Mallorca Teil: 2

Hallo zusammen! Nach einer langen Phase bestehend aus Krankheit und wenig Zeit finde ich jetzt endlich die Gelegenheit, meinen Jahresurlaub weiter aufzuarbeiten. Leider musste ich letzten Monat auch den traditionellen Jahresabschluss hier auf dem Blog ausfallen lassen. Wenn ich ihn nachhole, dann werde ich das vermutlich in einem einzigen Artikel tun. Ich gebe mir nun hiermit offiziell bis zum 28.02. Zeit, dies zu tun. 

Nachdem das gesagt ist, fangen wir mit dem nächsten Teil des Urlaubs an. Wenn mich nicht alles täuscht, sind wir nun am Tag 5 der Reise angekommen. An den vorherigen Tagen muss wohl irgendetwas passiert sein, denn am Tag 5 machten sich so ganz langsam Halsschmerzen bei mir breit. Da ich mich kenne, wusste ich schon, dass das nicht gut ausgehen wird. 

Also erstmal auf zum Frühstück und dann in irgendeinen Supermarkt. Bonbons beschaffen war angesagt. Natürlich habe ich mir wieder solche gekauft, die es hierzulande nicht gibt. Und ich muss sagen, dass ich die spanischen Bonbons sehr lecker fand. Vor allem haben sie mir geholfen, die Halsschmerzen für diesen Tag zu unterdrücken. Nachdem ich also einen Vorrat gekauft hatte, konnte es losgehen. 

Für den Vormittag wollten wir einen kleinen Ausflug mit einer motorisierten Kutsche machen. Es ging kreuz und quer durch Alcudia. Hier gab es tatsächlich sehr, sehr viel zu sehen und viel zu viele Informationen. Nachdem dieser Part abgeschlossen war und wir wieder in der Hotelanlage waren, ging es erst einmal ans Mittagsbuffet und zu den Pools. Am frühen Abend wollte ich dann noch eine lokale Sehenswürdigkeit erkunden. Ich wollte zur „Cueva de Sant Martí“, einer unterirdischen Kapelle. Die Bilder auf Google Maps sahen sehr spannend aus und so machte ich mich auf den Weg. 

Geschlossen. Und das schon seit Jahren! Man hätte zwar relativ leicht über den Zaun gekonnt, aber da ich alleine zu dieser Sehenswürdigkeit gelaufen bin, wollte ich das Risiko dann doch nicht eingehen. Also trat ich unvollendeter Tage wieder den Rückzug an. Den Abend verbrachten wir dann noch am Strand und genossen die Atmosphäre.

Am Tag 6 hatte es mich dann erwischt. Halsschmerzen, Fieber, Nase, Husten. Das volle Programm. Ich war krank! Also musste ich die Zeit bis zu Tag 9 im Hotelzimmer verbringen. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie mich das genervt hat. So ein teurer Urlaub und jetzt musste ich ganze 4 von meinen 14 Tagen wegen Krankheit im Hotelzimmer verbringen. Wenigstens konnte ich ab dem zweiten Tag zum Essen gehen. Das gute Essen und vor allem das reichliche Buffet waren ein kleiner Trost für mich. Wenigstens hatte ich mein iPad dabei, sodass ich wenigstens ein bisschen Entertainment hatte. So ganz nebenbei: Die spanische Werbung bei YouTube Videos ist wirklich witzig!

Der Urlaub näherte sich auch schon langsam wieder seinem Ende. Das Wetter war in den letzten Tagen immer etwas unstetig gewesen. Auf Sommer, Sonne und Sonnenschein folgten immer mal wieder kurze, heftige Regenschauer und Gewitter. Diese dauerten immer nur ein paar Minuten. Wenn Sie jedoch in einem schlechten Moment kamen, war das recht unschön. 

Wie auch immer, am Tag 10 interessierten wir uns für die Ranxo Ses Roques. Hier konnte man Reittouren buchen und ein kleiner Streichelzoo war hier auch. Wir wollten erst einmal hingehen und uns die ganze Sache anschauen. Also wie die Leute reiten und natürlich den Streichelzoo. In diesem gab es Wasserschildkröten, Schweine, Pferde, Esel, Ochsen, Ziegen und allerlei Geflügel. Bei dieser Gelegenheit komme ich nicht umhin zu sagen, wie sehr ich Esel mag. Und der hier im Streichelzoo war wirklich ganz, ganz toll. 

Nachdem wir uns alles angesehen hatten, wurde beschlossen, dass wir am nächsten Tag eine Reittour buchen wollten. Am Abend konnte ich mir dann endlich einmal wieder die Show ansehen!

Am nächsten Tag war es dann soweit. Die Reittour stand an. Der erste Schock kam, als ich neben meinem Pferd stand. Ich bin ja noch nie geritten und kenne das nur aus Filmen, aber ich war schon einigermaßen geschockt, als ich merkte, dass das Pferd größer war als ich. Und vor allem, dass ich da gleich hoch muss. Und später auch irgendwie wieder runter!

Aber ok, ich hatte mich dazu bereit erklärt, also musste ich da durch. Damit es sich auch lohnt, haben wir die 2-Stündige Tour gebucht. Mein Pferd hieß übrigens Estador. Estador war im Grunde sehr lieb. Aber auch sehr hungrig. Er befand sich gerade beim Essen, als ich aufsteigen sollte. Ich musste ihn also dabei unterbrechen. 

Als Einweisung habe ich bekommen:
Rechter Zügel = Nach rechts Laufen
Linker Zügel = Nach links Laufen
Beide Zügel = Langsamer werden und/oder Anhalten
Nichts Essen lassen!

Wir waren so ungefähr zehn Leute in der Gruppe, die von zwei Angestellten begleitet wurden. Die Pferde kennen sich zum Glück sehr gut aus und können die Tour eigenständig bewältigen (sonst wäre das gewiss eine Katastrophe geworden). Nur einmal war Estador ein bisschen verwirrt und wir brauchten Hilfe. 

An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die gesamte Tour sehr unangenehm empfand und teilweise auch Angst hatte. Estador war wirklich ein ganz tolles Pferd, aber ich weiß jetzt, dass Reiten definitiv nichts für mich ist!

Gut, dann fangen wir mal mit dem Ausflug an. Ich war ganz vor in der Gruppe an 3. oder 4. Stelle. Rebecca war gleich hinter mir. Zuerst ging es runter vom Hof und auf einem sehr schmalen, schlammigen Pfad entlang. Der Pfad war von der Spur vielleicht doppelt so breit wie das Pferd. Rechts und links war alles zugewachsen und der Schlamm war sehr tief. Ich würde mal schätzen, dass ich bestimmt bis zu den Schienenbeinen im Schlamm gesteckt hätte. Aus diesem Schlamm ragten immer wieder sehr große Steine empor. Estador hatte hier zu kämpfen und ist beim Laufen auch ein paar Mal ausgerutscht.

Das war für mich jedes Mal ein ordentlicher Schreck. Da man beim Reiten die Zügel locker lassen muss, damit man dem Pferd nicht wehtut oder aus Versehen Anweisungen erteilt, besteht das Problem, dass man sich nicht richtig mit den Händen festhalten kann. Immer wenn Estador ausgerutscht ist, hat auch mich das aus dem Gleichgewicht gebracht. Ein- bis zweimal dachte ich auch schon, dass ich hier gleich einen Abflug machen werde. Da mein Pferd den Weg kannte (an dieser Stelle konnte er ja auch nirgendwo hin), ließ ich die Zügel so locker wie möglich und versuchte mich irgendwie am Sattel festzuhalten. 

 Am Ende dieser Passage kamen wir an einer Wegkreuzung. Hier mussten wir zwei Unterführungen passieren. Das war der Moment, an dem mein Pferd etwas verwirrt war. Wir drehten uns im Kreis, während die anderen an uns vorbeiritten. Ein Angestellter führte uns dann wieder in die richtige Richtung. 

Dieser erste Teil war schon nicht ohne. Aber es kam noch schlimmer. Jetzt ging es einen Berg hinauf! Die Guides sagten: „Nach vorne lehnen und Kopf einziehen“ (Der Tunnel war niedrig, da musste ich tatsächlich den Kopf ordentlich einziehen). Den ersten Teil dieses Abschnitts ging es wirklich sehr steil nach oben. Ich lehnte mich nach vorne und krallte mich am Sattel fest, während Estador hinauf galoppierte. Und ja, er galoppierte wirklich!

Den nächsten Teil dieses Abschnitts ging es immer noch bergauf, aber zum Glück nicht mehr so steil. Dafür war die Landschaft hier sehr schroff und zerklüftet. Viele spitze Steine zierten dieses unwegsame Gelände. Mein Pferd stolperte und rutschte aus, und ich dachte nur, dass ich mir hier alle Knochen brechen würde, wenn ich jetzt den Abflug machte. Ich ließ die Zügel so locker wie es nur ging und hielt mich am Sattel fest. Ich vertraute darauf, dass Estador schon am besten weiß, wo er langlaufen soll.

Nachdem dieser Abschnitt geschafft war, hatten wir bereits ein gutes Drittel unserer zwei Stunden hinter uns gehabt. Das nächste Drittel war wesentlich entspannter. Hier ging es vorwiegend gerade aus auf normalen ebenen Feldwegen. Das war der Part, an dem ich die Tour auch etwas genießen konnte. Allerdings musste ich hier mit einigen Eigenheiten meines Pferdes zurechtkommen. 

