Best Of 2018 Part III

Nun ist es an der Zeit das Jahr 2018 endgültig hinter uns zu lassen! Zwei Kategorien fehlen noch.💪

Landschaft/Natur

Landschaftlich hat das Jahr 2018 bei mir nur Thüringen zu bieten. Bis auf zwei kleine Ausflüge zu Michaela, nach Hessen, habe ich das Land letztes Jahr nicht verlassen. Kaum zu glauben oder. 😲

Wenn ich mir meine Bilder aber so anschaue, dann fallen mir einige interessante Touren wieder ein! Ganz zu Anfang, im Januar machte ich zum Beispiel eine kleine Wanderung zum Panoramamuseum nach Bad Frankenhausen. Das war ein Ausflugsziel, welches ich schon vor meiner Zeit in Berlin besuchen wollte. Viele, viele Jahre hat es gedauert, bis es mich dann endlich einmal dorthin verschlagen hat. 😅

Die nächste größere Tour machte ich dann erst im April. Als stolzer Besitzer eines Wohnwagens wagte ich meine erste Tour, welche mich in den Harz führte. Ich habe damals bereits ausführlich über diesen verrückten Roadtrip geschrieben. 😜

Die letzte bewusste Kurztour (und auch gleichzeitig die allerletzte Motorrad Tour) letztes Jahr führte mich dann in die Drachenschlucht. Auch dazu habe ich ja einen Artikel verfasst.

Das war es dann im prinzip auch schon mit den geplanten Touren, die ich letztes Jahr so gemacht habe. Ganz schön traurig, dass nur so wenig herumgekommen bin. Dieses Jahr soll sich das etwas ändern.

So fern es meine Zeit erlaubt, möchte ich 2019 gerne wieder öfters unterwegs sein. Das ist ein astreiner Vorsatz für das aktuelle Jahr! Na dann mal sehen was daraus wird. 👍🤞👍

Luftaufnahmen

Völlig anders sah es letztes Jahr mit den Luftaufnahmen aus! Sogar die Phantom 3 (mittlerweile schon längst verkauft), welche eigentlich nur noch dahinvegetierte, kam ein einziges Mal zum Einsatz.

Bei meiner Harz Tour nahm ich die Drohne mit. Dabei ärgerte ich vor allem über das schlechte Internet. Gerade an den Orten, wo ich gerne ein paar Luftaufnahmen machen wollte, war dies aufgrund des schlechten Empfangs nicht möglich (Dazu habe ich mich ja bereits im passenden Artikel entsprechend ausgelassen)!

Irgendwann letztes Jahr verkaufte ich dann die alte P3 und schaffte mir eine Mavic Air an (ich glaube, dazu hatte ich auch mal einen Artikel geschrieben). Und was soll ich sagen? Der Zauber wirkt.🤗

In dem halben Jahr mit der Mavic Air bin ich mittlerweile mehr geflogen, als in 3 Jahren mit der Phantom 3. Dadurch, dass die Drohne einfach mit in die Fototasche passt (sogar in die ganz kleine), ist sie meistens mit dabei, wenn ich auf Wanderung gehe.

Und es macht mir wirklich Spass damit zu fliegen! Im Gegensatz zur P3 kann ich mit der Mavic auch ohne Internet fliegen (zumindest noch). Jetzt wo ich das schreibe, fällt mir ein, dass eben genannte Tatsache eigentlich danach schreit, die Harz Tour noch einmal zu wiederholen! 💪

Das ist doch schon einmal eine ausgezeichnete Idee für die erste Tour dieses Jahr!

So, mit diesen Zeilen ist das Jahr 2018 nun endgültig abgeschlossen! Es ist also an der Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen.

Bevor es wieder Fotos gibt, will ich Euch in den nächsten Artikeln aber ein wenig mit Tutorials nerven 😂. Wie versprochen habe ich mir noch einmal die verschiedenen Wege, Focusstacks zu erstellen angeschaut (Spezialsoftware, Photoshop, Affinity usw.) und dazu auch gleich ein Video gemacht.

Außerdem habe ich eine einigermaßen komfortable Möglichkeit gefunden Star Trail Videos zu erstellen (wo man sieht, wie sich der Star Trail aufbaut) und dazu ebenfalls gleich ein Video gemacht. Aber bevor ich das wiederum zeige, möchte ich Euch erst einmal erklären, wie man Star Trail Videos erstellt (Wozu ich ebenfalls ein Video gemacht habe)!

Also bis dahin🙋‍♂️

Euer Mario

Best Of 2018 Part II

Puh, viel zu lesen bekomme ich in diesen Tagen. Und zeitweise befinden sich ebenso viele Fragezeichen über meinem Kopf. Trotzdem vergesse ich nicht die Best Of Reihe, die ich, einmal angefangen, nun auch fortsetzen möchte.

Und so geht es weiter mit der fotografischen Auswertung des letzten Jahres. Im zweiten Teil davon muss ich noch einigen Dingen, über die ich hier in Zukunft noch schreiben will, vorgreifen.

Kreativ

Beim kreativen gibt es erst einmal gleich ein großes Manko! Seit vielen Monaten arbeite ich mit einer Künstlerin an einem Bildband. Die Arbeit daran wird noch viele weitere Monate andauern, aber bevor es nicht fertig ist, darf und kann ich kein Wort darüber verlieren.

Also vergesst am besten schnell, was ich eben gesagt habe!

Aber so ein winzig kleines bisschen kreativ war ich im letzten Jahr zum Glück doch noch! Fangen wir gleich im Januar an. Der war für mich letztes Jahr ziemlich Stressig. Dennoch fand ich Zeit für eine kleine Session.

Stahlwolle

Stahlwolle galt es zu fotografieren! Zugegeben, Stahlwolle ist nun nichts Neues und im Internet gibt es Millionen Bilder von diesem Funkenflug. Aber ich finde jeder Fotograf, der sich für längere Verschlusszeiten interessiert, oder gar mal in Richtung Lightpainting gehen will, sollte so eine Session einmal gemacht haben.

Meine Session hat zu seiner Zeit auf einem zugefrorenen See stattgefunden. Eigentlich wollte ich die Spiegelungen auf dem Eis festhalten. Da es aber recht stark schneite, ist darauf nicht geworden (Wäre ich nicht so schusselig, hätte ich einen Besen mitgenommen).

