Alpenurlaub Teil 5

Wie schnell die zeit vergeht! Heute ist schon Donnerstag und der Zenit meines Urlaubs ist damit auch schon überschritten. Nachdem wir in den letzten drei Tagen (vor allem gestern!) ziemlich viel unterwegs waren, wollen wir den heutigen Tag etwas ruhiger angehen lassen. Ich denke, dass wir uns das an dieser Stelle verdient haben.

Also machen wir uns gegen 09:00 Uhr in der Früh zu einer kleinen Gassi Runde auf. Ach, war das befreiend einmal nicht mit dem schweren Fotorucksack durch die Gegend zu laufen! Ohne ein einziges Bild einzufangen konnte ich bei unseren kleinen Spaziergang die Seele ein wenig baumeln lassen. Das Wetter war auch an diesem Donnerstagmorgen so, wie in den letzten Tagen. Sonnig und sehr warm. Auch heute würde das Thermometer wohl wieder über die 30 Grad Marke klettern. Aber das konnte uns ja egal sein, denn schließlich wollten wir diesen Tag ja ruhig machen.

 

Bevor wir uns dann aber ernsthaft Gedanken zum heutigen Tag machten, musste ich erst einmal Einkaufen fahren. Schließlich hatte ich fast nichts mehr zu Essen. Auch meinen Geliebten Earl Grey, den ich zu Hause vergessen hatte, konnte ich nun nachkaufen. Nach dem Frühstück machte ich mir dann erste Gedanken zum heutigen Tag. Da ich es, wie schon mehrfach erwähnt eher ruhig angehen lassen wollte (das bedeutete möglichst wenig zu laufen), sollte heute in erster Linie die Drohne zum Einsatz kommen.

Der Grund dafür ist, dass ich meine Phantom 3 in erster Linie nur in direkter Nähe meines Autos einsetzen kann. Die gesamte Ausrüstung der Drohne (Drohne, Fernbedienung, iPad, 4 Akkus, Koffer) ist nämlich ziemlich schwer, sodass ich damit nicht unbedingt auf unwegsamen Gelände wandern kann.

Als einen lohnenswerten Spot zum Fliegen empfand ich den Eibsee, an dessen Ufer wir ja bereits am zweiten Tag wanderten. Also verlud ich alles ins Auto und machte mich los zum See. Die Fahrt dahin dauerte jedoch fast drei Stunden! Kamen wir an zweiten Tag in Garmisch Patenkirchen nur sehr langsam voran, war es jetzt eine absolute Katastrophe! Diese doch eher kleine Ortschaft zu passieren dauerte eine Ewigkeit! Und da wir auch nicht direkt an den See fahren konnte, musste ich mir eine Alternativ Location aussuchen. Hammersbach hieß der Ort, der ganz in der Nähe liegt.

Aber auch hier gab es natürlich einige Probleme. Ich musste einen geeigneten Spot finden, um die Drohne starten zu können. Was sich in der Theorie einfach anhört, sieht in der Realität jedoch meist ganz anders aus! Nach vielen hin und her fand ich dann aber doch noch einen geeigneten Patz, an dem ich in Ruhe fliegen konnte. Ganz glücklich war ich damit aber nicht. Als ich die kurze Flugsession beendet hatte, fuhren wir erst einmal zurück. Unser nächstes Ziel war Ethal.

Zwischen Ethal und Oberau, führt eine schmale Bergstraße hinab. Diese haben wir schon am Dienstag gefahren. Zusammen mit dem Bergpanorama, ergab sich hier eine perfekte Möglichkeit zum Fliegen. Vor allem gab es direkt vor dem Bergpass einen kleinen Parkplatz, welcher einen idealen Startpunkt darstellte! Drei Akkus hatte ich noch zur Verfügung, also konnte ich durchaus noch einige Zeit in der Luft bleiben. Der Rückweg durch Garmisch Patenkirchen war auch ganz unkompliziert, denn der Stau trat nur in der anderen Richtung auf. Als wir unseren zweiten Spot erreichten, war es dann auch schon 16:00 Uhr. In den folgenden zwei Stunden verbrauchte ich dann meine drei verbleibenden Akkus. Das hier war wirklich ein perfekter Spot zum Fliegen. 

 

Auf der einen Seite lag Ethal. Ein kleiner Touristenort mit einem wunderschönen Schloss. Das Umland war geprägt von einer weiten Ebene. In der Ferne sah man, wie sich die Berge erstreckten und sich wie sich zwischen den Bergen kleine Täler und Pässe bildeten. Auf der anderen Seite war der Bergpass Richtung Oberau. Die schmale Straße führte immer im Slalom bergab. An der Seite ging es steil nach unten. Direkt hinter dem Bergpass konnte man dann schon den nächsten Ort ausmachen, der bestimmt 200 Meter unterhalb des Passes lag. Auch hier wurde die Aussicht natürlich vom allgegenwärtigen Bergpanorama gekrönt.

Was für ein Glück, dass ich mit meinen drei verbliebenden Akkus gute 75 Minuten in der Luft bleiben konnte! Als dann alle Akkus leer waren und ich die Drohne wieder ins Auto packte, beschloss ich noch ein Stückchen zu wandern. Schließlich wollte Raika ja auch noch ein bisschen Bewegung haben. Was für ein Zufall, dass an unseren Parkplatz ein Wanderweg anfing. Diesen folgten wir. Gute zwei Stunden waren wir noch unterwegs. Eine knappe halbe Stunde verbrachten wir dabei aber mit einen kleinen Zeitraffer. Der Wanderweg führte am Anfang wieder steil bergauf, sodass wir diesen nicht allzu weit gehen wollten. Schließlich wollten wie diesen Tag ja in Ruhe angehen!

 

Aber der Weg und die Landschaft sahen so toll aus, dass ich an dieser Stelle gleich wusste, wo es morgen langgehen sollte! Gegen 20:00 Uhr waren wir dann auch schon wieder am Auto und machten uns auf dem Heimweg.

Spätestens gegen 21:30 war der Tag dann auch gelaufen. Nach einer Dusche und dem Abendessen setzte ich mich noch ein Stündchen vor den Fernseher und schaute mir eine Doku an. Wo es morgen hingehen sollte ist an dieser Stelle ja schon klar. Es geht wieder wandern!

Bis dahin

Euer Mario

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