In der Drachenschlucht

Neulich, es war sehr schönes Wetter, setze ich mich einmal auf mein Motorrad und fuhr richtung Eisenach. Mit dem Motorrad mache ich ja zu Zeit recht wenig Touren. Ich glaube, das war dieses Jahr gerade einmal meine zweite Tour.

Nachdem ich letztes Jahr schon so wenig mit dem Bike unterwegs war, dachte ich eigentlich, dass sich das dieses Jahr ändern würde. Aber das tut es einfach nicht. Das ist auch der Grund weshalb ich mich dazu entschieden habe, meine treue Kawasaki zu verkaufen. Also mit den Motorradtouren war es das in Zukunft.

Aber zurück zur eigenltichen Geschichte! Die Drachenschlucht hatte ich schon sehr lange auf meiner Liste. Vor zwei Jahren wollte ich da eigentlich schon einmal hin. Naja, Ihr wisst ja sicher, wie das so ist, wenn man sich etwas vornimmt. Aber nach nur 2 Jahren habe ich es endlich geschafft und mir diesen Ort einmal angesehen.

Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht! Generell ist das Gebiet rund um Eisenach, von sehr vielen Wanderwegen durchzogen. Es ist ja auch eine schöne Gegend! Schon unterwegs hielt ich ein paar Mal an, um die Landschaft zu genießen.

Das einzige, was die hinfahrt, schon etwas getrübt hat, waren die vielen Baustellen, die mich überall dazu zwangen (schlecht beschilderte) Umleitungen zu fahren. Aber solche Probleme hat man ja immer.

Am Parkplatz nahe der Drachenschlucht angekommen (Motorräder parken hier kostenlos), gönnte ich mir erst einmal einen kleinen Snack am (einzigen) Imbisstand. Das Essen war nicht besonders gut und der Preis war viel zu hoch (Fastfood), aber ich hatte eben Hunger! Nach diesem kleinen Imbiss konnte ich mich dann auch schon langsam auf den Weg machen. Erst einmal musste ich die Drachenschlucht ja finden.

Gut eine Viertelstunde Fußmarsch brauchte bis zum Wanderpfad in die Drachenschlucht. Und am Anfang sah es tatsächlich nur aus wie ein ganz gewöhnlicher Wanderweg. Der verlief zwar durch eine sehr schöne Waldgegend, aber es war eben einfach nur ein ganz normaler Wanderweg. Irgendwann ging es dann aber tatsächlich los!

 

Eine steile Feldwand mit einem riesigen eingemeißelten „A“ (warum auch immer) markierte den Beginn der Drachenschlucht. Rechts davon war ein kleiner Wasserfall zu sehen (den ich leider nicht fotografieren konnte, weil ich nur das 16 mm dabei hatte).

Gespannt betrat ich also die Drachenschlucht. Hier drin war es ungefähr 10 Grad kühler. Die Wände waren überall feucht und Wasser lief teilweise an Ihnen herunter. Unter meinen Füßen schlängelte sich ein winzig kleiner Rinnsal an Wasser. Im Internet konnte ich lesen, dass dieser kleine Rinnsal im Frühjahr und Herbst so weit anschwellt, dass sogar der Steg, über den ich wanderte, von ihm verschluckt wird und die Drachenschlucht so unpassierbar ist. Faszinierend!

Die Drachenschlucht an sich ist eigentlich gar nicht so lang. Wenn man keine Bilder macht und entspannt hindurch schlendert, hat man sie in gut 10 Minuten passiert. Ich habe dafür ungefähr 40 Minuten gebraucht. Das lag natürlich zum einen an den Fotos, die ich gemacht habe. Die meiste Zeit habe ich aber mit warten verbracht, denn es waren verdammt viele Touris unterwegs, weshalb ich ständig warten musste bis ich freie Bahn zum Fotografieren hatte.

 

Besonders faszinierend war, wie eng es doch teilweise in der Schlucht ist. Die schmalste Stelle misst gerade einmal 69 Zentimeter. Da kommt an schon ein Gefühl der Beklemmung auf. Nach der Drachenschlucht schlängelt sich der Wanderweg noch bis hoch zum Rennsteig. Bis ganz hinauf habe ich es leider nicht mehr geschafft, weil es schon zu spät war.