Lightpainting

Nach der Stahlwolle befasste ich mich ausgiebig mit dem Thema Lightpainting. Dazu kann ich allerdings noch nicht viel zeigen, da die meisten Bilder noch der Geheimhaltung unterliegen. Aber ein schönes Strichmännchen im Einkaufswagen habe ich gemalt.

Highspeed Aufnahmen

Etwas vollkommen neues waren für mich dieses Jahr die Highspeed Aufnahmen, die ich gemacht habe. Hintergrund war meine neue Lumix (dir ich mir eigentlich nur zum Filmen gekauft habe). Diese beherrscht einen Serienbildmodus von 30 Bildern pro Sekunde.

Motiv waren Wasserbomben, die wir mit Pfeil und Bogen zerschossen haben. Neben der schneller Seriengeschwindigkeit, nutze ich noch außerordentlich kurze Verschlusszeiten. Die kürzeste betrug, glaube ich 1/16.000 Sekunde! Das ist mal Highspeed!

Nach den Wasserbomben hatte ich mir ursprünglich auch noch Glühbirnen vorgenommen. Diese sollten im aktivierten Zustand zerschossen werden. Aber aus dieser Session ist letztes Jahr nichts mehr geworden. Auf dem Plan steht dieses kleine Projekt aber weiterhin noch.

Startrails

Startrails sind ja im Prinzip auch nichts Neues. Solche Bilder habe ich in der Vergangenheit hier auch schon gezeigt. Was mich aber im letzten Jahr interessierte ist so etwas:

Vom Prinzip her wusste ich, wie eine solche Sequenz zu erstellen ist. Während ich bei einem einzelnen Startrail-Bilder einfach eine Bildsequenz von, sagen wir einmal 300 Bilder übereinander lagere, anschließend die hellen Bildbereiche einfach überblende und alles als einzelnes Bild abspeichere, brauche ich für ein Startrail-Video eine Bildsequenz, in der sich die Überlagerung kontinuierlich aufbaut (Bild 1+Bild 2=Bild 1 neu; Bild 1 neu+Bild3=Bild 2 neu…).

Das ist ziemlich viel Arbeit und ich habe angestrengt nach einer Möglichkeit zur Automatisierung gesucht (schließlich ist es immer wieder der gleiche Prozess). Aber hierzu gibt es demnächst ein ausführliches Tutorial Video.

So, ich denke, dass der kreative Teil damit beendet ist. Ach, wie finde ich das schön, wenn man sich das alles beim Schreiben noch einmal in Erinnerung bringen kann.

Makro

Im letzten Artikel habe ich ja schon einige Makrobilder von Insekten gezeigt. Wenn ich mit dem Makro Objektiv einmal nicht auf der Jagd nach Insekten war, fotografierte ich Wassertropfen.

Oh, da fällt ein, dass ich hier durchaus Kreativ war. Nicht etwa bei der Auswahl des Motivs (Ja Wassertropfen, das gab es noch nie!), sondern in der Art, wie ich die Bilder aufgenommen habe.

Wie Ihr vielleicht wisst, ist die geringe Schärfentiefe im Makrobereich immer ein Problem (ja, sogar bei Micro four thirds!). Fotografiert man mit Offenblende, bekommt man alles scharf, was man scharf haben will. Blendet man stark ab, ist es entweder zu dunkel (Blitz und Dauerlicht hat man ja nicht immer dabei, und lange Belichtungszeiten funktionieren auch nicht immer) und meistens hat man immer noch nicht alles scharf, was man scharf haben will!

Ein wirkliches Dilemma. Auch hier habe ich dieses Jahr ein wenig experimentiert. Focus BKT, also eine Bildreihe, bei nicht die Belichtungsparameter verschoben werden, sondern der Fokus. Da der umgangssprachliche Begriff „Belichtungsreihe“ hier nicht so ganz passt, habe ich das ganze einfach „Fokusreihe“ genannt.

Ähnlich den Startrail Videos liegt die Problematik bei den fokusreihen ebenfalls in der Postproduktion. Aber auch hier gibt es demnächst ein ausführliches Tutorial.

Manche der Bilder, die Ihr hier seht, wurden aus bis zu 60 Einzelaufnahmen zusammengesetzt!

Handy

Zum Abschluss gibt es noch etwas ganz unaufgeregtes. Manchmal begegnen einem ausgerechnet dann die schönsten Motive und Szenerien, wenn man keine ordentliche Kamera zur Hand hat.

Aber wie sagt man so schön, die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat. Ganz nach diesem Motto habe ich mir auch die schönsten Handybilder aus 2018 herausgesucht.

Mein Smartphone, ein Moto Z2 Play ist jetzt nichts Besonderes. Zugelegt habe ich es mir, weil ich das System mit den Moto Mod Erweiterungen sehr interessant fand (ich habe auch diverse Mods wie Akkus, Lautsprecher, Gamepad und Beamer).

Und wenn ich mir mal so mein Bildarchiv anschaue, stelle ich fest, dass das Handy öfters zum Einsatz kam, als gedacht. So war es auf längeren Gassi Touren immer für einen Schnappschuss gut. Auf meinem einzigen Motorradausflug in 2018 war es ebenfalls dabei, wie zu meiner Tour zu Michaela nach Hessen im Sommer (ich mag das Touri-Zeugs einfach).

Auch bei diversen Zeitraffer Sessions kam es, meist aus Langeweile, zum Einsatz.

So, damit ist der größte Teil der Best Of Reihe auch schon abgearbeitet. Die letzten beiden Kategorien hebe ich mir für den nächsten Artikel auf.

Bis dahin

Euer Mario

Best Of 2018

Das Jahr nähert sich nun unerbittlich seinem Ende (mittlerweile ist es schon längst vorbei😅) zu und es ist an der Zeit die vergangenen 12 Monate zu reflektieren.

Auch ich habe in den letzten Tagen ein wenig in meiner Lightroom Datenbank gestöbert und ein paar Bilder herausgesucht. Das Ganze habe ich dann so gut wie möglich in Kategorien sortiert.

Insgesamt sind es 8 Kategorien und ich hoffe mal, dass ich das alles in höchstens 3 Artikeln unterbringen kann. Auf gehts!

Menschen

Gut, viele von Euch wissen vielleicht, dass Menschen nicht unbedingt meine Stärke sind. Je ruhiger es um mich herum ist, desto wohler fühle ich mich.😊

Dennoch gab es dieses Jahr auch einige Gelegenheiten einmal mit Menschen zu arbeiten!

