Best Of 2018 Part II

Puh, viel zu lesen bekomme ich in diesen Tagen. Und zeitweise befinden sich ebenso viele Fragezeichen über meinem Kopf. Trotzdem vergesse ich nicht die Best Of Reihe, die ich, einmal angefangen, nun auch fortsetzen möchte.

Und so geht es weiter mit der fotografischen Auswertung des letzten Jahres. Im zweiten Teil davon muss ich noch einigen Dingen, über die ich hier in Zukunft noch schreiben will, vorgreifen.

Kreativ

Beim kreativen gibt es erst einmal gleich ein großes Manko! Seit vielen Monaten arbeite ich mit einer Künstlerin an einem Bildband. Die Arbeit daran wird noch viele weitere Monate andauern, aber bevor es nicht fertig ist, darf und kann ich kein Wort darüber verlieren.

Also vergesst am besten schnell, was ich eben gesagt habe!

Aber so ein winzig kleines bisschen kreativ war ich im letzten Jahr zum Glück doch noch! Fangen wir gleich im Januar an. Der war für mich letztes Jahr ziemlich Stressig. Dennoch fand ich Zeit für eine kleine Session.

Stahlwolle

Stahlwolle galt es zu fotografieren! Zugegeben, Stahlwolle ist nun nichts Neues und im Internet gibt es Millionen Bilder von diesem Funkenflug. Aber ich finde jeder Fotograf, der sich für längere Verschlusszeiten interessiert, oder gar mal in Richtung Lightpainting gehen will, sollte so eine Session einmal gemacht haben.

Meine Session hat zu seiner Zeit auf einem zugefrorenen See stattgefunden. Eigentlich wollte ich die Spiegelungen auf dem Eis festhalten. Da es aber recht stark schneite, ist darauf nicht geworden (Wäre ich nicht so schusselig, hätte ich einen Besen mitgenommen).

Lightpainting

Nach der Stahlwolle befasste ich mich ausgiebig mit dem Thema Lightpainting. Dazu kann ich allerdings noch nicht viel zeigen, da die meisten Bilder noch der Geheimhaltung unterliegen. Aber ein schönes Strichmännchen im Einkaufswagen habe ich gemalt.

Highspeed Aufnahmen

Etwas vollkommen neues waren für mich dieses Jahr die Highspeed Aufnahmen, die ich gemacht habe. Hintergrund war meine neue Lumix (dir ich mir eigentlich nur zum Filmen gekauft habe). Diese beherrscht einen Serienbildmodus von 30 Bildern pro Sekunde.

Motiv waren Wasserbomben, die wir mit Pfeil und Bogen zerschossen haben. Neben der schneller Seriengeschwindigkeit, nutze ich noch außerordentlich kurze Verschlusszeiten. Die kürzeste betrug, glaube ich 1/16.000 Sekunde! Das ist mal Highspeed!

Nach den Wasserbomben hatte ich mir ursprünglich auch noch Glühbirnen vorgenommen. Diese sollten im aktivierten Zustand zerschossen werden. Aber aus dieser Session ist letztes Jahr nichts mehr geworden. Auf dem Plan steht dieses kleine Projekt aber weiterhin noch.

Startrails

Startrails sind ja im Prinzip auch nichts Neues. Solche Bilder habe ich in der Vergangenheit hier auch schon gezeigt. Was mich aber im letzten Jahr interessierte ist so etwas:

Vom Prinzip her wusste ich, wie eine solche Sequenz zu erstellen ist. Während ich bei einem einzelnen Startrail-Bilder einfach eine Bildsequenz von, sagen wir einmal 300 Bilder übereinander lagere, anschließend die hellen Bildbereiche einfach überblende und alles als einzelnes Bild abspeichere, brauche ich für ein Startrail-Video eine Bildsequenz, in der sich die Überlagerung kontinuierlich aufbaut (Bild 1+Bild 2=Bild 1 neu; Bild 1 neu+Bild3=Bild 2 neu…).

Das ist ziemlich viel Arbeit und ich habe angestrengt nach einer Möglichkeit zur Automatisierung gesucht (schließlich ist es immer wieder der gleiche Prozess). Aber hierzu gibt es demnächst ein ausführliches Tutorial Video.