Estador war sehr hungrig, also entschloss er sich öfter mal, stehen zu bleiben, um einen Happen zu essen. Dieses Verhalten konnte ich nur in gut 60 % der Fälle unterbinden. Die anderen 40 % musste ich ihm gut zureden, damit er weitergeht. 

Estador meinte, man müsse auch gegen den Strom schwimmen zu müssen. Wenn also die gesamte Gruppe auf der linken Seite des Feldwegs schön im Gänsemarsch entlangging, gingen wir zwei ganz einsam auf der rechten Seite. 

Estador machte es auch Spaß, die anderen Pferde zu ärgern. Es rückte wiederholt unseren Vordermann so dicht auf die Pelle, dass das Pferd vor uns schon anfing auszutreten. Nachdem uns das zwei Mal passiert ist, habe ich ihn schon immer im Vorfeld gebremst, wenn unser Vordermann langsamer wurde.

Ein paar Schreckmomente gab es in dieser Passage auch. Und zwar war das immer der Moment, wenn uns Hunde entgegenkamen. Vor allem dann, wenn alle anderen auf der linken Seite waren und wir als einzige auf der rechten (die Seite, auf der uns dann auch ein Mal die Hunde entgegenkamen). Hier lenkte ich uns schnell nach links auf die andere Seite. Aber mir war jedes Mal mulmig, wenn ich daran dachte, dass einer der Hunde gleich bellen kann und mein Pferd dann die Panik packt. Das ist beispielsweise einem meiner Hintermänner passiert. Das Pferd galoppierte samt seinem Reiter nach vorne, überholte alle und musste von einem Guide eingefangen und gebremst werden. Wie gut, dass mein Estator trotz seiner Eigenheiten ein sehr ruhiger und ausgeglichener Zeitgenosse war.

Als wir so schon in dieser ruhigen Passage ritten, war in meinem Hinterkopf die ganze Zeit der Gedanke „Hoffentlich reiten wir nicht den gleichen Weg wieder zurück!“. Und es war natürlich so. Exakt der gleiche Weg. Abwärts war dabei noch eine ganz andere Herausforderung als aufwärts. Jetzt musste ich mich mit dem Oberkörper nach hinten lehnen, während ich mich irgendwie mit den Händen am Sattel festklammerte. Wir waren letzten Endes Heilfroh, die Tour unbeschadet hinter uns gebracht zu haben. Und ich war sehr erleichtert, als ich erfahren habe, dass es nicht nur mir so ging. 

Beim Absteigen habe ich mich dann auch fast noch hingelegt. Aber nur fast! Es hat dann gute 10-15 Minuten gedauert, bis ich wieder vernünftig laufen konnte und die Schmerzen in meinen Beinen weg waren. In dieser Zeit setzte ich mich und genoss eine Cola. Die ganze Tour war schon ein ziemliches Abenteuer. Eigentlich hätte ich während der Tour die Aufgabe gehabt, Fotos zu machen. Da ich eine Cargohose trug, dachte ich, ich würde einfach an mein Handy kommen. In der Nachbetrachtung lachte ich darüber, wie lächerlich das war.   

Für den Rest des Tages haben wir dann auch nicht mehr viel gemacht. Essen, Show und das war es auch schon.

Und an dieser Stelle endet auch der Artikel. Ich bin mir sicher, dass ich für den dritten und letzten Teil keine 2,5 Monate brauchen werde.

Bis dahin

Euer Mario

Mallorca Teil: 1

Beim letzten Mal hatte ich es ja schon angekündigt. Nun ist es soweit. Der Jahresurlaub ist vorbei und wir sind wieder gesund und sicher zu Hause angekommen. 

Dieses Jahr ging es für unsere Verhältnisse etwas weiter weg. Mallorca war das Ziel des diesjährigen Urlaubs. Und ich muss gestehen, dass ich schon einigermaßen aufgeregt war. Das letzte Mal bin ich glaube ich vor 20 Jahren geflogen. Das ist schon so lange her, dass ich kaum noch Erinnerungen daran habe.

Geflogen sind wir mit einem Airbus A320. Beim Buchen war mir ein europäisches Flugzeug sehr wichtig, da ich persönlich bei Boeing ein schlechtes Gefühl hatte (gab es auch genug schlechte Presse in den letzten beiden Jahren). Und ich muss sagen, dass der Start beispielsweise wesentlich angenehmer ist, als ich ihn in Erinnerung hatte. Die Landung dagegen habe ich so gut wie gar nicht bemerkt. Unangenehm waren hingegen die Sitze. Der A320 ist ein kleines Flugzeug und für so eine kurze Strecke sind alle Sitzplätze Economy. Bedeutet Plastiksitze mit minimaler Polsterung (gefühlt 1-2 Millimeter) und sehr wenig Beinfreiheit. Aber es waren zum Glück nur 2 Stunden.

Da das ja quasi mein erster Flug war, bei dem ich allein klar kommen musste, hatte ich im Vorfeld auch ein wenig Sorgen, mich überall zurechtzufinden. Aber in Leipzig (von hier aus sind wir geflogen) ging das ganz gut. Nachdem das Auto sicher geparkt war, ging es zum Einchecken und dann zur Sicherheitskontrolle. Großartig verlaufen konnte man sich hier nicht. Das Gebäude ist sehr langgezogen und es geht eigentlich immer gerade aus. Im Flughafen von Palma sah das alles bei unserer Ankunft schon sehr verwinkelter aus. 

Bevor wir in Palma ankommen, musste in Leipzig erst noch etwas Wichtiges erledigt werden. Im Vorfeld der Reise nahm ich mir vor, dass ich während des Urlaubs mit dem Dampfen aufhören wollte. Man sagt ja, dass die ersten beiden Wochen am schlimmsten sind und so wollte ich das gerne im Urlaub machen, da ich der Hoffnung war, dass ich die meiste Zeit sowieso abgelenkt bin und es gar nicht merke. Und so stand ich am 04.10.2025 um 11 Uhr vor dem Flughafen (das war nach dem Einchecken aber noch vor der Sicherheitskontrolle) und nahm meine letzten Züge. Und heute, genau 26 Tage und 22 Stunden später, sitze ich hier vor meinem Computer und dampfe immer noch nicht. Bis jetzt scheint der Plan gut aufzugehen.

In Palma angekommen, brauchte ich dann meine Jacke, die ich in Deutschland noch tragen musste, nicht mehr. Hier waren es angenehme 26 Grad. Nun ging es zur Hotelanlage. Da diese am anderen Ende der Insel ist, hatten wir im Vorfeld einen Fahrer gebucht. Mit dem Bus hätte es einfach zu lange gedauert und wir wollten ja auch noch was vom ersten Tag haben. Mit dem Auto dauerte es nur ungefähr 45 Minuten bis nach Alcudia. Wir waren hier in einem recht großen Club mit mehreren Hotels untergebracht. Die Anlage an sich war sehr schön, aber nicht mehr so auf den aktuellen Stand. Das merkte man hier und da.


Am ersten Tag passierte nicht viel. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir am Pool. Ich blieb allerdings lieber in einer Liege, da mir das Wasser zu kalt war. Rebecca wagte sich immerhin einmal hinein, während Mia den ganzen Nachmittag im Wasser verbrachte. Nach dem Abendessen (wir hatten All-Inclusive) schlenderten wir noch ein wenig durch den Ort, entlang der Einkaufsstraße bis zum Strand. 

Am nächsten Tag waren wir dann viel in Bewegung. Entgegen des Kindervorschlags wollten wir nicht zum Pool, sondern viel lieber etwas herumlaufen und die Gegend erkunden. Das Wetter war an diesem Tag zwar warm, aber auch windig und sehr bewölkt. Den Vormittag verbrachten wir am Strand. Hier bekam ich nun auch meinen ersten Kontakt zum Wasser. Mehr als die Füße steckte ich aber nicht ins kühle Nass. 

Während unseres gesamten Urlaubs lag die Wassertemperatur konstant bei angenehmen 24 Grad.  Mir kam es jedoch oft kälter vor, als es tatsächlich war. An diesem Tag verbrachten wir den Nachmittag nicht mehr am Strand, sondern kehrten um 13:00 Uhr zum Mittagessen zurück.  Es sei erwähnt, dass alle Mahlzeiten in Form von Buffets serviert wurden, À la Carte gab es hier nicht.  Das Angebot wiederholte sich zwar teilweise täglich, dennoch war ich mit der Vielfalt und Qualität des Essens zufrieden. Zwischen den Mahlzeiten standen in der gesamten Anlage verteilt Snackbars zur Verfügung, an denen man sich Burger oder Hot Dogs zusammenstellen konnte.

Zum Frühstück, Mittag- und Abendbrot wechselten die Speisen am Buffet natürlich.  Die Küche war hauptsächlich auf britische Touristen ausgerichtet, die etwa 70 % der Gäste ausmachten. Deutsch hörten wir nur selten.  Diese Gelegenheit nutzte ich jedoch, um „authentisches“ Britisches Essen zu probieren.  Ich genoss Porridge (das sich deutlich von dem aus meinem Thermomix unterschied), aß Bohnen und Würstchen zum Frühstück (natürlich mit Tee) und probierte die exotischen Puddings, die es in Deutschland nicht gibt.  Diese kulinarischen Erlebnisse haben mich definitiv neugierig auf eine Reise nach Großbritannien gemacht. 