Das war zum Beispiel eine Portrait-Session, wie Ihr eben gesehen habt. Da solche Sessions bei mir recht selten sind, gibt es immer wieder Dinge, die man dabei lernen kann. Spannend!😀

Eine andere Art der Fotografie von Menschen sind natürlich Events. Hier war ich dieses Jahr ein wenig mit den Jungs von Kontra-st unterwegs. Jeder Freund des Punk-Rocks sollte sich die Jungs einmal anhören. Aber auch für Menschen, die auf kritische Lyrics stehen sind die Songs bestimmt etwas.👍

Eigentlich hatten wie auch viel mehr vor als nur ein paar Eventbilder zu machen. Ein Musikvideo stand (und steht) nach wie vor auf den Plan. Dieses Jahr war es leider mit der Zeit nicht so ganz einfach. Aber das Projekt „Musikvideo“ reizt mich einfach so sehr, dass ich das auf jeden Fall durchziehen will!💪

Natürlich gibt es auch noch die anderen typischen Events, die jedes Jahr ins Haus stehen. Ich rede natürlich von Hochzeiten!👰 🤵

Ich habe mir vorgenommen immer nur eine Handvoll Hochzeiten pro Jahr zu begleiten. Der Grund ist ganz einfach, dass ich nicht möchte, dass es Routine wird. Wenn ich jede Woche einen Hochzeitsauftrag annehmen würde, wäre es nichts Besonderes mehr.

Neben den der Handvoll Bezahlaufträge, die ich hier jedes Jahr annehme, kommen natürlich von Zeit zu Zeit auch die Feiern von alten, besonders guten Freunden. Dieses Jahr durfte ich meine gute Freundin Michaela begleiten.

Zu diesem Zweck habe ich im Vorfeld einen kleinen Ausflug nach Hessen gemacht. So konnten wir uns schon einmal die Locations ansehen, ich konnte den Bräutigam kennenlernen und genug Zeit für Sightseeing (die beiden wohnen am Edersee) war auch noch. Und sowohl die Hochzeitsfeier, als auch die späteren Bilder waren wirklich toll!


Tiere

Tiere sind schon eher mein Ding. Ich bin sehr gerne in der Natur unterwegs. Vor allem im Sommer macht es mir wahnsinnig viel Spaß, einfach das Equipment zu schnappen und irgendwo raus zu fahren.

Natürlich laufen einen bei diesen Gelegenheiten auch die einen oder anderen Tiere über den Weg. Aber die Bilder hier sind natürlich nicht nur Zufallsbegegnungen. Auch auf die „Jagt“ begebe ich mich sehr gerne.

Und ich bin auch tatsächlich schon recht gut darin geworden, den Tieren nachzustellen. Von den örtlichen Jägern (also den richtigen Jägern) konnte ich schon einiges lernen.

☝️ Kleiner Tipp: Als angehender Tierfotograf ist es extrem wichtig sich mit den Jägern gut zu stellen! Die Jäger wissen, wo es welche Tiere gibt und können einen manchmal auch einige sehr gute Tipps geben. Stellt man sich mit Ihnen besonders gut, kann man vielleicht sogar die Hochsitze benutzen (aber fragt unbedingt vorher!).

Aber ein paar Tiere stehen noch auf meiner Liste, die ich noch nicht vor die Linse bekommen habe. So würde ich sehr gerne einmal ein Wildschwein erwischen (ich habe bis jetzt immer nur die Spuren gefunden und sie hin und wieder mal gehört), aber die Schlingel verstehen es sehr gut, einem aus dem Weg zu gehen. Auch der Dachs steht noch auf meiner Liste (Wo ein Bau ist, weiß ich schon).

Wenn sich die Wölfe bis zu uns ausbreiten, werden diese sicherlich bei mir auch zur Diskussion stehen.

Was gab es noch?

Oh ja! Im Frühjahr war ich besonders in der Makrowelt auf der Jagt. Und zwar habe ich das Zuiko 60 mm f2.8 auf Herz- und Nieren getestet. Auch Features wie Focus BKT habe ich an Insekten aufprobiert. Und ich muss gleich sagen, dass Insekten nicht unbedingt einfacher zu fotografieren sind, wie große Säugetiere.

Bevor man richtig nah dran ist, ist die Fluchtdistanz meist schon unterschritten und die Tiere suchen das Weite! Wie auch bei den großen Tieren muss man langsam und vorsichtig vorgehen.

Aber egal, ob ich nun große Tiere gejagt habe oder in der Makrowelt war, für mich ist es immer wieder ein ergreifendes Erlebnis die Tiere in Ihrer Umgebung zu beobachten.

Ich könnte Stundenlang dabei zusehen, wie das Leben um mich herum seinen Weg geht.

Und natürlich darf auch Raika hier nicht fehlen. Da sie sehr oft auf meinen Touren mit dabei ist, habe ich natürlich auch nicht gerade wenig Bilder von Ihr.😂

Lost Place

Wo bei der Tierfotografie das Leben um einen herum nur so blüht, ist bei einem Lost Place alles Tot.

Dieses Jahr war ich nicht so aktiv. Aber das hat natürlich auch seinen Grund. Die Recherche nach guten Locations nimmt viel Zeit in Anspruch. Vom Hörensagen bis zu einer konkreten Adresse ist es ein langer Weg.😓

In diesem Jahr hat es für ausführliche Recherchen einfach an der Zeit gemangelt. Und so habe ich gerade einmal 3 Lost Places besucht.

Mit Kopflampe, Sicherheitsschuhen, Kamera und Stativ bewaffnet machte ich mich immer auf den Weg. Die Stirnlampe und die Sicherheitsschuhe sind übrigens Erfahrungswerte.

Nachdem ich letztes Jahr einmal fast 5 Meter in die Tiefe gestürzt wäre😳, weil die Treppe einfach so aufhörte (ich war in völliger Dunkelheit unterwegs), habe ich nun immer eine Lampe dabei. Für die Stirnlampe entschied ich mich deshalb, weil ich mit Ihr noch beide Hände freihabe und in Ruhe fotografieren kann.

Das Besuchen und Fotografieren von Lost Places ist für mich immer etwas ganz besonderes. Es ist immer ein Teil Geschichte, den man erkundet. Auch die Geschichte meist von trauriger Natur ist, schreitet man stets mit Ehrfurcht durch die alten, verfallenden Gemäuer.