So, ich denke, dass der kreative Teil damit beendet ist. Ach, wie finde ich das schön, wenn man sich das alles beim Schreiben noch einmal in Erinnerung bringen kann.

Makro

Im letzten Artikel habe ich ja schon einige Makrobilder von Insekten gezeigt. Wenn ich mit dem Makro Objektiv einmal nicht auf der Jagd nach Insekten war, fotografierte ich Wassertropfen.

Oh, da fällt ein, dass ich hier durchaus Kreativ war. Nicht etwa bei der Auswahl des Motivs (Ja Wassertropfen, das gab es noch nie!), sondern in der Art, wie ich die Bilder aufgenommen habe.

Wie Ihr vielleicht wisst, ist die geringe Schärfentiefe im Makrobereich immer ein Problem (ja, sogar bei Micro four thirds!). Fotografiert man mit Offenblende, bekommt man alles scharf, was man scharf haben will. Blendet man stark ab, ist es entweder zu dunkel (Blitz und Dauerlicht hat man ja nicht immer dabei, und lange Belichtungszeiten funktionieren auch nicht immer) und meistens hat man immer noch nicht alles scharf, was man scharf haben will!

Ein wirkliches Dilemma. Auch hier habe ich dieses Jahr ein wenig experimentiert. Focus BKT, also eine Bildreihe, bei nicht die Belichtungsparameter verschoben werden, sondern der Fokus. Da der umgangssprachliche Begriff „Belichtungsreihe“ hier nicht so ganz passt, habe ich das ganze einfach „Fokusreihe“ genannt.

Ähnlich den Startrail Videos liegt die Problematik bei den fokusreihen ebenfalls in der Postproduktion. Aber auch hier gibt es demnächst ein ausführliches Tutorial.

Manche der Bilder, die Ihr hier seht, wurden aus bis zu 60 Einzelaufnahmen zusammengesetzt!

Handy

Zum Abschluss gibt es noch etwas ganz unaufgeregtes. Manchmal begegnen einem ausgerechnet dann die schönsten Motive und Szenerien, wenn man keine ordentliche Kamera zur Hand hat.

Aber wie sagt man so schön, die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat. Ganz nach diesem Motto habe ich mir auch die schönsten Handybilder aus 2018 herausgesucht.

Mein Smartphone, ein Moto Z2 Play ist jetzt nichts Besonderes. Zugelegt habe ich es mir, weil ich das System mit den Moto Mod Erweiterungen sehr interessant fand (ich habe auch diverse Mods wie Akkus, Lautsprecher, Gamepad und Beamer).

Und wenn ich mir mal so mein Bildarchiv anschaue, stelle ich fest, dass das Handy öfters zum Einsatz kam, als gedacht. So war es auf längeren Gassi Touren immer für einen Schnappschuss gut. Auf meinem einzigen Motorradausflug in 2018 war es ebenfalls dabei, wie zu meiner Tour zu Michaela nach Hessen im Sommer (ich mag das Touri-Zeugs einfach).

Auch bei diversen Zeitraffer Sessions kam es, meist aus Langeweile, zum Einsatz.

So, damit ist der größte Teil der Best Of Reihe auch schon abgearbeitet. Die letzten beiden Kategorien hebe ich mir für den nächsten Artikel auf.

Bis dahin

Euer Mario

Die traditionellen Silvesterbilder

Alle Jahre wieder feiern wir Silvester und alle Jahre wieder stehe ich irgendwo in der Pampa und halte das ganze Spektakel fest.

Dieses Jahr habe ich den dritten Versuch gemacht, eine vernünftige Zeitraffersequenz zu erstellen und ich denke, dass es dieses Mal tatsächlich geklappt hat.

Die Sequenz habe ich dieses Jahr sogar noch auf andere Weise verarbeitet. Und zwar habe ich einen Stack von allen 400 Bildern gemacht. Das Ergebnis davon ist sogar recht interessant.

Stack aus 400 Bildern!

Interessante Ergebnisse kann man auch anderswie bekommen. Ich weiß nicht woran es lag (Bier?!😂), aber irgendwie war ich dieses Jahr ein bisschen wackelig auf den Beinen.

