Mallorca Teil: 3

Ich habe es schon fast geahnt. Beim letzten Beitrag schrieb ich noch selbstbewusst, dass ich dieses Mal keine 2,5 Monate für den nächsten Artikel brauche und da ist es schon passiert. Zu meiner wiederholten Schande sind es dann sogar fast 4 Monate geworden. Oh Mann!

Aber wie immer habe ich auch dieses Mal etwas zu meiner Verteidigung zu sagen. Und zwar startete ich ein Experiment. 1,5 Monate wollte ich irgendwie ohne die großen Tech-Firmen auskommen. Also kein Windows, kein Mac, kein iPhone und kein iPad. Ich installierte Linux auf einen alten Laptop, kaufte mir ein Pixel 7, löschte Android und installierte GrapheneOS. Und damit lebte ich insgesamt 1,5 Monate. Das Ganze habe ich dann noch als kleine YouTube-Reihe aufgenommen. Diese könnt Ihr Euch übrigens hier ansehen.

Kommen wir nun zurück zum eigentlichen Thema. Der Urlaub nähert sich langsam seinem Ende. Es sind nur noch wenige Tage, die wir auf der Insel verbringen, also wollten wir es eher ruhig angehen lassen. Zwei größere Touren wollten wir noch erledigen. Diese waren jetzt nicht unbedingt vorgeplant, nein, entlang der Straßen gibt es genügend Unternehmen, die alles mögliche an Touren anbieten. Das Erste, was uns ins Auge fiel, war eine Buggy-Tour. Da ich wieder fit war, dachte ich mir, dass so etwas eine gute Idee wäre.

Vor meinem geistigen Auge war ich dann Offroad unterwegs und meisterte schwierige Steigungen, fuhr den Strand entlang und so weiter. In der Realität waren wir die ganze Zeit nur auf befestigten Straßen unterwegs. Nur halt in einem Strandbuggy. Nicht falsch verstehen, die Landschaft und alles war sehr schön. Und wir machten auch mehrmals an interessanten Orten Halt, die wir dann erkunden konnten. Aber im Prinzip hätten wir uns für die Hälfte des Geldes auch einen Mietwagen nehmen und die gleiche Strecke per Navi abfahren können. Mit einem Ford Mustang Cabrio wäre die Tour gewiss genauso spaßig geworden.

Die zweite Tour war dann eine Bootstour zu den Delfinen. Hier ging es zuerst per Fähre vom Strand zum Hafen und dann weiter. Schon von weitem sahen wir, dass sich am Hafen ein Touristenschiff neben dem anderen reihte und wir machten uns schon Gedanken, ob wir noch rechtzeitig das richtige Boot finden würden. Da winkte uns wieder das Schicksal zu. Während des Transits saß vor uns auf der Fähre ein britisches Paar. Aus dem Gespräch wusste ich, dass sie die gleiche Tour wie wir machen würden. Dann kam ein zweites britisches Paar, welches ebenfalls die gleiche Tour machen wollte und nicht so richtig wusste, wohin.

Paar Nummer 1 sagte daraufhin „No Problem! We´ve done this a Million Times. Follow us!“ Also hingen wir uns da auch ran. Die Bootsfahrt raus zu den Delfinen (auf einem recht kleinen, aber schnellen Boot) dauerte so eine Stunde. Wir waren also recht weit draußen und da der Wellengang hier sehr ordentlich war, schaukelte das Boot ziemlich heftig. So heftig, dass Paar 1 (We´ve done this a Million Times) ordentlich am Reihern war. So ging es übrigens nicht nur Paar 1. Viele Passagiere konnten sich nicht wirklich an den Delfinen erfreuen. Bei der Schaukelei hatte selbst ich Probleme, ein paar korrekte Fotos zu bekommen. Ich musste mich letztendlich mit meinem Unterkörper zwischen Reling und Sitzreihe einklemmen, um beide Hände frei zu haben und nicht umzufallen. Ein paar hundert Meter von uns entfernt war ein weiteres Touristenboot ebenfalls hier unterwegs. Es war ein kleines Schlauchboot mit vielleicht 15 Menschen darin. Das schwankte bei dem Wellengang so dermaßen, dass auch ich die Fahrt darin wohl nicht überstanden hätte.

Es hat sich aber gelohnt. Die Bilder und Videos sind sehr schön geworden, und es war toll, die Tiere in Ihrer Umgebung zu beobachten. 20 Minuten war unser Aufenthalt hier, dann ging es wieder zurück. Da wir auf der Rückfahrt quasi mit dem Wellengang schwimmen waren, waren die Einschläge zum Glück nicht so heftig wie auf der Hinfahrt.

In der Bucht angekommen, machte das Boot noch einmal einen kurzen Zwischenstopp. Hier durften die Mutigen noch einmal ins Wasser springen und eine kleine Runde schwimmen. Spoiler: Ich war nicht darunter. Aber dafür war Paar 1 (welches sich wieder erholt hatte) am Start.

Den Rest der Zeit hier auf der Insel verbrachten wir recht entspannt. Wir waren viel am Strand und genossen die Wärme und das Wasser. Die regelmäßigen Abendshows im Hotel inkl. den Drinks. Und natürlich auch das All-Inclusive-Buffet.

Dann kam irgendwann doch der Tag, an dem es Zeit war, wieder aufzubrechen. Wir sagen auf Wiedersehen, Mallorca. Bis zum nächsten Mal!

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