Von solchen Orten geht immer ein ganz besonderer Reiz aus. Der Abenteurer in mir wird geweckt. Alles will erkundet werden und sind die Flure, Gänge und Katakomben auch noch so wackelig.

Auch die Emotionen, die man beim Erkunden erlebt sind etwas Besonderes. So stand ich bei einem Lost Place in einer großen Halle mit wunderschönen Deckenornamenten. Der gesamte Raum war schon völlig heruntergekommen. Sowohl im Boden, als auch in der Decke klafften große Löcher. Nur die Deckenverzierungen in der Mitte des Raumes waren noch instand.

Getragen wurden Sie von 4 Schneeweißen und ebenfalls reich verzierten Säulen. Und obwohl der Raum schon so verfallen war, stand ich voller Ehrfurcht darin. Ich konnte erkennen, wie schön es hier einst gewesen sein muss.

Gleichzeitig machte es mich auch ein wenig traurig mit ansehen zu müssen, wie diese Schönheit nun langsam zerfällt. Aber das ist wohl der Gang, den alles irdische einmal gehen muss.😢

Es kann auch durchaus einmal gruselig werden!😬 Dieses Jahr habe ich mich zum Beispiel durch einen dunklen Gang Tief unten im Keller eines Gebäudes durchgekämpft (Es gab mehrere Kellergeschosse). Ich wollte sehen, ob es so weit unten noch einen lohnenden Fotospot gibt.

Einen Fotospot habe ich dort unten zwar nicht gefunden, aber von Zeit zu Zeit gab es ein Scheppern, Klopfen und schleifen. So allein in der Dunkelheit war das schon sehr gruselig. Wie sich letztendlich herausstellte, war ich tatsächlich nicht allein! Ein anderer Fotograf erkundete ebenfalls das Terrain. Ich sah ihn etwas später einge Etagen über mir.

Hingegangen bin ich jedoch nicht, Ihr wisst ja, Menschen…

So, nach so viel Text soll es das für heute aber auch schon gewesen sein. Mal sehen, welche Kategrorien ich mich beim nächsten Artikel widme.

Bis dahin!

Euer Mario

Die traditionellen Silvesterbilder

Alle Jahre wieder feiern wir Silvester und alle Jahre wieder stehe ich irgendwo in der Pampa und halte das ganze Spektakel fest.

Dieses Jahr habe ich den dritten Versuch gemacht, eine vernünftige Zeitraffersequenz zu erstellen und ich denke, dass es dieses Mal tatsächlich geklappt hat.

Die Sequenz habe ich dieses Jahr sogar noch auf andere Weise verarbeitet. Und zwar habe ich einen Stack von allen 400 Bildern gemacht. Das Ergebnis davon ist sogar recht interessant.

Stack aus 400 Bildern!

Interessante Ergebnisse kann man auch anderswie bekommen. Ich weiß nicht woran es lag (Bier?!😂), aber irgendwie war ich dieses Jahr ein bisschen wackelig auf den Beinen.

So sind einige ziemlich merkwürdige Bilder herausgekommen.😅

Reflektion

So ein ruhiger Abend in der Pampa ist auch immer eine gute Möglichkeit über das vergangene Jahr zu reflektieren.

Ich erinnerte mich an der Wohnwagen, den ich mir dieses Jahr kaufte. Das war eigentlich schon immer ein Traum gewesen. Es hatte etwas Abenteuerliches. Auch meine Tour in den Harz (inklusive Wildcampen in der Wildnis) war eine wirklich super Erfahrung!😀

Trotzdem habe ich mich im Verlauf des Jahres, vor allem aus Platzgründen (Ich wusste nicht, wo ich das Ding parken konnte) wieder davon getrennt.

Generell habe ich mich dieses Jahr von vielen Dingen getrennt. Mein Motorrad habe ich abgegeben, weil ich einfach zu selten gefahren bin. Auch von meinem Macbook habe ich mich getrennt, weil es die meiste Zeit nur im Schrank stand (was ich sehr schade fand😔).

Auch Beruflich gab es viele interessante Änderungen. Das Belichtungswerk hat nun eine Hochzeitsdivision mit komplett eigenen Auftritt. Für das Belichtungswerk selbst lief es auch sehr gut. Meine Arbeit verlagert sich von der reinen Produktpräsentation immer mehr in Richtung Marketing Agentur.

Ständig kamen neue Projekte und Herausforderungen und ich konnte immer wieder etwas dazu lernen. Besonders war, dass ich mich dieses Jahr auch mal wieder in ein Angestelltenverhältnis getraut habe.

6 Monate war ich hier beschäftigt (natürlich in Teilzeit, damit ich meine eigenen Projekte weiter nachgehen kann…was meistens nicht so geklappt hat) und habe ich erreicht und gelernt. Verlassen habe ich dann die Firma mit einem ausgezeichneten Arbeitszeugnis.

Ich weiß jedoch nicht, so etwas in 2019 noch einmal vorkommt. Was aber im Jahr 2019 auf jeden Fall wieder kommt sind ausgedehnte Urlaube. Ich liebäugle noch einmal mit einer Alpentour. Außerdem möchte ich die Mecklenburgische Seenplatte besuchen.

Eine weiteres, unbedeutendes Nebenprojekt für 2019 wäre vielleicht auch mal eine funktionierende Beziehung auf die Reihe zu bekomme (aber das Projekt befindet sich wie immer noch in der Warteschleife).😅

Ich denke das war auch schon alles, was man über das Jahr 2018 sagen kann. Alles in allem fand ich es ein sehr schönes Jahr. Ich bin gespannt, was mich dieses Jahr erwartet!💪

Bis dahin

Euer Mario

Die Mavic Air

Drohnen an sich sind für mich ja nichts Neues. Seit einigen Jahren (ich glaube seit 2015) besitze ich eine Phantom 3 Advanced. Das war damals das mittlere Modell, welches DJI anbot.