So sind einige ziemlich merkwürdige Bilder herausgekommen.😅

Reflektion

So ein ruhiger Abend in der Pampa ist auch immer eine gute Möglichkeit über das vergangene Jahr zu reflektieren.

Ich erinnerte mich an der Wohnwagen, den ich mir dieses Jahr kaufte. Das war eigentlich schon immer ein Traum gewesen. Es hatte etwas Abenteuerliches. Auch meine Tour in den Harz (inklusive Wildcampen in der Wildnis) war eine wirklich super Erfahrung!😀

Trotzdem habe ich mich im Verlauf des Jahres, vor allem aus Platzgründen (Ich wusste nicht, wo ich das Ding parken konnte) wieder davon getrennt.

Generell habe ich mich dieses Jahr von vielen Dingen getrennt. Mein Motorrad habe ich abgegeben, weil ich einfach zu selten gefahren bin. Auch von meinem Macbook habe ich mich getrennt, weil es die meiste Zeit nur im Schrank stand (was ich sehr schade fand😔).

Auch Beruflich gab es viele interessante Änderungen. Das Belichtungswerk hat nun eine Hochzeitsdivision mit komplett eigenen Auftritt. Für das Belichtungswerk selbst lief es auch sehr gut. Meine Arbeit verlagert sich von der reinen Produktpräsentation immer mehr in Richtung Marketing Agentur.

Ständig kamen neue Projekte und Herausforderungen und ich konnte immer wieder etwas dazu lernen. Besonders war, dass ich mich dieses Jahr auch mal wieder in ein Angestelltenverhältnis getraut habe.

6 Monate war ich hier beschäftigt (natürlich in Teilzeit, damit ich meine eigenen Projekte weiter nachgehen kann…was meistens nicht so geklappt hat) und habe ich erreicht und gelernt. Verlassen habe ich dann die Firma mit einem ausgezeichneten Arbeitszeugnis.

Ich weiß jedoch nicht, so etwas in 2019 noch einmal vorkommt. Was aber im Jahr 2019 auf jeden Fall wieder kommt sind ausgedehnte Urlaube. Ich liebäugle noch einmal mit einer Alpentour. Außerdem möchte ich die Mecklenburgische Seenplatte besuchen.

Eine weiteres, unbedeutendes Nebenprojekt für 2019 wäre vielleicht auch mal eine funktionierende Beziehung auf die Reihe zu bekomme (aber das Projekt befindet sich wie immer noch in der Warteschleife).😅

Ich denke das war auch schon alles, was man über das Jahr 2018 sagen kann. Alles in allem fand ich es ein sehr schönes Jahr. Ich bin gespannt, was mich dieses Jahr erwartet!💪

Bis dahin

Euer Mario

Wasserbomben und High-Speed-Aufnahmen

Speziell für den Filmbereich habe ich mir ja vor einiger Zeit eine Lumix angeschafft. Die G81 ist zwar nicht die größte Kamera von Panasonic, aber zum Ausprobieren reicht sie vollkommen aus.

Als ich mich einmal intensiver mit der Kamera beschäftigt habe, fand ich auch gleich eine ziemlich interessante Funktion. Die Lumix bietet die Möglichkeit Serienaufnahmen mit bis zu 30 Bilder pro Sekunde aufzunehmen.

30 Bilder pro Sekunde hören sich erst einmal sehr gut an. Aber natürlich gibt es dabei auch einen Haken. So nimmt die Kamera die 30 Bilder „nur“ in 4K UHD Auflösung auf. 4K klingt für den Normalo nach hoher Auflösung, für uns Fotografen ist das aber eher wenig, denn es sind nur ungefähr 8 Megapixel.

Es gibt noch einen weiteren großen Nachteil. Die 30 Bilder pro Sekunde, die die Kamera aufnimmt, werden nur in Jpg-Format gespeichert. Durch das Speichern der Bilder in Jpg ist dieser Modus natürlich nicht für alle Szenarien geeignet. In meinem Fall war das aber relativ Egal. Sie Szenerie war Statisch, von daher konnte ich die Belichtung und Schärfentiefe perfekt einstellen. Jpg war also für mich weniger das Problem.