Aber keine Angst, das hebe ich mir noch für die Zukunft auf! Der Heimweg auf dem Motorrad wurde dann noch ein wenig problematisch! Der Ölstand war (im ausgedehnten Stadium, also wenn das Öl warm ist) gerade so über dem Minimum und ich hatte stellenweise Probleme mit dem Getriebe. Zwei bis drei Mal konnte ich tatsächlich nicht mehr in den zweiten Gang schalten. Ich musste dann immer am Straßenrand anhalten und nach ein paar versuchen ging es dann.

Gerade in der Stadt war das sehr blöd. Aber zur Not hätte ich ja auch im ersten Gang heimfahren können (die Kiste macht im ersten Gang ja noch 90 Sachen). Öl werde ich wohl noch nachfüllen müssen, bevor meine gute Kawa verkauft wird.

Tja, dass war auch schon mein kleiner Ausflug zur Drachenschlucht. Wer in der Nähe von Eisenach ist, dem kann ich nur empfehlen dort einmal hinzugehen! Es ist einfach ein wundervoller Ort.

Die nächste Tour, über die ich demnächst schreiben will habe ich in der Zwischenzeit auch schon absolviert.

Bis dahin!

Euer Mario

PS: Wie immer füge ich hier noch einmal eine Galerie mit allen 20 Bildern, die der Tour entspringen sind, ein. Solltet Ihr die Galerie nicht sehen, müsst Ihr den Artikel öffnen (indem Ihr auf den Titel klickt).

 

Eine kleine Tour durch den Harz

Vor einigen Wochen hatte ich mir ganz spontan einen Wohnwagen gekauft (Ich glaube, die Idee dazu kam mir im Schlaf🙈). Und nachdem dieser jetzt ganze 3 Wochen bei einem bekannten gestanden hat, habe ich mir jetzt endlich ein Herz gefasst und mich damit auf die erste Tour begeben!

Für mich eine große Sache, denn schließlich hab ich ja, was die ganzen Campingsachen angeht keine Ahnung. Und weil das so ist, wollte ich meine erste kleine Erprobungstour lieber irgendwo in der Nähe stattfinden lassen. Als Ziel wählte ich mir den Harz aus, da dieser gerade einmal 70 Kilometer von mir entfernt war. Die Tour sollte ursprünglich maximal 3 Tage dauern (was nicht so ganz geklappt hat).

Im Vorfeld zur Tour habe ich mich einen ganzen, ok, sagen wir einen halben Tag vorbereitet. Naja, mit vorbereiten meine ich, dass ich mal kurz bei Google Maps nach Campingplätzen geschaut habe (und immerhin habe ich 2 davon gefunden!)😅. Soviel zu den Vorbereitungen. Also schnell alles geschnappt, was ich so meiner Meinung nach brauchen würde und ab geht die wilde Fahrt!😀

Ich muss jetzt wohl nicht extra erwähnen, dass keine Ahnung im Fahren mit einen so großen Gespann hatte oder?!

Was mir bei der Fahrt als Erstes auffiel, war die Tatsache, dass mein Auto für einen Wohnwagen leicht untermotorisiert ist. Da ich oftmals ziemliche Steigungen zu überwinden hatte, bemerkte ich das ziemlich schnell. Teilweise konnte ich im dritten Gang und Vollgas mit Ach und krach die 70 halten. Da hatte ich mir etwas mehr vorgestellt.

Aber durch die zugegebener maßen etwas langsame fahrt, hatte ich natürlich ordentlich Zeit die Landschaft zu genießen. Und es gab wirklich einiges zu sehen! Ich bin auf einer wunderbaren Straße durch einen Wald gefahren. Das klingt jetzt erst einmal nicht so besonders. Aber die Streckenführung und das Licht ließen dieses kleine Wäldchen wie verzaubert aussehen. Einfach traumhaft!😊

Nach dem Zauberwald bin ich einen wunderbaren Serpentinenpass empor gefahren. Von Zeit zu Zeit gab es immer mal wieder Parkbuchten, wo man verweilen und die Landschaft genießen konnte. Im Tal schlängelte sich ein Wildfluss entlang.  Von der Landschaft her hatte ich nicht mehr das Gefühl in Deutschland zu sein. Alles wirkte fremd und faszinierend zugleich.