Mit der Phantom 3 sah ich die Welt damals zum ersten Mal von Oben (zumindest aus fotografischer Sicht) und war erstaunt über die Möglichkeiten, die sich damit boten. 😁

Und bis auf eine winzige Kleinigkeit war ich mit meiner Phantom 3 auch so glücklich, dass ich Nachfolger links liegen lag. Gut, meine Phantom 3 hatte damals gute 1.600 Euro gekostet und ich war wenig bereit gleich nach einem Jahr dieselbe Summe für den Nachfolger auszugeben. 🤨

Aber dessen ungeachtet, sagte ich ja, dass mich an der Drohne immer etwas gestört hat. Die Phantom 3 ließ sich wirklich super fliegen und die Bilder, die sie lieferte, waren einfach eine Wucht!

Aber leider war sie auch groß und schwer. Wollte ich damit fliegen, so konnte ich keine sonderlich weiten Strecken laufen, denn die Drohne befand sich stets in einem großen Rollkoffer.

Ich hatte zwar noch einen speziellen Rucksack für die Drohne, aber dann hätte ich auf mein restliches Kameraequipment verzichten müssen. Das war immer ein Kompromiss, den ich nicht einzugehen gewillt war. 😤

Also stand die Drohne eigentlich die meiste Zeit im Schrank und wurde nur dann für eine Tour herausgeholt, wenn diese speziell an die Erfordernisse der Drohne angepasst war (heißt nicht mehr als 500 Meter Fußweg mit dem Rollkoffer).

Sogar im Wald fliegt die Drohne sicher!

Freilich war solch ein begebnis selten der Fall, weshalb die Drohne langsam Staub anzusetzen begann. Am meisten habe ich mich letztes Jahr während meiner Alpenreise über dieses klobige Ding geärgert. 🤬

Es gab tief in den Bergen so viele wunderschöne Flecken, bei denen es sich wirklich gelohnt hätte, die Drohne aufzusteigen und ein paar Luftaufnahmen anzufertigen.

Aber leider war das wegen der Größe nicht möglich, denn ich hatte ja 12 Kilogramm Kameraeuipment und Lebensmittel auf den Rücken (ganz zu schweigen von Raika, die ich ja auch noch dabei hatte).

Dieses Jahr habe ich dann eine Entscheidung gefällt. Was nützt mir eine Drohne, mit der ich so selten fliege?! Also weg damit! Ich verkaufte die Phantom 3. Aber vorher habe ich mir natürlich schon etwas Neues angeschafft.

Lange habe ich überlegt. Sollte ich bei DJI bleiben? Immerhin ist die Firma Marktführer und ich bin im Umgang mit der App etc. schon vertraut. Als Alternative wollte ich mir auch noch ein Modell von Parrot anschauen, welches ebenfalls vielversprechend war.

Aber reden wir nicht darüber, denn letztendlich bin ich dann aber doch bei DJI geblieben. Es wurde eine Mavic Air! Im Sommer habe ich sie mir gekauft und war seitdem schon viele, viele Stunden in der Luft.

Ich bin immer noch ganz fasziniert davon, wie klein die Drohne ist. Sie passt sogar in meine kleinste Fototasche (Lowepro Passport Sling)! Und das samt der OMD, die ja auch immer dabei ist!

Was wäre ich froh gewesen, wenn ich so etwas schon im letzten Jahr auf meiner Reise gehabt hätte! Und das wirklich beste kommt ja noch:

Obwohl die Drohne so klein ist, schlägt sie meine alte Phantom 3 um längen. Sie fliegt schneller und stabiler, hat mehr Sensoren, mehr Sicherheitsfunktionen und allgemein mehr Features.

Nur die Flugzeit ist in etwa die gleiche geblieben. Allerdings gibt es auch einige Verschlechterungen im Vergleich zur Phantom 3. So ist die Reichweite der Fernbedienung wesentlich kleiner. Aber keine Sorge, für die in Deutschland erlaubten 100 Meter reicht es allemal!

Was mir bis jetzt besonders gut gefällt, sind die vielen Funktionen, welche die App bietet. So gibt es zum Beispiel viele vordefinierte Bewegungsabläufe, mit denen man wirkliches Kinofeeling einfangen kann. 🤩

Auch die Tracking Funktion, mit der die Drohne ein Zeil verfolgt, oder die POI-Funktion, mit der die Drohne über einem bestimmten Objekt kreist, sind super!

Aber es gibt natürlich auch mehr oder weniger Sinnfreie Funktionen. So hat DJI der Drohne sogar einen Zeitraffer-Modus spendiert. Das hört sich auf den ersten Blick interessant an und tatsächlich tut der Modus auch, was man von ihm erwartet.

Wirklich sinnvoll wäre so ein Modus aber nur wenn die Drohne mit Atomenergie oder so etwas angetrieben würde. 😂 Im Ernst DJI, was bringt es mir, wenn ich die Drohne im 20 Sekunden Intervall fotografieren lasse?! Für eine 10-sekündige Videosequenz müsste die Drohne volle 100 Minuten in der Luft bleiben. Selbst wenn Sie bei wenig Wind auf der Stelle schwebt, sind mehr als 25 Minuten einfach nicht drin.

In der Realität kann ich nur den kleinstmöglichen Intervall (5 Sekunden) nutzen. Und selbst komme ich nicht immer auf meine 300 Bilder. Sicherlich wird sich in der Akkutechnologie in Zukunft noch einiges ändern, aber meine Mavic Air wird davon wohl nicht mehr profitieren.

Aber lassen wir das Thema. Ich habe aus meinen ersten Stunden einmal ein kleines Video zusammen geschnitten, bei dem ich alle Funktionen einmal ausgetestet habe. Für die ersten Experimente für die Funktionen sind dort wirklich gute Szenen herausgekommen.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=3tniOfPnrVk

Alles in allem bin ich mit der Mavic Air sehr zufrieden! Jetzt kann ich bei meinen Touren endlich eine Drohne mitnehmen und muss keine Kompromisse eingehen! Da fiebere ich doch gleich meiner nächsten großen Tour entgegen!

Bis dahin

Euer Mario

Mit Raika im November

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Kaum hat der November angefangen, ist er auch schon wieder vorbei. Hier bei mir war das Wetter im letzten Monat auf jeden Fall sehr durchwachsen.

Es gab viele Tage mit strahlenden Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Es gab aber jede Menge Regen und ein paar Tage lag sogar Schnee!

Und viele, viele Nebeltage hat der November, jedenfalls hierzulande gebracht. Aber als ob das Wetterportfolio im letzten Monat nicht schon groß genug war, nein, es gab da noch eine Kuriosität, die besonders gegen mich gerichtet war.

