Startrails am See

Letztes schrieb ich ja über das Fotoshooting mit Jule am See. In dem Artikel erwähnte ich, dass wir uns dieselbe Location ausgesucht haben, an der ich wenige Wochen vorher bereits Startrails gemacht hatte. „Vielleicht erinnert Ihr Euch?“ habe ich gefragt.

Wäre ja wirklich toll gewesen, wenn es den Artikel auch wirklich gegeben hätte😂?

Das die Bilder noch in meinen „zu veröffentlichen“ Ordner schlummern habe ich aber erst jetzt bemerkt😅.

Also dann wollen wir mal! Vor gar nicht allzu langer Zeit, als die Tage noch lang, und die Nächte warm waren, zog ich mit meiner OMD zu einem idyllischen See, um dort die Nacht zu verbringen und einige Startrails zu machen.

Von 21:00 bis ca. 03:00 Uhr war ich dort. Ausgerüstet mit dem nötigen Kameraequipment (logisch), Campingstuhl, Bier und einigen Fressalien. So saß ich nun da, ließ die Kamera Ihre Arbeit machen und schaute in die Sterne.

Aufgebaut hatte ich die EM5 III und die EM10 II, damit ich mit mehreren Perspektiven arbeiten konnte. Die EM5 arbeitete dabei im Live Composite Mode, lieferte mir also als Ergebnis nur ein Bild, während die EM10 im Zeitraffer Modus arbeitete (600 Bilder).

Einen See suchte ich mir deshalb aus, weil ich auf die Spiegelungen der Sterne auf der Wasseroberfläche hoffte (was auch geklappt hat).

Unterwegs war ich extra innerhalb der Woche, um möglichst meine Ruhe zu haben. Am Wochenende kann man das voll vergessen, da ist an den Seen hier in der Umgebung einfach viel zu viel los.

Und so war ich dann auch der einzige Mensch weit und breit. Es war wirklich eine wunderschöne Sommernacht (so ca. 20 Grad) und es herrschte fast schon eine unheimliche Ruhe.

Und so saß ich da in der Dunkelheit, schaute in die Sterne, trank mein Bier und irrte so alle 30 Minuten durch die Dunkelheit zu den Kameras, um zu sehen, ob noch alles in Ordnung ist. In der Nähe der Kameras waren Taschenlampen und ähnliches natürlich Tabu, denn diese würde mir die Aufnahmen zunichtemachen.

Bei der Zeitraffer Sequenz wäre das gar nicht so schlimm gewesen, da ich die Bilder einfach aussortieren konnte, aber bei der EM5, die ja im Live Composite aufnahm, wären etliche Stunden aufnahmen dadurch zerstört. Also musste ich mich gerade hier vorsichtig durch die Dunkelheit tasten, wenn ich zur Kamera wollte.

Einen kurzen Einsatz fand die Kamera aber am Anfang der Sequenzen aber doch. Damit man den Steg im fertigen Bild auch sehen konnte, musste ich diesen kurz mit der Taschenlampe beleuchten.

Joa, das war es eigentlich auch schon. Also ich kann jeden so eine warme Sommernacht draußen nur empfehlen. Während die Kameras laufen hat man viel Zeit einmal herunterzukommen und kann die Natur und vor allem den Sternenhimmel genießen.

Wie schade das der Sommer nun auch schon wieder vorbei ist.

Bis dahin

Euer Mario

Shooting am See

Gegen Ende letzten Monats ergab sich noch einmal die Gelegenheit zu einem besonderen Ausflug.

Und zwar wollte ich ein paar schöne Portraitaufnahmen an einem nahegelegenen See machen. Model war dieses Mal Jule, eine gute Freundin von mir.

Die mir Jule in der Vergangenheit schon bei diversen Gelegenheiten geholfen hat (zum Beispiel als Hand Model für Produkte, oder auch als Dekorateurin für Produktzusammenstellungen uvm.), war es mir natürlich eine Freude, als Sie mich nach ein paar Bildern gefragt hat.

Als Location wählten wir einen nahe gelegenen Baggersee und da das Shooting an einem der letzten (schönen) Sommertage stattfand, passte das ohnehin. Aber wie es halt manchmal so ist, läuft nicht immer alles wie geplant. Manchmal ergeben sich daraus interessante Geschichten, in unserem Fall war es jedoch eher eine Odysee.🙈

Erstmal vorab, der Ort war natürlich perfekt gewählt.☝️ Es war der kleine Steg, an dem ich einen Monat zuvor schon die Startrail aufnahmen gemacht habe. Vielleicht erinnert Ihr Euch ja daran. Ich kannte also den Ort und wusste was da geht.