Irgendwann erreichte ich dann mein erstes Ziel, den angepeilten Campingplatz. Ich fuhr die ca. 300 Meter lange Einfahrt entlang (dieser Punkt wird gleich noch wichtig) und hielt an der Schranke zum Platz an. „Bitte zuerst zur Anmeldung“ stand an der Schranke geschrieben.

Ich folgte den Aufruf, stieg aus und ging zur Anmeldung, nur um dort feststellen zu müssen, dass der gesamte Platz bereits ausgebucht war! Jetzt hatte ich also den Salat. In einer 300 meter langen Einfahrt, in der ich nicht einmal drehen konnte! Aus dieser musste ich nun irgendwie wieder herauskommen. Und natürlich bin ich mit dem Wohnwagengespann noch nie zuvor rückwärts gefahren (das war ja meine allererste Fahrt!).

 

Das nachfolgende Schauspiel zog sich über gut 30 Minuten hin.😂 Der Wohnwagen machte einfach was er wollte. Ich riss das Lenkrad hin und her, nur um dann genervt aufzugeben und noch einmal von vorne zu beginnen. Meine Zuschauer haben sich über meine Unfähigkeit sicherlich gut amüsiert.🙈 Irgendwann hatte ich es aber dann doch geschafft (sogar das rückwärts wenden) und verließ entnervt den Ort. Tja, was nun, dachte ich mir.

Ich steuerte den nächsten Parkplatz an und rief bei den anderen Campingplatz an, den ich während meiner Vorbereitung ausfindig machen konnte. Und wie das eben so ist, war auch dieser restlos belegt. Eigentlich war die Tour damit vorbei.😥

Aber so schnell wollte ich nun auch wieder nicht aufgeben. Es musste ein neuer Plan her! Ich fuhr erst einmal die Strecke, die ich gekommen war zurück und stellte mich außerorts auf einen Parkplatz. Um den Kopf ein wenig frei zu bekommen, ging ich erstmal eine kleine Runde mit Raika. Anschließend setzen wir uns in den Wohnwagen und ich studierte (bei miserablen Handyempfang) Goolge Maps.

Und zwar suchte ich mithilfe der Satelitenansicht nach möglichst abgelegenen Orten, an denen ich die kommende Nacht verbringen könnte. Nach elendig langer Zeit fand ich auch einen passenden Ort. Mitten in der tiefsten Pampa, an einen wundervollen See gelegen. Kilometerweit keine einzige Ortschaft in der Nähe. Das klang perfekt.

In der Pampa!

Ich tippte die Daten in mein Navi ein und fuhr los. Im Vertrauen auf meine Navi App (deren Name hier jetzt nicht genannt wird) folgte der Route und stellte fest, dass mich die App nicht dort hinbringen musste, wo ich hinwollte. Ich landete also wieder in der unmöglichen Lage und musste mit dem Wohnwagen irgendwie rückwärts rangieren. Dieses Mal halfen mir zum Glück aber einige hilfsbereite Menschen aus meiner misslichen Lage.

Mit der Hilfe von Google Maps (und dessen Navigation) fand ich meinen Bestimmungsort dann letztendlich doch noch. Ich fuhr Kilometerweit über Feld- und Waldwege und musste dabei auch einige Schilder, sagen wir mal „übersehen“.😬

Dann endlich an meinem Bestimmungsort angekommen, konnte es ans wandern gehen. Ganz so einsam wie ich dachte, war ich dann doch nicht. Ich schloss mich einer kleinen Gruppe an, die zur Talsperre wollte. Der Weg dorthin war gut 5 Kilometer lang und wir legten die Strecke flott zurück.

 

Nachdem wir uns an der Talsperre trennten, konnte ich mich dort in Ruhe etwas genauer umsehen. Ich verweilte ein paar Momente und machte mich dann wieder auf den Rückweg. Dieses Mal ließ ich mir viel Zeit, sodass ich unterwegs ein paar Bilder machen konnte. Alle paar Meter war der Wanderweg von umgestürzten Bäumen blockiert, die ich überwinden musste.