Immer wenn es einmal ein schöner sonniger Tag war und ich mir vornahm raus zu gehen und eine kleine Zeitraffer-Session zu machen, regnete es. Das passierte mir 4-5 Mal! Es war wirklich kurios.

An den schönen Tagen hat Raika immer schön mit Ihrer besten Freundin Lou gespielt (wie Ihr ja sehen könnt). An den weniger schönen Tagen zog es mich in den Wald.

Dort ist es einigermaßen trocken und vor allem Windstill! Letzteres war mir immer sehr wichtig, denn der stürmische Wind hat mich manchal schon ziemlich genervt! Das wichtigste ist jedoch, dass Raika im Wald nicht so dreckig wird und ausufernde Bade-Sessions damit entfallen.

Außerdem bietet der Wald nebenbei ja auch noch jede Menge toller Motive. Dieses Mal hat es mir der Nebel ganz besonders angetan. Wann immer ich aus dem Fenster die trübe „Nebelsuppe“ sah, schnappte ich mir mein Equipment und machte mich auf, in den Wald.

Einmal spielte mir das mürrische Wetter aber hier auch einen Streich. Während direkt vor dem Wald die Sichtweite vielleicht 30 Meter betrug, war im Wald vom Nebel keine Spur zu sehen. Das war mehr als nur frustrierend!

Wenn es dann allerdings einmal klappte, war die Stimmung schon sehr mystisch. Da gab es Sonnenstrahlen, die durch den Nebel brechen, oder Waldtiere, wie etwa Rehe, welche sich leicht im Nebel abgezeichnet haben.

Zu schade, dass die Nebelzeit schon wieder vorbei ist. Ich bin gespannt, was der Dezember so alles mit sich bringt! Vielleicht sogar etwas Schnee?!

Bis dahin!

Euer Mario


Behind the Timelapse

Heute möchte ich einmal ein bisschen darüber erzählen, was hinter den Kulissen bei einer Zeitraffer-Session passiert.

Zuerst einmal folgendes: Wenn man einen Zeitraffer aufnimmt, hat man sehr viel Zeit für alles mögliche! Und ich meine teilweise wirklich viel Zeit, denn die Kamera läuft für eine einzige Sequenz auch gerne einmal einige Stunden.

Was mache ich also in der Zwischenzeit?! Nun ja, früher, also vor 2015 habe ich meist einfach herumgesessen, gechillt, die Landschaft genossen oder auch ein wenig am Smartphone gelesen.

Seit Ende 2015 begleitet mich ja Raika auf meinen Touren, was eine gute Abwechslung ist. Und so lasse ich Sie in der Gegend herumstromern (solange es nicht dunkel ist), gehe mit Ihr etwas spazieren (aber immer nur so weit, dass ich die Kamera noch sehen kann!), spiele ein wenig mit Ihr, oder ignoriere Sie gar.

Aber auch wenn der technische Fortschritt das Aufnehmen komplizierter Sequenzen sehr vereinfacht hat, bin ich nicht ganz arbeitslos geworden. So checke ich immer mal wieder die Akkus von Kamera, Slider und Tablet, schaue ob noch genug Platz auf der SD-Karte ist, prüfe Stichpunktartig die Belichtung und schaue ob allgemein alles korrekt funktioniert.

Zu 90 % aber läuft die Sequenz von ganz alleine durch. Tools wie qDSLR Dashboard, welches ich für meine Canon nutze (ach wie schön wäre es, wenn die App mit Olympus oder Panasonic Kameras funktionieren würde…) bieten hier mittlerweile einen enormen Komfort.

Während ich früher bei Holy Grail Sequenzen permanent die Belichtung kontrollieren und beinahe im Minutentakt korrigieren musste, läuft heutzutage alles Computergesteuert. Einfach vorher die Parameter eingeben und der Rest geschieht automatisch.

Im Großen und Ganzen finde ich diese Entwicklung auch gut. Trotzdem bin ich froh darüber, dass ich solche Zeitraffersequenzen noch manuell anfertigen musste. Die gewonnene Erfahrung daraus ist unersetzlich.

Aber genug der Geschichtsstunde! Was mache ich nun eigentlich, wenn ich eine Zeitraffer-Sequenz aufnehme?

Meistens stelle ich die Kamera ja an recht interessanten Orten oder vor imposanten Kulissen auf. Was würde sich da besser eignen, als in der Zwischenzeit eine kleine Fototour zu machen?

In der Tat habe ich immer eine zweite (oder dritte) Kamera dabei, die ich während der Tour nutze. So gelingen mir zusätzlich noch ein paar gute Bilder und die Zeit geht auch schneller herum. Außerdem können dadurch solche Dokumentationen einer Zeitraffer-Session entstehen.

Während die Kamera läuft, ist es aber auch immer wieder schön, einfach nur da zu sitzen und die Szenerie auf sich wirken zu lassen. Vor allem Sonnenuntergänge haben eine unheimlich entspannende Wirkung und entschleunigen einen richtig. Das ist Balsam für die Seele.

Manchmal mache ich sogar ein Nickerchen, während die Kamera läuft. Da ich Raika, meine mobile Alarmanlage sowieso immer dabei habe, brauche ich mir um meine Sicherheit auch keine Sorgen zu machen.

Oh, da wären natürlich auch noch die 10 % der Zeit, in der ich mich dann auch tatsächlich mit dem Aufnahmen des Zeitraffers beschäftige.

Einzige Ausnahme bilden an dieser Stelle Zeitraffer Sequenzen, die ich mit meiner Mavic Air aufnehme. Schon aus Sicherheitsgründen muss ich hier ständig alles im Auge behalten.

Alles in allem ist die Zeitrafferproduktion aber ein super schönes Hobby. Nicht so stressig wie reguläre Fotografie, dafür schön entspannend und entschleunigend!

Die Bilder in diesem Artikel sind übrigens alle im August dieses Jahres entstanden. Während der Sequenz, die ich hier aufnahm (Start: 20:30 Uhr Ende: 01:00 Uhr Nachts) testete ich meine neue Lumix mit dem 16er 1.4 aus.

So kann man sich auch die Zeit vertreiben…

Bis dahin

Euer Mario

Mit Raika im Oktober

Der Oktober ist zwar nicht mehr ganz so aktuell, aber die Bilder möchte ich Euch natürlich trotzdem nicht vorenthalten.