Das größere Problem war für mich eher die niedrige Auflösung, die die Bilder später haben würden. Aber da mein Setting ja eher statisch war, konnte ich das mit einer entsprechenden Brennweite korrigieren. Benutzt habe ich übrigens mein Zuiko 60mm f2.8, welches eigentlich für Makros gedacht ist.

Beim Shooting selbst drehte es sich (wie Ihr es ja bereits gesehen habt) um Wasserbomben. Die Wasserbomben hingen gefüllt an einem Rahmen, der eigentlich für ein Hintergrundsystem gedacht war. Zum Platzen brachten wir die Wasserbomben ganz klassisch mit Pfeil und Bogen.

Die ganze Aktion hat sich ungefähr über 2 Stunden hingezogen. Das lag zum einen daran, dass die kleinen Wasserbomben natürlich auch mit dem Bogen getroffen werden musste und zum anderen, dass ich erst die passende Belichtungszeit finden musste, um die platzenden Wasserbomben einzufrieren und trotzdem noch eine korrekte Belichtung zu erhalten.

Im Laufe des Shootings tastete ich mich auf eine Verschlusszeit von 1/12.000 heran. Die Lumix geht mit dem elektronischen Verschluss bis 1/16.000. Bei 1/16.000 waren die Bilder dann aber doch zu dunkel.

Und ich muss sagen, dass ich trotz einer Seriengeschwindigkeit von 30 Bilder pro Sekunde einen Ausschuss von gut 50 % hatte. Die Pfeile flogen einfach so wahnsinnig schnell durch die Gegend!

Was gibt es bei den Kameraeinstellungen noch so zu beachten? Ach ja, der Fokus war natürlich auf Manuell gestellt. Bei so einer hohen Seriengeschwindigkeit und die vielen Wassertropfen, ist es zum einen für die Kamera sowieso nicht möglich selbstständig zu fokussieren (das hätte sehr viel Ausschuss produziert). Da die Wasserbomben ja sowieso immer an der gleichen Stelle hingen, machte der manuelle Fokus ja auch Sinn.

Die Blende habe ich nicht bei 2.8 belassen, sondern etwas geschlossen, damit ich etwas mehr Schärfentiefe habe. Die Blendenwerte lagen zwischen 4 und 5.6. Da ich eine schnelle Verschlusszeit brauchte, war die Blende letztentlich immer ein Kompromiss, der mit einer erhöhten ISO einherging. Mehr gibt es zu den Kameraeinstellungen eigentlich nicht zu sagen.

Hier hat der Pfeil die Wasserbombe nur gestreift.

Als erwähnenswerte Besonderheit kann ich noch sagen, dass die Kamera bei der Aufnahme nicht nur die Einzelbilder abgespeichert hat, sondern auch die passenden Filmclips dazu. Diese habe ich mir einmal geschnappt und bearbeitet:

Als erstes seht Ihr die Situation, wie sie im Original war:

Wie Ihr sehen könnt, passiert das alles ziemlich schnell. Die 30 Bilder pro Sekunde sind also trotz aller Einschränkungen eine tolle Sache!

Als zweites seht Ihr einen Ausschnitt, den ich um 50 % verlangsamt habe:

Hier ist schon etwas mehr zu sehen! Aber es geht natürlich noch besser, denn als Nächstes habe ich noch einmal eine Szene, die ich um den Faktor 10 verlangsamt habe:

Als ich genügend Material zusammen hatte, machte ich auch noch einige Versuche im normalen Serienmodus. Die Lumix schafft hier gute 9 Bilder pro Sekunde. Ich merkte sehr schnell, dass wir wesentlich mehr Versuche brauchten, bis das gewünschte Ergebnis erziehlt wurde.

Ich war ja noch geduldig auf die EM5 Mk III und hoffe, dass Olympus hier eine ähnliche Funktion einbaut wie Panasonic. Vielleicht kann Olympus ja hier noch einige Verbesserungen einbauen!

Mit jedenfalls hat das Projekt sehr viel Spass gemacht und ich habe schon die nächste Idee, was ich mit dem Serienmodus alles machen könnte!

Wer sich aktuell überlegt sich eine Panasonic zu kaufen und an diesem Serienmodus interessiert ist, dem kann ich die G9 ans Herz legen. Die Kamera nimmt ebenfalls 30 Bilder pro Sekunde im Jpg auf, kann dies jedoch in 6K. Das sind immerhin 10 Megapixel mehr als die G81!