Tief aus dem Wald vernahm ich das Geräusch von Kettensägen. Dort waren wohl Waldarbeiter unterwegs, die das Chaos der umgestürzten Bäume aufräumen sollten. Mittlerweile war ich mir, ob meines Standortes nicht mehr so sicher, sodass ich nicht direkt zum Wohnwagen ging, sondern noch ein paar andere Wege ausprobieren wollte. Dort wo der Wohnwagen stand, war mir dann doch zu viel Durchgangsverkehr.

Und so kundschaftete ich einen vielversprechenden Weg aus. Keine 200 Meter vom Ufer des Stausees entfernt fand ich den perfekten Standort. Hier würde nun wirklich kein Mensch mehr hinkommen! Und vor allem standen keine hohen Bäume in der Nähe, die durch den Sturm auf meinen Wohnwagen stürzen und mich in der Nacht zerquetschen könnten.😱  Erfreut ging ich zurück zu meinem Gespann, welches ich sogleich zum neuen Standort fuhr.

Mittlerweile setzte die Dämmerung so langsam ein. Da ich noch ein wenig Zeit hatte, bevor es dunkel wurde, entschied ich mich dazu, zum See zu gehen und die Kulisse zu genießen. Und es war auch wirklich wunderschön. Schade, dass ich mein Zeitraffer Equipment im Auto gelassen hatte, denn das war wirklich der perfekte Ort für eine Sequenz.

Langsam wurde es aber an wieder zurückzugehen. Bevor ich mein Quartier aufschlug, musste ich noch die wichtigsten Dinge aus dem Auto holen. Außerdem wollte ich die letzten Momente des Tages nutzen, um noch einmal meine Drohne aufsteigen zu lassen.

Tja, an dieser Stelle muss ich jetzt einen großen Dank an DJI aussprechen, denn für eine 1.600 Euro teure Drohne bekommt man wirklich einiges Geboten. In meinem Fall einen supertollen Briefbeschwerer! 😤 Die Jungs haben die Flugapp nämlich so abgeändert, dass das Fliegen nur noch mit einer Internetverbindung möglich ist.

Das ist natürlich eine super Sache wenn man sich an einen entlegenen Ort, oder einer unberührten Landschaft befindet und tolle Luftaufnahmen machen möchte. Leider haben die DJI Ingenieure nicht daran gedacht, dass es an entlegenen Orten meist KEIN INTERNET gibt!😡 Egal wie ich es versucht habe, es ging einfach nicht. Die tollen Bilder aus der Luft, die ich mir hier versprochen habe, mussten leider ausfallen.

Mittlerweile war es dunkel geworden und wir zogen uns in den Wohnwagen zurück. Jetzt gab es erstmal etwas zu essen! Zum Glück hat so ein Wohnwagen eine Kochmöglichkeit, sodass ich etwas Warmes zu mir nehmen konnte. Draußen waren die Temperaturen auch bereits unter die 10 Grad Marke gefallen, was für mich eine gute Möglichkeit war, die Heizung des Wohnwagens auszutesten. Da die Gasflasche bereits gebraucht war, wusste ich natürlich nicht, wie viel Gas noch übrig war.

Bevor ich dann irgendwann ins Bett ging, verkroch ich mich den Rest des Abends auf die Couch und sah mir den ein- oder anderen Film an (Internet ging ja nicht). Die Heizung stelle ich vor dem Schlafengehen aus, weil ich irgendwie bedenken hatte, dass mir der Wohnwagen in der Nacht um die Ohren fliegen würde.🤣

Am nächsten Morgen wurde ich dann um vier Uhr wach. Ich hatte wirklich nur eine dünne Decke dabei und lag im T-Shirt im Bett. Ich schaute auf das Thermometer, welches mir 5 Grad Innentemperatur anzeigte. Kälte kann ich zwar sehr gut ab, aber anscheinend bin ich ebendeswegen aufgewacht. Mein ganzer Körper war wirklich eiskalt. Sogar Raika hatte sich vom Fußboden ins Bett verkrochen und lag nun leicht zitternd neben mir.