Und da kam auch schon die erste panne. Der Steg war nicht mehr da! Irgendwelche Vandalen hatten ihn zerstört. Der Steg selbst hing so halb im Wasser, vom Tragegerüst völlig losgelöst. Es gibt echt zu viele Idioten auf dieser Welt!🤬

Aber Kraft meiner Wassersuppe habe ich das Teil natürlich repariert.💪 Und sogar dabei etwas optimiert. Damit Jule auf dem Steg besser stehen kann, hing ich ihn eine Etage tiefer auf. Auch wenn ich bei der Aktion einen kurzen Abgang ins Wasser gemacht habe (inklusive Steg😂), ist das alles nochmal gut gegangen.

Das war der kleinere Teil, die Odysee begann aber gerade erst. Es war ein wundervoller Tag mit viel Sonnenschein (und ich meine wirklich viel Sonnenschein!). Und wir waren viel zu früh da. Eigentlich kein Problem, man könnte ich ja ein bisschen an den See setzen und die Seele baumeln lassen. Ähm ja, es waren so 30 Grad und es gab keinen schattigen Platz (erwähnte ich den strahlenden Sonnenschein schon?!😅).

Wir waren also in der Hitze Hölle gestrandet und irrten erst einmal eine ganze Weile um den See herum. Das war eine schöne, staubige Strecke (immer noch in der Sonne), in der wir uns unsere Klamotten auch schön ruinieren konnten. 🙈

Ich wendete mich so gut es geht, um mich von allen Seiten einigermaßen gleichmäßig rösten zu lassen. Dennoch sind wir beide letztendlich ohne Sonnenbrand aus der Sache wieder herausgekommen! Kaum zu glauben, oder?

Irgendwann verzog sich die Sonne dann ein wenig und wir konnten mit dem Shooting beginnen. Insgesamt 4 verschiedene Outfits mussten durchgewechselt werden! Und das haben wir alles in nur einer knappen Stunde geschafft. Also Zeitmäßig betrachtet sind wir wesentlich länger durch die Wüste um den See geirrt, als wir tatsächlich Fotos gemacht haben.

Und die Bilder sind auch etwas geworden. Jule hat auch ein Talent für so etwas.👌 Gut sieht sie sowieso aus, das sieht man ja an den Bildern. Was sie aber total drauf hat, sind so kleinigkeiten, Körperhaltung, Blick, ein kreatives Gespür für verschiedene Posen. Das klappt alles einwandfrei und macht superviel Spass!

Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Mal mit Jule!

Achso, für alle interessierten natürlich noch das Equipment. Als Kamera kam dieses Mal meine nagelneue OMD EM 5III zum Einsatz. Also die Mittelklasse von Olympus. Ich nutze Sie mittlerweile fast so gerne wie die große EM1. Von der Bedienung unterscheiden sie sich nur minimal, was mir persönlich super gefällt (da kann ich einfach machen und muss weniger Denken…).

Objektivmäßig war ich mit dem allgemein als hammermäßig geltenden Sigma 16 mm f1.4 unterwegs. 16 mm deshalb, weil ich nicht wirklich viel Platz zur Verfügung hatte. Aber ich will mir dieses Jahr noch das 56er f1.4 kaufen und kann es kaum erwarten jemanden vor die Kamera zu kriegen.😊

Außerdem war die Mavic Air mit von der Partie. Auch wenn ich die Drohne die hälfte der Zeit nur knapp über mir fliegen ließ um mich etwas abzukühlen. Der Plan das Ding als Ventilator zu verwenden und damit Jules Haare etwas aufzuwirbeln hat dagegen überhaupt nicht geklappt.

So, dass war es aber auch schon für heute. Ich hoffe Euch gefallen die Bilder ebenso wie mir!

Bis dahin

Euer Mario

Tour um die Schmalwasser Talsperre

Schon wieder ist fast ein Monat ohne einen Beitrag hier vergangen. Tja, meine Ausrede dafür ist die übliche. Ich war wieder viel unterwegs. Aber im letzten Monat war das zum Glück nicht nur beruflicher Natur.

Der September war ja vom Wetter her sehr schon und da gönnte ich mir auch mal einen freien Tag (nachdem ich 5 Samstage in Folge für Aufträge gebucht war) und machte mich auf zu einem Rundgang um die Schmalwasser Talsperre.

Jetzt gibt es ja in Thüringen sehr viele Talsperren. Warum also habe ich mir gerade diese ausgesucht? Naja, irgendwo muss man ja anfangen, also habe ich mir einfach irgendeine ausgesucht. Mit knapp einer Stunde fahrt, war sie zum Glück auch nicht sooo weit weg.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Für meinen freien Tag habe ich mir einen Montag ausgesucht, damit ich möglichst ungestört um die Talsperre laufen kann. Da ich ja meine eigene Firma habe, kann ich mir meine freien Tage zum Glück manchmal sogar selbst aussuchen!