Das war es auch schon wieder von mir. Als Nächstes setze ich mich einmal hin und mache das versprochene Video zum Fokusstacking bei der OMD!

Bis dahin

Euer Mario

Best of 2017: Luftaufnahmen Nachtrag

 

Jetzt, nachdem ich meinen Jammerartikel zu den Luftaufnahmen fertig habe, fällt mir noch ein, dass ich in der Postproduktion gerne noch einige Spielereien mit den Bildern mache.

Ich rede hier von little Planets, die ich aus dem Material gerne erstelle. Da ich das im eigentlichen Artikel aber vergessen habe, möchte die little Planets schnell noch nachreichen.

Die Bilder habe ich jetzt auf die schnelle gemacht, weshalb sie jetzt nicht so perfekt sind. Aber naja…

Viel Spass damit!

Funken im Eis

Das Wetter bei uns ist ja gerade sehr wechselhaft. Hatte bis vor kurzem noch der Winter mit seinen Minus 10 Grad die Vorherrschaft, war es letztes Wochenende schon wieder fast 30 Grad wärmer. Das ist irgendwie verwirrend…

Jetzt geht es mit den Temperaturen wieder abwärts und es soll sogar wieder schneien. Da weiß man wirklich nicht, was man machen soll! Dabei wollte ich doch mein neues Zuiko 60 mm Makro an der Tierwelt austesten. Tja, daraus wird wohl erst einmal nichts.

Aber ich rede hier über das Wetter und komme so vom Thema ab. Als die Temperaturen vor ein paar Wochen noch knackig kalt waren und sich hier auf unserem Stausee eine schöne, stabile Eisschicht gebildet hat, wollte ich das natürlich irgendwie nutzen. Feuer und Eis war da mein erster Gedanke.

Und da mir die Session mit der Stahlwolle letztes Jahr so viel Spass gemacht hat, traute ich mich dieses Mal damit sogar aufs Eis! Aber wie so oft bei spontanen Ausflügen, ging auch hier eine Kleinigkeit schief, denn vom Eis war an diesem Abend gar nichts zu sehen!

Die komplette Oberfläche des Stausees war zugeschneit und ich hatte natürlich keinen Besen dabei. Und ich muss gestehen, dass ich an diesem Tag leider zu faul war, wieder nach Hause zu fahren und einen passenden Besen zu holen. Also haben wir die Aufnahmen einfach so gemacht.

Von 19:00 bis 21:30 Uhr standen wir bei -12 Grad auf dem Stausee und haben die Funken fliegen lassen. Ein Freund von mir hatte sich im Vorfeld freiwillig gemeldet um mir zu Assistieren. Ich weiß nicht, ob es an den Temperaturen lag, aber wir hatten an den Abend wirklich große Probleme die Stahlwolle zum Brennen zu bewegen. Zwei Feuerzeuge sind bei der Aktion geschmolzen!

Irgendwann hatte es aber dann doch geklappt und der Funkenflug konnte beginnen. Als Kamera hatte ich an diesen Abend meine Nikon D5200 samt Sigma 18-200 mm und meine OMD EM-10 mit dem Sigma 19 mm Art dabei. Beide Kameras haben im langsamen Serienmodus mit Belichtungszeiten von 0,5 bis 1 Sekunde aufgenommen.

Und was noch wichtiger ist, beide Kameras haben den Abend schadlos überstanden. Das hätte ich bei der Kälte jetzt nicht unbedingt gedacht!

Besonders interessant (und auch teilweise Angseinflößend) war das Eigenleben des Eises. So brach mein Kumpel gleich in Panik aus als ich beim Betreten des Eises, am Rand des Stausees eingebrochen bin. Da sich Wasser, ausdehnt, wenn es zu eis wird, vergrößert sich natürlich die Fläche des Sees um ein paar Zentimeter. Das bedeutet, dass sich das Eis am Ufer entlang etwas hochschiebt.