Ach ja, unbedingt erwähnen muss ich, dass die Hotelbetreiber es irgendwie geschafft haben, an das McDonald’s-Rezept für die Nuggets zu kommen. Diese haben nämlich exakt so geschmeckt wie beim Original. Und an dieser Stelle habe ich genug über das Essen geredet (auch wenn das ein für mich sehr wichtiges Thema ist).

Da der Wind uns an diesem Tag das Baden verwehrte, erkundeten wir am Nachmittag die Umgebung. Dabei stießen wir auf einen Minigolfplatz, auf dem wir eine ausgiebige Runde spielten.  Am Seeufer, der zur Hotelanlage gehört, entdeckten wir außerdem eine Vielzahl an Sportgeräten. Diese nutzten wir an diesem und den darauffolgenden Tagen für kleine Sport-Sessions.

Vom Seeufer aus konnten wir eine kleine Insel in der Mitte des Sees sehen.  Darüber hinaus beobachteten wir Menschen, die scheinbar übers Wasser zur Insel gingen.  Dieses Rätsel wollten wir am nächsten Tag lösen. 

Am Abend waren wir dann noch an einem sehr kleinen und sehr teuren Rummel und entdeckten anschließend die Kinder Disco. Das ist ein Event, an dem die Mia von nun an fast jeden Tag teilgenommen hat. Oh, an der Showbühne, wo die Kinder Disco stattfand, gab es auch Freibier und Drinks. Auch ein wichtiger Aspekt. Und wo ich jetzt bei den Drinks bin, muss ich nochmal zurück zum Buffet. 

Es geht jetzt aber nicht um das Essen, sondern um die Getränke. Zapfhähne für Cola, Fanta, Sprite sind normal. Das kennen wir alle. Es gab dort aber auch noch Zapfhähne für ganz andere Dinge. Säfte zum Beispiel. Mandarine, Ananas, Apfel und Wasser waren das. Und die Säfte sind im Spanien so dermaßen geschmacksintensiv, dass ich die Pur beim besten Willen nicht trinken konnte. Ich musste sie 1:2 mit Wasser mischen (1 Teil Saft, 2 Teile Wasser). Bei den Produkten aus dem Supermarkt war es ganz genauso. Dort habe ich mir Mandarine gekauft. Eine 1,5 Liter Flasche. Die war so krass, das konnte ich nicht trinken. Ich habe letztendlich aus den 1,5 Liter 4,5 gemacht. 

Zum Schluss gab es dann noch Zapfhähne für Bier, Wein (Rot und Weiß) und Sangria. Und das fand ich mal wirklich befremdlich. Zapfhähne für Wein… Diese Spanier….

Damit war der zweite Tag auch schon vorbei. 

Am nächsten Tag machten wir nach dem Frühstück erst einmal eine morgendliche Fitnessrunde. Bedeutet, wir waren an der Promenade und beschäftigten uns ein wenig mit den verschiedenen Fitnessgeräten. Da sahen wir noch wieder Leute, die scheinbar über das Wasser laufen konnten. Spontan beschlossen wir, uns diesen Ort ein wenig genauer anzusehen. 

Der Weg über das Wasser entpuppte sich als schmaler Pfad, der größtenteils unter Wasser stand.  Bedauerlicherweise waren hier viele Siedlungsabfälle angespült worden, was ihn extrem rutschig machte.  Vorsicht war also geboten, wenn man diesen Weg entlanglaufen wollte. Trotz der Gefahren trauten wir uns und liefen den gesamten Pfad entlang. Er war vielleicht 300-400 Meter lang und erforderte ein langsames und vorsichtiges Vorgehen.  Der Weg war erst kürzlich entstanden, aber bereits stark beschädigt.  Der angesammelte Dreck machte ihn zudem etwas unappetitlich, was sehr schade ist, denn das kleine Inselchen ist wirklich wunderschön.

Irgendwie schafften wir es dann auch noch auf die Insel und wieder zurück. Nach diesem Abenteuer war der Rest des Tages eher ruhig. Abends besuchten wir die Kinderdisco und anschließend eine sehr gute Zaubershow. Damit war Tag 3 dann auch schon beendet. 


Den nächsten Tag verbrachten wir den ganzen Tag am Strand. Das Wetter war herrlich, mit gelegentlichen Windböen. Unbekannt für mich hatte ich mich an diesem Tag eine Erkältung eingefangen, die mich drei Tage lang ans Hotelzimmer fesselte.  Darauf komme ich aber später noch zu sprechen.  

Viel mehr gibt es zu Tag 4 nicht zu berichten.

Ich denke, diese vier Tage reichen dann auch für den ersten Artikel meines Urlaubsberichts. Wir sehen uns dann bei Teil 2 wieder. 

Bis dahin

Euer Mario 

Tour zum Prebischtor

Anfang September machten wir einen kleinen Wochenendausflug nach Tschechien. Um genauer zu sein nach Hrensko. Dort war ich im Jahr 2022 schon einmal mit einem Kumpel. Damals jedoch haben wir alles an einen Tag abgespult. Das bedeutete 06:00 Uhr früh Morgens losfahren, dann die insgesamt 2,5-stündige Wanderung zum Prebischtor (im Regen), anschließend essen und eine kleine Einkaufstour beim dortigen Asiamarkt. Insgesamt ein sehr schöner, aber stressiger Tag.

Dieses Mal sollte das etwas anders werden. Ich wollte ein bisschen mehr Zeit haben um alles wirklich zu genießen. Also buchten wir für das Wochenende ein Zimmer. 3 Personen, 2 Übernachtungen und 1 Hund. Mit frühstück kostete das ganze 280 €. Finde ich vom Preis jetzt eigentlich okay.

Am Freitag fuhren wir nach der Arbeit ganz entspannt los. Vom mir aus sind es etwas 3 Stunden bis Hrensko. So kamen wir am späten Nachmittag an, Checken ein und hatten noch ein bisschen Zeit uns auf den Asia Markt umzusehen. Neben dem Wandern ist der Asia Markt übrigens einer der Hauptgründe, weshalb die Leute hier her kommen. Ich gibt es allerlei legale und Illegale Dinge zu kaufen. Ich nutze die Gelegenheit um mich ein wenig neu einzukleiden. Als Budget hatte ich mir insgesamt 300 Euro dafür mitgenommen.

Zu kaufen gibt es No Name Kleidung mit „Werbung“ wie die Verkäufer sagen. Das heißt dann in der Realität, dass man ein T-Shirt, ein Pullover oder eine Jacke hat wo als „Werbung“ halt sowas wie „The North Face, Addidas, Nike oder Jack Wolfskin“ dran steht. Diese sehen dann auch noch rein zufällig so aus wie die Originale. Die Qualität ist je nach Preis.

Eine 30 Euro Jack Wolfskin Jacke ist qualitativ nicht so gut. Wenn man ein paar Stände weiter beispielsweise ebenfalls eine Jack Wolfskin Jacke für sagen wir 80 Euro ersteht (von 120 runtergehandelt, denn handeln ist hier Pflicht), dann steht diese einer echten in nichts nach. Für das Beispiel habe ich an dieser Stelle extra Jack Wolfskin gewählt, da ich selbst das Original für damals (2012) 300 Euro besitze. Von der Materialanmutung und den Funktionen ist der Nachbau nahezu identisch. Vermutlich kommt sie sogar aus der selben Fabrik wie das Original. 😂

Als es dann langsam Abend wurde, nutze ich noch die Zeit um ein paar schöne Langzeitbelichtungen zu machen. Der erste Tag ging damit zu Ende.

Der Samstag sollte für mich dann der Wander Tag werden. Ich wollte die Tour bis hoch zum Prebischtor laufen. Jedoch ging ich den Tag ruhig an und machte mich erst gegen 10:30 Uhr auf dem Weg.

Das Parken kostet hier übrigens noch einmal 12 Euro am Automat. Es gibt zwar die Möglichkeit mit Karte zu bezahlen, allerdings hatte ich hier meine gute Not. Menüs und Knöpfe waren nur auf Tschechisch, also musste man Raten oder sich an kryptischen Bildern orientieren. Da die meisten Touristen hier entweder aus Polen oder aus Deutschland kamen (70 % Polen 30 % Deutsche), hatte so ziemlich jeder der den Automaten verwenden wollte seine Probleme.

Bei mir kam noch hinzu, dass meine Sparkassen Karte einfach nicht ging. Zum Glück traf ich am Automaten noch einen anderen Deutschen. Dieser hatte wie alle anderen ebenfalls so seine Probleme am Automat. Da ich das Menü bereits erfolgreich, aber letztlich ohne zu bezahlen durchgeklickt hatte, half ich Ihm bei der Bezahlung. Seine EC-Karte (VR Bank) ging im Gegenzug zu meiner Sparkassen Karte ohne Probleme. Ich fragte Ihn, ob er für mich auch bezahlen kann und ich ihm die 12 Euro einfach in Bar gebe könne (der Automat akzeptierte leider keine Scheine, sondern nur Münzen) und er stimmte zu.

Damit war das Parkplatzproblem für mich zum Glück gelöst. Denn bei den Ticketpreisen wollte ich lieber nicht wissen wie denn die Strafen aussehen, wenn ich nicht bezahle!