Neben Raika waren die Mavic Air und die OMD mitsamt dem Tamron 14-150 mm im Gepäck. Außerdem hatte ich mir im Vorfeld auch vorgenommen ein wenig mit dem iPhone zu filmen und zum Schluss etwas Schönes aus der Tour zusammenzuschneiden. Ohne weitere Worte verlinke ich hier erst einmal die Videodatei:

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https://www.youtube.com/watch?v=mRxz5dkVUPM

Ihr seht also, dass es beim Rundgang um die Talsperre so einiges zu entdecken gibt. Der Weg ist allerdings etwas lang. Ich hatte während der Tour alles per GPS aufgezeichnet und kam dabei auf eine Gesamtstrecke von 12 Kilometer! Zusammen mit Hund, Drohne, Kameraausrüstung und etwas Verpflegung (in erster Linie Wasser, denn es waren 30 Grad!) ist das schon eine ziemliche Strecke.

Der Schlimmste Part der Rundstrecke kam zum Glück ganz am Anfang. Der Parkplatz ist einige Meter (vor allem Höhenmeter) entfernt. Diese mussten erst einmal überwunden werden. Zum Glück ist man ja am Anfang einer solchen Tour noch fit, sodass die paar Höhenmeter hier kein Problem darstellen. Außerdem freut man sich schon insgeheim, dass es dann auf dem letzten Kilometer zum Auto nur noch bergab geht.

Der Weg um die Talsperre für ungefähr zu 50 % auf Straßen. Besonders Trittfest muss man also für einen Rundgang nicht sein. Nur wenn man sich die Klamm ein wenig genauer ansehen will (Röllchen) muss man ein wenig klettern. Der kleine extraweg dorthin lohnt sich aber, es ist eine wirklich traumhafte Umgebung!

Auf dem gesamten Rundweg findet man allgemein viele schöne Spots, an denen man etwas verweilen kann. Beim Platz von Meister Eckerhardt habe ich diese Möglichkeit auch einige Zeit lang genutzt. Leider sieht man auf den asphaltierten Teilen der Strecke den Stausee nicht immer. Hier läuft man mehr durch Wälder und der Stausee ist so zwischen 70 und 100 Metern an der Seite entfernt. Die Bäume versperren einen dann regelmäßig die Sicht.

Baden oder ähnliches darf man an der Talsperre aber nicht, denn schließlich soll aus dem Wasser in der Talsperre irgendwann einmal Trinkwasser werden. Also für alle, die der Talsperre nächstes Jahr vielleicht mal einen Besuch abstatten wollen: Auch wenn es bei Sonnenschein und Temperaturen von 30 Grad verlockend ist, bleibt bitte an Land! Danke.

Und weil mir die Tour um die Talsperre letzten Monat so gut gefallen hat, nehme ich mir demnächst vielleicht noch eine vor. Momentan ist das Wetter ja wieder eher schlecht, also passt das nicht. Aber ich hoffe doch mal auf einen goldenen Herbst. Wenn sich die Blätter verfärben, der Himmel blau ist und strahlender Sonnenschein herrscht.

Das könnte doch was werden!

Bis dahin

Euer Mario

Unterwegs im August

Wie neulich versprochen kommt nun die Aufarbeitung des letzten Monats. Ich weiß nicht so recht warum, aber irgendwie mag ich Rückblicke. All die kleinen Momente, die einem wieder einfallen, wenn man sich die Bilder nocheinmal ansieht.

Das ist schon erstaunlich, dabei ist der August doch noch gar nicht so lange her. Der August war ein toller Monat! Beruflich wie privat. Ich habe viel erreicht, nur leider hat es mit den geplanten Ausflügen nicht so wirklich geklappt.

Das lag vor allem wieder daran, dass ich arbeitsmäßig ziemlich rotiert bin. Ein Videoprojekt wurde fertiggestellt, diverse kleine Websachen wurden angefertigt und sogar in der IT habe ich stellenweise ein wenig ausgeholfen.

Deutlich aufgefallen ist mir, dass der Boost in der Produktfotografie so langsam abebbt. Seit Corona stand ich immer öfters Abends im Studio, um die Flut an neuen Produkten Herr zu werden. Die Ladenschließungen haben sich auch im E-Commerce bemerkbar gemacht. Diese Situation ebbt jetzt langsam wieder ab. Erst Ende Oktober geht es dann noch einmal für ein paar Wochen zur Sache (Weihnachtsgeschäft).