Letzten Monat war ich wieder mehr im Wald unterwegs. Ich persönlich mag die Herbstzeit ja sehr! Die fallenden Blätter, die strahlenden Farben, ich finde das jedes Mal von neuen schön.

Und das Wetter war hier im Oktober wirklich super! Sonnenschein und 17-20 Grad. So hätte der Herbst bleiben können. Gut, aktuell sind es eher 1 Grad und es liegt schnee, also herrscht aktuell eher schon Winter.

Im Wald war ich im Oktober nicht nur wegen der Farben, sondern weil ich in erster Linie auf Pilz jagd war. Eigentlich wollte ich ein paar schöne rote Fliegenpilze finden, um davon ein paar Makroaufnahmen zu machen. Aber durch die trockenheit waren Pilze eher Mangelware.

Gerade einmal ein Bild konnte ich machen! Aber echte Herbstbilder zeichnen sich auch durch ihre strahlenden Farben aus. Und die gab es letzten Monat zuhauf. Bei tief stehender Sonne leuchtet wirklich alles im Wald. Teilweise war die Atmospähre wirklich magisch!

created by dji camera

Was habe ich noch so gemacht? Ach ja, geflogen bin. Seit langer Zeit mal wieder. Meine alte Phantom 3 Pro habe ich verkauf (zu groß, zu schwer). Als Ersatz schaffte ich mir eine Mavic Air an.

Und diese Anschaffung hat sich wirklich gelohnt. Es ist kaum zu glauben wie klein die Drohne ist! Und trotzdem kann sie alles, was die „große“ auch kann, teilweise sogar besser!

Zur Mavic Air kommt in Zukunft auch noch mehr!

So, das soll es jetzt auch schon gewesen sein. Ich habe nach wie vor zurzeit viel um die Ohren, versuche aber wieder regelmäßiger etwas zu posten.

Wünscht mir Glück dabei!

Euer Mario




Wasserbomben und High-Speed-Aufnahmen

Speziell für den Filmbereich habe ich mir ja vor einiger Zeit eine Lumix angeschafft. Die G81 ist zwar nicht die größte Kamera von Panasonic, aber zum Ausprobieren reicht sie vollkommen aus.

Als ich mich einmal intensiver mit der Kamera beschäftigt habe, fand ich auch gleich eine ziemlich interessante Funktion. Die Lumix bietet die Möglichkeit Serienaufnahmen mit bis zu 30 Bilder pro Sekunde aufzunehmen.

30 Bilder pro Sekunde hören sich erst einmal sehr gut an. Aber natürlich gibt es dabei auch einen Haken. So nimmt die Kamera die 30 Bilder „nur“ in 4K UHD Auflösung auf. 4K klingt für den Normalo nach hoher Auflösung, für uns Fotografen ist das aber eher wenig, denn es sind nur ungefähr 8 Megapixel.

Es gibt noch einen weiteren großen Nachteil. Die 30 Bilder pro Sekunde, die die Kamera aufnimmt, werden nur in Jpg-Format gespeichert. Durch das Speichern der Bilder in Jpg ist dieser Modus natürlich nicht für alle Szenarien geeignet. In meinem Fall war das aber relativ Egal. Sie Szenerie war Statisch, von daher konnte ich die Belichtung und Schärfentiefe perfekt einstellen. Jpg war also für mich weniger das Problem.

Das größere Problem war für mich eher die niedrige Auflösung, die die Bilder später haben würden. Aber da mein Setting ja eher statisch war, konnte ich das mit einer entsprechenden Brennweite korrigieren. Benutzt habe ich übrigens mein Zuiko 60mm f2.8, welches eigentlich für Makros gedacht ist.

Beim Shooting selbst drehte es sich (wie Ihr es ja bereits gesehen habt) um Wasserbomben. Die Wasserbomben hingen gefüllt an einem Rahmen, der eigentlich für ein Hintergrundsystem gedacht war. Zum Platzen brachten wir die Wasserbomben ganz klassisch mit Pfeil und Bogen.

Die ganze Aktion hat sich ungefähr über 2 Stunden hingezogen. Das lag zum einen daran, dass die kleinen Wasserbomben natürlich auch mit dem Bogen getroffen werden musste und zum anderen, dass ich erst die passende Belichtungszeit finden musste, um die platzenden Wasserbomben einzufrieren und trotzdem noch eine korrekte Belichtung zu erhalten.

Im Laufe des Shootings tastete ich mich auf eine Verschlusszeit von 1/12.000 heran. Die Lumix geht mit dem elektronischen Verschluss bis 1/16.000. Bei 1/16.000 waren die Bilder dann aber doch zu dunkel.

Und ich muss sagen, dass ich trotz einer Seriengeschwindigkeit von 30 Bilder pro Sekunde einen Ausschuss von gut 50 % hatte. Die Pfeile flogen einfach so wahnsinnig schnell durch die Gegend!

Was gibt es bei den Kameraeinstellungen noch so zu beachten? Ach ja, der Fokus war natürlich auf Manuell gestellt. Bei so einer hohen Seriengeschwindigkeit und die vielen Wassertropfen, ist es zum einen für die Kamera sowieso nicht möglich selbstständig zu fokussieren (das hätte sehr viel Ausschuss produziert). Da die Wasserbomben ja sowieso immer an der gleichen Stelle hingen, machte der manuelle Fokus ja auch Sinn.

Die Blende habe ich nicht bei 2.8 belassen, sondern etwas geschlossen, damit ich etwas mehr Schärfentiefe habe. Die Blendenwerte lagen zwischen 4 und 5.6. Da ich eine schnelle Verschlusszeit brauchte, war die Blende letztentlich immer ein Kompromiss, der mit einer erhöhten ISO einherging. Mehr gibt es zu den Kameraeinstellungen eigentlich nicht zu sagen.

Hier hat der Pfeil die Wasserbombe nur gestreift.

Als erwähnenswerte Besonderheit kann ich noch sagen, dass die Kamera bei der Aufnahme nicht nur die Einzelbilder abgespeichert hat, sondern auch die passenden Filmclips dazu. Diese habe ich mir einmal geschnappt und bearbeitet:

Als erstes seht Ihr die Situation, wie sie im Original war:

Wie Ihr sehen könnt, passiert das alles ziemlich schnell. Die 30 Bilder pro Sekunde sind also trotz aller Einschränkungen eine tolle Sache!