Vom Parkplatz bis zum eigentlichen Wanderweg läuft man dann noch ein gutes Stückchen Bergauf. Naja, eigentlich geht es ja die ganze Zeit nur Bergauf, da man auf der Strecke insgesamt 500 Höhenmeter schaffen muss. Die Strecke vom Parkplatz bis zum Beginn des Wanderweges. habe ich hier nicht eingerechnet.

Die erste Bank zum Beginn des Wanderweges nutzen wir auch gleich für eine Pause. Wir, dass waren Raika und Ich. Frau und Kind hatten wenig Interesse daran Wandern zu gehen. Die beiden verblieben den ganzen Tag in Hrensko und verbrachten den gesamten Tag mit Shoppen.

Da Raika mittlerweile 10 Jahre alt ist und damit schon zu den Senioren zählt (die Haare werden schon langsam Grau), wollte ich unterwegs auch recht viele Pausen machen. Für den Weg nach Oben haben wir ungefähr 2 Stunden gebraucht. Wenn man zügig durchläuft und einigermaßen Fit ist, kann man es in einer Stunde schaffen. An diesem Tag war es aber sehr warm und ich wollte Raika wie eben schon gesagt schonen. Passend dazu hatten wir auch beide jeweils eine Flasche Wasser und für Raika einen Hundenapf To Go.

An den Weg konnte ich mich sogar noch einigermaßen erinnern. Oder sagen wir mal an bestimmte Wegpunkte. Dieses Mal war das Feeling aber komplett anders. Damals waren wir an einem regnerischen Tag im Februar unterwegs. Das war außerhalb der Saison und es waren nur wenige Menschen unterwegs. Das war dieses Mal komplett anders.

Am Ende der Saison und bei strahlenden Wetter pilgerten hunderte von Menschen zum Prebischtor. Auf dem gesamten Weg gab es keinen einzigen Moment, wo wir auf der Strecke mal allein waren. Das war mir persönlich schon ein bisschen zu sehr überlaufen. Die Mehrheit der Menschen machten dabei nicht wanderer aus, sondern Motorradfahrer. Diese quälten sich in Ihren Motorradstiefeln den Berg hoch (kenn ich noch).

Oben angekommen kostete der Eintritt nochmals 5 Euro. Diese musste ich beim letzten Besuch hier nicht bezahlen, weil damals alles geschlossen war und man einfach reingehen konnte (das war ja außerhalb der Saison). Das Restaurant an der Hütte konnte ich leider nicht nutzen, weil alles heillos überfüllt war. Da gab es nur noch den Kiosk, wo man eine Rostwurst (so nannten sie es jedenfalls) mit Brot bestellen konnte. Für 10 €! Die Rostwurst war nicht gebraten, sondern frittiert und das Brot war alt.

Aber es half letztendlich alles nichts, ich hatte Hunger, also ging das schon irgendwie. Und für 10 Euro wollte ich auch nichts wegwerfen. Dazu war es eindeutig zu teuer. Raika hatte hier übrigens bei einer Gruppe polnischer Motorradfahrer neue Freunde gefunden. Von denen ließ sie sich eine Zeit lang streicheln.

Wie es dazu gekommen war, war etwas kurios. Ich saß direkt unter dem Felsbogen an einem großen Tisch allein. Neben mir ein weiterer großer Tisch (leer). Dann kam die Gruppe Motorradfahrer und nahmen am Tisch neben mir platz. Dieser reichte aber nicht für alle und aus irgendeinem Grund haben die sehr lange gebraucht bis sie sich getraut haben zu fragen, ob bei mir noch Platz war. Keine Ahnung warum, vielleicht bin ich schon von weitem als grimmiger Deutscher zu erkennen, sodass sich niemand traut sich an meinem Tisch zu setzen 😂. Ich habe sie dann einfach rangewunken und gut war es.

Verstehen konnten wir uns zwar gegenseitig nicht, aber Raika hat hier den Botschafter gespielt, indem sie gleich Kontakt aufgenommen hat und sich streicheln ließ.

Nach dem Essen und einer langen Pause erkundeten wir noch das gesamte Plateau über dem Prebischtor. Jetzt war es schon 15:00 Uhr und es wurde langsam Zeit den Rückweg anzutreten. Da gab es jetzt nur ein Problem. Nun musste ich auf die Toilette, aber mit Raika war das gar nicht so leicht. Unterwegs konnte ich auch nicht einfach so, da der Wanderweg viel zu überlaufen war. Es dauerte eine ganze Weile bis ich endlich mal ein paar andere Deutsche fand, die Raika für einen Moment halten konnten.

Das war wirklich ein Glück, denn ich wusste nicht wie ich den Rückweg sonst hätte schaffen können. Auf selbigen ging es ja nun stetig bergab und wir machten hier nur 2 Pausen, die Raika in erster Linie zum trinken nutze. Wieder in Hrensko angekommen schaute ich mir noch die Ausbeute der beiden anderen an (Shopping). Bemerkenswert war die große Menge an Labubus, die die kleine unbedingt haben wollte. Ich weiß ja dass diese häßlichen Teile zur Zeit mega im Trend sind, aber sie sind halt häßlich. Und total unnötig. Aber sag das mal einem Kind. Zumindest gab es sie recht billig hier. 10 Stück hat sie zum Schluss ihr eigen nennen können.

Und jetzt so mal ganz unter uns: Gibt es eigentlich noch jemanden, der den Trent diese total überteuerten Dinger zu kaufen/sammeln nicht versteht? Ich meine im ernst wie kann man im original hunderte von Euro für solche unnötigen und häßlichen Dinger ausgeben? Nur weil irgendwelche ….gesichter auf Social Media die Teile in die Kamera halten? Vielleicht bin ich mittlerweile zu alt für so einen Scheiß. Ich verstehe es jedenfalls nicht.

Damit war jedenfalls der Samstag auch erledigt. Am Sonntag Vormittag gab ich meine restlichen Euro noch am Asia Markt aus, dann war es auch schon wieder an der Zeit für die Heimfahrt.

Insgesamt eine schöne Tour mit tollen Erlebnissen.

Als nächstes geht es nach Mallorca!

Bis dahin

Euer Mario

Ausflug nach Helgoland Teil 3

Willkommen zum dritten und letzten Teil unseres Helgoland Ausflugs. Dieses Mal war ich diszipliniert und habe euch nicht so lange warten lassen! Da bin ich schon ein kleines bisschen stolz auf mich.

Der Tag begann, wie der letzte erstmal mit einem Wettercheck. Der Sturm flaute so langsam ab, aber die Warnung war noch aktiv. Also wieder zur Information, um herauszufinden, dass auch morgen kein Schiff fahren würde, dann zurück zum Hotel, um einen weiteren Tag nachzubuchen. Zusätzlich musste ich mich auch noch mit unserer Reederei befassen, denn mein Auto stand ja nun schon recht lange auf dem bezahlten Parkplatz.

Aufgrund des Sturms zeigte sich die Reederei kulant und ich musste nichts nachbezahlen. Sehr schön! Diesen Vormittag ließen wir entspannt mit einer Runde Bimmelbahn durch die gesamte Insel angehen. Wir haben natürlich die große Tour gebucht.

Ein weiteres Highlight des Tages war die ausgedehnte Runde Minigolf, die wir am Nachmittag gespielt haben. Und ja, ich habe verloren. Zweimal. Wobei ich schon sagen muss, dass die erste Niederlage sehr knapp war. Meine zweite Niederlage dagegen war recht deutlich, da ich mich an genau einer Station sehr, sehr lange aufgehalten habe.

Gegen Abend flaute der Wind noch etwas ab. Wir saßen noch recht spät auf dem Oberland in einem Restaurant und genossen unser Abendessen. Ganz spontan trafen wir die Entscheidung unser Fotoequipment zu holen und Nachts durch die Insel zu streifen.

Bis es richtig dunkel war, dauerte es aber noch ein wenig. Also blieben wir vorerst in der Zivilisation und machten ein paar Langzeitaufnahmen. Danach sollte es zu den Steilklippen gehen.

Da es dort oben keine Beleuchtung gab, war die Tour schon recht spannend. Man konnte zwar gut auf den Wegen bleiben, so richtig sehen konnte man aber nichts. Und so machten wir überall kleine Zwischenstopps. Stativ aufbauen, Kamera ausrichten, fokussieren und dann noch jeweils ca. eine Minute für das Bild warten. Diese vielen kleinen Stopps haben schon ordentlich Zeit gefressen.

Irgendwann war es dann schon deutlich nach 12:00 Uhr und wir mussten unsere Handys als Taschenlampe benutzen, um den Weg vor uns überhaupt noch erkennen zu können. Bei dieser Gelegenheit hatten wir uns kurzzeitig auch mal aus den Augen verloren. Aber schon allein wegen des Motivs des Leuchtturms hatte sich diese Tour durch die Dunkelheit gelohnt!

Unser letzter voller Tag auf der Insel bricht nun an. Durch den Streifzug der letzten Nacht hatte ich bereits beim Aufstehen schon 10.000 Schritte auf meiner Apple Watch. Mein Tagesziel wäre an dieser Stelle also schon erreicht und ich hätte mich wieder hinlegen können.