Okay, alles war dann doch nicht so gut. Im August hätte eigentlich die Apfelernte angestanden, aber durch den späten Frost im Frühjahr gab es auf meiner kleinen Ranch gar nichts zu ernten. An den vielen Bäumen hingen nur vereinzelt ein paar Äpfel. Das ist schade, denn ich mache mit der Ernte immer so einiges. Aber das war auch schon die einzige schlechte Nachricht für den August.

Einer der wenigen Äpfel dieses Jahr…

Aber trotz der vielen Arbeit war ich natürlich auch ein bisschen draußen unterwegs. An schönen Tagen zu besonders langen spaziergängen und an eher regnerischen Tagen war ich mit dem Makro Objektiv bewaffnet auf der Suche nach Wassertropfen. Oh, wo wir schon von Makro Fotografie sprechen.

Endlich ist es mir gelungen die Facettenaugen von Insekten richtig scharf zu bekommen. In der Action sieht man das nicht immer sofort, sodass die Augen dann meistens unscharf waren. Aber dieses Mal habe ich es endlich geschafft. Da ich meine Bilder ja immer etwas herunterrechnen muss (logisch), weiß ich nun nicht wirklich, ob Ihr das Ergebnis auch richtig sehen könnt. Ich vermute mal eher nicht. Aber glaubt mir, die Augen sind Scharf! 👌

Auch hatte ich im August gleich 2 Mal das Glück einer Blindschleiche zu begegnen. Ich weiß, diese Tiere sind eigentlich nicht wirklich selten, aber ich hatte vorher auf meinen Runden noch nie eine gesehen. Schon komisch, dass mir in einem Monat dann gleich 2 Exemplare über den Weg liefen!

Die Hälfte der Bilder hier in diesem Beitrag sind übrigens Handybilder. Ich kann es nicht oft genug sagen, aber ich bin mit der Bildqualität von meinem iPhone 11 einfach wahnsinnig zufrieden!

Es hat ja schon mit dem XR angefangen. Damals zeigte ich bei meinen monatlichen Rückblicken schon immer mal wieder ein Bild, welches ich mit dem iPhone aufgenommen habe. Und das 11er ist noch besser! Vor allem der Superweitwinkel ist wirklich praktisch.

Vor ein paar Jahren war das hier auf diesem Blog noch völlig undenkbar gewesen. Handybilder! Da sieht man mal, wie sich die Qualität inzwischen verbessert hat. Die Zeiten ändern sich eben.

Als immerdabeihaben-Kamera liefern Smartphones mittlerweile eine wirklich gute Qualität. Nicht nur von der Technik, sondern vor allem von der Software. Dank AI geht vieles, was bis vor kurzer Zeit noch unmöglich war. Und da ich meine OMD´s nicht immer dabei habe (außer ich plane jetzt etwas Konkretes zu fotografieren), nehmen die Handybilder immer mehr zu.

Dieses Bild stammt vom iPhone…

Das ist eigentlich ein Thema, über das man sich auch ausführlicher auslassen könnte. Aber hier ging es ja um den August. Der ist, so wie dieser Artikel, nun vorbei. 😂

Bis dahin Euer Mario 🙋‍♂️

Das Juni

Es ist wieder an der Zeit etwas zu schreiben und die vergangenen Wochen aufzuarbeiten. Fangen wir doch am besten mit dem Juni an!

Jetzt da das Wetter wieder schlechter wird, denkt man doch gerne an die schöne Sommerzeit zurück.

Den Juni habe ich dabei auch entsprechend genutzt und war viel draußen unterwegs. Im Juni war noch alles so frisch und grün. Da war ich sehr gerne im Wald unterwegs!

Ich mag den Wald. Den Geruch, das Feeling und natürlich auch das Licht! Das Spiel von Licht und Schatten ist im Wald sowieso etwas ganz besonderes. Deswegen gilt bei spaziergängen im Wald: Immer Kamera mitnehmen!

Aber auch abseits gab es viel zu sehen. Ich machte viele Touren durch einen alten Steinbruch und war auch wieder auf der Jagt. Alles in allem war der Juni schon ein guter Monat.

Beim nächsten Artikel geht es dann mit dem August weiter. Und für so manche spezielle Session, die ich in den letzten Monaten gemacht habe, schreibe ich dann auch noch einmal diverse Spezial Artikel!

Bis dahin

Euer Mario

Abschied

Es ist an der Zeit etwas Persönliches zu schreiben. Keine Fototouren oder ähnliche Ausflüge. Der Anlass dieses Posts ist eher traurig.

