Das Jahr 2021

Gerade eben habe ich mich hier eingeloggt, als mir aufgefallen ist, dass der letzte Beitrag (November) noch als Entwurf gespeichert war. Dabei dachte ich eigentlich, dass ich diesen schon längst veröffentlicht hatte.

Tja, so kann es manchmal auch passieren.🤷‍♂️

Aber egal, der Artikel ist nun veröffentlicht und ich kann nun tun was ich eigentlich tun wollte. Meinen Jahresabschluss für das Jahr 2021 schreiben.

Und ich muss schon sagen, dass 2021 wirklich ein sehr turbolentes Jahr für mich war. So manche Ereignisse darin werden mich noch eine ganze Weile begleiten.

Der Januar

Fangen wir am besten im Januar an. Ende letzten Jahres hatte ich ja meinen Job Coronabedingt gekündigt und konnte mich erstmal eine Weile auf mich selber konzentrieren. Mit dem Belichtungswerk lief es bis Anfang 21 auch wirklich gut. Dann merkte ich, dass auch meiner Kundengruppe so langsam das Geld ausgeht. Ich überbrückte also noch eine Weile und konzentrierte mich auf eher persönliche Dinge.

Ich war viel draußen unterwegs, las viel und machte auch neue Bekanntschaften. Eine davon war ganz besonders, positiv wie negativ, denn Anfang des Jahres hatte ich mich so dermaßen verliebt, dass ich auch heute, fast ein Jahr später noch immer nicht so wirklich darüber fertig werde das es nicht geklappt hat. Es war wirklich so dermaßen, dass ich mir eigentlich schon sicher war, dass es das ist. Entweder sie oder keine. Wenn ich heute so zurückdenke mischen sich positive und negative Gefühle zu einen undefinierbaren Brei zusammen, sodass ich nun auch nicht wirklich schlauer bin als vor einem Jahr. Ich verstehe es eben einfach nicht und ich habe so etwas ehrlich auch noch nie erlebt!

Die Fragezeichen über den Kopf gehen halt einfach nicht weg. Genausowenig wie die Gefühle verschwinden werden denke ich. Aber die Fragezeichen sind schlimmer. Bestimmte verhaltensweisen kann ich eben einfach nicht nachvollziehen. Ein Schritt vor, zwei zurück. Tja, wie gesagt es beschäftigt mich eben nach wie vor. Mehr möchte ich zu diesem Thema nun eigentlich nicht schreiben, denn sonst dreht sich der Artikel hier genauso ergebnislos im Kreis wie meine Gedanken.

Der Februar

Machen wir weiter im Jahr. Der Februar brachte uns einen richtigen Wintereinbruch. Es fiel viel Schnee, richtig viel Schnee. So viel, dass zwei Tage überhaupt nichts mehr ging. Das einzige was noch fahren konnte war mein Quad. So kam ich dann auch nicht umhin für meine Nachbarn mehr oder weniger sinnvolle Einkäufe tätigen zu müssen. Ich bin ja ein netter Mensch und helfe dementsprechend auch gerne. Also war ich ausgiebig bei -20 Grad mit dem Quad unterwegs.

Was mich wundert ist, dass ich überhaupt nicht krank geworden bin dadurch. Bin wohl doch härter als ich dachte. Auch in der Natur war es zu dieser Zeit sehr schön. Es lag so viel Schnee und Eis das man denken könnte man wandere durch Sibirien oder so.

Auch die Nachbarschaftsaktion zur Räumung des Schnees hatte mich beeindruckt. Die ganze Straße hat geholfen und alles freigeschaufelt. Die Omas haben aus den Fenstern Kaffee und Glühwein verteilt. Es war ein wahnsinniges Gemeinsschaftsgefühl. So etwas entsteht eben nur aus der Not.

Der März

Im März war ich dann wieder überwiegend mit mir selbst beschäftigt. Um mich von meinem Gefühlszustand und allem etwas abzulenken, konzentrierte ich mich auf meine eigenen 4 Wände. Zuerst war das Wohnzimmer dran. Ich steckte hier wirklich viel Arbeit und Geld hinein aber es hat sich gelohnt denke ich. Nicht nur das mein Wohnzimmer diesen Namen nun endlich verdient und wirklich wohnlich ist, auch die Ablenkung hat ganz gut geklappt denke ich.

Ansonsten kam im März endlich so langsam der Frühling in fahrt und ich war wieder mehr mit der Kamera draußen und genoss die Sonne.

Der April

Im April sollte die Ablenkung weitergehen. Diesmal nicht in den eigenen 4 Wänden, sondern beruflich. Mit Dokuscan 24 rief ich mal eben eine neue Firma ins Leben. Dokumente digitalisieren war das Stichwort. Ich schrieb also mein Businessplan, erstellte eine schicke Website, gestaltete Flyer und Broschüren, kalkulierte Preise und machte auch sonst alles was man zum Gründen so benötigt. Darin habe ich ja mittlerweile schon Erfahrung.

In dieses Projekt steckte ich so unglaublich viel Zeit und Energie, dass meine Sorgen schon fast verschwunden waren. Das war rückblickend ein guter Monat denke ich. Und es war eine gute Entscheidung meine Energie zu fokussieren und etwas sinnvolles damit anzufangen.

