbeit, sowohl bei der Recherche, als auch beim Schreiben.

Mein Ziel war es mit dem Buch ein ganzheitliches Werk zu schaffen. Während andere Autoren nur von einer Kameramarke, oder eine Software reden, wollte ich die gesamte Bandbreite erörtern.  So erkläre ich den Umgang mit Kameras verschiedener Hersteller (Canon, Nikon, Olympus) und erläutere die Postproduktion mit verschiedenen Programmen (Timelapse Tool, LRTimelapse usw.) und noch vieles mehr.

Auch das komplette Layout des Buches habe ich selbst gemacht. Nach dieser langen Zeit der Einwicklung bin ich letztendlich froh, dass das Buch nun seinen Weg in die Händlerregale gefunden hat. Und ein wenig Stolz bin ich natürlich auch. Ich bin Stolz darauf, dass ich ein derart komplexes Projekt, welches sich über Jahre gezogen hat, gestemmt zu bekommen. Ich bin sicher, dass dieses Buch nicht das letzte sein wird.

Achso, das fertige Buch gibt es übrigens bei Amazon als E-Book und natürlich auch in einer gedruckten Fassung.

Alpenurlaub Teil 5

Wie schnell die zeit vergeht! Heute ist schon Donnerstag und der Zenit meines Urlaubs ist damit auch schon überschritten. Nachdem wir in den letzten drei Tagen (vor allem gestern!) ziemlich viel unterwegs waren, wollen wir den heutigen Tag etwas ruhiger angehen lassen. Ich denke, dass wir uns das an dieser Stelle verdient haben.

Also machen wir uns gegen 09:00 Uhr in der Früh zu einer kleinen Gassi Runde auf. Ach, war das befreiend einmal nicht mit dem schweren Fotorucksack durch die Gegend zu laufen! Ohne ein einziges Bild einzufangen konnte ich bei unseren kleinen Spaziergang die Seele ein wenig baumeln lassen. Das Wetter war auch an diesem Donnerstagmorgen so, wie in den letzten Tagen. Sonnig und sehr warm. Auch heute würde das Thermometer wohl wieder über die 30 Grad Marke klettern. Aber das konnte uns ja egal sein, denn schließlich wollten wir diesen Tag ja ruhig machen.

 

Bevor wir uns dann aber ernsthaft Gedanken zum heutigen Tag machten, musste ich erst einmal Einkaufen fahren. Schließlich hatte ich fast nichts mehr zu Essen. Auch meinen Geliebten Earl Grey, den ich zu Hause vergessen hatte, konnte ich nun nachkaufen. Nach dem Frühstück machte ich mir dann erste Gedanken zum heutigen Tag. Da ich es, wie schon mehrfach erwähnt eher ruhig angehen lassen wollte (das bedeutete möglichst wenig zu laufen), sollte heute in erster Linie die Drohne zum Einsatz kommen.

Der Grund dafür ist, dass ich meine Phantom 3 in erster Linie nur in direkter Nähe meines Autos einsetzen kann. Die gesamte Ausrüstung der Drohne (Drohne, Fernbedienung, iPad, 4 Akkus, Koffer) ist nämlich ziemlich schwer, sodass ich damit nicht unbedingt auf unwegsamen Gelände wandern kann.

Als einen lohnenswerten Spot zum Fliegen empfand ich den Eibsee, an dessen Ufer wir ja bereits am zweiten Tag wanderten. Also verlud ich alles ins Auto und machte mich los zum See. Die Fahrt dahin dauerte jedoch fast drei Stunden! Kamen wir an zweiten Tag in Garmisch Patenkirchen nur sehr langsam voran, war es jetzt eine absolute Katastrophe! Diese doch eher kleine Ortschaft zu passieren dauerte eine Ewigkeit! Und da wir auch nicht direkt an den See fahren konnte, musste ich mir eine Alternativ Location aussuchen. Hammersbach hieß der Ort, der ganz in der Nähe liegt.

Aber auch hier gab es natürlich einige Probleme. Ich musste einen geeigneten Spot finden, um die Drohne starten zu können. Was sich in der Theorie einfach anhört, sieht in der Realität jedoch meist ganz anders aus! Nach vielen hin und her fand ich dann aber doch noch einen geeigneten Patz, an dem ich in Ruhe fliegen konnte. Ganz glücklich war ich damit aber nicht. Als ich die kurze Flugsession beendet hatte, fuhren wir erst einmal zurück. Unser nächstes Ziel war Ethal.

Zwischen Ethal und Oberau, führt eine schmale Bergstraße hinab. Diese haben wir schon am Dienstag gefahren. Zusammen mit dem Bergpanorama, ergab sich hier eine perfekte Möglichkeit zum Fliegen. Vor allem gab es direkt vor dem Bergpass einen kleinen Parkplatz, welcher einen idealen Startpunkt darstellte! Drei Akkus hatte ich noch zur Verfügung, also konnte ich durchaus noch einige Zeit in der Luft bleiben. Der Rückweg durch Garmisch Patenkirchen war auch ganz unkompliziert, denn der Stau trat nur in der anderen Richtung auf. Als wir unseren zweiten Spot erreichten, war es dann auch schon 16:00 Uhr. In den folgenden zwei Stunden verbrauchte ich dann meine drei verbleibenden Akkus. Das hier war wirklich ein perfekter Spot zum Fliegen. 

 

Auf der einen Seite lag Ethal. Ein kleiner Touristenort mit einem wunderschönen Schloss. Das Umland war geprägt von einer weiten Ebene. In der Ferne sah man, wie sich die Berge erstreckten und sich wie sich zwischen den Bergen kleine Täler und Pässe bildeten. Auf der anderen Seite war der Bergpass Richtung Oberau. Die schmale Straße führte immer im Slalom bergab. An der Seite ging es steil nach unten. Direkt hinter dem Bergpass konnte man dann schon den nächsten Ort ausmachen, der bestimmt 200 Meter unterhalb des Passes lag. Auch hier wurde die Aussicht natürlich vom allgegenwärtigen Bergpanorama gekrönt.

Was für ein Glück, dass ich mit meinen drei verbliebenden Akkus gute 75 Minuten in der Luft bleiben konnte! Als dann alle Akkus leer waren und ich die Drohne wieder ins Auto packte, beschloss ich noch ein Stückchen zu wandern. Schließlich wollte Raika ja auch noch ein bisschen Bewegung haben. Was für ein Zufall, dass an unseren Parkplatz ein Wanderweg anfing. Diesen folgten wir. Gute zwei Stunden waren wir noch unterwegs. Eine knappe halbe Stunde verbrachten wir dabei aber mit einen kleinen Zeitraffer. Der Wanderweg führte am Anfang wieder steil bergauf, sodass wir diesen nicht allzu weit gehen wollten. Schließlich wollten wie diesen Tag ja in Ruhe angehen!

 

Aber der Weg und die Landschaft sahen so toll aus, dass ich an dieser Stelle gleich wusste, wo es morgen langgehen sollte! Gegen 20:00 Uhr waren wir dann auch schon wieder am Auto und machten uns auf dem Heimweg.

Spätestens gegen 21:30 war der Tag dann auch gelaufen. Nach einer Dusche und dem Abendessen setzte ich mich noch ein Stündchen vor den Fernseher und schaute mir eine Doku an. Wo es morgen hingehen sollte ist an dieser Stelle ja schon klar. Es geht wieder wandern!

Bis dahin

Euer Mario