Zeit die Heizung anzumachen! Ich stieg auf und stellte die Heizung auf volle Pulle. Es würde ein paar Minuten dauern, bis es im Wohnwagen warm wird. In der Zwischenzeit bin ich kurz rausgegangen und joggte ein paar Runden um den Wohnwagen um mich selber aufzuwärmen. Nach einer halben Stunde waren es dann schnuckelige 22 Grad! Da es erst halb 5 war, konnte ich getrost noch ein bisschen Schlafen.

Ein paar Stunden später gab es zum Aufstehen erst einmal einen schönen Earl Grey (darauf kann ich nirgends verzichten). Die Sonne schien zwar, aber draußen war es noch immer recht kalt und windig. Jetzt war der perfekte Moment für den Zeitraffer, den ich am liebsten gestern Abend schon gemacht hätte!

Leider war es während der gesamten Zeit immer noch sehr kalt und windig. Ich war mir ob des Wetters nicht so ganz sicher und da es hier kein Internet gab, konnte ich mir noch nicht einmal den Wetterbericht anschauen.😕 Und dann war da noch die Gasprobelmatik, denn sollte mir während der nächsten Nacht das Gas ausgehen, würde es für mich sehr ungemütlich werden. All das ließ mich ein wenig zweifeln und ich überlegte mir, die Tour vielleicht doch vorzeitig abzubrechen.

Aber der Tag ist ja noch lang! Erst einmal stellte ich den Zeitraffer fertig und anschließend wanderten wir noch ein wenig um den See herum. Später dann am Wohnwagen drang dann das Geräusch von Kettensägen in meine Ohren. Gut einhundert Meter von mir entfernt werkelte ein Waldarbeiter. Einige Bäume hatten wohl aufgrund des Windes einen knacks bekommen und standen schon auf halb 8. Bevor sie nun auf den Weg zu stürzen drohen (und mir damit den Heimweg verbauen würden), machte sich der Waldarbeiter daran, dass drohende Unheil abzuwenden.

Ich hätte nicht gedacht, dass hier an einen Feiertag gearbeitet werden würde. Dummerweise stand der Wagen von dem Waldarbeiter im Weg, sodass ich nicht wegfahren konnte. Die Tatsache, dass ich hier verbotenerweise stand, machte die Sache nicht unbedingt leichter. Dennoch fasste ich mir ein Herz und ging zu dem Waldarbeiter auf ein kleines Pläuschchen. „Du willst wohl schon wieder fahren?“ waren die Worte, mit denen er mich begrüßte.

Ich erklärte Ihn meine Lage und warum ich hier stehe, aber das brauchte ich im Grunde gar nicht. Für Ihn war es völlig okay, dass ich hier stehe. Nur die Jäger wären damit eventuell nicht so glücklich meinte er. Zum Glück hatte ich am Vortag auch daran gedacht, denn im Umkreis von 100 Metern befand sich kein einziger Hochsitz. Nichtsdestotrotz wollte ich meine Zelte langsam abbrechen und fragte den Waldarbeiter, ob er nicht den Weg freimachen konnte.

Das tat er, natürlich ohne zu zögern. Außerdem gab er mir noch tipps, wie ich schnellstmöglich wieder auf die Straße kommen und das Naturschutzgebiet verlassen kann. Meine Fahrt konnte also weitergehen.

Während ich das Naturschutzgebiet langsam verließ, entschloss ich mich dazu, keine weitere Nacht irgendwo in der Pampa zu verbringen. Zu groß war mir das Risiko, dass mir das Gas ausgehen würde und ich eine sehr kalte Nacht im Wohnwagen verbringen müsste. Auf meinem langsamen Heimweg hielt ich immer wieder mal an, um die Landschaft zu erkunden und ein bisschen wandern zu gehen.

Durch den Zauberwald, den ich auf den Hinweg passierte, führte mich mein Navi leider nicht mehr (was mich sehr ärgerte). Um 22:00 Uhr war ich dann wieder zu Hause angekommen und meine erste Tour im Wohnwagen war überstanden.😌 Die nächste Tour mache ich dann erst wieder, wenn es etwas wärmer ist (oder wenn ich mir eine zweite Gasflasche besorgt habe).