Vor knapp 2 Wochen, am 04.07.2020 ist mein lieber Opa verstorben. Wegen der Coronazeit konnten wir ihn die letzten Wochen und Monate leider nicht sehr oft besuchen, was mich im Nachhinein wirklich traurig macht.

2 Wochen hatte ich nun Zeit meine Trauer zu verarbeiten. Ich habe mir alte Fotos und Videos angesehen und mich auch meiner Erinnerung bedient, um an Ihn zu denken.

Heute war dann mit der Beerdigung noch einmal der letzte schwere Tag. Aber auch dieser ist nun geschafft. Ich schreibe diese Zeilen hier nicht nur, weil es mir guttut, sondern auch damit etwas bleibt. Hier im Internet, für die Ewigkeit.

Mein Opa, Karl-Horst Demme. Ich habe Ihn wirklich sehr gemocht. Als Kind wohnten meine Großeltern nur eine Straße weiter, sodass ich oft da war. Nach der Schule zum Mittagessen, oder auch Abends mal zum Spielen im Haus, oder im Garten.

Ich erinnere mich auch an die vielen Urlaubsreisen, auf denen mich meine Großeltern als Kind mitgenommen haben. Es ging in alle möglichen Länder. Opa war immer aktiv und hat alles mitgemacht, wenn es in den Urlaub ging.

Das sind meine Erinnerungen, die ich als Kind von Ihm habe. Aber natürlich war er noch mehr als nur das. In seiner Jugend war er ein sehr guter Fußballspieler. Sogar einen Hattrick hat er einmal geschafft. Er mochte den Sport so sehr, dass er später sogar noch in der Altherren Mannschaft gespielt hat.

Ansonsten wer Opa immer fleißig und hat sein Leben lang ordentlich geschuftet. Als dann die Rente und das Reisen kam, war das wirklich verdient.

Im Alter war Opa dann immer ein sehr gemütlicher Mensch. Keine Fliege konnte er etwas zuleide tun, immer war er freundlich. Einfach sympathisch eben. Diese Gemütlichkeit mochte ich ganz besonders.

Mittlerweile ist es 5 Jahre her, als ich aus Berlin zurückgekommen bin. Die letzten 4 Jahre habe ich mich auch um Opa gekümmert, als er nicht mehr so gut konnte. Als es mit dem laufen schwer wurde und er dann gar nur noch im Bett lag. Ich habe nach ihm geschaut, ihn Essen gebracht, aufgerichtet, geredet und auch mal eine Zigarette konnte er rauchen.

Es war nicht immer leicht, aber ich habe es gerne gemacht. Es war das mindeste, was ich tun konnte. Das letzte Jahr überstieg die Pflege dann leider auch meine Fähigkeiten, sodass wir Opa in das örtliche Pflegeheim geben mussten.

Bis auf die schreckliche Zeit der Corona Krise waren wir jeden Tag zu Besuch da. Ich habe Oma um 15:00 Uhr hingefahren und um 18/19:00 Uhr wieder abgeholt. Dabei habe ich mir meistens auch die Zeit genommen und ein paar Augenblicke mit Ihm verbracht.

Im Nachhinein scheint mir das vielleicht zu wenig gewesen zu sein. Gerade heute, wo wir den letzten Weg zusammen gegangen sind.

Ich werde dich immer in guter Erinnerung behalten. Opa, Karl-Horst Demme, geboren am 27.10.1936, verstorben am 04.07.2020.

Ein ganzes Leben lässt sich schwer in Worte fassen, aber ich hoffe, dass diese kurze Zeilen deiner würdig sind.

Falls der Geist nicht nur dieser fleischlichen Existenz entspringt und es doch noch etwas Höheres geben sollte, sehen wir uns vielleicht wieder. Bis dahin muss ich aber nun eine sehr lange Zeit ohne Dich auskommen. Ich vermisse Dich.

Ich werde mir in den nächsten Tagen noch einige Bilder heraussuchen und hier als Galerie einfügen, damit von meinem Opa wirklich etwas bleibt.

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Startrail Session im Juni

Huhu, da bin ich wieder. Es ist ja nun ein paar Wochen her, seit dem letzten Beitrag. Ich hatte auch wieder so viel zu tun, dass kaum Zeit für andere Sachen blieb.

Aber jetzt wird es zum Glück wieder ein wenig Ruhiger. Ich habe für das Belichtungswerk zwar immernoch viele Projekte, aber die meisten davon Verzögern sich jetzt (Zulieferung von Dritten, Wetter, Zeitplan etc.) erstmal.

Also mal wieder ein wenig Zeit zum Verschnaufen. Und vor allem kann ich jetzt auch mal wieder mit der Kamera rausgehen.