Ganz so entspannt war der Tag dann aber doch nicht. An unseren letzten vollen Tag wollten wir den Kegelrobben auf der Düne nochmal einen Besuch abstatten. Die Fähre zur Düne ist übrigens die ganze Zeit während des Sturms gefahren. Auch wenn das bei dem Wellengang manchmal ziemlich abenteuerlich aussah.

Der Wind frischte heute wieder etwas auf, aber die Sturmwarnung für morgen war nach wie vor aufgehoben. Wir konnten am morgigen Tag dann also definitiv mit unserer Abreise rechnen.

Auf der Düne konnte man den Wind nicht nur fühlen, sondern auch sehen. Über den gesamten Strand zog sich in Bodennähe ein kleiner Sandsturm. Das war so schön anzusehen, dass ich glatt ein Foto machen musste. Leider zogen dann wieder am Horizont dunkle Wolken auf und es begann zu regnen.

Der letzte Tag unserer Reise bricht an. Heute Nachmittag geht es zurück aufs Schiff und dann wie weite Autofahrt Richtung Heimat. Dieser Tag unterschied sich sehr von den vorherigen. Zuerst einmal war es komplett Windstill. Sogar oben auf den Steilklippen wehte kein Luftzug. Die Sonne schien und man hätte ohne Probleme im T-Shirt laufen können.

So habe ich das auf den Steilklippen auch noch nie erlebt!

Nach dem Frühstück verbrachten wir den gesamten Vormittag auf den Steilklippen und beobachteten die Basstölpel. Ich kann gar nicht, wie sehr diese Tiere fetzen! Es macht einfach nur Spaß sie zu beobachten und die einzelnen Verhaltensweisen und die Zutraulichkeit der Tiere ist sehr interessant.

Aber irgendwann war es dann doch leider an der Zeit die Zelte abzubrechen. Wir mussten los, unsere Koffer packen und uns zur Anlegestelle begeben. Auf dem Weg dorthin kaufte ich mir noch eine Flasche Rum. Funfact: Dieser schmeckte mir so gut, dass er von da an meine Hausmarke war und ich immer eine Flasche zu Hause habe.

Wir gingen schon sehr zeitig zurück zum Schiff. Ich war zwar dagegen so lange am Kai warten zu müssen, aber wie sich herausgestellt hat, war diese Entscheidung sehr gut. Da in den letzten Tagen kein Schiff die Insel besucht hatte, war der Ansturm gewaltig.

Das Schiff war komplett überfüllt! Die Sitzplätze reichten bei weitem nicht und so sah ich auch Menschen einfach auf dem Deck liegen. Überall drängelte es sich. Wir hatten das Glück noch einen Sitzplatz für die 4-Stündige Heimfahrt zu bekommen.

Und damit endet unsere letztfährige Reise nach Helgoland. Ich mache dann als nächstes noch einen extra Beitrag, indem ich dann sämtliche Bilder poste, die bei unserer Reise angefallen sind.

Bis dahin!

Euer Mario

Ausflug nach Helgoland Teil 2

Hallo zusammen, nachdem es nun fast 6 Monate her ist, dass ich über unseren Ausflug nach Helgoland geschrieben habe, denke ich, dass es Zeit ist damit endlich einmal fortzufahren. Ohne weitere Worte fangen wir also an.

Es ist der zweite Tag unserer Reise. Am nächsten sollte es eigentlich wieder zurück in die Heimat gehen. Nachdem wir am letzten Tag ziemlich viel gesehen haben und auch viele, viele Schritte gelaufen sind, wollten wir diesen Tag etwas ruhiger angehen lassen.

Bevor es uns wieder auf die Steilklippen ziehen sollte, wollten wir das Unterland ein wenig genauer erkunden. Aber bevor das passiert, kommt natürlich erst einmal ein ausgedehntes Frühstück. Schließlich hatten wir ja den vollen Service gebucht! Und das Buffet am Frühstückstisch war wirklich der Wahnsinn! Es gab so ziemlich alles, was man sich vorstellen konnte. Von Süß bis Herzhaft. Mit so einer Stärkung kann der Tag kommen.

Als erstes wollten wir ein bisschen Training für den Kopf haben. Das bekamen wir am besten mit einer Runde Schach. Und ja ich wusste im Vorfeld nicht, wie man Schach spielt. Aber dafür gibt es ja Wikipedia. Kurz eingelesen und los ging es! Mittag gab es dann einen stopp im Burger Laden der Insel. War sehr lecker, kann ich nur empfehlen.

Als wir dann am Nachmittag weiter über die Insel spazierten, fiel uns schon die Steife Brise auf, die hier wehte. Es war ja nicht mehr mein erstes Mal auf der Insel, ich wusste also schon, dass an der Nordsee immer Wind geht. Aber das hier war etwas viel. Und so erhielten wir dann auch die Nachricht, dass am morgigen Tag aufgrund des Wetters kein Schiff zum Festland fahren würde.

Ab morgen wären wir damit offiziell auf der Insel gestrandet. Also führte uns unser nächster Weg zur Rezeption unseres Hotels. Wenn wir nicht auf der Straße schlafen wollten, mussten wir für eine weitere Nacht nachbuchen. Gesagt, getan.

Zum Glück ist es ja auf der Insel recht schön, weshalb ein weiterer Tag dort kein Weltuntergang wäre, oder?

Am nächsten Tag checkten wir nach dem Aufstehen auch gleich das Wetter. Können wir morgen wieder nach Hause fahren oder nicht? Das war die Frage. Unsere jeweiligen Wetterapps zeigten auch noch für den morgigen Tag Sturmwarnungen an.

Nach einem ausgedehnten Frühstück führte uns unser also wieder zur Touristeninformation. Hier hatten wir die Hoffnung etwas klarheit über die Situation zu bekommen. Und diese klarheit bekamen wir auch sofort, denn es waren natürlich schon mehr Gäste der Insel auf dem Weg zur Touristeninformation. Dort war die Info bereits groß ausgehangen.

Auch morgen würde kein Schiff zur Insel fahren, oder diese wieder verlassen. Wind und Wellengang waren einfach zu stark. Das machte uns jetzt aber nicht viel aus. Wir gingen zur Rezeption und buchten einen weiteren Tag nach. Zum Glück war das Nachbuchen kein Problem, denn es kamen ja keine Touristen mehr auf die Insel.

Dadurch, dass die ganzen Tagestouristen gefehlt haben, waren diese Tage auf Helgoland sehr ruhig. Viele der Schnapsläden, die es hier gibt, haben sich noch nicht einmal die Mühe gemacht zu öffnen. Es hat sich für sie wahrscheinlich schlicht nicht gelohnt. Modeläden und Restaurants waren aber wenigstens offen.

Wir verbrachten wieder einen wundervollen Tag und spazierten etwas über die Insel. Schauten mal hier und mal dort, aßen entspannt im Restaurant und ließen die Seele baumeln.

Abends dann entschlossen wir uns für eine Fototour durch die nun fast Menschenleere Stadt. Der Wind stümte auch weiterhin, aber das machte uns nicht viel aus.

Und damit ist auch der zweite Teil der Reise zuende. Bald geht es weiter mit dem dritten und letzten Teil!

Bis dahin

Euer Mario

Ausflug nach Helgoland Teil 1

Wir befinden uns im August und wenn ich aus dem Fenster sehe, bin ich etwas betrübt. Draußen ist es windig und kalt 🥶. Im August hingegen hatten wir vom Wetter her einige wirklich schöne Tage. Jetzt, da es draußen früh dunkel und kalt wird, sehne ich mich nach dem Sommer.

Wie auch immer, windig war es auch bei unserem Ausflug im August. Es war immer noch die kinderfreie Zeit und wir wollten einen kleinen Ausflug machen. Neben einigen lokalen Gelegenheiten, standen auch Tschechien und Helgoland zur Auswahl. Auf Helgoland war ich ja schon zwei Mal. Die letzte Reise ist zwar schon 10 Jahre her, aber alluvial dürfte sich ja nicht geändert haben, oder?

Rebecca jedoch war noch nie auf einer Insel. Und da ich finde, dass es auf Helgoland sehr schön ist, war die Wahl an dieser Stelle schnell getroffen.

Helgoland sollte es also werden. Also schnell den Rechner angeworfen, Hotel gebucht, Ticket für das Schiff gekauft und zwei Tage später ging es auch schon los!

Um 4:30 Uhr klingelte mein Wecker und ich hatte arge Mühe aufzustehen 🙈. 5:00 Uhr ging die lustige Fahrt dann los. Als Proviant hatte ich 2 Dosen Energy dabei. Das sollte mir dabei helfen, munter zu bleiben. Die Fahrt an sich bin ich ja schon 2 Mal gefahren. Die grobe Strecke war auch dieses Mal gleich. Nur ganz am Ende der Fahrt gab es an der Autobahnraststätte noch ein kleines Essen. Schnitzel… lecker. 😋

Kurz nach 8 erreichten wir dann auch die Küste. Zuerst stand ich natürlich auf dem falschen Parkplatz, da die Karte der Reederei etwas unübersichtlich ist. Sie führte mich nämlich zum kostenlosen Parkplatz. Das war etwas seltsam, denn schließlich habe ich beim Ticketkauf für meinen Parkplatz bezahlt. Seltsam.🧐 Um 9 sollte das Schiff ablegen und so hatten wir noch eine knappe Stunde Zeit. Genug also um gemütlich hinzuschlendern.