Ansonsten war die Tour, trotz aller Umstände wirklich super! Es gab höhen und Tiefen, nette Gespräche und schöne Landschaften. Was will man mehr! Und dazu noch das Abendteuer, dass ich auf meiner ersten Tour gleich freistehen musste.

Ich werde den Wohnwagen dieses Jahr gewiss noch einmal rausholen. Dann aber mit einer deutlich besseren Planung, die alle Eventualitäten berücksichtigt.

Bis dahin

Euer Mario

Hier wie immer die obligatorische Galerie mit allen Bildern:

 

Best of 2017: Luftaufnahmen

Weiter geht es mit der fotografischen Aufarbeitung des Jahres 2017. Dieses Mal geht es um die etwas vernachlässigten Luftaufnahmen. Ja, meine gute Phantom 3 habe ich leider nicht oft dabei. 🙁

Das hat mehrere Gründe. Zum Beispiel bin ich bei meinen Fototouren oftmals mit dem Motorrad unterwegs. Nun ist die Phantom 3 eine relativ große Drohne und ich bekomme sie auf dem Motorrad einfach nicht mit. Also muss Sie zu Hause bleiben.

Aber von Zeit zu Zeit packt es mich dann doch, sodass ich mich ausschließlich mit der Drohe los mache! Das muss natürlich immer vorbereitet werden. Drohne, Fernbedienung, Akkus und Tablet müssen bereit und geladen sein, bevor sie dann in den riesigen Koffer landen. Aber das ist ja schon der zweite Schritt.

Bevor ich das Equipment fertig mache, muss ich mir erst einmal einen geeigneten Ort für die Aufnahmen suchen und abklären, ob ich dort überall fliegen kann. Denn leider wurde im letzten Jahr der Luftraum für Drohnen mehr und mehr eingeschränkt. Also wird vor dem Start die Airmap App geöffnet und gecheckt, ob geflogen werden kann oder nicht.

Wenn ich Glück habe, gibt es keine Flugverbotszonen und ich kann mit meiner Tour beginnen. Wenn ich Pech habe, muss ich auf die Tour (und dabei auf wahrscheinlich auch auf viele tolle Bilder) verzichten und nach anderen Orten recherchieren.

Aber auch wenn ich es keine Beschränkungen gibt und ich fliegen kann, ist es doch immer eine Tour ins Unbekannte. Denn da ich mir meine Locations über Google Earth  suche, weiß ich natürlich nie wie es dort fotografisch tatsächlich aussieht. Ich sehe dort zwar schon Luftaufnahmen, aber mit der Drohne fotografiere ich natürlich nicht einfach nur plump nach unten. 😉

Aber okay, wenn das alles geklärt ist, kann die Tour endlich losgehen. Also ab ins Auto und los gehts! Jetzt muss eigentlich nur noch das Wetter passen. Oh! Und natürlich auch die Parkmöglichkeiten für mein Auto.

Denn das ist schon wieder die nächste Kleinigkeit. Da sich die Drohne samt Zubehör in einem großen, sperrigen Koffer befindet, macht das Laufen damit jetzt nicht unbedingt Spaß. Kleine Strecken von ein paar Hundert Metern sind kein Problem, aber kilometerweit möchte ich den Koffer möglichst nicht tragen. Also bin ich vor Ort in meiner Reichweite etwas eingeschränkt.

Das war bei meinem Alpen Urlaub letztes Jahr ein großes Problem. Klar hatte ich die Drohne dabei und natürlich haben sich immer wieder tolle Motive ergeben. Die besten davon waren aber für mich unerreichbar, weil ich mit dem Koffer keinen 10 Kilometer langen Wanderpfad entlanggehen kann.

 

Also war der Einsatz der Drohne nur in unmittelbarer Nähe zum Auto möglich. Jetzt könnte man sich denken, dass es ja kein Problem ist, da moderne Drohnen ja eine Reichweite von mehreren Kilometern haben. Ja, das haben Sie in der Tat. So 4-7 Kilometer hätte ich damit durchaus zurücklegen können.