Den Anfang habe ich vor wenigen Tagen mit einer spontanen Startrail Session gemacht. Das Wetter war gut, warum also nicht mal an einer warmen Sommernacht ein wenig die Sterne beobachten.

Passend dazu habe ich ja nun auch die neue EM5 Mk 3. Und bei meiner ersten Sternen-Session ist mir auch gleich eine große Neuerung aufgefallen.

Die EM5 III hat einen neuen Modus spendiert bekommen.

Die Sonne war schon untergegangen und ich wollte gerade mein Equipment aufbauen. Es war also schon ziemlich dunkel. Die Kamera war im normalen Modus und ich drehe so am Rad für die Belichtungszeit, um zum Composite Modus zu kommen. Aber es gab ihn einfach nicht.

Ich dachte „Was ist denn hier los?!“ und arbeitete mich durch sämtliche Menüs um irgendeine passende Einstellung zu finden. Ich wollte gerade schon wieder alle abbauen und schaltete das Licht an, damit ich mein Equipment unverrichteter Dinge wieder ins Auto bringen kann.

Auf dem Einstellrad sah ich dann „B“. Hier waren dann der Composite Mode und der Live Bulb zu finden. Olympus hat der Kamera also einen eigenen Modus für die kreativen Sachen spendiert! Das finde ich eine sehr gute Entscheidung! Um ehrlich zu sein war es schon immer nervig durch die Belichtungszeiten zu scrollen, damit man ganz am Ende den Live Bulb bzw. Composite Mode erreicht.

Mit einem eigenen Modus ist das nun wesentlich benutzerfreundlicher. Alles richtig gemacht Olympus!

Meine Startrail Session habe ich dann noch ca. bis 03:00 Uhr gemacht, bevor ich alles abgebaut habe. Neben der EM5 III war auch die kleinere EM10 II im Einsatz. Während die Aufnahmen so liefen, machte ich mein Panoramadach auf, stellt die sitze in eine horizontale Position und beobachtete die Sterne.

Ach ja, eine Runde Monopoly auf dem iPad war auch noch drin. Diese ganze Arbeit (und vor allem Zeit) habe ich dann für nur 2 Bilder investiert. Aber es war ein sehr schöner Abend und ich habe mich gefreut endlich mal wieder rauszukommen.

Der Sommer ist noch lang und ich mache dieses Jahr bestimmt noch den ein oder anderen Startrail! Vielleicht schon nächstes Wochenende.

Bis dahin

Euer Mario

Mit Raika im Mai

Schon beim letzte Beitrag hatte ich geschrieben, dass es im Mai nicht allzu viel zu sehen gab. Ein paar Runden mit der Kamera hatte ich dann letztendlich aber doch gemacht.

Das lag in erster Linie daran, dass ich mir die neue EM5 Mk 3 geholt habe. Die Mark 2 war mir ja vor geraumer Zeit kaputtgegangen. Der Ein/Aus Schalter ließ sich nicht mehr betätigen, sodass ich die Kamera immer An- bzw. Ausschalten musste, indem ich den Akku entfernte.

Kurz bevor die neue Mark 3 rauskam hatte ich mir damals die große EM1 gekauft. Nun konnte ich es dann aber doch nicht lassen und holte mir die Mark 3.

Im Grunde kann sie genau das gleiche wie die große EM1. Vorteil ist aber, dass sie kompakter ist.

Ein paar Sachen, die mir nicht so gut gefallen hat Olympus ebenfalls geändert. Die Akkus zum Beispiel. Hatte der Vorgänger noch seinen eigenen Akkutyp (von den ich ja noch 3 Stück habe), passen in die neue nun die Akkus der kleineren EM10 (von denen ich zum Glück auch noch etliche habe).

Dadurch kann ich nun auch nicht mehr den exorbitant teuren Batteriegriff der Mk 2 verwenden, was ich echt schade finde. Ansonsten orientiert sich die neue OMD von den Bedienelementen her an der größeren EM1. Das finde ich gut, da ich ja nun beide Kameras habe.

Bei ein paar Touren habe ich die neue OMD dann auch mal ausgetestet. Insgesamt bin ich sehr angetan von der neuen Kamera. Den angeblich enorm verbesserten Autofokus habe ich noch nicht getestet, aber ich werde mich diesen Monat bestimmt mal auf die Pirsch begeben.

Ansonsten war ich diesen Monat nur noch ein bisschen mit der Drohne am See unterwegs und habe dort einige Kumpels, die mit dem Boot draußen waren, belästigt.