So wurde der Start von Dokuscan auch sehr überschwenglich gefeiert! Von der gesamten Belegschaft. Also quasi nur von mir. 😂

Der Mai

Der Mai brachte dann viele Veränderungen mit sich. Beim Belichtungswerk lief es immer noch nicht so gut, weil mir durch Corona so langsam meine Zielgruppe wegbrach. Meine Ersparnisse wollte ich allerdings nicht so ohne weiteres verbrauchen. Also entschied ich mich mir wieder einen Job zu suchen. Das ging eigentlich sehr schnell. 2 Bewerbungen habe ich geschrieben und beide Firmen wollten mich gerne annehmen. Nach ein wenig hin und her konnte ich mich entscheiden und arbeite jetzt als das was ich sowieso gerne mache. Als Grafikdesigner.

Auch privat dachte ich es wäre an der Zeit wieder nach vorne zu blicken. Also ging ich das Wagnis einer neuen Beziehung ein. Auch das ging schneller als ich dachte. Auch wenn sich heute die Dinge schwieriger gestalten, als ich es für möglich gehalten habe. Aber das ist eine andere Geschichte.

Im Mai entdeckte ich auch das Banking für mich. Für alle die nicht wissen was das ist. Man nehme sich seinen Hund, eine Flasche Bier oder Radler und dann wandert man los. Bis zu einer Bank in der freien Natur. Dort trinkt man sein Bier, genießt die Ruhe und bewundert die Natur. Anschließend geht es wieder zurück.

Und was das Banking angeht war ich auch wirklich aktiv. Ich habe Euch dazu einmal eine Galerie erstellt:

Der Juni und Juli

Im Juni und Juli war die Welt für mich eigentlich in Ordnung. Beruflich wie privat lief es sehr gut. Keine weiteren Vorkommnisse.

Im August ging es auch noch. Hier fing ich aus Spaß ein neues Projekt an. Und zwar habe ich mir aus einem Raspberry Pi ein Retropie gebaut. Den ganzen monat habe ich gebastelt, konfiguriert und naja, mir auf legale Weise Roms besorgt.

Der September

Auch im September hatte ich viel zu tun. Die Apfelernte stand an und ich habe gut 600 kg Äpfel zu Most gepresst. Außerdem entdeckte ich, dass mein Keller zu feucht ist und fing auch diese Baustelle an. Neben meiner Küche, die ab September ebenfalls eine Baustelle war. Eigentlich hatte der September genug Ablenkung für 2 Monate, obwohl das eigentlich gar nicht so nötig war.

Der Oktober

Im Oktober ging es wieder abwärts. Corona kam zurück und die Beziehung fing an zu stocken. Und ich fing an mir wieder zu viele Gedanken zu machen. Leider gab es im Oktober für mich keinerlei Ablenkung, sodass ich mit meinen Gedanken völlig auf mich allein gestellt war. Aber ich nutze das auch aus um mich auszusprechen und alles final zu verarbeiten (hat nicht geklappt😂).

Der November

Der November war hier bei uns ebenfalls einzig und allein im Zeichen von Corona. Die Inzidenzen stiegen, alles Schloss wieder und auch die Beziehung stockte weiter. Und was hab ich gemacht? Naja größtenteils versucht mich irgendwie zu beschäftigen und ansonsten trübsal zu blasen.

Aber immerhin habe ich mir im November meinen Thermomix gekauft! Mittlerweile benutze ich ihn fast jeden Tag und ich muss immernoch sagen, dass es der absolute Hammer ist. Auf einmal kann ich kochen und es ist so als stünde mir eine völlig neue Welt offen. Ich bin jedes Mal erneut begeistert.

Der Dezember

Tja, kommen wir damit auch schon zum letzten Monat des Jahres. Der Dezember. Mal abgesehen davon, dass ich nun 34 Jahre alt bin (oh Gott) war der Dezember eigentlich ganz okay denke ich. Besonders schön fand ich die vielen Gratulanten, die ich heute hatte. Vor allem viele alte Freunde und Freundinnen, die nun weit entfernt von mir wohnen. Die vielen Unterhaltungen, die ich heute hatte, waren wirklich Balsam für die Seele.

Ich habe mich viel mit meinem Thermomix beschäftigt und einfach das gute Essen genossen. Aber ehrlich gesagt gehen mir immernoch viel zu viele Gedanken durch den kopf. Ich weiß noch nicht so recht wo es mich hinführt.

Das war mein Jahr 2021 im Schnelldurchlauf. Es gab viele Höhen und Tiefen. Es war eben turbolent und ich fürchte es wird auch noch eine Weile turbolent bleiben. Mal sehen was 2022 auf mich wartet. Ich hoffe doch mal nur gutes.

Aber manchmal tut es auch schon einfach gut sich Dinge von der Seele zu schreiben. Auch wenn es niemand liest und ich der einzige bin der es versteht. Es hilft zwar nicht zu 100 Prozent, aber es tut dennoch gut.

Zum Abschluss gibt es nocheinmal eine Bildergalerie mit allem was 2021 so los war. Viel Spaß!

Bis dahin

Euer Mario

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