Aber ich darf es nicht! Ist halt so. Neben der Reichweite gibt es natürlich auch für die Höhe Beschränkungen. Schließlich leben wir ja in Deutschland. 😉

Wow, so langsam wird aus dem Best of Luftaufnahmen ein Jammerbeitrag über die Fotografie mit Drohnen. 😉

Das war jetzt nicht unbedingt meine Absicht. Denn trotz der vielen Restriktionen und Einschränkungen, die man sowohl bei der Vorbereitung, als auch vor Ort hat, macht es einfach nur Spass! Durch die Gegend zu fliegen, neue Blickwinkel zu entdecken!

Und an dem Problem mit der Portabilität arbeite ich gerade. Gerade für solche, eher private Touren bin ich derzeit in Versuchung mir eine Mavic zu kaufen. Diese ist wesentlich kleiner als meine Phantom, leistet aber teilweise noch mehr. Das Ding würde ich dann einfach zu meiner Kameraausrüstung in die Fototasche stecken und losmarschieren. Perfekt.

Aber! Dass das Ding natürlich nicht ganz billig ist, stört mich eigentlich nicht so sehr. Was mich dagegen schon stören würde, wäre die Versicherung (die in Deutschland Pflicht ist). Meine Phantom 3 kostet mich 190,- € im Jahr. Ich hätte jetzt wirklich absolut kein Bock, noch einmal denselben Betrag für die Mavic zu bezahlen. Vor allem da eh nur immer eine Drohne in der Luft sein kann. Die Phantom kann ich auch nicht verkaufen, weil mich dann meine Kunden schräg anschauen würden, wenn ich mit so einem winzigen Ding zum Einsatz komme.

Und zu Versicherungen habe ich sowieso eine ganz spezielle Meinung, aber das ist eine andere Geschichte.

So, jetzt habe ich wesentlich mehr gesagt, als ich eigentlich wollte. Aber immerhin konntet Ihr so einen Eindruck davon gewinnen, was alles so an der Drohnenfotografie dran hängt. Es gibt viele Einschränkungen und vieles zu beachten, aber wenn man dann einmal in der Luft ist, hat es sich gelohnt!

Bis dahin

Euer Mario

Tour zum Panorama Museum

Letzten Monat habe ich tatsächlich meine erste Tour in diesem Jahr gemacht! Und zwar ging es zum Panorama Museum nach Bad Frankenhausen. Die Tour dorthin erfolgte zufällig, die Location ansich habe ich jedoch schon sehr, sehr lange auf meiner Liste gehabt.

Und mit sehr, sehr lange meine ich auch sehr, sehr lange! Denn so ungefähr vor 10 Jahren, also noch vor der Zeit, als ich anfing zu fotografieren, suchte ich mir in meinem Umkreis einmal ein paar Touristische Attraktionen, die ich am Wochenende einmal aufsuchen und erkunden konnte.

Und schon nach nur 10 Jahren konnte ich dann auch endlich die Tour zum Panorama Museum machen! 🙂 Die Tour erfolge jedoch leider noch vor der aktuellen „Eiszeit“, weshalb es während meiner Wanderung ziemlich matschig war.

Generell war es noch diese Nass/Kalte Zeit. Also gutes Schuhwerk und warme klamotten waren an diesem Tag Pflicht! Und natürlich musste man auf den matschigen Wegen auf aufpassen, dass man sich nicht „hinlegt“. Aber zum Glück habe ich diesen Aspekt der Tour sehr gut überstanden.

An dieser Stelle muss ich sagen, dass die Wald- und Wanderwege rund um Bad Frankenhausen wirklich super sind. Wenn es später in diesem Jahr einmal trocken ist, werde ich die Gegen wohl noch den einen oder anderen Besuch abstatten!

Aber ich bin ja auch generell sehr gerne auf Wanderwegen und im Wald unterwegs. Ich weiß auch nicht warum, aber dort fühle ich mich einfach wohl. Noch besser ist es dann natürlich wenn ich meine Kamera dabei habe!

Da ich schon länger keine richtigen Touren mehr gemacht habe, war es doch super, mir eindlich mal wieder die Kamera schnappen zu können und ein wenig raus zu gehen. Mit dabei hatte ich an diesem Tag übringens meine OMD EM-10 samt Sigma 19 mm Art. Unterwegs waren natürlich die Waldwege und die Linienführung interessant.