Insgesamt war also im Mai nicht so viel los. Wenn ich die Zeit finde (wonach es momentan eher nicht aussieht), werde ich mal etwas ausführlicher über die neue OMD schreiben und sie mit dem Vorgänger vergleichen. Vielleicht mache ich dazu auch mal ein Video. Ist ja schon etwas länger her…

Bis dahin!

Euer Mario

Unterwegs im April

Nun ist es endlich an der Zeit meine Auswertung für den April zu Protokoll zu geben. Wie gewohnt etwas spät, aber die Zeiten sind nach wie vor turbulent. Naja, teilweise sind sie auch frustrierend. Ersteres gilt für das berufliche, letzteres für das private.

Aber trotzdem hat mich das alles nicht davon abgehalten im April einige schöne Touren zu machen.

Rappbode-Talsperre

Die erste größere Tour im April ging an die Rappbode-Talsperre. Das war nur wenige Tage bevor die Grenze nach Sachsen-Anhalt zugemacht wurde. Also quasi die letzten freien Tage vor dem totalen Lockdown!

Mein erster Wegpunkt führte mich genau zu Staumauer. Es war ein wunderschöner Samstag und alles war leer. Ich hätte mein Auto quer auf die Straße stellen können und niemand hätte es interessiert.

So konnte ich mutterseelenallein über die Staumauer schlendern und die Aussicht genießen. An normalen Tagen lohnt es sich gar nicht erst hier langzugehen, so überfüllt ist alles.

Aber so ganz allein an der Staumauer. Das hatte schon so etwas Surreales, wie wenn ich der einzige Mensch auf der Welt gewesen wäre.

Die nächste Station sollte mich dann direkt zum See führen. Bei einer kleinen Einbuchtung einige Kilometer entfernt ließ ich mein Auto stehen und machte mich auf den Weg. Bis zum See waren es ca. 4 Kilometer, also keine wirkliche Strecke.

Im Nachhinein betrachtet hätte ich den Weg auch problemlos mit dem Auto fahren können, denn es gab ja niemanden der kontrollierte, ob ich da nun entlangfahren durfte oder nicht. Aber ich wollte halt auf Nummer sicher gehen und lief den Weg zu Fuß.

Als ich so die Feld,- und Landwirtsschaftswege entlang schlenderte, kam mir die Gegend immer bekannter vor. Kurz vor meinem Ziel kam ich dann auch darauf, warum das so war.

Vor fast genau 2 Jahren war ich schon einmal hier! Während meiner ersten (und einzigen) Tour mit dem Wohnwagen verbrachte ich hier eine Nacht in der Wildnis. Sofort kannte ich mich wieder aus und fand auf Anhieb die Stelle, an der mein Wohnwagen vor 2 Jahren stand.

Von dieser Stelle aus war es nicht weit bis ans Ufer. Jetzt konnte ich mir auch den Traum erfüllen, der mir vor 2 Jahren noch verwehrt blieb.

Damals streikte meine Phantom 3 ja wegen mangelnder Internetverbindung. Dieses Mal hatte ich die Mavic Air dabei und alles funktionierte ohne Probleme! Endlich konnte ich eine Runde mit der Drohne über die Talsperre drehen.

Nach diesem guten Gefühl endlich das erledigt zu haben, was bereits seit 2 Jahren offen war, endete diese Tour auch.

Ich habe mal hier auf dem Blog geschaut und den Artikel über meine Wohnwagentour herausgesucht. Ihr findet ihn hier.

Trusetaler Wasserfall

Meine zweite größere Tour war ein netter kleiner Tagesausflug an den Trusetaler Wasserfall. Es war so Mitte April und das Wetter war wirklich herrlich!

An dieser Sehenswürdigkeit war ich schon einmal, damals allerdings als Kind. Es ist also schon viele Jahre her, als ich zuletzt hier war.

Und was soll ich sagen, der Wasserfall ist wirklich eine Sehenswürdigkeit! Er ist zwar künstlich angelegt, aber das nimmt nichts von seiner beeindruckenden Größe.

Direkt am Wasserfall habe ich auch eine ganze Weile zugebracht. Immerhin musste ich bei dieser Gelegenheit gleich die eine- oder andere Langzeitbelichtung aufnehmen. Da dauert es eben auch mal ein bisschen länger.

Ebenfalls ließ ich es mir nicht nehmen die Treppe zum Wasserfall bis nach ganz oben zu laufen. Oben angekommen erstreckt sich dort noch ein schöner Wanderweg. Diesen konnte ich allerdings nicht mehr entlanglaufen, da ich an diesem Tag etwas unter Zeitdruck stand.

So endete meine Tour dort oben auf der Treppe.