Naja, so ganz locker war es dann doch nicht. In Büsum (von dort aus sind wir übergesetzt) kenne ich mich zwar schon ein wenig aus, denn als Gewohnheitstier fuhr ich natürlich genau wieder dort, wo ich die Reise in der Vergangenheit auch angetreten habe. 😅 Das Schiff, die „Fair Lady“ lag jedoch an einem mir unbekannten Teil des Hafens. Zuerst kam mir alles bekannt vor. Ich erkannte viele Restaurants, in denen ich 10 Jahre zuvor leckeren Fisch gegessen hatte.

Am Hafen angekommen, kam dann die erste Verzögerung. Rebecca hat die Reisetabletten für die Schiffsfahrt im Auto liegen gelassen. Also musste sie zurück, während ich am Hafen wartete. Dort wo ich stand, konnte ich das Schiff schon sehen. Allerdings war der Weg dorthin durch ein Schiff blockiert. Wir waren also hier falsch. Und ich musste warten, weil Rebecca ja unterwegs zum Auto war. Und erreichen konnte ich sie auch nicht, denn ihr Gepäck stand gleich neben mir. 🤦‍♂️

Also war warten angesagt. Ich checkte in der Zwischenzeit Google Maps, um herauszufinden, wo wir nun langlaufen mussten. Als Sie dann wieder da war, musste ich Ihr erstmal erklären, dass wir hier falsch sind. Es war inzwischen 08:25 Uhr und das Schiff legte in 35 Minuten ab. Jetzt aber schnell! 😅

Am Schiff angekommen, erblickte ich dann auch einen großen abgezäunten Parkplatz! Direkt vor der Anlegestelle. Das war der Parkplatz, für den ich bezahlt hatte! In 15 Minuten sollte das Schiff ablegen. Während Rebecca davor wartete, lief ich im Laufschritt (wirklich) zurück zum Auto und holte es, um auf dem Parkplatz (für den ich ja bezahlt hatte) parken zu können. Nach dieser Fußstrecke waren meine Aktivitätsringe voll und ich fix und fertig.😥 Punkt 9 war ich dann wieder am Schiff und wir konnten hinein.

Drinnen suchten wir uns einen angenehmen Platz, nahmen die Reisetabletten und ich konnte ein wenig die Augen schließen. Rebecca fand die Fahrt übrigens nicht so schön, weil ich doch so einigermaßen geschaukelt hatte. Mir persönlich ist das gar nicht so aufgefallen (ich bin mehrmals eingeschlafen), aber sie ist an so etwas nicht so gewohnt.

Auf Helgoland angekommen, merkte ich schon den ersten großen Unterschied. Das Ausschiffen auf den kleinen Börtebooten, wie ich es schon 2 Mal mitgemacht habe, findet nicht mehr statt. Alle Schiffe legen nun direkt am Hafen an. Die Anlegestelle war jedoch ziemlich weit weg. Es wurde in den letzten 10 Jahren auch viel gebaut. Etliche neue Häuser sind hier am Hafenbereich entstanden. 🤩

Nachdem wir unsere Sachen im Hotel abgelegt hatten, machten wir uns als Erstes auf den Weg zur Düne. Rebecca war schon sehr gespannt auf die Kegelrobben. Und wir wurden auch nicht enttäuscht. Als wir in ausreichenden Abstand am Strand standen, kam eines der Tiere hinter unseren Rücken an Land. Es war noch ein relativ junges und wir merkten das auch erst, als wir uns umdrehten.

Wir verbrachten hier noch einige Zeit und umrundeten danach noch einmal die komplette Düne. Wieder zurück auf der Hauptinsel war es jetzt erstmal an der Zeit etwas zu essen. In einem bayrischen Restaurant gab es für mich Fisch. Da Rebecca ja keinen Fisch isst… naja, nicht mein Problem.

Der Tag war an dieser Stelle schon recht fortgeschritten und wir sind schon sehr viel gelaufen. Die Tagestouristen haben sich schon wieder verabschiedet. Aber wir wollten die Runde natürlich noch vollmachen. Also ging es hoch zu den Steilklippen. Das war noch einmal eine ganz schöne Tour.

Und damit endet der erste Teil unseres Helgoland Ausflugs auch schon.

Bis zum nächsten Mal!

Euer Mario

Tour um die Schmalwasser Talsperre

Schon wieder ist fast ein Monat ohne einen Beitrag hier vergangen. Tja, meine Ausrede dafür ist die übliche. Ich war wieder viel unterwegs. Aber im letzten Monat war das zum Glück nicht nur beruflicher Natur.

Der September war ja vom Wetter her sehr schon und da gönnte ich mir auch mal einen freien Tag (nachdem ich 5 Samstage in Folge für Aufträge gebucht war) und machte mich auf zu einem Rundgang um die Schmalwasser Talsperre.

Jetzt gibt es ja in Thüringen sehr viele Talsperren. Warum also habe ich mir gerade diese ausgesucht? Naja, irgendwo muss man ja anfangen, also habe ich mir einfach irgendeine ausgesucht. Mit knapp einer Stunde fahrt, war sie zum Glück auch nicht sooo weit weg.

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Für meinen freien Tag habe ich mir einen Montag ausgesucht, damit ich möglichst ungestört um die Talsperre laufen kann. Da ich ja meine eigene Firma habe, kann ich mir meine freien Tage zum Glück manchmal sogar selbst aussuchen!

Neben Raika waren die Mavic Air und die OMD mitsamt dem Tamron 14-150 mm im Gepäck. Außerdem hatte ich mir im Vorfeld auch vorgenommen ein wenig mit dem iPhone zu filmen und zum Schluss etwas Schönes aus der Tour zusammenzuschneiden. Ohne weitere Worte verlinke ich hier erst einmal die Videodatei:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=mRxz5dkVUPM

Ihr seht also, dass es beim Rundgang um die Talsperre so einiges zu entdecken gibt. Der Weg ist allerdings etwas lang. Ich hatte während der Tour alles per GPS aufgezeichnet und kam dabei auf eine Gesamtstrecke von 12 Kilometer! Zusammen mit Hund, Drohne, Kameraausrüstung und etwas Verpflegung (in erster Linie Wasser, denn es waren 30 Grad!) ist das schon eine ziemliche Strecke.

Der Schlimmste Part der Rundstrecke kam zum Glück ganz am Anfang. Der Parkplatz ist einige Meter (vor allem Höhenmeter) entfernt. Diese mussten erst einmal überwunden werden. Zum Glück ist man ja am Anfang einer solchen Tour noch fit, sodass die paar Höhenmeter hier kein Problem darstellen. Außerdem freut man sich schon insgeheim, dass es dann auf dem letzten Kilometer zum Auto nur noch bergab geht.

Der Weg um die Talsperre für ungefähr zu 50 % auf Straßen. Besonders Trittfest muss man also für einen Rundgang nicht sein. Nur wenn man sich die Klamm ein wenig genauer ansehen will (Röllchen) muss man ein wenig klettern. Der kleine extraweg dorthin lohnt sich aber, es ist eine wirklich traumhafte Umgebung!

Auf dem gesamten Rundweg findet man allgemein viele schöne Spots, an denen man etwas verweilen kann. Beim Platz von Meister Eckerhardt habe ich diese Möglichkeit auch einige Zeit lang genutzt. Leider sieht man auf den asphaltierten Teilen der Strecke den Stausee nicht immer. Hier läuft man mehr durch Wälder und der Stausee ist so zwischen 70 und 100 Metern an der Seite entfernt. Die Bäume versperren einen dann regelmäßig die Sicht.

Baden oder ähnliches darf man an der Talsperre aber nicht, denn schließlich soll aus dem Wasser in der Talsperre irgendwann einmal Trinkwasser werden. Also für alle, die der Talsperre nächstes Jahr vielleicht mal einen Besuch abstatten wollen: Auch wenn es bei Sonnenschein und Temperaturen von 30 Grad verlockend ist, bleibt bitte an Land! Danke.

Und weil mir die Tour um die Talsperre letzten Monat so gut gefallen hat, nehme ich mir demnächst vielleicht noch eine vor. Momentan ist das Wetter ja wieder eher schlecht, also passt das nicht. Aber ich hoffe doch mal auf einen goldenen Herbst. Wenn sich die Blätter verfärben, der Himmel blau ist und strahlender Sonnenschein herrscht.

Das könnte doch was werden!

Bis dahin

Euer Mario

Alpenurlaub Tag 6

Der letzte Tag des letztjährigen Urlaubs bricht nun an. Eigentlich hätte ich ja noch einen weiteren Tag gehabt, aber wegen des schlechten Wetters entschied ich mich dann letztendlich doch dafür den Urlaub etwas früher zu beenden.

Auch am heutigen Tag sagte der Wetterbericht bereits im Vorfeld nichts Gutes. Ab 14:00 Uhr sollte es den gesamten weiteren Tag regnen. Das ist sehr schade, gerade im Anbetracht des wirklich wunderschönen fünften Tages des Urlaubs.

Sonderlich weite Touren konnte ich also wegen der Wettervorhersage für heute nicht planen. Also machte ich wieder eine Tour zur Ammer. Hier war ich ja nun schon ziemlich oft. Das macht aber nichts, denn an dem Wildfluss ist es auch sehr schön.

Ich nahm mir vor wieder wie 2017 bis zum Ammerbruch zu gehen und dort ein paar Langzeitbelichtungen zu machen.