Deswegen ist die Eisdecke am bewachsenen Ufer recht dünn und voll mit Lufteinschlüssen. Wenn man dort nun durch das Eis bricht, landet man nicht etwa im Wasser, sondern berührt mit den Füßen schlicht und einfach nicht das bewachsene Ufer. Nachdem ich meinem Kumpel das erklärte und dabei auf der Eisfläche am eigentlichen See umherhüpfte, traute auch er sich auf das Eis. 😉

Etwas beunruhigender wurde es dann jedoch im Verlauf der Fotosession, als wir merkten, unter welch gewaltiger Spannung die Eisoberfläche steht. Von Zeit zu Zeit gab es ein ohrenbetäubendes Krachen. Dicht gefolgt erbebte die Oberfläche. Die Oberfläche stand unter solch einer Spannung, dass sich riesige Risse gebildet haben.

Diese Spannungen waren aber nur da zu verorten, wo sich das Eis nicht mehr ausdehnen konnte. Da wir ja an einem der bewachsenen Ufer waren, gab es bei uns keine Gefahr.

Nach ein paar Stunden waren wir dann auch so durchgefroren, dass wir uns auf dem Heimweg machten. Zu Hause gönnte ich mir dann erst einmal einen wärmenden Tee und machte mich an die Bearbeitung der Bilder.

Auch meine zweite Stahlwolle Session hat mir sehr viel Spass gemacht. Sollte ich mich im nächsten Jahr wieder auf einen zugefrorenen See trauen, werde ich bestimmt einen Besen mitnehmen! 🙂

Bis dahin

Euer Mario

Best of 2017: Kreativ

Puh, die Zeit geht ins Land und ich habe es in den letzten Wochen völlig versäumt etwas für den Blog zu tun. Dabei hatte ich es mir doch vorgenommen, die besten Bilder des Jahres 2017 noch einmal aufzuarbeiten.

Nun ja, die Bildauswahl habe ich schon vor Wochen getroffen und sogar bereits kategorisiert und dann…..geschah nichts! Zumindest bis heute, denn jetzt habe ich es endlich geschafft mich einmal hinzusetzen und diese Zeilen zu verfassen.

Und da ich nichts Neues zu zeigen habe, sondern lediglich vergangenes aufbereite, werden die Zeilen, die ich nun schreibe gar nicht so ausufernd werden. Aber genug davon, fangen wir an!

Die erste Kategorie lautet „Kreatives“. Wow, kreatives klingt ja schon einmal wahnsinnig kreativ! Aber ich muss gestehen, dass ich letztes Jahr gar nicht so viel Kreatives gemacht habe. 🙁

Gerade einmal ein derartiges Projekt habe ich umgesetzt. Dieses Fotoprojekt hatte ich dabei schon seit Jahren (!) im Hinterkopf. Und zwar hatte ich schon immer vor den Funkenflug von Stahlwolle festzuhalten.

Ich weiß gar nicht, wie ich es all die Jahre geschafft habe, dies nicht zu tun. Aber irgendwann im letzten Jahr (ich glaube es war Juli oder August), fasste ich mir dann ein Herz und bestellte die Utensilien, die ich brauchte.

Nachdem alles angekommen war, brauchte ich nur noch einen Helfer, der die Stahlwolle schwingt (ich weiß, ich hätte das auch allein gekonnt;) und schon konnte es losgehen!

Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen. Damit ich ein bisschen Ironie ins fertige Bild bekomme, machte ich die Aufnahmen vor unserer hiesigen Feuerwehr. Als Kamera kam zum einen meine OMD samt Sigma 19 mm Art und zum anderen meine D5200 samt Sigma 17-50 mm EX.

Beide Kameras wurden in den Serienmodus gesetzt und entsprechend gelockt, damit sie im Dauerfeuer fotos schießen. Für die D5200 habe ich dabei einen kabelgebundenen Auslöser verwendet, während bei der OMD die App von Olympus zum Einsatz kam. Die Verschlusszeiten lagen, wenn ich mich recht erinnere zwischen 0,5 und 1 Sekunde.

Und ich denke die Bilder können sich damals wie heute sehen lassen! Ich glaube, dass ich auch dieses Jahr noch einmal eine Session mit Stahlwolle machen werde.

Ich hoffe, dass auch Euch die Bilder gefallen haben.

Bis dahin!

Euer Mario