Am Panorama Museum angekommen ist natürlich der Name Programm! Man macht Panoramen. Vom Museum, von der Umgebung, einfach von allem! Im Muesum war ich an diesem Tag jedoch leider nicht. Aber auch das kann ich natürlich dieses Jahr noch nachholen.

Bis dahin bin ich schon wieder am für die nächte Tour am Planen!

Bis dahin.

Euer Mario

5 Jahre!

Ich kann kaum glauben, dass es schon so lange her ist. Genau heute vor 5 Jahren ging mein Blog online. 2012 war das und ich habe auch heute noch das Gefühl es wäre erst gestern gewesen. Zu dieser Zeit lebte ich noch in Berlin und absolvierte meine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann. Es war auch die Zeit, als ich das erste Mal in die Fotografie hinein schnüffelte.

Ich war auf der Suche nach einem neuen Hobby und wollte mein Leben besser festhalten. Die Fotografie bot sich da an. Also versuchte ich mein Glück dort. Der Blog, der zu dieser Zeit startete, war allerdings damals noch nicht auf die Fotografie ausgerichtet. Das kam erst wesentlich später.

Aber auch den Blog startete ich ursprünglich in der Absicht mein Leben etwas besser dokumentieren zu können. Schließlich erlebt ja jeder von uns tagtäglich  Momente, die es würdig sind festgehalten zu werden.

Und so legte ich los! Ich sicherte mir meine Domain, bestellte mir mein Hosting Paket und startete in die Welt des Bloggens. Die erste Zeit schrieb ich über meine Erlebnisse in der Großstadt, ich Philosophierte über die Welt oder ich schrieb etwas über meine aktuelle Gefühlslage. Niemals war ich darauf aus Leser zu finden oder gar Bekanntheit zu erreichen. Der Blog sollte einzig und allein für mich sein.

Ich fand die Idee damals sehr reizvoll später als alter Mann einmal vor dem Computer zu sitzen und mir die Geschichten vergangener Tage noch einmal in Erinnerung zu rufen.

Spätestens mit dem Kauf meiner ersten Spiegelreflexkamera rückte die Fotografie dann in den Fokus des Blogs. Es waren einfach zwei Dinge, die wie für einander geschaffen sind. Ich mache eine Tour oder ein Fotoprojekt, schreibe anschließend darüber und präsentiere die Ergebnisse. Perfekt also! Im Laufe der Jahre kamen dann auch noch die Motorradtouren hinzu, die sich ebenso gut mit dem Bloggen und dem Fotografieren kombinieren lassen.

Und so vergingen die ersten Jahre. Der Blog wuchs und wuchs. Ja sogar andere Menschen haben von Zeit zu Zeit hier gelesen. Ich bekam Kommentare und sogar Mails von Menschen, die an meinen Bildern gefallen fanden oder auch meinen Rat wollten. Ich antwortete immer gerne und freute mich über jeden Menschen der hier gelesen hat, oder gar mit mir in Kontakt getreten ist.

Im Laufe der Jahre hat sich auf diese Art und Weise eine durchaus beeindruckende Zahl an Artikeln angesammelt. Zumindest bis dieses Jahr, denn Anfang September ist es dann passiert. Mein Blog ist komplett abgestürzt. Trotz aller Maßnahmen konnte ich Ihn nicht wiederherstellen.

Dass all diese Dinge verloren gingen, fand ich sehr schaden. Aber zum Glück habe ich bei jeden Artikel, den ich schrieb ein Backup angefertigt. Also alles halb so wild.

Da ich meinen Blog gerne weiterverfolgen wollte, entschied ich mich daher für einen Neustart. Ich suchte mir im Voraus die besten und bedeutendsten Artikel des alten Blogs heraus und legte mir diese zurecht, damit ich sie hier später einmal erneut veröffentlichen kann. Anschließend installierte ich das CMS erneut und verpasste dem Blog gleich ein neues Design. Meinem Stil bin ich mir dabei treu geblieben, das Aussehen ist nun jedoch wesentlich sachlicher geworden.

Und auch wenn auf dem Blog aktuell nicht viel los ist, freue mich bei jedem Artikel den ich schreibe.

Also, auf die nächsten 5 Jahre!

Euer Mario