Bei der Gelegenheit wollte ich auch gleich einmal austesten, ob sich der Composite Modus der OMD auch für solche Aufnahmen eignet. Gemacht ist er ja eigentlich eher für Lightpainting und derlei Anwendungen. Direkt zum Lightpainting habe ich ihn auch schon eingesetzt und da ist er ein hervorragendes Feature!

Ich nahm also noch ein paar ND-Filter mit, um normale Aufnahmen zu machen und diese dann mit denen aus dem Composite Modus zu vergleichen.

Achso, weil das Wetter an diesem Vormittag noch so wunderbar war, nahm ich auch die Mavic Air ein letztes Mal für einen kleinen Rundflug mit.

Mit der Mavic Air sind wir auch gestartet. Es ging den Fluss auf und ab und nach 3 leeren Akkus war die Flugsession auch schon beendet. Die Mavic Air blieb dann im Auto, damit ich nicht so viel mit mir herumschleppen musste.

Zu der Zeit (es war so gegen 12:00 Uhr) konnte ich mir noch gar nicht vorstellen, dass es heute noch regnen sollte. Ers herrschte wirklich strahlender Sonnenschein, ähnlich wie am vorigen Tag.

Aber gut, ich wusste, dass mein Zeitfenster dann doch begrenzt ist und so machten wir uns zum Ammernbruch auf. Bis dahin war es nicht weit, wir brauchten nur gute 40 Minuten zu Fuß. Eigentlich wäre es sogar noch schneller gegangen, aber wir mussten aufgrund der vielen umgestürzten Bäume durch etwas unwegiges Gelände.

Bevor wir nun die kleine Kletterpartie zum Fuß des Ammerbruchs machten, suchten wir erst einmal die Aussichtsplattform im oberen Bereich für ein paar Fotos auf. Und natürlich wollten wir hier auch ein wenig entspannen und die Szenerie genießen.

Anschließend ging es ans Eingemachte. Unten ankommen folgte nun eine sehr lange Session mit Langzeitbelichtungen. Ich verwendete den Composite Modus und machte mithilfe meiner Graufilter auch normale Langzeitbelichtungen.

Der Ammerdurchbruch ist übrigens ein sehr schönes Plätzchen. Da nicht viele Touristen bis hierhin kommen, hat man den Ort die meiste Zeit für sich. So konnte ich in aller Ruhe meine Bilder machen und die Szenerie genießen, ohne mich von anderen Menschen gestört zu fühlen.

Wo ich jetzt schon so viel zu Langzeitbelichtungen und den Composite Mode geredet habe. Ja, man kann auch den Composite Modus für solche Wasseraufnahmen verwenden. Die Wasser wird durch die Überlagerung auch weichgezeichnet. Allerdings wird es nicht so weichgezeichnet, wie bei richtigen Langzeitbelichtungen zwischen 30 und 60 Sekunden (das waren die Zeiten, die ich verwendet hatte).

Die Aufnahmen, die mit dem Composite Mode entstanden sind haben nochmal ihren ganz eigenen Stil. Diesen finde ich jetzt persönlich nicht schlecht.

Der Composite Mode der OMD hat seinen ganz eigenen Stil

Natürlich hätte ich da auch noch einen draufsetzen können, indem ich die Graufilter auch für den Composite Modus einsetzte und das ganze mit einer Belichtungszeit von 60 Sekunden einmal eine Stunde durchlaufen lasse.

Tatsächlich war ich auch durchaus geneigt das zu tun, aber jetzt kamen so langsam die ersten Regentropfen vom Himmel. Es war mittlerweile 15:00 Uhr und von dem strahlenden Sonnenschein war mittlerweile nicht mehr allzu viel zu sehen.

Zeit also die Zelte so langsam abzubrechen. Da wir auf dem Rückweg die meiste Zeit durch den Wald laufen (wo es etwas geschützter ist) konnte ich mir damit auch Zeit lassen. Ich beendete die letzten Aufnahmen und packte so langsam mein Equipment zusammen. Dieses stellte ich dann geschützt am Ufer ab und drehte noch eine letzte kleine Runde am Ammerbruch.

Einmal mit…
und einmal ohne Langzeitbelichtung

Raika blieb dabei zur Bewachung der Kameraausrüstung zurück. Die letzten Momente hier im leichten Regen genoss ich wirklich. Den weiteren Tag über regnete es dann auch wirklich durch.

Am Abend machten wir dann noch einen letzten kleinen Rundgang durch die Umgebung. Mit gut 2,5 Stunden war es eine wirklich schöne Abschiedsrunde. Wegen des Regens blieb das Kameraequipment auch in der Ferienwohnung. Nach dieser letzten Runde des Urlaubs bezahlte ich meine Ferienwohnung und packte langsam meine Sachen für die Rückfahrt zusammen.

Pünktlich um 21:00 Uhr ging es dann ins Bett. Eingeschlafen bin ich aber dummerweise erst um ca. 23:00 Uhr. Um Punkt 02:00 Uhr bin ich dann wieder aufgestanden, zwirbelte mir schnell 2 Energydrinks rein, belud das Auto und um 03:00 Uhr ging es los.

Fröhlich trotz Regenwetter

Ich fahre gerne mit Absicht so früh, denn dann sind alle Straßen so schön leer und ich komme zügig voran. Außerdem musste ich auf der Rückfahrt ja auch wieder durch München durch und da war es ganz schön, dass auf den Straßen noch absolut nichts los war.

So, dass war auch schon die Aufarbeitung des mittlerweile letztjährigen Urlaubs. Trotz dessen das er so durchwachsen war, hat mir die Alpentour auch im Jahre 2019 sehr viel Spass gemacht! Ich freue mich schon auf den diesjährigen Urlaub!

Bis dahin

Euer Mario

Alpenurlaub Tag 5

Wir schreiben bereits den fünften Tag der letztjährigen Alpenreise. Der Urlaub ist nun schon fast vorbei.

Der Fünfte Tag brachte uns das beste Wetter der gesamten Reise. Es waren um die 25 Grad und strahlender Sonnenschein. Perfektes Wetter für eine ausgiebige Tour.

Dieses Mal sollte es ein wenig weiter we ggehen. Und zwar hatte ich mir vorgenommen eine Runde um den Alpsee zu laufen! Daneben wollte ich mir auch das Schloss Neuschwanstein etwas genauer ansehen.

Hier in den Bergen scheint das Leben auch generell etwas entschleunigt zu sein. Zu schnell fahrende Autos oder wilde Überholmanöver, wie es sie sonst auf den Straßen Deutschlands gibt, sind hier eine wirkliche Seltenheit. Alle fahren völlig entspannt und halten sich dabei doch tatsächlich an die Verkehrsregeln. Das erlebt man in Deutschland so recht selten.

Kurz vor unserem Bestimmungsort am Alpsee fuhren wir am Schloss Neuschwanstein vorbei. Hier machten wir auch unseren ersten Stopp. Aus der Entfernung nahm ich das Schloss schon einmal mit dem 14-150 mm ins Visier. Anschließend versuchte ich mit dem Auto noch so nah wie möglich heranzufahren und die drohne einmal fliegen zu lassen.

Da das Schloss ein ziemlicher Touristenmagnet ist, kam ich natürlich nicht so nah heran, wie ich gerne wollte. Aber die Mavic Air hat ja bei Bedarf auch etwas Reichweite. Ich konnte mich dem Schloss gut nähern und einige sehr schöne Bilder einfangen. Von einer direkten Besichtigung sah ich dann aber ab. Zu viele Menschen.

Außerdem wollte ich ja noch eine ganze Runde um den Alpsee laufen. Das dauert ja auch seine Zeit. Also weiter zum eigentlichen Ziel der Reise!

Von unserem Parkplatz aus war es eine gute Stunde Fußmarsch bis zum See. Aber das machte nichts, denn die Gegend hier war auch sehr interessant! Es gab viele kleine Teiche und Wiesen. Hier machten es sich überall Libellen gemütlich. Diese Chance nutze ich natürlich und begab mich auf die Jagt. Einige blaue und gelbe Exemplare konnte ich dabei ablichten.

Während ich so meine Fotos machte, begegnete ich einem Rentnerpaar, das sich ebenfalls auf dem Web zum Alpsee machte. Der Mann war auch Fotograf, weshalb wir ein bisschen zusammen liefen und uns unterhalten konnten.

Steil ging es Bergauf

Der nächste Teil des Weges führte uns durch ein kleines Wäldchen. Hier mussten wir auf einer Strecke von vielleicht 600 Metern einen Höhenunterschied von 100 Meter meistern. Wir liefen dabei einen schmalen Waldpass empor, der sich immer wieder hin und her schlengelte.

Oben angekommen machte ich erst einmal eine kleine Pause für einen Snack. Wenige Minuten später sollte ich dann endlich den Alpsee erreichen!

Und der See war auch wirklich verhältnismäßig groß. Gut, er war nicht ganz so groß wie der Eibsee, den wir 2017 umrundet hatten, aber dennoch sollte es ein paar Stunden dauern.

An dieser Stelle muss ich einfach auch mal erwähnen wie schön der Alpsee ist. Steht man am Ufer könnte man auch denken, dass man irgendwo in der Karibik ist, so strahlend Blau ist das Wasser! Er ist mindestens genauso schön wie der Eibsee. Nur, dass es hier deutlich weniger Touristen gibt. Also: Geheimtipp!