Als zweites seht Ihr einen Ausschnitt, den ich um 50 % verlangsamt habe:

Hier ist schon etwas mehr zu sehen! Aber es geht natürlich noch besser, denn als Nächstes habe ich noch einmal eine Szene, die ich um den Faktor 10 verlangsamt habe:

Als ich genügend Material zusammen hatte, machte ich auch noch einige Versuche im normalen Serienmodus. Die Lumix schafft hier gute 9 Bilder pro Sekunde. Ich merkte sehr schnell, dass wir wesentlich mehr Versuche brauchten, bis das gewünschte Ergebnis erziehlt wurde.

Ich war ja noch geduldig auf die EM5 Mk III und hoffe, dass Olympus hier eine ähnliche Funktion einbaut wie Panasonic. Vielleicht kann Olympus ja hier noch einige Verbesserungen einbauen!

Mit jedenfalls hat das Projekt sehr viel Spass gemacht und ich habe schon die nächste Idee, was ich mit dem Serienmodus alles machen könnte!

Wer sich aktuell überlegt sich eine Panasonic zu kaufen und an diesem Serienmodus interessiert ist, dem kann ich die G9 ans Herz legen. Die Kamera nimmt ebenfalls 30 Bilder pro Sekunde im Jpg auf, kann dies jedoch in 6K. Das sind immerhin 10 Megapixel mehr als die G81!

Das war es auch schon wieder von mir. Als Nächstes setze ich mich einmal hin und mache das versprochene Video zum Fokusstacking bei der OMD!

Bis dahin

Euer Mario

Fokus Stacking an der Olympus OMD

Im letzten Artikel schrieb ich ja, dass ich dieses Jahr in Sachen Makro Fotografie unterwegs war. Die Bilder dazu hatte ich ja schon entsprechend gepostet. Ich schrieb auch etwas zum Thema Fokus Stacking.

Naja, viel dazu geschrieben habe ich nicht, aber dazu ist jetzt ja dieser Artikel da. Ich bin immer wieder erstaunt, welche tollen Funktionen sich in den tiefen des Olympus-Menüs verbergen. Wenn man die oftmals fürchterliche Übersetzung der Menüpunke korrekt deuten kann, finden sich erstaunliche Dinge.

Dieses Mal möchte ich über die Fokus BKT-Funktion reden. Braketing kennt ja eigentlich jeder. Bilder werden mit unterschiedlicher Belichtung aufgenommen, der Fotograf kann im Vorfeld einstellen, welche Parameter die Kamera bei der Belichtungsreihe ändern soll.

Fokus BTK funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Allerdings wird hier nicht die Belichtung geändert, sondern die Schäfenebene! Theoretisch könnte ich damit ein Bild mit Blende 1.4 aufnehmen, welches von vorne bis hinten scharf ist.

Und tatsächlich gibt es einige Anwendungsbereiche. So habe ich diese Funktion mittlerweile schon sehr oft beruflich genutzt. Wenn Manchmal habe ich Produkte, die solch komische Maße haben, dass ich sie mit einer Normalbrennweite nicht komplett scharf bekomme. In diesem Fall greife ich mittlerweile immer gerne zum Fokus BKT!

Die Funktion war auch einer der Gründe, warum ich die EM-10 Mk I gegen die Mk II getauscht habe. Die Mk I konnte zu seiner Zeit noch kein Fokus BKT. Meine größere EM-5 kann diese Funktion ebenfalls.

Die Funktion ist bei beiden Kameras die gleiche. Man konfiguriert im Menü kurz, was gemacht werden soll und die Kamera legt dann los. Auch das Menü an sich ist erst einmal das gleiche.

Erst bei der Aufnahme habe ich dann erhebliche Unterschiede festgestellt. Während die EM-5 eine Fokusreihe aus 20 Bildern in knapp 2 Sekunden durchrattert, braucht die EM-10 dafür gut 20 Sekunden. In der Natur kann man also bei der EM-10 nur mit einem Stativ arbeiten.

Im Gegensatz dazu kann man mit der EM-5 Fokus BKT sogar aus der Hand machen! Die meisten Bilder hier in diesem Artikel sind in der Tat auch aus der Hand geschossen. Sie bestehen aus zwischen 10 und 30 Einzelbildern.

Zum Abschluss möchte ich Euch noch kurz erklären, wie Ihr die Funktion an der Kamera findet und konfiguriert:

1. Geht ins Menü der Kamera und navigiert zum zweiten Punkt. Wählt dort den Modus „Belichtungsreihe“ aus.

2. Jetzt habt Ihr die Wahl zwischen vielen verschiedenen Einstellmöglichkeiten. Wählt hier die letzte, nämlich „Focus BKT“.

3. Zuletzt müsst Ihr nun noch die Anzahl der Bilder einstellen und die Feinheit, mit der die Kamera den Fokus verschiebt. Eigentlich muss man sich hier etwas herantasten, da es ja auf das jeweilige Objektiv, die Brennweite und die Blende ankommt. Macht hier zur Vorsicht lieber etwas zu viele Bilder, als zu wenige.

4. Wenn Ihr jetzt ok drückt und so zum Startbildschirm der Kamera zurückkehrt, wird das Fokus BKT NICHT(!!!) aktiviert sein! Ich weiß nicht, ob es ein Bug ist oder ob ich nicht die aktuellste Firmware habe, aber ich muss im Menü Belichtungsreihe den Punkt Focus BKT mit „OK“ aktivieren. Aus den konkreten Einstellungen heraus wird diese Funktion zumindest bei mir nicht aktiviert.

5. Wenn das Focus BKT nun endlich aktiviert ist, erkennt Ihr, dass oben im Schnellmenü nun die drei Buchstaben „BKT“ angezeigt werden.

6. Stellt den Fokus nun auf den nächsten Punkt des Objekts, welches Ihr fotografieren wollt. Da die Kamera die Schärfeebenen von vorne nach hinten verschiebt, ist das sehr wichtig!

Wenn Ihr nun auf den Auslöser drückt, startet die Kamera und nimmt kontinuierlich die Bilder auf. Diese müssen dann später an den PC entsprechend zusammengesetzt werden. Ich denke, dass ich dazu später vielleicht noch ein Video für Euch mache (ich habe schon soooo lange kein Tutorial mehr gemacht)

Bis dahin

Euer Mario