Lost Place

Ganz zufällig konnte ich im April auch noch einen Lost Place auskundschaften. Bei einer Erkundungsrunde für ein Lightpainting Projekt liefen wir durch einen alten Steinbruch.

Auf dem Gelände befanden sich diverse verlassene Arbeitsmaschinen aus der Zeit der DDR. Darunter war auch eine Art mobiles Förderband.

Das war ein Mordsding! Gut und gerne 3 Stockwerke war es hoch. Die Ketten, mit denen sich die Maschine einmal bewegt hat, waren über 2 Meter hoch. Da musste ich natürlich rauf!

Also ein wenig klettern und los gehts! Leider hatte ich für die Fotos nur mein iPhone dabei, aber wenn es die Zeit zulässt, statte ich diesen Ort gewiss noch einen weiteren Besuch ab!

So, dass waren meine Erlebnisse im April. Diesen Monat war bis jetzt noch nicht so viel los. Aber sicherlich wird sich noch was ergeben.

Bis dahin!

Euer Mario

Von Januar bis März

Puh, jetzt ist es schon fast einen Monat her, seit ich den letzten Post verfasst habe.😅

Meine Ausrede dafür ist eigentlich die gleiche, die ich immer verwende. Keine Zeit. Arbeit, Privatleben, Projekte, Corona. Irgendwie ist immer alles erdrückend. Der Tag hat einfach zu wenig Stunden um alles zu schaffen, was man so schaffen will.

Draußen unterwegs und Bilder gemacht habe ich aber trotzdem. Und damit diese nicht allzu lange in meinem Export-Ordner schlummern, fasse ich die Monate Januar bis März kurzerhand zusammen!

Wobei wir die ersten beiden Monate eigentlich vergessen können. Januar und Februar…wisst Ihr noch? Jeden Tag Nass und Kalt, Argh! 😱

Im März ging es dann richtig los. Die ersten Pflanzen blühten, das erste Grün war zu sehen. Und natürlich gingen, gerade dann wenn es schön wird, auch die ersten Ausgangsbeschränkungen los.

Aber bevor die Coronageschichte so richtig fahrt aufnahm, war ich wahnsinnig gerne in der Natur unterwegs. Deswegen hier meine Prä-Corona Galerie!

Nach diesen wunderschönen Bildern geht es jetzt zur Krise. Corona. Habt Ihr gewiss alle schon einmal von gehört. Gerade mit den Ausgangsbeschränkungen kam auch wieder so ein besonderer Charakterzug von mir zum tragen.

Gerade das, was ich im Moment nicht darf, will ich umso mehr machen. Und so war es dann auch!😂 Ich machte viele Touren, beispielsweise gleich mehrfach in den Harz. Dort ist es besonders schön.

Und auch nach Erfurt zog es mich ein Mal. Da waren die Kontaktbeschränkungen gerade in vollem Gange. Keine Sorge übrigens, ich war meist nur mit einer weiteren Person unterwegs, habe mich also an alles gehalten.👌

Gerade in Erfurt war es besonders Gespenstisch! Wenn man schon einmal an einen besonders schönen Tag durch die Innenstadt läuft und sieht, dass alle Restaurants, alle Cafes und alles was es sonst noch so gibt geschlossen ist. Puh, dass war richtig unheimlich!

Dazu kam noch, dass die Innenstadt beinahe verlassen war. Es waren wirklich nur ganz, ganz wenige Leute unterwegs. Ein seltsamer und dennoch faszinierender Ausflug war das!

Hier meine Erfurt Galerie!

Was gibt es von den ersten drei Monaten sonst noch zu berichten? Ah, eine richtige Fototour hatte ich unternommen. Also richtig jetzt im Sinne von ich hatte ein Ziel😂.

In relative Nähe zu mir gibt es einen Ort, der sich Urtal nennt. Dort schlengelt sich ein kleiner Fluss (der sich Urbach nennt) in vielen „S“ kurven durch das Tal. In trockenen Sommern ist er meist komplett ausgetrocknet, aber wenn es mal ordentlich regnet, hat er eine stattliche Größe.

An einem relativ schönen Tag im März hatte ich mal wieder Lust auf ein paar Langzeitbelichtungen. Also packte ich meine Graufilter ein und startete zu einer schönen Tour in das Urtal. Insgesamt war ich dort ganze 5 Stunden unterwegs.

Hier die passende Galerie dazu:

Also im Nachhinein war ja doch ganz schön was los in den letzten Monaten. Den April will ich dann gesondert reflektieren. Vielleicht schaffe ich es ja sogar in der kommenden Woche. Drückt mir die Daumen!

Bis dahin

Euer Mario