Auch die Umrundung an sich war sehr abwechslungsreich. Mal ging es Bergauf, mal ging es bergab und manchmal gingen wir auch abseits durch kleine Waldgebiete. Eine Sache hat mir aber während der Umrundung überhaupt nicht gefallen.

Von Zeit zu Zeit mussten wir über diverse Brücken laufen. Dummerweise waren genau dieselbe Art von Brücken wie bei der Tour zu den Schleierfällen. Raika konnte also leider auf den diversen Brücken, die unseren Weg kreuzten, nicht laufen.

Das war in der Tat ein Problem, denn bei den Schleierfällen war sie ja schon nicht so begeistert davon getragen zu werden. Und als Sie den Braten roch, weigerte sie sich auch getragen zu werden. Ich musste also immer erst ein kleines Ablenkungsmanöver starten und sie mir dann schnell schnappen.

Ich weiß auch gar nicht mehr wie viele Brücken wir auf diese Weise überqueren mussten, aber es waren einige. Am schlimmsten war, glaube ich die letzte Brücke. Diese zog sich über mehrere hundert Meter hin. Ich war wirklich einige Minuten nur am Laufen. Das ganze noch mit vollem Fotorucksack und bei 30 Grad. Und natürlich ist mein Hund auch nicht gerade leicht.

Aber auch diese Passagen haben wir letztendlich gut überstanden. Zwischendurch haben wir natürlich auch immer wieder ausreichende Pausen gemacht. Dann habe ich entweder ein paar Langzeitbelichtungen mit der OMD und meinen diversen Graufiltern angefertigt, oder ich habe mal die Mavic Air gestartet und mir die ganze Geschichte einmal von oben angesehen.

Manchmal haben wir aber auch einfach nur ganz entspannt am See gesessen und die Szenerie genossen. Es war wirklich ein sehr schöner Tag!

Als ich meine Umrundung dann fast abgeschlossen hatte, traf ich auch noch einmal das Rentnerpaar, welches mir schon am Anfang der Tour begegnete.

Nach einem weiteren kleinen pläuschchen war es dann auch schon langsam wieder an der Zeit den Rückweg anzutreten. Da der Tag aber noch nicht ganz gelaufen war, wollte ich spontan noch einmal zurück zur Ammer fahren, um dort auch noch einmal ein paar Langzeitbelichtungen aufzunehmen.

Das hatte ich ja auch schon 2017 getan, aber den Spass wollte ich mir auch dieses Jahr nicht entgehen lassen. Und da das Wetter morgen wieder eher wechselhaft werden sollte, wollten wir den einzigen Tag mit wirklich schönen Wetter auch entsprechend ausnutzen!

Außerdem freute ich mich schon auf das Abendessen im Gasthof! Auf dem Rückweg ist daraus aber leider nicht mehr geworden. Es war leider Ruhetag! Was also nun machen? Naja, letztendlich bin ich in die nächstgrößere Stadt zu McDonalds gefahren und habe dort mein Abendessen eingenommen. Das war zwar nicht das, was ich eigentlich wollte, aber besser als nicht allemal.

Den Abend verbrachten wir dann entspannt in der Ferienwohnung! Ich sah dabei noch einmal von Zeit zu Zeit auf die Wetterapp und die Prognose wurde wirklich von Mal zu Mal schlechter!

Allzuviel konnte ich mir für morgen also nicht vornehmen…

Bald geht es dann weiter mit dem letzten Tag der Tour!

Bis dahin

Euer Mario

Alpenurlaub Tag 4

Kaum zu glauben wie lange der Alpenurlaub vom letzten Jahr mittlerweile zurückliegt! Ja sogar der letzte Post zu dieser Serie wurde schon vor 2 Monaten veröffentlicht.

Jetzt wird es aber wirklich Zeit die ganze Sache fertig zu erzählen, denn sonst breche ich schon wieder zum nächsten Urlaub auf!

Mittlerweile ist der vierte Tag angebrochen, die Hälfte des Urlaubs ist also schon vorüber. Und Überraschung! Der Regen hat endlich aufgehört. Gut, so wirklich perfekt war das Wetter an diesem Tag nicht, aber es blieb immerhin trocken.

Also ein guter Tag für eine etwas längere Wanderung mit vollem Equipment. Damit meine ich Kamera, Stativ und Drohne. Und etwas Verpflegung musste natürlich auch mit, denn schließlich wollte ich ja den ganzen Tag unterwegs sein. Aber ganz ruhig. Vorher ist natürlich erst einmal die morgendliche Gassi Runde dran. Danach gab es Frühstück und ein paar Brote wurden für die Tour geschmiert.

Aber wo sollte es denn heute überhaupt hingehen? Ich wollte mal wieder auf vertrauten Wegen wandeln. Die Tour zur Notkarspitze habe ich ja vor 2 Jahren schon gemacht. Auch wenn ich die Spitze nicht wirklich erreicht habe (bis zur Hälfte war ich, glaube ich gekommen). Dieses Mal wollte ich die Tour gerne abschließen.

Endlich eine Drohne für Unterwegs!

Und dabei wollte ich die neuen Möglichkeiten ausloten, die ich 2017 noch nicht hatte! Mit der Mavic Air konnte ich nun auch tief in den Bergen Luftaufnahmen anfertigen. Das hatte ich mir schon vor 2 Jahren gewünscht! Damals hatte ich zwar auch schon eine Drohne dabei, die Phantom 3 in ihrem großen Koffer war aber so sperrig, dass ich sie einfach nicht mit in die Berge nehmen konnte. Ich hätte auf mein restliches Equipment komplett verzichten müssen.

Die Mavic Air jedoch passt wunderbar in den Fotorucksack. Ich muss auf nichts verzichten. Ein Traum!

Um zum Startpunkt zu kommen, musste ich ca. 20 Minuten mit dem Auto fahren. Zwischendurch haben wir schon die erste Pause für einige Luftaufnahmen gemacht. Ich glaube, das war sogar genau dieselbe Stelle, an der wir 2017 auch schon angehalten haben.

Im Nachhinein betrachtet war das Wetter eigentlich ganz angenehm. Der Himmel war den ganzen Tag über Wolkenverhangen bei einer Temperatur von ca. 19-21 Grad. Gerade noch genug für einen dünnen Baumwollpullover (beim Laufen wird man ja sowieso warm). Vor 2 Jahren waren es hier ca. 35 Grad und strahlender Sonnenschein. Die Hitze war auch einer der Gründe, warum ich nicht allzu weit gekommen bin damals.

Auch wenn ich die Notkarspitze auch dieses Jahr nicht erreicht habe (als folge des starken Regens der Vortage), so bin ich doch ein ganzes Stück weitergegangen als bei meinem letzten Besuch hier.

Und ich erkannte auch tatsächlich sofort alles wieder! Über den gesamten Bergpfad, bis zu dem Punkt, an dem ich bei der letzten Reise umgedreht bin.

Es war wirklich ein Wandeln auf vertrauten Wegen! Naja, bis eben zum besagten Punkt. Der Weg wurde dann auch wesentlich schwieriger. Die letzte Passage musste ich einem Bachlauf folgen. Diesen war ich auch beim letzten Mal schon ein paar Minuten entlanggegangen. Kurz nach dem Punkt, an dem ich das letzte Mal kehrt gemacht hatte, wurde der Weg aber sehr viel schwieriger. Umgestürzte Bäume und auch ein paar kleine Klettereinlagen galt es zu meistern.

Gerade auch mit angeleinten Hund war das nicht immer einfach. Aber letztendlich hatten wir es geschafft! Der letzte Wegweiser zur Notkarspitze! Ab jetzt ging es steil nach oben. Die erste Passage mussten wir eine Steilwand emporklettern, was für Raika schon ziemlich schwer war (der Weg war eher für Menschen gemacht, als für Hunde).

Als Soundkulisse während dieses kurzen Aufstiegs hatten wir ständig das tosende Rauschen des Wildflusses unter uns. Aber als wir diese Passage dann gemeistert hatten, war die Tour auch schon vorbei. Der nächste Abschnitt hatte locker eine Steigung von 40 % und war total verschlammt. Ohne Möglichkeit sich irgendwo festzuhalten, war ein fortkommen hier nicht möglich.

Also gingen wir langsam wieder zurück. Unten am Felsvorsprung machten wir eine kleine Pause für einen Snack. Danach entschieden wir uns doch noch nicht gleich den Rückweg anzutreten, sondern noch ein wenig Flussaufwärts zu laufen. Das ging aber nur eine knappe Stunde gut, denn dann war der Weg für uns durch das viele Wasser so gut wie unpassierbar.

Nun war es langsam wirklich an der Zeit den Rückweg anzutreten. Allerdings konnten wir uns Zeit lassen. Wir machten immer mal wieder kleine Pausen. Ich nutzte die Zeit für ein paar Langzeitbelichtungen, denn ich hatte zuvor extra eine ganze Palette Graufilter mitgenommen. Außerdem ließ ich hier und da auch noch die Mavic Air aufsteigen, um mir ein Bild von oben zu machen.

Als wir dann wieder am Auto ankamen, war es auch schon früher Abend. Der Tag war geschafft!

Morgen sollten wir dann eine etwas weitere Runde drehen. Aber dazu später mehr.

Bis dahin

Euer Mario